Blickpunkt

Beiträge zur Rubrik Blickpunkt

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In Deutschland gilt Einsamkeit einerseits als Tabuthema. Andererseits ist "Waldeinsamkeit" bereits seit der Romantik ein Ausdruck von Sehnsucht und beschreibt auch ein religiöses asketisches Ideal.

Zwei Seiten der Einsamkeit

Der schmerzlich erlebte Mangel an Zugehörigkeit ist ein Massenphänomen und kann körperlich wie seelisch krank machen. Gleichzeitig brauchen wir das Alleinsein. Von Sebastian Kranich Einsamkeit ist ein Mega-Thema. Kein Tag vergeht, an dem nicht berichtet wird: Über die soziale Isolation hochbetagter Menschen. Über junge Leute, die vielleicht 1 000 Facebook-Freundinnen und -Freunde haben, aber kaum eine richtige Freundin, einen richtigen Freund. Oder darüber, wie Politik das Thema angehen...

  • 15.02.20
  • 38× gelesen
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Der Mensch, das ­soziale Wesen: Einsamkeit sei die Todesursache Nummer eins, meint Hirnforscher Manfred Spitzer. Fest steht: Menschen brauchen ein Gegenüber, um produktiv zu sein und erfüllt zu leben.

Wenn das Gegenüber fehlt

Einsamkeit: Fast zehn Millionen ältere, aber auch jüngere Menschen kennen das Gefühl. Wie sehr man sich von der Einsamkeit beeinträchtigt fühlt, wird unterschiedlich bewertet. Von Julia Bernhard und Dorothee Schöpfer Einsamkeit ist ein individuelles Gefühl. Ein Single kann seinen Zustand als erfüllend wahrnehmen. Er zelebriert das abendliche Alleinsein mit der Lieblingsserie und freut sich über jede Stunde, in der er im Jogginganzug tun und lassen kann, was er will. Gleichzeitig kann...

  • 14.02.20
  • 9× gelesen
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Kleine Anzeige, große Wirkung: Im Dezember 1989 gab Hans-Joachim Generlich in »Glaube + Heimat« diesen Text auf. Christine Bloßfeld hat darauf reagiert.
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Er sucht Sie
Anzeige zum Glück

Vor 30 Jahren gingen viele Briefe hin und her. Manche Woche waren es bis zu drei. Ein Vierteljahr lang schrieben sich Christine Bloßfeld aus Zella-Mehlis und Hans-Joachim Generlich aus Lichstedt bei Rudolstadt, bevor sie sich zum ersten Mal sahen. Von Dietlind Steinhöfel Es hatte mit einer kleinen Anzeige im Dezember 1989 in »Glaube + Heimat« begonnen. Hans-Joachim war 26 Jahre alt. Durch einen tragischen Unfall wurde er Witwer. Das war 1987 und das Paar gerade ein Dreivierteljahr...

  • Rudolstadt-Saalfeld
  • 14.02.20
  • 27× gelesen
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Pfarrerinnen und Pfarrer merken oftmals nicht, dass sie über ihre Kräfte leben. Sie leiden häufiger an Burn-out als der Durchschnitt der Bevölkerung, denn wer den Pfarrberuf wählt, ist in der Regel sehr idealistisch und will ganz für die Menschen in der Gemeinde da sein.

Gesundheit im Pfarrberuf
Stadt, Land, Frust

Eine repräsentative Studie zeigt, wie es Pfarrerinnen und Pfarrern mit den Heraus-forderungen ihres Amtes geht. Von Katharina Freudenberg Pfarrer auf dem Land sind mit ihren vielen Gemeinden, den zum Teil baufälligen Kirchengebäuden und der ganzen Verwaltung viel mehr unter Stress als ihre Kollegen in der Stadt, lautet eine weitverbreitete Annahme. Aber ist dem wirklich so? Dieser Frage ging eine Studie nach, die im Sommer 2016 von der Theologischen Fakultät in Greifswald in enger...

