Eine Welt

Beiträge zur Rubrik Eine Welt

Lothar Kreyssig (1898-1986) | Foto: epd-bild / Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
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40. Todestag von Lothar Kreyssig
Ein Licht in der Dunkelheit Deutschlands

Am Sonntag (5.7.2026) jährt sich der Todestag des Begründers der Aktion Sühnezeichen Friedensdienst, Lothar Kreyssig, zum 40. Mal. Bereits in der Zeit des Nationalsozialismus hat er als Richter Zivilcourage gezeigt. Von Thomas Nawrath Magdeburg. „Lothar Kreyssig war ein großartiger Mensch, der gerade und klar gestanden ist, und in Zeiten der Dunkelheit in Deutschland eine Figur des Lichts war“, sagt der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer. Wie ist das...

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Festung Amberd: Die Kreuzkuppelkirche nordwestlich der Stadt Jerewan zeugt von einer mehr als tausendjährigen Geschichte der Christen in dem Land. | Foto: epd-bild/Steffen Schellhorn
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Armenien
Christliches Erbe in Gefahr

Bei den jüngsten Parlamentswahlen wurde Ministerpräsident Nikol Paschinjan im Amt bestätigt. Welche Folgen das für die älteste christliche Nation der Welt hat, erklärt Pfarrer Peter Fuchs, Geschäftsführer der Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International, im Gespräch mit Erika Gitt. Warum wurden die Wahlen als "historisch" bezeichnet? Peter Fuchs: Rund 20 Jahre lang bestimmte die nationalkonservative Republikanische Partei Armeniens die Geschicke des Landes. Sie prägte das...

  • 30.06.26
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Ruanda
Wer ist Hutu, wer ist Tutsi?

In Ruanda kam es 1994 zu einem der schlimmsten Genozide des 20. Jahrhunderts. Wie kann heute neues Vertrauen entstehen, wo einst Nachbarn zu Mördern wurden? Der Autor ist Menschen begegnet, die trotz tiefster Wunden einen Weg zur Versöhnung suchen. Von Uwe Heimowski Kigali. „Schaut euch diese beiden Männer an“, sagt Pastor Innocent, „wer von ihnen ist ein Hutu und wer ein Tutsi?“ Die Frage ist nicht zu beantworten – und genau darin liegt ihre Aussagekraft. Denn äußerlich lassen sich die beiden...

  • 17.06.26

Ukraine-Krieg
Brandschäden an Höhlenkloster

Frankfurt a.M. (epd). Das Kiewer Höhlenkloster (Kyivo-Pecherska Lavra), das infolge eines russischen Luftangriffs Brandschäden erlitten hat, gehört seit 1990 zum Unesco-Welterbe. Die vom 11. bis 19. Jahrhundert gewachsene Klosteranlage mit ihren Kirchen, Glockentürmen und berühmten Höhlenklöstern gilt als eines der bedeutendsten Zentren des orthodoxen Christentums in Osteuropa. Zu ihren wichtigsten Bauwerken zählt die Entschlafungs-Kathedrale, die als Hauptkirche des Klosters das geistliche...

  • 15.06.26

Fußball-WM: Kirche unterstützt Prävention
Warnung vor Menschenhandel

Mexiko-Stadt. Die katholische Kirche in Mexiko warnt vor erhöhten Risiken von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung während der Fußballweltmeisterschaft. Die Kommission zum Schutz Minderjähriger des Erzbistums in der Hauptstadt Mexiko-Stadt rief Behörden, kirchliche Mitarbeiter und die Gesellschaft dazu auf, Prävention, Aufdeckung und Opferschutz im Zeitraum des Turniers zu verstärken. Die Fußballweltmeisterschaft startete am 11. Juni. Die WM-Spiele werden bis zum 19. Juli in den USA, Mexiko...

  • 12.06.26
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Südafrika
Die Revolte der Kinder

Vor 50 Jahren passierte in Südafrika das Unfassbare: Polizisten schossen auf Schüler; Hunderte Menschen starben. Trauer und Schmerz wirken bis heute nach. Dennoch war der Schüleraufstand von Soweto der Anfang vom Ende. Von Katrin Gänsler Es ist eines der ikonischen Bilder aus Südafrika. Das Schwarz-Weiß-Foto zeigt den zwölfjährigen Hector Pieterson – getragen von einem Mann namens Mbuyisa Makhubo, in dessen Armen der Schüler gerade stirbt. Daneben die fassungslose Schwester Antoinette. Es ist...

