Blickpunkt

Beiträge zur Rubrik Blickpunkt

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Singen im Advent: zwischen Ansteckung und Anästhesie
Eine ansteckende Gesundheit

Singen Sie? Singen Sie! Gehen Sie aus sich heraus, hören sie in sich hinein und kommen Sie dabei zu sich selbst. Hier könnte ich schon enden, denn so wie das Lesen von Kochrezepten nicht satt macht, so wenig hilft es, über das Singen zu schreiben. von Mathias Gauer In den Hoch-Zeiten unseres Lebens singen wir, wenn wir verliebt sind, wenn der eigene Fußball-Club am Gewinnen ist und das ganze Stadion in Stimmung kommt, wenn ich mich unbändig freue über den gelungenen Abschluss einer...

  • 01.12.19
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Probenfoto: "Glaube und Heimat" von Karl Schönherr wird in dem durch Bertolt Brecht bekannten Theater auf die Bühne gebracht: (v. l.) Ingo Hülsmann, Andreas Döhler und Stefanie Reinsperger, davor Kathrin Welisch.
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"Ich muss so tun, wie es mich treibt"

Karl Schönherrs Volksstück "Glaube und Heimat" erinnert an die Vertreibung österreichischer Protestanten durch die Katholiken im Jahre 1837. Vor der Premiere am 5. Dezember im Berliner Ensemble sprach Michael von Hintzenstern mit der Leitenden Dramaturgin Sibylle Baschung. Was hat das Berliner Ensemble bewogen, "Glaube und Heimat", dessen Untertitel "Die Tragödie eines Volkes" lautet, ins aktuelle Programm aufzunehmen? Sibylle Baschung: Unser Hausregisseur Michael Thalheimer hat sich sehr...

  • 30.11.19
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Krippenausstellung
Weg durch die Weihnachtsgeschichte

Klosterpforte Die etwas andere Krippenausstellung „Weg durch die Weihnachtsgeschichte“ Krippenausstellungen zeigen in der Regel verschiedene Darstellungen der Geburt Jesu. In dieser Ausstellung wird dem Betrachter nicht nur ein Ausschnitt gezeigt. Sie lädt den Betrachter ein, einem Weg durch die Weihnachtsgeschichte zu gehen mit den Ereignissen, wie sie die Evangelisten Lukas und Matthäus erzählen. Darüber hinaus wird die Weihnachtsgeschichte in den größeren Zusammenhang gestellt: so beginnt...

  • 27.11.19
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Traurig-schön: Mit dem Stein erinnerte die Familie Alborn in Tangermünde an drei Söhne, die 1613 innerhalb kurzer Zeit an der Pest starben: Florian (10 Jahre), Christian (8 Jahre) und Michael (4 Jahre).
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»Ich ließ das Leben los«

Von Angela Stoye Begrabene Hoffnungen: Epitaphien für Kinder sind nur selten überliefert. Aber sie lassen bis heute die Trauer der Familien ahnen. In der Johanniskirche des Elbestädtchens Werben zeugt ein Denkmal von einer traurigen Familiengeschichte. Ein Stein aus dem Jahr 1597 zeigt die Bilder von vier Knaben, die schon im Jahr nach ihrer Geburt starben, und von drei Mädchen, von denen zwei wenigstens das Kleinkindalter überlebten. In 32 Ehejahren bekamen Christian und Gertraud...

  • 24.11.19
  • 15× gelesen
Epitaph für Fredeke von Bülow aus Harbke, die im März 1602 im Alter von vier Jahren starb.

Wider die Lehre seiner Zeit: Martin Luthers Sicht auf den Glauben von Ungeborenen und Säuglingen
„Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder …“

Rückblick Bis vor einem Dutzend Jahren war es gängige Lehre der katholischen Kirche: kein Seelenheil und kein Himmel für Kinder, die ungetauft starben. Erst 2007 verabschiedete sich Rom von der Lehre einer Vorhölle (Limbus), in die die Seelen dieser Kinder kommen würden. „Welche Ängste aus dieser Lehre hervorgingen, wie mit diesen umgegangen und welche teilweise absurden medizinisch, juristisch und theologisch äußerst fragwürdigen Praktiken daraus entstanden“, deutet Friederike Spengler in...

