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DDR

Beiträge zum Thema DDR

Kirche vor Ort
Feierlichkeiten zur Grundsteinlegung für den Neubau der Kirche in Schielo | Foto: Archiv der Kirchengemeinde Schielo
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Zeichen der Hoffnung
Schielo feiert 50 Jahre Kirchweih von St. Georg

Ein besonderer Anlass bewegt die Kirchengemeinde Schielo im Unterharz in diesen Tagen. Sie feiert fünfzig Jahre  Einweihung von Sankt Georg. Die Kirche wurde Mitte der 1970er gebaut und prägt seit der Fertigstellung 1976 das Bild des Dorfes mit rund 500 Einwohnern. Mit grossem Engagement, diplomatischem Geschick und unverminderter HartnäckigkeitDass ein Gotteshaus in der DDR-Zeit neu errichtet werden konnte, verleiht dem Jubiläum eine besondere Bedeutung. „Ich kann mich noch sehr gut an diesen...

AktuellesPremium
Leipziger Universitätskirche: Die Sprengung beendete 1968 in Sekunden die 737 Jahre alte Geschichte des Kirchenbaus. | Foto: epd-bild/Peter Krebs
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Tagung in Halle
Der Blick nach Osten

Wie haben Kirchen ihre Geschichte nach 1989 erzählt – und wie ist sie aufgearbeitet worden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine internationale Tagung in Halle. Beatrix Heinrichs hat mit Friedemann Stengel, Professor für Neuere Kirchengeschichte an der Universität Halle, gesprochen. Die Deutungshoheit über die Rolle der Kirchen in der Diktatur ist umkämpft. Woran liegt das? Friedemann Stengel: Deutungsnarrative sind nie klar. Das liegt in der Natur der Geschichte – und ist ernüchternd für...

  • 29.09.26
BlickpunktPremium
Das Schreibmaschinenskript des Artikels ist erhalten geblieben. | Foto: Foto: Dietlind Steinhöfel
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Fall Brüsewitz
Als die Druckerpresse 1976 stillstand

Als sich Pfarrer Oskar Brüsewitz am 18. August 1976 vor der Zeitzer Kirche mit Benzin übergoss und anzündete, berichteten die Kirchenzeitungen über das Geschehen. Von Dietlind Steinhöfel "Glaube und Heimat" informierte in Nr. 39 vom 19. September 1976 über das Leben des Pfarrers, veröffentlichte das "Wort an die Gemeinden" der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen (EKKPS) und zitierte aus der Trauerpredigt. Auch die staatliche Presse konnte den Vorfall nicht...

  • 25.09.26
Aktuelles
Forschungsgruppe „Diskriminierung von Christen in der DDR“ stellt Ergebnisse im Thüringer Landtag vor
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Christen in der DDR
Widerstand und Diskriminierung

Ein Forschungsprojekt der Universität Jena beleuchtet die Erfahrungen von Christen, die sich in der DDR dem Militärdienst widersetzten. Teilergebnisse wurden im Erfurter Landtag vorgestellt. Erfurt. Zeugen Jehovas sind in der DDR neuen Forschungsergebnissen zufolge nach 1964 systematisch wegen ihrer Kriegsdienstverweigerung verfolgt worden. Während die Wehrdienstverweigerung bei Angehörigen der Großkirchen oftmals zunächst geduldet worden sei, habe später eine jahrelange Diskriminierung...

AktuellesPremium

Debatte um die Wehrpflicht
Schwerter zu Spaten

In der Friedlichen Revolution kämpften Bausoldaten für die Einführung des Zivildienstes in der DDR – mit Erfolg. Heute wird über die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht diskutiert. Doch kann militärische Stärke die einzige Antwort sein, um nachhaltig Frieden zu schaffen? Die Evangelische Friedensarbeit sollte sich damit nicht abfinden. Von Sebastian Kranich „Es gibt nichts Sinnloseres, nichts Langweiligeres, als das Militär.“ Dieses Zitat von Heinrich Böll machte sich ein Proraer...

