Feuilleton

Beiträge zur Rubrik Feuilleton

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Menschen der Woche
Namen

Ursula Nonnemacher (Grüne) hält Ausländerfeindlichkeit und Rassismus in Brandenburg für existenzgefährdend. Fachkräfte aus dem Ausland seien in dem Bundesland mit Rassismus konfrontiert und bekämen keine Wohnung, sagte die Brandenburger Integrationsministerin. „Für unser Land ist das existenzgefährdend“. Die Wirtschaft könne in den kommenden Jahren nur dann am Laufen gehalten werden, wenn in vielen Bereichen auch auf zugewanderte Kräfte gesetzt werde. Mojib Latif findet, dass der Begriff...

  • 04.09.23

Kulturkirche Rehfeld (Elster)
Klangvolle Überraschung in der Rehfelder Kirche

Kirche der etwas anderen Art durften die Besucher der Rehfelder Kirche am Freitag den 28.07.2023 erleben. Das Projekt Tiefenklang um die Musiker Zed und Christina Müller und ihre Bandkollegen präsentierte abwechslungsreiche Klänge auf der Orgel und dem Klavier mit Gesang.  Entgegen einiger Erwartungen  klassischer Kirchenklänge aus dem 17. Und 18. Jahrhundert, gab es ausgewählte Musikstücke moderner Künstler wie  Einaudi, diverser deutschsprachiger Musiker sowie Eigenkompositionen auf die...

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Interview
Mehr als das Bruttosozialprodukt

Klaus Töpfer: Wer ihm zuhört, hat schnell das Gefühl, dass noch nicht Hopfen und Malz verloren ist und es noch Auswege aus der Klimakrise gibt. Der 85-Jährige war erster Bundesumweltminister und ist ein Öko-Pionier der CDU. Im Gespräch mit Christoph Arens blickt er zurück auf mehr als 40 Jahre Engagement in Klima- und Umweltfragen. Haben Sie manchmal die Sorge, dass die Welt für kommende Generationen nicht mehr lebenswert sein könnte? Klaus Töpfer: Es gibt durchaus Gründe für düstere Prognosen...

  • 01.09.23

DDR
Als das Politbüro in die Kirche musste

Mahagoni-Holz aus Ghana, Blei aus Großbritannien und Orgelpfeifen aus der DDR - alles an einem Ort. Wer den Weltkirchenrat in der Gemeinde Grand-Saconnex bei Genf besucht, stolpert womöglich über die "Sozialistenorgel" in der Kapelle. Die Orgel, "Königin der Instrumente", ist schließlich untrennbar mit Kirche verbunden - alles andere als eine Vorliebe des DDR-Politbüros. Von Magdalena Thiele (kna) Anfang der 1960er Jahre wurde das Ökumenische Zentrum errichtet, bis heute Sitz des...

Ein großer Musiker aus Oldisleben
FRIEDRICH KÜHMSTEDT

Johann Andreas Friedrich Kühmstedt wurde am 18.01.1808 in Oldisleben als Sohn des Huf- und Waffen-schmieds Karl Günther Kühmstedt und dessen Ehefrau Christiane Dorothea geb. Müller geboren und am 21.11.1808 daselbst getauft. Er verstarb am 10.01.1858 in Eisenach "an einer Brustkrankheit" (Lunge, Herz?) und wurde am 13.01.1858 auf dem Friedhof der Kreuzkirche beigesetzt. Er hatte also 2008 seinen 150. Todestag und seinen 200. Geburtstag. Der sehr musikalische Junge erhielt seinen ersten...

Festival Köthener Herbst
Bachs Vermächtnis

Der Köthener Herbst ist neben den Bach-Festtagen das zweite große Bachfest in Köthen - vom 1. bis 3. September findet er wieder statt, und zwar vor allem in den Köthener Kirchen St. Jakob und St. Agnus - in letzterer ging der Lutheraner Bach mit seiner Familie einst bekanntlich selbst zum Gottesdienst. Sonntag um 9.30 Uhr findet ein Festgottesdienst in der Jakobskirche statt. Der 14. Köthener Herbst steht unter dem Motto „Johann Sebastian Bachs musikalisches Vermächtnis“. Auf dem Programm...