  • 24.11.19
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Männersache: Ihrer ungewöhnlichen Freizeitbeschäftigung gehen die Männer beim Bau des Erdmöbels gemeinsam nach. Dabei gibt es auch ausreichend Gelegenheit, über Gott und die Welt, vor allem aber über Tod und Sterben, zu reden. Und sie stellen fest: Der Tod gehört zum Leben.
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Sargbauseminar
Makabre Bastelstunde?

Von Paul-Philipp Braun Hoheneiche auf der Saalfelder Höhe: Der Ort zählt gut zwei Dutzend Einwohner. Die Bundesstraße 281 durchschneidet das Dorf, in dem sonst die Ruhe zu Hause ist. Hier, zwischen tiefen Tälern und hohen Bergen, hat der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) seine Freizeit- und Jugendbegegnungsstätte. Hier ist Platz, um über die Dinge zu sprechen, die einen bewegen. Hier ist Zeit, um über den Tod zu reden. Sechs Männer sind an diesem Wochenende mit dem Ziel ins Haus...

  • 22.11.19
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Pantomime und Gesang
Und die Ohren werden Augen machen

Und die Augen spitzten gewissermaßen die Ohren, als der spanische Pantomime Carlos Martínez gemeinsam mit dem Songpoeten Jürgen Werth im Capitol aufspielte. Eingeladen hatten die Regionen Nördliches Zeitz und Zeitz zu diesem besonderen Abend. Werth, der seit vielen Jahren als Autor und Liedermacher tätig ist, führte die Zuhörer mit seinen Liedern und Geschichten mit einer tief bewegenden Leichtigkeit auf Entdeckungsreise der Seele. Und Martínez malte mit seiner Kunst, die völlig ohne Worte...

  • Naumburg-Zeitz
  • 18.11.19
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Benno Schmidt aus Wernigerode im Kirchenkreis Halberstadt ist der tüchtigste Brocken-Wanderer Deutschlands. Der rüstige 87-Jährige wandert, so oft es geht, auf den Brocken, seit das Sperrgebiet freigegeben wurde. Als Brocken-Benno gehört er inzwischen untrennbar zum Harz.

87-Jähriger wandert seit 1989
Sehnsuchtsort Brocken

Brocken-Benno: Es erscheint auf den ersten Blick verrückt, Benno Schmidt wandert, so oft es geht, auf den Brocken. Seit 30 Jahren hat er bislang 8 800 Mal den Harzgipfel bestiegen. Er kann nicht anders. Von Romy Richter Ich habe mich 28 Jahre lang geärgert, dass ich nicht auf den Brocken wandern konnte», sagt Benno Schmidt. Er erinnert sich heute, dass er von seinem Wohnort in Wernigerode aus immer sehnsüchtig zum Harzgipfel geschaut habe. Er konnte ihn ja sehen, aber er konnte dort nicht...

  • 17.11.19
  • 47× gelesen
Tim-Benedikt Attow

Jugend im Volksbund
"Gräber sind Zeitzeugen"

Die Vergangenheit", sagt Tim-Benedikt Attow, "kann eine wichtige Bezugsgröße für unser gegenwärtiges Handeln sein. So können wir gegenwärtige Entwicklungen besser verstehen." Attow ist seit März neuer Vorsitzender des Bundesjugendarbeitskreises (BJAK) beim Volksbund.   Im Dezember 1919 als Bürger-initiative gegründet, kümmert sich der Volksbund heute im Auftrag der Bundesregierung um mehr als zwei Millionen Kriegsräber in 45 Ländern, allein 106 000 davon befinden sich in Thüringen. Um seine...

  • 17.11.19
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Der Grenzübergang Marienborn war einst der wichtigste Kontrollpunkt zwischen Ost und West, heute ist er eine Gedenkstätte. Mit einer Festveranstaltung der Länder Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ist in Marienborn des 30. Jahrestages von Grenzöffnung und Mauerfall gedacht worden. Vor dem Festakt feierten die leitenden Geistlichen der katholischen und evangelischen Kirchen in den Ländern einen ökumenischen Gottesdienst.