  • 08.02.20
  • 46× gelesen

Interview zu Gesundheit im Pfarrberuf
„Es bleibt ein Kampf, das eigene Leben im Beruf nicht zu verlieren.“

Der Konsultationstag zur Gesundheit im Pfarrberuf bot Gelegenheit, um sich über die eigene Erfahrung mit beruflichen Belastungen auszutauschen. Die Pfarrerinnen Schurig und Theilemann reflektierten über ihr Erleben im Landpfarramt im Gespräch mit Katharina Freudenberg. Können Sie den Beruf der Pfarrerin so ausüben, dass Sie dabei gesund bleiben? Schurig: Momentan fühle ich mich gesund. Es gibt ja ganz natürliche Schwankungen, wo ich mehr Kraft habe und mal weniger, wo mehr Anforderungen...

  • 07.02.20
  • 54× gelesen
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Gender
Schreiben, was ist

Journalisten sollen die Wirklichkeit abbilden und dabei spannende Geschichten aus dem Leben erzählen. Ihre Texte sollen exakt und verständlich sein. Wer in Kindergärten recherchiert, trifft dort noch immer eher auf Erzieherinnen als auf Erzieher – und sollte dies im Text auch wiedergeben. Gender-Sternchen (Pfarrer*innen), das Binnen-I (PfarrerInnen), ein Unterstrich (Pfarrer_innen) oder der Zusatz „männlich, weiblich, divers (m, w, d)“ nach dem generischen Maskulinum: Die Möglichkeiten sind...

  • 01.02.20
  • 42× gelesen
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Frauen auf der Kanzel: Mit allem, was sie prägt und ausmacht, ja, auch mit Nagellack und Lippenstift, wenn es ihr denn gefällt. Seit den 1990er-Jahren öffnen sich Freiräume dafür, was das geistliche Amt ausmachen kann – eine Gestaltungsaufgabe für Haupt- und Ehrenamtliche.

Gender
Der weibliche Pfarrer

Sonor und bedächtig, breitschultrig und bärtig – sieht so ein typischer Pfarrer aus? Nein. Die Kirche macht sich auf den Weg zu einem vielfältigeren Bild des Pfarramts. Von Eva Harasta Thüringen und Sachsen-Anhalt haben Tradition als ein guter Entfaltungsraum für Frauen in der evangelischen Kirche. Darüber gibt die Broschüre „Frauen in Amt und Würden“ Auskunft, die man auf der Homepage des Theologinnenkonvents abrufen kann, und die von Kirchenrätin Christa-Maria Schaller zusammengestellt...

  • 01.02.20
  • 41× gelesen
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Die Würfel sind gefallen? In Sachen Geschlechtergerechtigkeit ist vieles im Fluss. Kontrovers wird immer wieder diskutiert, wie gesprochen und geschrieben werden soll.

Gender
Eine Frage der Haltung

Vor knapp zwei Jahren scheiterte die Idee, die Kirchenverfassung der EKM in geschlechtergerechter Sprache zu formulieren. Beendet ist die Gender-Debatte in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland damit aber nicht. Von Katja Schmidtke Es geht um mehr als die Sprachregelung zu Superintendenten und Superintendentinnen, zu Christen und Christinnen oder zu Getauften. "Es geht um eine Frage der Haltung. Die Vielfalt in unserer Kirche ist größer geworden", sagt Dorothee Land,...

  • 31.01.20
  • 55× gelesen
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Ihre Motivation zieht Helga Schöller aus dem Miteinander und aus ihrem Glauben.

Diakonisse
Die Schwester im Polizeiauto

Es ist die Wohnung einer vielbeschäftigten Frau. Bücher dominieren den ersten Eindruck. Vor allem christliche Werke stehen und liegen in den Regalen. In der Ecke steht ein kleiner Schreibtisch, auf ihm liegen alte Fotos, über dem Tisch das schönste Motiv: Der unverbaute Fensterblick zur Wartburg. Es ist eine Aussicht, auf die Schwester Helga besonders stolz ist, und die hier, direkt unter dem Dach des Eisenacher Diakonissenmutterhauses einmalig ist. Der Traum vom AuslandSeit 26 Jahren...

  • Erfurt
  • 30.01.20
  • 65× gelesen
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Dialogpartner: Für ihn gäbe es keine Alternative zum Gespräch, sagt Frank Hiddemann. Auch, wenn es bedeutet sich mit unbequemen oder unerwünschten Positionen auseinanderzusetzen.
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Ökumenische Akademie Gera
Von Politiker bis Pubertier

Unter der Überschrift „Wir müssen reden!“ bietet die Ökumenische Akademie in diesem Jahr eine Eltern-Akademie, Fremdenführungen, Glaubenskurse und Podien. Beatrix Heinrichs sprach mit Akademieleiter Pfarrer Frank Hiddemann. Im letzten Jahr standen politische Themen und Fragestellungen zu gesellschaftlichen Debatten auf dem Programm. 2020 nehmen Sie Eltern und Kinder in den Blick. Wie entstand die Idee zur Familien-Akademie? Frank Hiddemann: Wer Kinder oder Enkel hat, wer als Lehrer oder...