  • 10.06.26
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Mexiko
Spektakel neben Massengräbern

Während in Mexiko die Städte für die Fußball-WM hergerichtet werden, hält die Kartell-Gewalt an. Angehörige graben nach Vermissten. Fündig werden sie auch in der Nähe von Stadien. Von Anne Demmer Die Cumbia-Musik aus dem Nachbarhaus in Guadalajara dröhnt, als die Spitzhacke auf etwas Hartes stößt. Freigelegt werden: graue Nike-Turnschuhe, Größe 37, eine Goldkette mit dem Anhänger eines Heiligen. Dinge, die mutmaßlich einem 13-Jährigen gehörten, bevor er in einem verlassenen Haus in Tlajomulco...

  • 03.06.26

Brüssel
Kirche als politischer Gesprächspartner

Anne Gidion, EKD-Vertreterin bei der EU, betont die Rolle der Kirchen als politische Gesprächspartner in Brüssel. Sie verweist auf Beiträge zu Menschenrechten, Klimaschutz und Migration - und wendet sich gegen pauschale Bürokratie-Schelte. Die Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für Berlin und Brüssel, Anne Gidion, sieht die Kirchen trotz wachsender Verunsicherung in Europa weiterhin als wichtige politische Gesprächspartner. Das Christliche sei weiterhin der...

  • 03.06.26

Der 76. Sudetendeutsche Tag in Brünn/Brno
Versöhnung in der verlorenen Heimat

Zum ersten Mal in seiner Geschichte fand das traditionelle Pfingsttreffen der Sudetendeutschen in Tschechien statt. Was als gewagtes Experiment begann, endete mit einem emotionalen Signal – trotz erheblichen politischen Widerstands. Brünn/Brno, 22.–25. Mai 2026. Sieben Jahrzehnte nach der gewaltsamen Vertreibung der Deutschen aus Böhmen, Mähren und Schlesien sind die Sudetendeutschen dorthin zurückgekehrt, wo ihre Geschichte begann: in die mährische Hauptstadt Brünn. Am Pfingstwochenende 2026...

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Für den Frieden
Jule geht mit

Von Europa nach Jerusalem – zu Fuß: Das ist das Ziel des "Peacewalks" (Friedensmarsch). Jule Langmeier läuft mit, zumindest eine kleine Strecke. Auch die hat es schon in sich. Von Carina Dobra Jule Langmeier ist ein wenig im Stress. Gleich fährt ihre S-Bahn. Und die gebürtige Bayreutherin muss ihren schweren Rucksack mitnehmen, denn sie hat eine lange Strecke vor sich. Der "Peacewalk" (Friedensmarsch) ist eine 15-monatige Pilgerreise von Europa nach Jerusalem, organisiert vom "Refo", einem...

  • 27.05.26

Jerusalem
Friedensmarsch startet

In Berlin startet am Mittwoch ein Teil eines europaweiten Friedensmarsches mit dem Ziel Jerusalem. Mitlaufen kann jeder und jede, ob für eine Stunde, einen Tag, eine Woche oder die ganze Strecke. Es geht um "neue Wege zum Frieden".  Berlin (epd). Am Reformations-Campus in Berlin-Moabit (Refo Moabit) startet am Mittwoch ein Friedensmarsch nach Jerusalem/Al-Quds. Erstes Etappenziel des sogenannten Peacewalk ist das polnische Krakau, wie die Veranstalter am Samstag in Berlin mitteilten. Damit wird...

  • 20.05.26

«Atlas der Zivilgesellschaft»
Zivilgesellschaft weltweit in Gefahr

Die Zivilgesellschaft gerät laut «Brot für die Welt» weltweit zunehmend unter Druck. Das gilt auch für Deutschland, das in einem alljährlichen Bericht herabgestuft wird Von Silvia Vogt  Berlin (epd). Nur wenige Menschen leben dem neuen «Atlas der Zivilgesellschaft» zufolge noch in Ländern mit umfassenden Freiheitsrechten. Gerade einmal 3,4 Prozent der Weltbevölkerung wohnten in Staaten, in denen Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit garantiert seien, erklärte das evangelische...