Grenzerfahrungen
Choco Crossies und Knusperflocken

Von Karin Wollschläger Das Ende der Teilung begeht man heute nachdenklicher als früher. Neben die Freude über die Wiedervereinigung tritt der Blick auf die weiterhin bestehenden Grenzverläufe. Auf 30 Jahre Mauerfall und Überwindung der innerdeutschen Teilung muss man mit «Rotkäppchen» anstoßen. Es ist das grenz-überwindende Getränk schlechthin. Anfang der 2000er-Jahre verleibte die Sektkellerei aus dem Osten sich als erstes ehemaliges DDR-Unternehmen einen westdeutschen Konzern ein: die...

  • 14.11.19
  • 40× gelesen
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Kirchenpresse 1989
Sprachrohr der Erneuerung

Von Angela Stoye und Michael von Hintzenstern Kirchenzeitung 1989: Papierknappheit und Zensur beschränkten lange die kirchliche Presse in der DDR. Beobachtungen aus dem 40. Jahr der untergegangenen Republik. „Seit dem Beginn des Jahres 1989 haben wir uns gewundert: Die Zensur meldete sich nicht mehr“, erinnert sich Gerhard Thomas. Der Pfarrer aus Mecklenburg war seit 1986 Chefredakteur der in Berlin erscheinenden Wochenzeitung „Die Kirche“ mit regionalen Seiten – unter anderem für die...

  • 10.11.19
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30 Jahre Wende
Das freiheitlich-demokratische Erbe leben

30 Jahre ist die Wende her. 30 Jahre Friedliche Revolution. Wie empfanden Menschen damals ihre Zeit und dieses besondere Ereignis? Und was ist in den Jahren danach bis heute daraus geworden? Diesen Fragen gingen drei Podiumsgäste und gut 50 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer am 21. Oktober in der Michaeliskirche Zeitz nach. Eingeladen hatten die evangelischen Kirchen der Region Zeitz und die Heinrich-Böll-Stiftung zu diesem besonderen Abend. Ihr ganz persönliches Erleben der damaligen Zeit...

  • Naumburg-Zeitz
  • 02.11.19
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In der Merseburger Stadtkirche haben Angehörige, Freunde und Fußball-Fans Abschied genommen von Kevin S., der bei dem Attentat in Halle ums Leben gekommen ist. Notfallseelsorger waren bei der Trauerfeier im Einsatz.

Notfallseelsorge
Wenn das Unfassbare geschieht

Notfallseelsorger sind da, wenn Menschen in Extremsituationen geraten. Ihr Glaube gehört zu ihrer Arbeit, aber er steht nicht im Zentrum. Von Katja Schmidtke Bei der Trauerfeier für Kevin S., der bei dem Anschlag in Halle so sinnlos sterben musste, war die Kirche in Rot-Weiß gehüllt, die Farben des Halleschen Fußballclubs, dessen Fan der 20-Jährige war. Rot-Weiß, aber auch Lila war zu sehen. Eine Frau in lila Weste begleitete Angehörige zum Sarg, um Abschied zu nehmen. Es sind...

  • 01.11.19
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Notwendig zum Leben: Es gibt viele Arten von Träumen, eine sind Verarbeitungsträume. Ohne sie würden wir die Dinge, die wir täglich erleben, nicht verarbeiten und infolgedessen krank werden. Unser Gehirn wäre überfordert von den Millionen von Eindrücken, die wir in uns aufnehmen.

Träume
Heilschlaf und Dämonen

Für die Menschen waren ihre "Schlafbilder" immer schon bedeutsam. Mit der Zeit änderten sich aber die Auffassungen über Wesen und Herkunft und damit über ihre Deutung. Von Nadja A. Mayer Das älteste Zeugnis dafür, dass Träume in früheren Zeiten als göttliche Botschaft verstanden wurden und damit prophetische Funktion hatten, liefert das Gilgamesch-Epos aus der Zeit um 2700 v. Chr. »Es ruht Enkidu, Traumbilder schaut er. Es erhob sich Enkidu, erzählt seine Träume und spricht zu...