  • 25.01.20
  • 18× gelesen

Gemeindebeitrag
Unterschied wächst

Er hat seinen Höchststand erreicht: Mit 20,72 Euro liegt der Gemeindebeitrag, den die Mitglieder des Reformierten Kirchenkreises im Durchschnitt im Jahr 2018 gezahlt haben fast doppelt so hoch wie der EKM-Durchschnitt. Doch nicht nur im Reformierten Kirchenkreis ist ein Plus zu erkennen, auch insgesamt geben die Gemeindemitglieder mehr Geld in die freiwillige Jahresspende. Doch während die einzelnen Gemeindebeiträge steigen, ist der Gesamttrend eher rückläufig. Von 2012 zu 2018 waren es fast...

  • 19.01.20
  • 48× gelesen
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Die großen Rechnungsbücher sind längst archiviert, doch der Blick in die Kirchrechnung legt noch immer viele spannende Fakten offen.
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Ehrenamt
Der Kirchgeldsammler

Mehr als 42 Jahre engagiert sich der Schwarzhäuser Wallfred Stötzer im Gemeindekirchenrat. Seine Hauptaufgabe: Der Gemeindebeitrag. Von Paul-Philipp Braun Es ist Samstagmittag, als der Reporter durch die Lindenstraße im kleinen Schwarzhausen fährt. Im Schritttempo sucht er die richtige Hausnummer, als ein älterer Herr ihn anhält. Die Fensterscheibe wird heruntergekurbelt: "Zu wem wollen Sie denn?" "Zu Herrn Stötzer" "Da vorn auf der rechten Seite, Sie können neben dem Haus parken. Guten...

  • Waltershausen-Ohrdruf
  • 18.01.20
  • 61× gelesen
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Miteinander voneinander mehr erfahren: Hendrik (r.) und Tristan aus der katholischen Franziskusgemeinde in Marl-Hüls zeigen den jungen Kirchenbesuchern ein Messdienergewand.
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Interreligiöser Unterricht
Unterwegs in Gottes Häusern

Ältere Jugendliche stellen jüngeren ihr Gotteshaus vor. Eine Reportage aus Marl (Nordrhein-Westfalen). Von Karin Ilgenfritz Die Klasse 8 a der Martin-Luther-King Gesamtschule in Marl macht eine „Rundreise“. Dabei besuchen die Schülerinnen und Schüler eine katholische Kirche, eine Moschee und eine Synagoge. "Ein Junge kauft eine Rose. Sie kostet einsfünfzig. Die schenkt er seiner Freundin. Die beiden hatten einen heftigen Streit. Jetzt entschuldigt er sich, sie versöhnen sich wieder....

  • 12.01.20
  • 19× gelesen
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pixabay.com/silviarita

Zwischen Weihnachten und Neujahr
Stressfrei

»In den Herzen ist’s warm«: Ich gebe gern zu,  dass ich von Weihnachten und dem vierwöchigen Vorspiel namens Advent und dem Nachspiel »zwischen den Jahren« nicht genug haben kann.  Musik, Kerzen, Geschichten, Bilder, Farben, Gerüche, Kindheitserinnerungen – ganz großes Gefühlskino am Kachelofen. Und Zeit, ganz viel Zeit. Von Jürgen Mette Ich mache den Zuckerbäcker: Spritzgebäck für meine Kinder und Enkelkinder. Christbaum aus eigener Schlachtung? Kein Problem. Ich schneide seit Jahren...

  • 29.12.19
  • 27× gelesen
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Bilderschau: Doris Paulisch (v. l.), Renate Schauderna, Lothar Schauderna und Wolfgang Paulisch schauen sich Fotos aus den vergangenen 30 Jahren an und tauschen Erinnerungen aus.