  • 15.09.26
Glaube und Alltag

Morgenimpuls
Am Tag der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

„Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Was für ein Lehrtext am heutigen Tag, dem Tag der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt! Aber nicht nur für heute. Als ich ihn zu Pfingsten 1984 von meinem Vater als Konfirmationsspruch zugedacht bekam, hat er mich erst nicht sonderlich interessiert. Ich kann mich jedenfalls beim besten Willen nicht daran erinnern, dass er mich an diesem wunderbaren Festtag sehr bewegt hätte. Im...

Service + Familie

Akademie-Tagung: "Stunde Null"
Kirche in der Nachkriegsgesellschaft

Nach ihrem Sieg im zweiten Weltkrieg wickelten die Alliierten den NS-Staat ab. Nur die christlichen Kirchen blieben als Großorganisationen bestehen. Denn sie galten zunächst als Opfer des NS-Regimes. So wuchs ihnen die Rolle der Interessenvertretung der Bevölkerung zu. Wie füllten die Kirchen diese Rolle politisch, wirtschaftlich und humanitär aus? Wie gingen sie mit ihrer eigenen NS-Verstrickung um? Welche Konsequenzen zogen sie strukturell und personell? Diese Fragen bilden den Schwerpunkt...

FeuilletonPremium
Der Zukunft zugewandt: Was im August 1986 noch undenkbar schien, war im Februar 1990 möglich – die Mauer war offen, wie hier am Potsdamer Platz in Ost-Berlin.  | Foto: Foto: epd-bild/Rolf Zöllner
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Kalenderblatt: August 1986
Die Geschichte eines "ewigen Antrags"

Eine mutige Aktion hatte zum 25. Jahrestag des Mauerbaus Schlagzeilen gemacht. Die Absage an Praxis und Prinzip der Abgrenzung sollte Folgen haben – bis weit über das Ende der DDR hinaus. Von Bettina Röder Es ist ein warmer Sommertag, dieser Mittwoch, der 13. August 1986. Schon seit 25 Jahren leiden die Menschen an Mauer, Isolation und Trennung. Ein Ende ist nicht in Sicht. Doch das Thema ist in der DDR tabu. Wer sich daran nicht hält, hat mit drastischen Strafen zu rechnen. Dafür sorgen SED...

  • 31.08.26
Aktuelles

Freitag vor 1
Unsere Seite 1: Kleinste Landeskirche feiert groß

Gottesdienst, Musik und Gemeinschaft – diese Stichworte gehören ganz klar zu den Dingen, die kirchliches Leben ausmachen. In der Landeskirche Anhalts werden sie am kommenden Sonntag, dem 30. August einen besonderen Stellenwert haben. Von Claudia Crodel Die Kirchengemeinden der kleinsten Landeskirche der EKD feiern an diesem Tag in Dessau einen Kirchentag, ein Hoffnungskulturfest. „Ganz besonders in dieser unruhigen Zeit wollen wir uns und allen anderen sagen, singen und zeigen: Kirche ist...

  • 28.08.26
Blickpunkt
Dokumentiert im Buch als eine der mit West-Geld erbauten Kirchen in der DDR: das Lutherhaus in Jena, eingeweiht am 18. Dezember 1977 | Foto: Drahnier, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=112566239
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Kirchen-Verlust und Sonderbauprogramm
Buch über DDR-Kirchengeschichte

Von Ralf Julke Wer sich mit der Kirchengeschichte des Ostens beschäftigt wie Holger Zürch, der stößt auch auf all die Fälle, in denen die Kirchenpolitik der SED mit der Realität kollidierte. Auf vielerlei Weise. Denn so recht wollte der Versuch, den Menschen ihren Glauben auszutreiben, nicht glücken, auch wenn die Kirchengemeinden schrumpften. Und während die Funktionäre gerade in der Nachkriegszeit jede Gelegenheit nutzten, unliebsame Kirchengebäude sprengen zu lassen, ist gerade die Spätphase...