  • 26.10.19
  • 19× gelesen
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Das Geräusch macht das Bild: Ihre Träume glichen eher einem Hörspiel als einem Kinofilm, sagt Verena Bentele. Und: Ihre Akustik-Versionen kommen ohne Stolperfallen aus und sind absolut "barrierefrei" – ein Traum.
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Erfahrung
»Meine Träume höre ich«

Wie träumen Blinde? »In meinen Träumen ist Blindheit kein Thema«, sagt Verena Bentele. Die mehrfache Goldmedaillen-Gewinnerin und ehemalige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung ist von Geburt an blind. Hier berichtet die 37-Jährige, wie sie ihre Nachtträume erlebt und ihre Lebensträume verwirklicht. Von Verena Bentele  Träume kennen keine Grenzen. Das macht sie reizvoll. Schon immer war der Traum ein wichtiges Thema in Erzählungen und Mythen. In Träumen sind Grenzen nicht existent,...

  • 26.10.19
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"Gott hat uns beschützt", sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Halle, Max Privorozki, unmittelbar nach dem Anschlag auf die Synagoge. Die Holztür hielt dem Angriff stand.
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Wunden und Wunder

Der Anschlag von Halle: Journalisten erzählen die Geschichten anderer Menschen. Dafür brauchen sie Distanz. Im Paulusviertel von Halle habe ich sie in diesen Tagen verloren. Eine persönliche Geschichte. Von Katja Schmidtke So viel Hass, so viel Gewalt. Alles ist anders. Entmutigt und geschlagen gehen sie ihres Wegs. Sie fühlen sich einsam und von Gott verlassen. Erst als der Fremde, der sie ein Stück des Weges begleitet hat, das Brot mit ihnen bricht, wird ihnen klar, wer die ganze Zeit...

  • Halle-Saalkreis
  • 17.10.19
  • 36× gelesen

Ehemalige Bausoldaten
Wittenberger Erklärung

Ehemalige Bausoldaten betrachten die aktuellen politischen Entwicklungen mit Sorge. In einer in Wittenberg verabschiedeten Erklärung wenden sie sich gegen den Missbrauch von Geschichte, warnen vor neuen atomaren Bedrohungen und sprechen sich für die Förderung gewaltfreier Konfliktbearbeitung aus, wie die Evangelische Akademie Thüringen mitteilte, die die Tagung in Wittenberg gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt organisiert hatte.An der Tagung 'Die letzten Tage der Bausoldaten...

  • Wittenberg
  • 15.10.19
  • 267× gelesen
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Elternhaus: In der Weimarer Shakespearestraße (Foto) haben Michael (l.) und Matthias von Hintzenstern ihre Kindheit und Jugend verbracht.
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Der Mantel des Schweigens

Toxisches Erbe: Mit seinen Söhnen hat Herbert von Hintzenstern nie über die Mitarbeit im Eisenacher "Entjudungsinstitut" gesprochen. Erst nach seinem Tod erfahren sie davon. Das ganze Ausmaß seiner Tätigkeit wird Matthias und Michael von Hintzenstern durch die Sonderausstellung im Lutherhaus vor Augen geführt. Willi Wild hat mit den Brüdern darüber gesprochen. Im Vortrag „Stellungnahmen und Rechtfertigungsversuche ehemaliger Mitarbeiter des ›Entjudungsinstituts‹“ von Jochen Birkenmeier, dem...

  • 13.10.19
  • 124× gelesen
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Barbara Bergholz engagiert sich seit 25 Jahren in ihrer Gemeinde.
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Porträt
Spaziergang mit Folgen

Kunitz hat einen Weinberg, eine Hausbrücke und die besten Eierkuchen in ganz Jena. Nur Kandidaten für die GKR-Wahl sucht man hier vergeblich. Das dachte Barbara Bergholz – bis zu diesem Nachmittag vor Ostern. Kunitz ist ein Ort, an dem hat sich schon mancher Pfarrer die Zähne ausgebissen“, sagt Barbara Bergholz. Die 57-Jährige muss es wissen. Seit bald 25 Jahren engagiert sie sich als Kirchenälteste in dem 900-Seelen-Dorf zwischen Gleisberg und Jenzig. 167 Mitglieder zählt die Gemeinde....

  • Jena
  • 12.10.19
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Wie eine Stütze oder ein Gerüst: So beschreibt Niclas Krümmling die Bedeutung des Glaubens für sein Leben.
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GKR-Wahl 2019
Kein Auslaufmodell

GKR-Wahl: Kirche ist nur etwas für ältere Menschen? Mitnichten, sagt der 18-jährige Niclas Krümmling aus Sachsen-Anhalt. Er engagiert sich seit vielen Jahren in seiner Heimatgemeinde in Bülstringen in der Börde und kandidiert nun erstmals für den Gemeindekirchenrat. Von Katja Schmidtke Wenn er es eine Weile nicht zum Gottesdienst geschafft hat, macht sich diese Unruhe breit, das Gefühl, dass die Herausforderungen des Lebens, in Schule, Familie und im Freundeskreis, zu groß werden, dann...

