Feuilleton

Beiträge zur Rubrik Feuilleton

Vorgestellt
Neuer Blick auf Dorothee Sölle

Von Ferenc Herzig Der erste Satz zieht in den Bann: „Der Himmel war grau, aber die Stimmung war gut." Ein wirklich guter erster Satz in einem lesenswerten Buch, der aber gleichzeitig auch in die Irre führen kann. Jedenfalls diejenigen, die einfach ein Buch über Dorothee Sölle lesen wollen. Denn es ist, jedenfalls im ersten Drittel, zugleich ein Buch über Dorothee Sölle und über den Autor und seine Bezüge zu ihr. Der Klappentext verheißt eine Reise mit dem Autor als Reiseführer. Diese beginnt...

  • 11.08.23

Kalenderblatt
Ende in der alten Telefonfabrik

Das Bauhaus revolutionierte von 1919 bis 1933 die Grundlagen von Architektur und Design. Unter dem Druck der Nationalsozialisten wich es von Weimar nach Dessau und später nach Berlin aus. In Dessau überstanden die Bauten aus purer Not Abbruchplänen. Von Bettina Gabbe (epd) Die Kantine des Bauhausgebäudes in Dessau gehört heute zu den beliebtesten Lokalen der Stadt. Kulturinteressierte, die in ehemaligen Studentenzimmern im Atelierhaus übernachten können, genießen die studentische Atmosphäre....

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Menschen der Woche
Namen

Regina Elsner hat zur Stärkung liberaler Kräfte in der Russisch-Orthodoxen Kirche aufgerufen. Seit Jahrhunderten aber gebe es in der Russisch-Orthodoxen Kirche auch eine derzeit unterdrückte Tradition des "regen Austausches" mit theologischen Entwicklungen im Westen Europas, die gefördert werden müsse, erklärte die katholische Theologin. In der Ukraine habe sich in den vergangenen 30 Jahren gezeigt, wel-che Veränderungsprozesse möglich seien, wenn die orthodoxe Kirche aus der Gesellschaft...

  • 07.08.23
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Claudia Roth | Foto: epd-bild/Peter Jülich
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Interview mit Claudia Roth
Socken und Sonnengesang

Claudia Roth, Kulturstaatsministerin und Grünen-Politikerin, musste zuletzt viel Kritik einstecken. Im Gespräch mit Alexander Riedel und Birgit Wilke nimmt sie zu aktuellen Debatten Stellung – und erklärt, warum sie trotz ihres Austritts immer noch mit der katholischen Kirche hadert. Zuletzt standen Sie wegen der Benin-Bronzen in der Kritik, weil der damalige nigerianische Präsident die Bronzen an die Nachfahren der Königsfamilie von Benin übereignete, sie also erst mal nicht öffentlich...

  • 06.08.23
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6. August - Hans Moser zum 143. Geburtstag
Wenn der Herrgott net will ...

Der Schauspieler Hans Moser hat heute am 6.August  Geburtstag. Notgedrungenermaßen feiert er ihn im Himmel - denn bisher kann hier drunten keiner von uns 143 Jahre alt werden. Wir kennen Moser aus vielen neckischen Filmen. Als Dienstmann, als Zauberkönig in Oedön Horvaths Geschichten aus dem Wiener Wald und als nuschelnden Diener Ferdinand bei der Gräfin Mariza. Weil man den Mann so schlecht versteht, ist der Text eines seiner besonders zu Herzen gehenden Lieder hier zu lesen (und hier bei...

Übergabe der Werkzeuge/Waffen an Adam nach dem Fall - Detail des großen Freskenzyklus' in der Kirche zu Keldby - Insel Møn (um 1450)
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Arbeit, Arbeit, Arbeit
zum 128. Todestag von F. Engels

Was eigentlich ist Arbeit - wo und in welcher Welt sind wir mental, wenn wir arbeiten? Friedrich Engels hat die Arbeit als solche zum Gegenstand seiner forschenden Überlegungen gemacht - 1860/61 zum Beispiel mit einer sehr detaillierten Untersuchung zur „Entwicklung des gezogenen Gewehrs“. Seine Schrift zu diesem speziellen Thema hat später sogenannte Erfinderschulen hervor zu bringen geholfen. Trotzdem - auch Engels musste sterben. Heute vor 128 Jahren. Seine Urne wurde auf hoher See bestattet...