Kirche vor OrtPremium
Zonengrenze in Sicht: Blick von der Westseite auf die DDR-Grenzanlagen in Stapelburg | Foto: Grenzmuseum Schifflersgrund, Sammlung Werner Silla
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Vom Grenzraum zum grünen Band
Im und am Todesstreifen leben

Mit ihren "Interdisziplinären Entdeckungen im Harzort Stapelburg" werfen die Herausgeber Justus Vesting und Sarah Schröder keinen globalen Blick auf Lebensräume entlang des ehemaligen „Eisernen Vorhangs“. Sie legen dagegen eine lokale Tiefenbohrung vor. Von Uwe Kraus In den Buchregalen stehen bändeweise Erinnerungen an die „Staatsgrenze West“, mehr oder minder verklärende Berichte über den „Ehrendienst am Kanten“ und Wanderbücher entlang des heutigen Biotops am Grünen Band. Dort ziehen sich...

  • 18.08.26
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Feuilleton
Lichtbild-Seite im DDR-Personalausweis von Elke Zürch mit Unterschriften: die von Michail Gorbatschow auf der linken Seite im Feld der Wohnanschrift, die von Hans-Dietrich Genscher auf der rechten Seite in der Zeile mit dem Ausstellungsort | Foto: Holger Zürch
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Außergewöhnlichster DDR-Personalausweis
Dank Gorbatschow und Genscher

In Erinnerung an Michail Gorbatschow, † 30. August 2022 Von Elke Zürch* Es war der 6. September 1994 – dieser Dienstag wurde für mich einer der eindrucksvollsten Tage in meinem Leben. Und das kam so: Mein Mann Wolfgang Zürch war zu dieser Zeit Pressereferent beim Thüringer Landtag in Erfurt. Einige Tage zuvor brachte er von Arbeit die überraschende Neuigkeit mit, dass er für uns zwei Karten für eine Podiumsdiskussion mit Michail Gorbatschow und Hans-Dietrich Genscher in Erfurt im Kaisersaal...

Aktuelles

1976: Oskar Brüsewitz
Eine Lebensmarke

Vor 50 Jahren: Die Monate zwischen Theologie-Examen und Eintritt ins Vikariat hat der Autor dieses Textes nie vergessen. Wie er die Zeit um die Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz erlebte. Von Aribert Rothe In meiner Erinnerung ist die Jahreszahl 1976 mit vier Stichworten verbunden: Anspannung, Aufregung, Wut, Mut. In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre war in der DDR frischer Gegenwind aufgekommen. Zwei Namen stehen als Auslöser dafür und wurden zu geliebten oder gehassten Symbolen: Biermann...

Aktuelles

Salongespräch:
Freiheitsgeist oder „Störenfried“?

29. September 2026 | 19.00 bis 21.30 Uhr 50 Jahre Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz Erinnerung - Einordnung - Neubewertung Die öffentliche Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz in der Kleinstadt Zeitz löste im August 1976 eine Schockwelle in der DDR und darüber hinaus aus: Das Ereignis belastete das ohnehin schwierige Verhältnis zwischen der Kirche und dem SED-Staat und führte innerhalb und außerhalb der Kirche zu heftigen Debatten. In der Veranstaltung wollen wir der...

FeuilletonPremium
Madgermanes: Die ehemaligen DDR-Gastarbeiter aus Mosambik demonstrieren regelmäßig in der Hauptstadt Maputo. Nach dem Ende der DDR wurden sie zurückgeschickt – ohne den ausstehenden Lohn.  | Foto: epd-bild/Stefan Ehlert
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"Vertragsarbeiter" in der DDR
Zugehörigkeit auf Zeit

Sie kamen aus Afrika, um Facharbeiter zu werden, wurden aber zunehmend als Billigarbeiter ausgenutzt. Mit „Von Luanda und Maputo nach Ost-Berlin“ hat Marcia C. Schenck ein wichtiges Buch geschrieben. Die Professorin für Globalgeschichte an der Universität Potsdam legt die erste Monografie vor, die sich aus Sicht der Migranten mit dem komplexen Thema befasst. Von Uwe Kraus Das Lesen bereitet Schmerzen, es ist kein unterhaltsames Rückschaubuch mit einem nostalgischen Schlag Ostalgie, sondern ein...