  • 06.10.19
  • 26× gelesen
Vier Ecken fürs Ehrenamt: Durch die Briefwahl werden mehr Gemeinde-glieder erreicht.

GKR-Wahl 2019: Landeskirchenamt schaltet Hotline
Der heiße Draht

Vom 5. bis 27. Oktober wird in der EKM gewählt. 600 000 Christen sind aufgerufen, 1 800 Gemeindekirchenräte für eine Amtsperiode von sechs Jahren zu benennen. Wie Ehrenamtliche die Logistik vor Ort gut händeln können, erklärt Oberkonsistorialrat Andreas Haerter. Beatrix Heinrichs hat mit dem Leiter des Referats Gemeinderecht und Kirchenmusik im Landeskirchenamt gesprochen. Bei der GKR-Wahl 2013 wurde die Wahlbeteiligung verdreifacht. Wie ist das zu erklären? Andreas Haerter: Die...

  • 05.10.19
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Ein halbes Jahrhundert im Dienst: Beim Rübenladen vor 50 Jahren hatte der Pfarrer ihn gefragt, ob er sich als Gemeindekirchenrat aufstellen lassen wolle. Hermann Sieler hat "Ja" gesagt.
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GKR-Wahl 2019
Der Heilige im Blaumann

Jubiläum: Hermann Sieler aus Reichenbach im Kirchenkreis Gera ist seit 50 Jahren Kirchen-ältester. Nicht nur zuhause hütet er die Schafe, auch in seiner Gemeinde sorgt er für den Zusammenhalt. Ein Porträt.  Für das Interview unterbricht Hermann Sieler den Bau eines Schutzzaunes gegen die Wildschweine. Kariertes Hemd, blaue Arbeitshose und Weste, so kennt man den 81-Jährigen im Ort. Ohne Arbeit ist der gelernte Zimmermann und späterer Berufskraftfahrer und Bauhofarbeiter nie. Er braucht sie,...

  • Gera-Weimar
  • 03.10.19
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Kein Apfel bleibt am Baum, keiner wird auf dem Boden liegen gelassen. Gemeinsam ernteten Eisenacher Grundschüler 1,3 Tonnen Äpfel, die auf dem Hof der Familienkommunität Siloah beispielsweise zu Apfelchips oder Apfelsaft weiterverarbeitet werden.
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Auf in die Apfelplantage
Wofür wir eigentlich danken

Reich gedeckte Gabentische schmücken in diesen Tagen unsere Kirchen. Doch wo das alles herkommt und wie viel Arbeit dahintersteckt, bleibt für viele, nicht nur für die Kinder, heutzutage verborgen. Von Mirjam Petermann Einen Fuß setzt Meena an den Baumstamm, der andere findet auf Linas Händen Halt. Mit einer Hand hält sie sich am Baum fest, mit der anderen Hand pflückt sie Apfel für Apfel vom Ast und wirft ihn in den Eimer, den Maria ihr hinhält. Ist der Baum abgeerntet, nehmen sich die...

  • Eisenach-Gerstungen
  • 02.10.19
  • 58× gelesen
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Tagung zum "Entjudungsinstitut"
"Verschweigungsgeschichte"

Das "Eisenacher Entjudungsinstitut" stand 80 Jahre nach seiner Gründung im Mittelpunkt einer wissenschaftlichen Tagung am Gründungsort auf der Wartburg. Dabei sollten die bisherigen Forschungen zusammengeführt werden, um zur Aufarbeitung eines dunklen Kapitels Kirchengeschichte beizutragen. Der Jenaer Theologie-Professor Christopher Spehr, der zusammen mit dem Münchner Theologie-Professor Harry Oelke die Tagung leitete, über die Ergebnisse: Worum ging es bei der Tagung genau? Christopher...

  • Eisenach-Gerstungen
  • 26.09.19
  • 60× gelesen

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