Freundschaft
Hinter Filke beginnt die Welt

Auch Freundschaften können Jubiläen haben. In Helmershausen in der thüringischen Rhön werden zwei Ehepaare am 30. Dezember feiern.  Von Uta Schäfer Es war damals nicht einfach, zu Fuß vom bayerischen Filke ins Thüringer Helmershausen zu kommen. Irgendwann wussten wir nicht mehr, wo wir uns befinden, und es war kalt und sehr, sehr neblig“, blicken Renate und Lothar Schauderna auf jenen Tag vor 30 Jahren zurück. „Die schlechte Sicht war gut“, unterbricht Doris Paulisch lachend, „da seid ihr...

  • 28.12.19
  • 28× gelesen
Fernfahrerseelsorger: "Kirche für Fernfahrer" auf der Raststätte "Wonnegau West" bei Worms. Was an Heiligabend unter dem Baum liegt, ist den Dezember über im Laster unterwegs.

Fernfahrer
Weihnachten in der Fahrerkabine

Nicht alle Fernfahrer können über die Feiertage nach Hause.  Der Alltag auf der Straße werde immer  härter, sagt Ireneusz aus Polen.  Von Florian Riesterer  «Schade, dass ich so selten zu Hause bin», sagt Ireneusz, der wie alle Fernfahrer an diesem Wintertag an der A 61 seinen Nachnamen nicht nennen will. Der 45-Jährige lebt im polnischen Torun, 200 Kilometer südöstlich von Warschau. Die meiste Zeit aber ist er quer durch Europa unterwegs. Und so steht sein 22-Tonner jetzt 1.000 Kilometer...

  • 26.12.19
  • 76× gelesen

Das Päckchen feiert Geburtstag
100 Jahre alt und ständig unterwegs

Millionenfach werden sie in der Vorweihnachtszeit ausgeliefert: Päckchen sind heute eine Selbstverständlichkeit. Doch die kleinen Warensendungen gibt es erst, seitdem sie sich im Ersten Weltkrieg als Feldpost bewährt hatten. Von Claudia Rometsch Der Duft von Zimt, Nelken und Kardamom stieg Ernst Emmerich in die Nase, als er am 1. Advent 1914 einen von der Deutschen Reichspost beförderten Feldpost Brief öffnete. Die Eltern hatten dem jungen Soldaten «Studentenkäppchen» - ein traditionelles...

  • 25.12.19
  • 32× gelesen
Gut "gepampert": Krippenspiel mit einem Baby als Jesuskind im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Dortelweil in Bad Vilbel bei Frankfurt am Main.

Weihnachtsgeschichte
Ein oft  vergessenes Detail

Maria wickelte den neugeborenen Jesus nach der Geburt in Windeln,  heißt es im Lukasevangelium. Was es mit der Windel Jesu auf sich hat  - und wie der Puderzucker rund um den Christstollen damit  zusammenhängt. Von Marieke Lohse   Zu Weihnachten wird ein Satz wieder in allen Kirchen zu hören sein: «Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe.» So übersetzte Martin Luther den mit großer Wahrscheinlichkeit stundenlangen Prozess der Geburt Jesu -...

  • 23.12.19
  • 70× gelesen
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Dietrich Bonhoeffer

Entstehungsgeschichte eines populären Textes
Der letzte Brief an Maria

Der letzte Brief Bonhoeffers an seine junge Verlobte Maria von Wedemeyer steht auf einem Papierbogen, der zum Ende hin knapp wurde. Er schrieb ihn am 19. Dezember 1944 aus der Berliner Gestapo-Haft. In dem berüchtigten Kellergefängnis gab es keine Sprecherlaubnis und keine Besuche, viele Gefangene wurden gefoltert. Maria von Wedemeyer durfte Bonhoeffer nicht sehen, sie durfte aber jeden Mittwoch ein Paket abgeben. Dabei beeindruckte sie den Kriminalkommissar Franz-Xaver Sonderegger offenbar so,...