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Weltkirchenrat
Das Kommunikationswunder Gottes

Heinrich Bedford-Strohm, ehemaliger bayerischer Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzender, ist seit 2022 Vorsitzender des Zentralkomitees des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK). Im Gespräch mit Tilman Baier erklärt er, was  das Miteinander von Christen unterschiedlicher Konfessionen mit dem Pfingstereignis zu tun hat. Sie sind derzeit der Vorsitzende des Weltkirchenrates. Was fällt Ihnen in diesem Zusammenhang beim Stichwort Pfingsten ein? Der Weltkirchenrat ist das Dach von 356 anglikanischen,...

  • 19.05.26
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Foto: Miriam Borowsky
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Freiwilligendienst
Das Kinderlachen von Porto Allegre

Als in der 12. Klasse am Evangelischen Ratsgymnasium in Erfurt die letzten Schulmonate begonnen hatten, habe ich mir die Frage gestellt: Was kommt danach – Studium oder doch ein freiwilliges Jahr im Ausland? Da mir als Protestantin Nächstenliebe und Solidarität wichtig sind, habe ich mich für einen Freiwilligendienst über das Gustav-Adolf-Werk Württemberg entschieden. Von Miriam Borowsky Im Vergleich zu Konzepten wie "Work and Travel" oder einer Zeit als Au-pair hat mich die Kombination aus...

  • 08.05.26
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Juliana Siapai: Die 34-Jährige ist in ihren Arbeit nicht selten Angriffen des Staatsapparats ausgesetzt – so wie viele Medienschaffende im Land. | Foto: epd-bild/Paul-Philipp Braun
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Südsudan
Für Pressefreiheit und Frauenrechte

Die Journalistin Juliana Siapai kämpft gegen viele Widerstände an – in einem Land mit stark eingeschränkter Pressefreiheit und als Frau in einer Männerdomäne. Doch sie ist unbeirrt und will anderen Mut machen. Von Paul-Philipp Braun Juba. Das Connect Café im südsudanesischen Juba könnte auch in Berlin Kreuzberg liegen. Zwischen hellbraunen Lederbänken und großformatigen Schwarzweißfotos gibt es Kaffee und Waffeln. Hier kommen Männer mit Anzügen her, junge Leute trinken "Latte Macchiato", und...

  • 05.05.26

Weltladen-Verband
Sorge um Wegfall von Fördermitteln

Auch die Weltläden sorgen sich vor Einsparungen bei der Demokratieförderung. Vor allem die eigene politische Bildungsarbeit sei bedroht, wenn Partner vor Ort wegfielen, warnt der Weltladen-Dachverband. Karsten Packeiser Mainz (epd). Die drohenden Einschnitte beim Bundesprogramm «Demokratie leben!» könnten auch spürbare Folgen für die Weltladenbewegung haben. Eine wichtige Säule der Arbeit neben dem Verkauf fair gehandelter Produkte seien schon immer auch Veranstaltungen und Bildungsprojekte...

  • 04.05.26

Libanon-Krise
Kirchliche Initiativen fordern mehr Engagement

Mehrere Organisationen fordern von der Bundesregierung mehr diplomatischen Druck und eine stärkere humanitäre Hilfe in der Libanon-Krise. Deutschland soll die Deeskalation vorantreiben und sich für den Schutz der Zivilbevölkerung einsetzen. Erfurt (epd). Organisationen aus Kirche und Zivilgesellschaft haben sich in einem offenen Brief an die Bundesregierung gewandt und ein stärkeres Engagement angesichts der eskalierenden Krise im Libanon gefordert. Hintergrund ist die anhaltende Gewalt...

