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Antisemitismus

Beiträge zum Thema Antisemitismus

Service + Familie

Zivilcourage im Netz gefordert
Antisemitismus online entschlüsseln

Der Berliner Antisemitismus-Experte Steffen Jost fordert mehr Zivilcourage im Internet. «Wir brauchen mehr Gegenrede im Netz zu antisemitischen, rassistischen und sexistischen Kommentaren», sagte der Programmdirektor der Berliner Alfred Landecker Foundation. Gerade bei den Menschen, die ideologisch noch nicht vollständig von Verschwörungsmythen überzeugt seien, müsse man ansetzen. Internetnutzer müssten Hass gegen Minderheiten im Netz mehr melden. Dafür gebe es eigens Meldeportale wie etwa die...

  • 22.10.21
Aktuelles
2 Bilder

Kommentiert
Wir alle sind gefragt

Wenn es in der Welt zu Verwerfungen kommt – einer Pandemie oder einem eskalierenden Nahostkonflikt –, dann brechen jahrhundertealte antisemitische Ressentiments und Vorurteile wieder auf. Halbwissen wird geteilt. Von Katja Schmidtke Nein, wir können keinen Schlusspunkt hinter den Holocaust setzen. Die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus ist eine immerwährende Aufgabe (wie uns brennende Israelflaggen, Anti-Corona-Demonstranten mit gelben Sternen und Angriffe auf kippatragende Juden...

  • 03.06.21
  • 1
Aktuelles

Zeichen gegen Antisemitismus
"Schalom-Bahn" und "Wächterdienst"

In Kassel fährt nicht nur eine "Schalom-Bahn" der Deutsch-Israelischen Gesellschaft als Erinnerung an das Jubiläum "1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland". Christliche Kirchen und die AG Kassel der Deutsch-Israelischen Gesellschaft haben vor der Kasseler Synagoge einen "Wächterdienst" aufgenommen, nachdem auch der Kasseler Rabbiner auf der Straße beschimpft worden war. Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kur-hessen-Waldeck (EKKW), Beate Hofmann, würdigte den "Wächterdienst" als...

  • 27.05.21
Aktuelles

Nahostkonflikt
Kramer warnt vor Pauschalurteilen

Erfurt. Der Präsident des Thüringer Amtes für Verfassungsschutz und ehemalige Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stefan Kramer, warnt vor einer pauschalen Verurteilung Geflüchteter als vermeintliche Antisemiten. Im Rahmen einer Regierungsmedienkonferenz erklärte Kramer: "Die Mehrheit der Musliminnen und Muslime in Deutschland sind friedliebende Menschen, die das Land als einen sicheren Hafen begreifen." Dennoch, so erklärte der Verfassungsschutz-Chef, sei islamischer...

FeuilletonPremium

Uwe von Seltmann
Impfstoff gegen Antisemitismus

Jüdisches Leben in Deutschland: Die Aufgabe, ein möglichst reales Bild von 1700 Jahren zu zeigen, komme einer Quadratur des Kreises gleich, sagt Uwe von Seltmann in „Wir sind da!“. Das erfordere eigentlich eine zehnbändige Ausgabe. Mit Holger Spierig sprach der Autor über Antisemitismus, Querdenker und Hoffnungen. In Ihrem Buch beschreiben Sie, dass das Judentum in Deutschland viele Gesichter hat. Wie ist aktuell die Situation in Deutschland? Uwe von Seltmann: Das Judentum der Gegenwart ist...

  • 06.05.21
Aktuelles

Neue Fachstelle soll antisemitische Vorfälle dokumentieren
Diakonie leitet RIAS

Seit Januar 2021 wird die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Sachsen-Anhalt (RIAS Sachsen-Anhalt) aufgebaut. Ihre Aufgabe ist es, antisemitische Vorfälle im Land zu dokumentieren und Betroffene zu unterstützen. Von Claudia Crodel Dabei arbeite die Fachstelle so, dass für Betroffene von antisemitischen Vorfällen ein geschützter Austausch möglich ist und ihre Erfahrungen ernst genommen und erfasst werden, so Frieder Weigmann, Pressesprecher der Diakonie Mitteldeutschland. Die...