Kaffeegarten am Ammersee: Das Bild (1911) ist Ausdruck sommerlicher Leichtigkeit. Es beeindruckt durch seine spannungsreiche Komposition. | Foto: Doris Weilandt
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Kunsthaus Apolda Avantgarde
Ein Fest der Farben

Hermann Stenner galt als künstlerisches Ausnahmetalent. Er wurde nur 23 Jahre alt und hinterließ doch ein beeindruckendes Werk. Im Kunsthaus Apolda Avantgarde sind gegenwärtig Werke Stenners aus der Sammlung von Hermann-Josef Bunte zu sehen. Gerade hatte der junge Hermann Stenner zusammen mit Oskar Schlemmer und Willy Baumeister Wandbilder für die Werkbund-Ausstellung in Köln gestaltet und damit große Aufmerksamkeit erregt. Dann begann der Erste Weltkrieg und er meldete sich zusammen mit...

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Geschlossener Raum, offen für Kunst: Im Frühling 2023 war in der Dresdner Frauenkirche die 3D-Kunstinstallation "Gaia" (altgriechisch: Erde) des Briten Luke Jerram zu sehen. Damit sollte auf die Zerbrechlichkeit des Ökosystems und der Schöpfung hingewiesen werden. | Foto: epd-bild/Matthias Schumann
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Kirchliche Kunst
Die Religiosität steckt nicht im Bild

Was wären unsere Kirchen ohne die Kunst? Die Augen gehen über, der Geist wird erfrischt. Andererseits steht in der Bibel, dass wir uns kein Bild machen sollen. Ulrike Mattern hat mit dem Kulturbeauftragten des Rates der EKD, Johann Hinrich Claussen, über das Verhältnis von Kunst und Kirche gesprochen. Wie sind Kirchen- und Kunstgeschichte miteinander verwoben? Johann Hinrich Claussen: Von Anfang an hat das Christentum versucht, den Glauben bildlich darzustellen. Schon früh gab es Bildwerke,...

  • 03.08.23

Erik Satie, Novalis
und des Abenmahles göttliche Bedeutung

Der Armenier Alain Antiglou hat Erik Saties nüchterne aber nichts desto trotz weithin bekannte Klavier-Gymnopedie No. 1 in eine romantisch anmutende Orchesterfassung gebracht, die sich sehr, sehr gut anfühlt. Indessen - schon die ursprünglich so absolut auf's Wesentliche reduzierte Pianovariante ist eigentlich unüberbietbar - genauso wie ihr Komponist, dessen o.g. Werk  jetzt vor einhundertfünfunddreißig Jahren fertig gestellt worden war. WIKIPEDIA meldet über Erik Saties wechselhaftes Leben:...

Eine Gedenktafel gibt es seit 1956
DER THOMASKANTOR AUS GORSLEBEN

Als meine Frau 2006 von ihrem Studiengruppentreffen in Leipzig das Programm der Kantate des Thomaner-chores vom 11. März mitbrachte, stand da an zweiter Stelle die doppelchörige Motette "Unser Leben währet  siebzig Jahre" von Sethus Calvisius aus Gorsleben (1556-1615); genaues Geburtsdatum: 21.02.1556. Da hatte der Thomaskantor Calvisius also seinen 450. Geburtstag, und ich gehe gewiss recht in der Annahme, dass der damalige Thomaskantor, Georg Christoph Biller, ein Werk seines Amtsvorgängers...

Foto: Foto:  Copyright: Martin-Niemöller-Stiftung
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Wanderausstellung „Else Niemöller"
13. 08.23, 12.15 Uhr, Lutherkirche Wiesbaden

PRESSEMITTEILUNG UND EINLADUNG Bundesweite Eröffnung der Wanderausstellung „Else Niemöller. Ihren Platz in der Welt finden.“ Sonntag, 13. August 2023, um 12.15 Uhr, Lutherkirche Wiesbaden Zur Ausstellungseröffnung „Else Niemöller. Ihren Platz in der Welt finden.“ lädt die Martin-Niemöller-Stiftung herzlich nach Wiesbaden ein. Die Vernissage am 13. August schließt an den Gottesdienst um 11 Uhr und das Kirchencafé in der Lutherkirche (Sartoriusstraße 16) an. Die Ausstellung wird eröffnet von Dr....