  • 24.07.26
Service + Familie

Gespräch in Sondershausen
Jesus lebt(e)! Auch im Realsozialismus?

Aus der Kirche rausgehen und „dem einen verlorenen Schaf nachzugehen" sah sich Pfarrer Hauskeller in der DDR verpflichtet. Er eckte mit seiner erfolgreichen Jugendarbeit an. Die Stasi nannte ihn „Hai" und vertrieb ihn im Zusammenspiel mit Kirchenvertretern aus Zella-Mehlis – trotz Gegenwehr der Kirchgemeinde. Doch auch in seiner neuen Gemeinde Sondershausen-Stockhausen fühlte sich nicht nur die lokale SED von ihm herausgefordert, als er etwa 1977 auf einem Gottesdienst-Plakat ankündigte, alte...

Feuilleton
Udo Lindenberg offiziell, Foto von 2014 | Foto: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32444094
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Udo Lindenberg 80
Eine Zeitreise mit Liedern aus fünf Jahrzehnten

Aus aktuellem Anlass im Blickpunkt: Deutschlands selbsternannter „Panik-Präsident“ Udo Lindenberg und sein besonderes Geburtstags-Jubiläum. Udo? 80? Kann nicht sein, keinesfalls. Fake News! Falschmeldung! KI-Fehler! Oder vielleicht doch? Wie jetzt? Mal langsam: Udo Lindenberg und 80 Lebensjahre – das soll zusammengehen? Wikipedia bestätigt: „Udo Gerhard Lindenberg wurde am 17. Mai 1946 als Sohn von Hermine und Gustav Lindenberg, einem Installateur, geboren und wohnte bis zu seinem 15....

  • 30.04.26
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Eine WeltPremium
Die Sperrzone um den explodierten Reaktorblock von Tschernobyl darf nur mit Passierschein befahren werden. | Foto: epd-bild/Karsten Packeiser
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Tschernobyl
Bürgermut mit Folgen

Die Reaktorkatastrophe jährt sich zum 40. Mal. Der Unfall ist das bislang schwerste Unglück in der zivilen Nutzung der Kernenergie. Die Folgen: verstrahlter frischer Salat im Schulessen der DDR und das Aus aller Kernkraftwerke in Ostdeutschland. Von Bettina Röder „Tschernobyl saß mir im Nacken.“ Sebastian Pflugbeil schaut durch die randlose Brille. Es war Anfang 1990, erzählt er. Noch immer kamen verheerende Folgen ans Tageslicht. Atompolitik hat den Physiker schon früher interessiert. So auch...

  • 21.04.26
Feuilleton

Lesung zur Buchmesse
Im Licht der Geschichte

Helmut Matthies, der frühere Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur Idea mit Sitz im hessischen Wetzlar und Reisekorrespondent in der DDR, hätte es sich wohl in den 1970er-Jahren nicht träumen lassen, dass er eines Tages Zeitzeuge werden würde. Von Edgar S. Hasse Auch Thomas Begrich, exmatrikulierter Theologiestudent in Halle, Bausoldat und späterer Finanzabteilungsleiter des Kirchenamtes der EKD, gehört nun in die Reihe der Zeitzeugen – genauso wie Millionen anderer Menschen, welche als...

  • 09.03.26
Service + Familie

Salongespräch zur DDR Geschichte
Aufwachsen zur (Nach-)Wendezeit

Ines Godazgar im Gespräch mit Zeitzeugen Zur Wendezeit haben viele Menschen biografische Brüche erlebt. Erfahrungen, die auch bei denjenigen nachwirken, bis damals noch nicht geboren oder Kleinkinder waren. Wie blickt diese Generation auf die DDR, die deutsche Teilung und die Wiedervereinigung? Darüber spricht Journalistin Ines Godazgar (Jg. 1966) mit der Katharina Göring (Jg. 1977), der Mitbegründerin des Vereins „3te Generation Ost“ und dem Historiker Dr. Hauke Heidenreich (Jg. 1986) aus...