  • 01.05.21
Aktuelles

Berichtet
Banner erneut beschädigt

Otto baut hier eine Synagoge", steht auf einem Banner in Magdeburg. Platziert ist es auf dem Gelände, auf dem die neue Synagoge entstehen soll. In der vergangenen Woche wurde es gleich zwei Mal durch kleine Einschnitte beschädigt: am 30. März und am 15. April. "Das stellten dort regelmäßig kon-trollierende Polizeibeamte fest und informierten unseren Verein", sagt Waltraut Zachhuber, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins "Neue Synagoge Magdeburg". Der Förderverein nehme jede noch so...

Aktuelles

Kritik an Jerusalemsverein und Kairos-Kampagne
Berliner Kirche verurteilt »antijüdischen« Weihnachtsaufruf

Berlin (epd) – Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und das Berliner Missionswerk haben die Veröffentlichung israelkritischer Aussagen der sogenannten Kairos-Kampagne auf kirchlichen Webseiten kritisiert. »Wir verurteilen jede Form von Antisemitismus aufs Schärfste«, heißt es in einem am Mittwoch auf Twitter veröffentlichten Beitrag. Anlass ist ein auf den Seiten des Jerusalemsvereins des Berliner Missionswerks Ende 2020 veröffentlichter »Weihnachtsaufruf...

  • 06.01.21
Aktuelles
Christian Staffa (l.), der im Hauptberuf Studienleiter an der Evangelischen Akademie zu Berlin ist und jetzt auch ehrenamtlicher EKD-Beauftragter, im Gespräch mit "G+H"-Reporter Paul-Philipp Braun | Foto: Julia Bornkessel
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Interview mit Christian Staffa
Antisemitismus in der Kirche?

Der Antisemitismusbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Christian Staffa, ist seit gut einem Jahr im Amt. Im Interview mit Paul-Philipp Braun spricht er über Verschwörungstheorien, den jüdisch-christlichen Dialog und fordert eine neue Form der Ausbildung für Theologen.  Sie haben zehn Tage nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle Ihr Amt angetreten. Was war das für ein Gefühl? Christian Staffa: Ich erinnere mich sehr gut an diesen 9. Oktober. Damals habe ich als...

  • 03.12.20
  • 2
AktuellesPremium

Antisemitische Untertöne auch in den Medien
Der verborgene Antisemitismus

Da gehen wir nicht hin“, sagte der Vater dem achtjährigen Mädchen in den 1930er-Jahren, als die Kleine in einem Münchner Kaufhaus Rolltreppe fahren wollte. Das Kaufhaus gehörte einem Juden. Es sei dieser kleine, verborgene, hinterhältige Antisemitismus, auf dem Hitler aufbauen konnte. Er war den Mitgliedern aller Parteien gemeinsam, stellt der Historiker Götz Aly fest. Die Rolltreppenepisode widerfuhr übrigens seiner Mutter, und Aly führt sie an als Beispiel, dass der Antisemitismus eben nicht...

  • 21.11.20
Kirche vor OrtPremium
Richard Lehmann engagiert sich ehrenamtlich im Landesjugend-konvent. | Foto: Sabrina Gorges
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Engagement
Es kommt auf jeden Einzelnen an

 Die Vertretung der Evangelischen Jugend in Mitteldeutschland hat mit einem Positionspapier klar Stellung gegen Rassismus, Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit bezogen. Richard Lehmann ist Vorstandsmitglied des Landesjugendkonvents. Er gab den Anstoß für das Papier. Von Sabrina Gorges Unter dem Leitsatz „Nächstenliebe verlangt Klarheit“ setzt sich der Landesjugendkonvent der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in einem Positionspapier für Toleranz, Demokratie und Nächstenliebe ein....

  • 23.10.20
Aktuelles

Gegen Sonntagsreden
Debatte über Sicherheit von Synagogen

Betende Juden in Todesangst, zwei Tote, mehrere Verletzte und gesellschaftspolitische Nachwirkungen bis heute: Vor einem Jahr griff ein bewaffneter Mann am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur die Synagoge in Halle/Saale an. Gegen den geständigen Tatverdächtigen läuft derzeit in Magdeburg der Prozess, ihm werden antisemitische und rassistische Motive zur Last gelegt. Von Leticia Witte Der Anschlag gilt, auch im Ausland, als ein extremes Beispiel für Antisemitismus in Deutschland. Neben all...