Versöhnungskirche: Hier ist der Klang Berthiers zu Hause. Für die Gemeinschaft komponierte er 284 Gesänge. Sein wichtigstes Stilmittel war das Ostinato, bei dem sich eine Melodie oder ein Rhythmus ständig wiederholen. | Foto: Foto: kna-bild/Katharina Gebauer
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Jacques Berthier
Hymnen wie ein Pilzgericht

Taizé: Damit verbinden viele Christen vor allem die berühmten Gesänge der 70er-Jahre. Viele von ihnen stammen aus der Feder von Jacques Berthier – der sich selbst zurücknahm, um etwas ganz Eigenes zu schaffen. Von Alexander Brüggemann Ist es seine Herkunft aus dem burgundischen Auxerre, die Jacques Berthiers Musik so gut zu Taizé passen ließ? Vor allem war es wohl seine Bereitschaft, als Komponist auf die große Geste zu verzichten und stattdessen einfache, eingängige Melodien im Dienst von...

"Der Drache“
Parabel über Macht, Freiheit und Wahrheit

Das Ensemble des Kinder- und Jugendpfarramtes der Evangelischen Kirche in Mitteldeutsch-land (EKM) und des Vereins Spiel- und Theaterwerkstatt Erfurt geht mit dem Stück „Der Drache“ auf Sommertournee durch Mitteldeutschland. Premiere für die politische Märchenkomödie des russischen Dramatikers Jewgeni Schwarz (1896 -1958) ist am 30. Juli im Pfarrgarten in Großfahner. Weitere Open-Air-Gastspiele sind bis zum 5. August in Thüringen in Erfurt, Eisenach, Sömmerda und Kamsdorf sowie in...

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Radfahren
Zwischen Beten und Fluchen

Beim Radeln kann man himmlisch-irdische Orte entdecken – aber auch höllenähnliche Qualen leiden. Ob ein Bibelvers da helfen kann, und inwieweit sich Fahrradfahren als spiritueller Akt begreifen lässt: Anke von Legat hat das im Gespräch mit Autor und Diakon Michael Peters versucht zu klären. Radeln für die Seele – was bedeutet dieser Buchtitel für Sie? Michael Peters: Das hat zwei Seiten: Die Vorstellung, die der Verlag mit dem Begriff Seele verbindet, ist natürlich weit gefasst und hat mit...

  • 23.07.23

Bruce Springsteen 1988 in Ostberlin
Rockiger Zündfunke für Herbst 1989

Brennende Kerzen und Gebete haben maßgeblich zum Ende der DDR beigetragen, heißt es. Mutmacher und Kraftquell für das Aufbegehren Jugendlicher und jung gebliebener Leute in der DDR war auch Rockmusik von jenseits der Mauer. Das zeigte sich deutlich beim legendären Konzert von Bruce Springsteen vor 35 Jahren in Berlin-Weißensee. Es war im doppelten Sinne einzigartig, das Bruce-Springsteen-Konzert am 19. Juli 1988 in Ost-Berlin: Es war das größte derartige Ereignis sowohl in der Geschichte der...

  • 22.07.23
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Sport, Meditation oder einfach ein Gottesgeschenk? Beim Fahrradfahren entsteht ein beruhigender Rhythmus, der den Kopf frei macht. | Foto: Foto: Christian Müller – stock.adobe.com
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Lob des Fahrrads
Im Rhythmus der Pedale

Viele verbinden mit dem Radfahren Gefühle von Freiheit und Glück. Es ist eine besondere Art des Unterwegsseins, die auch etwas über das Leben lehrt – und über Gott, der Aufbrüche segnet und durch widrige Phasen trägt. Eine kleine Theologie des Radfahrens. Von Anke von Legat Manchmal läuft es richtig rund. Da gleitet das Rad über glatten Asphalt, die Steigung ist mäßig, der Autoverkehr weit weg und der Wind kühlt. In solchen Momenten ist Radfahren ein Gottesgeschenk. Aber natürlich gibt es auch...

  • 20.07.23

Erinnerung an einen lange Zeit Todgeschwiegenen
BARTOLD ASENDORPF

Der Zeitgenosse von Alfred Ahner, Alexander von Szpinger, Walter Determann, Oskar von Zuborski und anderen, der mit diesen zur "Thüringer Gruppe" gehörte, war in seiner Wahlheimat so gut wie unbekannt.  Für die Zeit vor der Wende von 1989 ist die Antwort leicht zu geben. Asendorpf starb 1946 im Internie-rungslager Buchenwald II vermutlich an einer Infektion. Wenn man seinen Namen hätte bekannt machen wollen, hätte man auch von seinem Ende reden müssen, und das war tabu. Für die Zeit nach der...