  • Weimar
  • 15.12.19
  • 202× gelesen
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Über sechs Millionen Menschen haben das Video im Internet bereits aufgerufen: Siegfried Fietz singt am Klavier seine Version von "Von guten Mächten". Er selbst ist nach wie vor erstaunt über den Erfolg: "Solch eine Größenordnung konnte ich mir früher gar nicht vorstellen." 
8 bit.ly/fietz-bonhoeffer
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Vor 75 Jahren
Von guten Mächten wunderbar geborgen

Die Verse mit dem Titel "Neujahr 1945 – Von guten Mächten" schrieb Dietrich Bonhoeffer am 19. Dezember 1944 aus dem Gefängnis in Berlin an seine Verlobte. Die erfolgreichste Vertonung stammt von Siegfried Fietz. Mit ihm sprach Willi Wild. Wie sind Sie auf diesen Text gekommen und wie kam’s zu der Melodie? Siegfried Fietz: Das erste Mal hab ich den Text Ende der 50er-Jahre bei einer Nachbarsfamilie als Wandspruch wahrgenommen. Jahre später, begann ich, mich mit Bonhoeffer zu beschäftigen. Im...

  • 14.12.19
  • 379× gelesen
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Singen im Advent: zwischen Ansteckung und Anästhesie
Eine ansteckende Gesundheit

Singen Sie? Singen Sie! Gehen Sie aus sich heraus, hören sie in sich hinein und kommen Sie dabei zu sich selbst. Hier könnte ich schon enden, denn so wie das Lesen von Kochrezepten nicht satt macht, so wenig hilft es, über das Singen zu schreiben. von Mathias Gauer In den Hoch-Zeiten unseres Lebens singen wir, wenn wir verliebt sind, wenn der eigene Fußball-Club am Gewinnen ist und das ganze Stadion in Stimmung kommt, wenn ich mich unbändig freue über den gelungenen Abschluss einer...

  • 01.12.19
  • 35× gelesen
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Probenfoto: "Glaube und Heimat" von Karl Schönherr wird in dem durch Bertolt Brecht bekannten Theater auf die Bühne gebracht: (v. l.) Ingo Hülsmann, Andreas Döhler und Stefanie Reinsperger, davor Kathrin Welisch.
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Berliner Ensemble zeigt "Glaube und Heimat"
"Ich muss so tun, wie es mich treibt"

Karl Schönherrs Volksstück "Glaube und Heimat" erinnert an die Vertreibung österreichischer Protestanten durch die Katholiken im Jahre 1837. Vor der Premiere am 5. Dezember im Berliner Ensemble sprach Michael von Hintzenstern mit der Leitenden Dramaturgin Sibylle Baschung. Was hat das Berliner Ensemble bewogen, "Glaube und Heimat", dessen Untertitel "Die Tragödie eines Volkes" lautet, ins aktuelle Programm aufzunehmen? Sibylle Baschung: Unser Hausregisseur Michael Thalheimer hat sich sehr...

  • 30.11.19
  • 83× gelesen
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Traurig-schön: Mit dem Stein erinnerte die Familie Alborn in Tangermünde an drei Söhne, die 1613 innerhalb kurzer Zeit an der Pest starben: Florian (10 Jahre), Christian (8 Jahre) und Michael (4 Jahre).
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Ewigkeitssonntag
»Ich ließ das Leben los«

Von Angela Stoye Begrabene Hoffnungen: Epitaphien für Kinder sind nur selten überliefert. Aber sie lassen bis heute die Trauer der Familien ahnen. In der Johanniskirche des Elbestädtchens Werben zeugt ein Denkmal von einer traurigen Familiengeschichte. Ein Stein aus dem Jahr 1597 zeigt die Bilder von vier Knaben, die schon im Jahr nach ihrer Geburt starben, und von drei Mädchen, von denen zwei wenigstens das Kleinkindalter überlebten. In 32 Ehejahren bekamen Christian und Gertraud...

  • 24.11.19
  • 26× gelesen
Epitaph für Fredeke von Bülow aus Harbke, die im März 1602 im Alter von vier Jahren starb.

Wider die Lehre seiner Zeit: Martin Luthers Sicht auf den Glauben von Ungeborenen und Säuglingen
„Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder …“

Rückblick Bis vor einem Dutzend Jahren war es gängige Lehre der katholischen Kirche: kein Seelenheil und kein Himmel für Kinder, die ungetauft starben. Erst 2007 verabschiedete sich Rom von der Lehre einer Vorhölle (Limbus), in die die Seelen dieser Kinder kommen würden. „Welche Ängste aus dieser Lehre hervorgingen, wie mit diesen umgegangen und welche teilweise absurden medizinisch, juristisch und theologisch äußerst fragwürdigen Praktiken daraus entstanden“, deutet Friederike Spengler in...

  • 24.11.19
  • 61× gelesen

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