  • 08.10.20
FeuilletonPremium

Achava Festspiele Thüringen
Zwischen Kreativität und Kompromiss

Achava: Vom 10. bis 20. September wird in Arnstadt, Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar jüdische Kultur im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen stehen. "Wir sind sehr dankbar, dass die Achava-Festspiele Thüringen auch in Zeiten von Corona durchgeführt werden können“, freut sich Intendant Martin Kranz. „Wir wollen und müssen es tun, um unsere Arbeit gegen Rassismus und für Verständigung ununterbrochen fortzuführen!“ Dabei habe man große Anstrengungen unternommen, um das bereits konzipierte...

Eine WeltPremium
Eine Mammutbaustelle dominiert in diesen Wochen den Prager Wenzelsplatz. Als erstes entfernen die Arbeiter die Pflastersteine – und viele von ihnen, das zeigte sich jetzt, sind aus Grabsteinen von geplünderten jüdischen Friedhöfen geschnitten worden. Verlegt wurden sie zur Zeit des Kommunismus. | Foto: Fotos (2): epd-bild/Kilian Kirchgeßner
2 Bilder

Prag
Darunter liegt die Erinnerung

Der Wenzelsplatz ist zurzeit erfüllt von Baulärm: Arbeiter reißen das Kopfsteinpflaster heraus. Und entdecken dabei, dass der alte Bodenbelag nicht nur aus gewöhnlichen Pflastersteinen bestand. Von Kilian Kirchgeßner Als die Bagger anrollten, ahnten einige schon, was sie zutage fördern würden. Eine Mammutbaustelle dominiert in diesen Wochen das untere Ende des langgezogenen Wenzelsplatzes im Herzen von Prag: Der Boulevard soll umgestaltet werden. Als erstes entfernen die Arbeiter die...

  • 13.07.20
Eine Welt

USA: Antisemitische Übergriffe nahmen zu

Washington (epd) – In den USA hat die Zahl der antisemitisch motivierten Übergriffe im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Wie die Organisation «Anti-Defamation League» mitteilte, wurden 2019 insgesamt 2 107 Vorfälle verzeichnet, zwölf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das sei der höchste Wert, den die «Anti-Defamation League», die die Zahlen seit 1979 jährlich erhebt, jemals registriert habe. Dem Bericht zufolge gab es im vergangenen Jahr 61 tätliche Angriffe mit 95 Opfern. Fünf Menschen...

  • 22.05.20
Aktuelles

Antisemitismus
"Zoom-Bombing" gegen Juden in Corona-Krise

Berlin (epd) – Der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) in Berlin beobachtet einen wachsenden Online-Antisemitismus durch sogenanntes "Zoom-Bombing" während Webinaren und Videokonferenzen mit Juden sowie bei Gedenkveranstaltungen. "Aus rechtsextremen Kreisen in den USA gibt es gezielte Aufrufe zum Stören von Webinaren mit Juden oder Jüdinnen", sagte Pia Lamberty, Bildungsreferentin bei RIAS, dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin....

  • 23.04.20
Aktuelles

75. Todestag Dietrich Bonhoeffers
«Nimm selber deine Verantwortung wahr»

Zum 75. Mal jährt sich am 9. April der Todestag des evangelischen Theologen und Nazi-Gegners Dietrich Bonhoeffer. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bonhoeffer durch seine Bücher und Briefe zu einem der am meisten zitierten Theologen in Deutschland. Über Bonhoeffers Bedeutung sprach Michael Grau mit dem früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), dem Theologieprofessor und Bonhoeffer-Experten Wolfgang Huber. Was macht Dietrich Bonhoeffer zum bekanntesten evangelischen...

  • 06.04.20
Glaube und AlltagPremium
Jüdisches Leben und Erinnerungskultur sollen in Sachsen-Anhalt gepflegt werden.  | Foto: epd-bild/Christopher Clem Franken
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Traditionen sichtbar machen

Die jüdischen Gemeinden in Sachsen-Anhalt sind nicht groß. Angesichts eines zunehmenden Antisemitismus gibt es eine große Verunsicherung, sagt der Ansprechpartner für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus, Wolfgang Schneiß Seit November 2018 haben Sie die Aufgabe übernommen, sich mit dem Problem des Antisemitismus sowie dem jüdischen Leben in Sachsen-Anhalt auseinanderzusetzen. Dazu gehört auch der Aufbau eines bundesweiten Informationssystems über antisemitische Vorfälle....