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Freiluft-Festgottesdienst in Gotha
Friede ernähret, jedem zur Freud

Die Europeade, ein Festival für europäische Volkskultur, findet jährlich in verschiedenen europäischen Städten und dieses Jahr zum 58. Mal statt. Tänzer, Musiker und Sänger entfalteten in diesem Jahr in Gotha ihre kulturelle Vielfalt und setzen damit ein Zeichen für ein friedliches Miteinander. Auch der Festgottesdienst, der auf der Bühne auf dem Gothaer Hauptmarkt gefeiert wurde, hatte den Frieden  und die Völkerverständigung zum Thema. Dafür erklang erstmals das Werk „Friede ernähret - Ein...

  • 16.07.23
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Jacques Derrida - 15.Juli 1930 in Algier
die Zeichen und der Name

Am 15. Juli hatte Jacques Derrida Geburtstag, der französische Philosoph und Dekonstruktivist. Was ist Dekonstruktivismus? Ja nun - der frankophone Intellektualismus und seine Elite hatten bereits mindestens seit 1789 jede Menge interessanter Köpfe hervorgebracht. Seitdem will in Frankreich Philosophie keine Wissenschaft im Sinne dessen sein, was der große Haufe weiter nördlich als Wissenschaft hat verstanden haben wollen. Französische Philosophie - was ist das?  Es sind lange Gespräche am...

13. Juni - geburtstag
Indiana Jones

Ja - genau! Nicht vergessen - Indiana Jones’ Geburtstag. Hier ist die Musik dazu - von John Williams. Indiana Jones ist jener Mann, welcher den Heiligen Gral sucht, findet und natürlich wieder verliert. Jedoch nicht, ohne vorher - vom Auge eines der letzten Tempelritter aufmerksam beobachtet - einige Schluck daraus getrunken zu haben - was ihm nun natürliche Unsterblichkeit verleiht. Indiana Jones ist es, der die Bundeslade ausgräbt und eine okkulte Nazitruppe damit besiegt, einem...

8.9.23 Führung in der Wabenkirche Halle mit Lesung
a

08.09.2023 Führung in der Wabenkirche zu Halle mit Lesung „Die Genussfreude der Bauhäusler“ zum 104-jährigen Bauhaus-Jubiläum 2023 - jetzt Eintrittskarten erwerben. Für Alle: Familien, Unternehmen, Teams, Freunde und Einzelgäste-wir freuen uns sehr. Am 08.09.2023 wird es einen Vortrag im Innenraum der Wabenkirche als architektonisch einzigartige, originellen Sakralbau von Matthias Schwenzfeier „ Moderne und Hexagon“ mit einer anschließenden Lesung zur „Die Genussfreude der Bauhäusler“, mit...

Stefan George zum 155.
Geburtstag

12. Juli - Stefan George hat Geburtstag. Man mag ihn und seinen Kreis mögen oder nicht - auf jeden Fall ist das Gedicht „DER FÜRST DES GEZIEFERS” aus dem Jahr 1907 immer wieder einer nachdenklichen Betrachtung wert. Bei der Beurteilung sich oft aufgeklärt, stolz und postmodern gebender Gesellschafts(de)konstruktion, die so oder so mit allerlei Heils- bzw. Unheilsversprechen um die Ecke kommen, ist der konservative George wirklich hilfreich. Auch Dietrich Bonhoeffer soll das Gedicht vom...

Liedermacher, Dichter und DDR-Dissident Wolf Biermann 
 | Foto: epd-bild/Frank Senftleben
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Wolf Biermann
"Vom Regen in die Jauche"

Wolf Biermann steht wie kein anderer für deutsch-deutsche Geschichte. Eine Ausstellung zeichnet in Berlin sein Leben und Werk nach. Zu sehen sind unter anderem Briefe, Tagebücher, Fotos, seine Gitarre und ein Paar Kinderschuhe, die er anfertigte. Unter dem Titel „Ein Lyriker und Liedermacher in Deutschland“ zeigt das Deutsche Historische Museum in Berlin (DHM) eine Ausstellung über Wolf Biermann. In der Schau sind von Freitag an rund 280 Objekte zu sehen, wie das Museum am Mittwoch mitteilte....

  • 12.07.23
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Menschen der Woche
Namen

Thorsten Latzel ist neuer Aufsichtsratsvorsitzen der Deutschen Bibelgesellschaft. Die Vollversammlung wählte den 52-jährigen Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland zum Nachfolger von Annette Kurschus. Die EKD-Ratsvorsitzende stand seit Mai 2017 an der Spitze des Aufsichtsrates. Die Liebe zu den biblischen Geschichten sei auch ein Grund dafür gewesen, dass er selbst Pfarrer geworden ist, erklärte Latzel. Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine 1812 gegründete kirchliche Stiftung mit dem...

  • 10.07.23

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