  • 04.05.26
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Festrednerin Johanna Haberer (l.) und die Vorsitzende der GAW-Frauenarbeit Inge Rühl
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175 Jahre Frauenarbeit
Der lange Atem der Leidenschaft

Das Gustav-Adolf-Werk (GAW) erinnert 2026 an 175 Jahre Einsatz für Frauen. Was 1851 auf Initiative engagierter Christinnen begann, gilt heute als älteste organisierte Frauenarbeit der evangelischen Kirche. Von Johanna Haberer Der große Tübinger Theologe Eberhardt Jüngel hat einmal den wunderbaren Satz gesagt: „Geduld ist der lange Atem der Leidenschaft“. Wer die oft prekären, gefährdeten und gefährlichen Lebensverhältnisse von Frauen nachhaltig ändern will, braucht einen langen, langen Atem –...

  • 28.04.26

Entführte Bischöfe in Syrien
Aufklärung gefordert

Vor 13 Jahren wurden zwei christliche Bischöfe in Syrien entführt. Menschenrechtler bitten nun den Papst, sich dafür einzusetzen, dass das Schicksal der Kirchenleute aufgeklärt wird. Göttingen (epd). Menschenrechtler haben in einem offenen Brief an Papst Leo XIV. appelliert, sich für die Aufklärung des Schicksals der beiden vor 13 Jahren in Syrien entführten christlichen Bischöfe einzusetzen. «Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid der christlichen Gemeinschaften ermutigt das Regime in Damaskus...

  • 22.04.26
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Die Sperrzone um den explodierten Reaktorblock von Tschernobyl darf nur mit Passierschein befahren werden. | Foto: epd-bild/Karsten Packeiser
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Tschernobyl
Bürgermut mit Folgen

Die Reaktorkatastrophe jährt sich zum 40. Mal. Der Unfall ist das bislang schwerste Unglück in der zivilen Nutzung der Kernenergie. Die Folgen: verstrahlter frischer Salat im Schulessen der DDR und das Aus aller Kernkraftwerke in Ostdeutschland. Von Bettina Röder „Tschernobyl saß mir im Nacken.“ Sebastian Pflugbeil schaut durch die randlose Brille. Es war Anfang 1990, erzählt er. Noch immer kamen verheerende Folgen ans Tageslicht. Atompolitik hat den Physiker schon früher interessiert. So auch...

  • 21.04.26
Foto: epd-bild/Vatican Media/Ag.Siciliani
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Erster Todestag von Franziskus
Seine Worte wirken nach

Vor einem Jahr ist Papst Franziskus gestorben. Er hatte immer wieder vor einem «Weltkrieg auf Raten» gewarnt. Durch die aktuellen Kriege und Krisen bleiben seine Worte präsent. Von Almut Siefert Rom (epd). Nur eine Handvoll Frauen steht um die Mittagszeit vor dem schlichten hellgrauen Grabstein. Das warme Licht, mit dem die Nische in der Basilika Santa Maria Maggiore beleuchtet ist, strahlt sanft in den Gang der Kirche hinaus. Unauffällig räumt ein Angestellter die Blumen, die hier von den...

  • 20.04.26

Statement des Geschäftsführenden Ausschuss
Studium im Mittleren Osten (SiMO)

„Ich weiß nicht, können wir noch etwas Schlimmeres erleben?“ Seit vielen Jahren sind wir mit zahlreichen Partner:innen im Libanon, aber auch in anderen Ländern des Nahen und Mittleren Osten verbunden. Insbesondere stehen wir im Libanon mit der Near East School of Theology in Beirut, aber auch der Schneller Schule in der Bekaa-Ebene in Kontakt. Viele verzweifelte Nachrichten unserer Partner:innen erreichten uns in den letzten Tagen. Die Menschen im Libanon hatten mit der vereinbarten Waffenruhe...

  • 17.04.26

Sudan-Konferenz
Drei Jahre Krieg: Fragen und Antworten

Hunger, Vertreibung, ethnische Gewalt: Der Sudan-Krieg geht ins vierte Jahr. Fachleute haben wenig Hoffnung auf ein rasches Ende der Kämpfe. Von Moritz Elliesen und Birte Mensing Nairobi (epd). Zum dritten Jahrestag des Sudan-Kriegs lädt die Bundesregierung zu einer internationalen Konferenz nach Berlin. Ein Überblick über die Ursachen des Konflikts, die humanitären Folgen und die Friedensaussichten: Wie ist die Lage im Sudan? Seit drei Jahren herrscht im Sudan ein erbitterter Machtkampf,...

  • 16.04.26

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