  • 14.03.20
Kirche vor OrtPremium

Jüdische Gemeinde
Es geht alle an

Mehr als drei Monate sind seit dem antisemitisch und rechtsextremistisch motivierten Anschlag in Halle vergangenen. Der Täter erschoss eine 40-jährige Frau und einen 20-jährigen Mann und verletzte zwei weitere Menschen schwer. Zuvor hatte der schwer bewaffnete 27-jährige Mann vergeblich versucht, in die Synagoge in der Humboldtstraße einzudringen. Katja Schmidtke sprach mit dem Gemeindevorsitzenden Max Privorozki. Wie geht es der Gemeinde heute, fast dreieinhalb Monate nach dem Anschlag? Sie...

Kirche vor Ort

Antisemitismus
Historiker Wolfgang Benz stellt neues Buch vor

Magdeburg (red) - Der Historiker und Antisemitismusforscher Wolfgang Benz stellt am 21. Januar um 19.30 Uhr in der Magdeburger Stadtbibliothek den Sammelband „Antisemitismus in der DDR“ vor, der im Metropol Verlag erschienen ist. Antisemitismus war in der DDR offiziell ein Tabu. Doch mit dem Antizionismus wurden zugleich alte Verschwörungstheorien bedient. Die Folgen dieses negativen Israelbildes sind bis heute spürbar. Vor dem Hintergrund einer neu auflebenden Fremdenfeindlichkeit nimmt das...

Aktuelles

"Judensau"
Rechtsstreit um Wittenberger Schmähplastik geht in die nächste Runde

Naumburg/Wittenberg (epd). Kurz vor dem Start des Berufungsprozesses über die Sandsteinplastik "Judensau" an der Stadtkirche in Wittenberg hat die evangelische Kirchengemeinde Betroffenheit geäußert. "Die Stadtkirchengemeinde Wittenberg bedauert ausdrücklich, wenn Menschen sich von der antijüdischen Schmähplastik verletzt oder beleidigt fühlen", hieß es in einer am Samstag veröffentlichen Erklärung der Gemeinde. Die Kirchengemeinde sei offen für neue Wege und wolle die "Stätte der Mahnung"...

AktuellesPremium

Nach Halle
Das Böse in uns

Der bewaffnete Angriff auf die Synagoge in Halle und der sinnlose Tod zweier unbeteiligter Passanten am 9. Oktober haben sprachloses Entsetzen ausgelöst. Das hätte nie geschehen dürfen! Warum ist es doch passiert? Von Jörg Ulrich "Das wirklich Böse ist das, was bei uns sprachloses Entsetzen verursacht, wenn wir nichts anderes mehr sagen können als: Dies hätte nie geschehen dürfen“, schreibt Hannah Arendt in einer Vorlesung „Über das Böse“ aus dem Jahre 1965. Der bewaffnete Angriff auf die...

Aktuelles

Nachgefragt
"Antisemitismus ist Unglaube"

Christian Staffa ist der erste Antisemitismusbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Im Gespräch mit Corinna Buschow erläutert er, warum die Kirche dieses Amt braucht und warum Judenhass unter Christen ein Problem ist. Warum braucht die Kirche dieses Amt? Christian Staffa: Eigentlich sind alle Christenmenschen nach biblisch theologischer Botschaft "Antisemitismusbeauftragte". Denn Antisemitismus ist Unglaube. Die kirchliche Tradition hat sich zu Unrecht antijüdisch...

  • 02.11.19
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Kirche vor OrtPremium

Halle
Trotz allem: Jüdische Kulturtage

Seit 2013 finden in Halle jedes Jahr Jüdische Kulturtage statt, die von der Jüdischen Gemeinde zu Halle und dem Seminar für Judaistik/Jüdische Studien der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gemeinsam getragen werden. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Zwei Wochen vor dem Beginn der siebenten Auflage geschah das Unfassbare: Die Synagoge der Gemeinde wurde von einem schwer bewaffneten Täter am 9. Oktober, ausgerechnet zum jüdischen Versöhnungsfest Jom Kippur, angegriffen. Der Umstand,...

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