Aktuelles

Kirchenvereinigung 1991
Bischöfin: DDR-Geschichte ist gemeinsames Erbe

Schwerin (idea). Die Geschichte der Kirchen in der DDR gehört zum gemeinsamen Erbe aller evangelischen Kirchen in Deutschland. Das erklärte die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Kristina Kühnbaum-Schmidt. Anlass war der 35. Jahrestag der ersten zeitgleichen Synodentagungen des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR (BEK) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am 24. Februar 1991 in Berlin. Ihre Beschlüsse ebneten den Weg für die...

  • 27.02.26
Blickpunkt

DDR-Telefonseelsorge
Gründer erhält Ökumenepreis

"Holen Sie uns bitte zwei Kannen Kaffee und Kuchen für den ganzen Nachmittag - wir haben etwas zu besprechen." Uwe Müller sitzt 1982 im Büro seines Chefs, dem Leiter der evangelischen Diakonie, die in der DDR "Innere Mission und Hilfswerk" hieß. Kurz bevor der Chef die Sekretärin um Gebäck bittet, hat Müller ihm einen Vorschlag gemacht: die erste Telefonseelsorge in der DDR zu gründen. Von Nikolas Ender  Vor mehr als 37 Jahren gelang ihm nach viel Überzeugungsarbeit die Gründung. Im November...

  • 22.01.26
Blickpunkt

Podcast mit Friederike Spengler und Michael Roth
Rechtmäßig Kriege führen?

Zwei Lebenswege, zwei Überzeugungen, ein gemeinsames Ringen: In diesem von Akademiedirektor Dr. Sebastian Kranich moderierten Streitgespräch treffen die Regionalbischöfin Dr. Friederike Spengler und der frühere Staatsminister für Europa Michael Roth aufeinander. Ausgangspunkt ist ein unscheinbarer, aber brisanter Satz in Artikel 16 der Confessio Augustana, der „rechtmäßige Kriege“ für erlaubt hält – ein Bekenntnissatz, der bis heute Ordinationen mitträgt. Von dort aus öffnet sich ein...

Aktuelles

Gründer der Telefonseelsorge in der DDR
„Mit unerschütterlicher Geduld"

Sie hören zu, spenden Trost, zeigen Möglichkeiten auf oder vermitteln an passende Hilfsangebote: die Mitarbeitenden der Telefonseelsorge. Ihr Leiter Uwe Müller geht jetzt nach fast 40 Jahren Dienstzeit in den Ruhestand. Berlin (epd). Der Mitgründer und Leiter der Kirchlichen Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg, Uwe Müller, ist am Freitag in den Ruhestand verabschiedet worden. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) erklärte in einem Gottesdienst in der Gethsemanekirche, die Arbeit...

  • 28.11.25

Anstehende Veranstaltungen zum Thema

Sonstiges
  • 29. Oktober 2026 um 18:00
  • Dornburger Straße 143
  • Jena

Unruhestifter in Staat und Kirche: Lernen von den Gruppen der DDR-Opposition?

Buchpräsentation Sie waren ein Ärgernis. Der SED-Staat fühlte sich durch sie bedroht. In der Kirche gingen die oppositionellen Gruppen vielen zu weit. Zu politisch, zu radikal, zu wenig fromm: So lauteten die Vorwürfe. Nach 1989 hatten sie dann kaum eine Chance im Politikbetrieb. Ihre Ideen von Gemeinschaft, von Frieden, Gerechtigkeit und Umwelt: Waren das nicht christliche Utopien? Doch gerade ihr religiös-politischer Doppelcharakter sowie ihre Basisstruktur und ihre Netzwerke machen die...

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