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Menschen der Woche
Namen

Katrin Eigendorf erhält den Augsburger Friedenspreis. Die ZDF-Reporterin stehe für authentischen und kritischen Journalismus, begründet die Jury die Auszeichnung. Als Ukraine-Korrespondentin stehe Eigendorf seit Beginn des Krieges für einen "authentischen, menschenzugewandten, kritischen und klar reflektierten Journalismus". Der Friedenspreis wird seit 1985 von der Stadt Augsburg und der bayerischen Landeskirche alle drei Jahre für Verdienste um ein tolerantes und friedvolles Miteinander von...

  • 28.08.23
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Interview
Goethe soll überleben

Als Denkmal deutscher Geistesgeschichte braucht Goethes Wohnhaus eine Kur. Wenigstens 35 Millionen Euro würden dafür veranschlagt, sagte die Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, Ulrike Lorenz. Es sei Geld, das sie nicht habe. «Noch», sagt sie. Matthias Thüsing sprach mit ihr. Ein Architekturbüro für die geplante Sanierung des Goethe-Wohnhauses ist gefunden. Ansonsten, so hört man, suchen Sie immer noch nach Finanziers für das Millionen-Projekt. Was ist da los? Ulrike Lorenz: Richtig, wir...

  • 28.08.23

Bürgerrechte
«I have a dream»: Martin Luther Kings große Rede

«Ich habe einen Traum»: Martin Luther Kings Ansprache gegen Rassentrennung von 1963 ist auch nach 60 Jahren noch weltbekannt. Dabei hat er die berühmteste Passage «I have a dream» offenbar frei improvisiert.  Von Konrad Ege (epd) Vor 60 Jahren, am 28. August 1963, kamen rund 250.000 Menschen in der US-Hauptstadt Washington zusammen. Viele trugen ihre beste Sonntagskleidung, die Männer Krawatte, trotz der Sommerhitze. Es war die bis dahin größte Kundgebung in der Geschichte der USA, das...

  • 27.08.23
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Deutsche Sprache
Betörend schön

Die Neue Fruchtbringende Gesellschaft in Köthen feiert den Tag der deutschen Sprache am 9. September. Katja Schmidtke sprach mit dem Sprachforscher Professor Roland Kaehlbrandt über die Vorzüge des Deutschen. Mitten in den Debatten um geschlechtergerechte und diskriminierungsfreie Sprache haben Sie das Buch "Deutsch – Eine Liebeserklärung" geschrieben. Ist dies ein Versuch zur Versöhnung? Roland Kaehlbrandt: Es freut mich, wenn Sie das so sehen! Denn was kann ein Buch Schöneres leisten als...

Selbsthilfegruppe gegründet
Die «Corona-Vorsichtige»

Pandemie: Mit dem Wegfall der Corona-Beschränkungen ist für die meisten Menschen wieder der Alltag eingekehrt. Doch Risikogruppen isolieren sich weiterhin – und leiden unter Stigmatisierung. Von Stefanie Unbehauen Karen Braun trifft sich mit anderen Menschen nur unter einer Bedingung: Das Treffen muss draußen stattfinden. Innenbereiche meidet sie seit März 2020. Die 58-Jährige bezeichnet sich selbst als «Corona-Vorsichtige». Um sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen, hat Braun in Würzburg die...

  • 25.08.23

Bruder Fritz zum 25. August
F.W.Nietzsche 1844-1900

Die Anmutung einer gewissen Verwandtschaft zwischen den beiden ist nicht zu leugnen. Brüder - oder wenigstens kosmische Zwillinge? Friedrich Wilhelm Nietzsche aus Röcken, der am 25. August vor 123 Jahren unter die Sterne versetzt wurde, zum einen. Und zum anderen Bruder Jesus, der in der Sicht der Alten Kirchezugleich Mensch UND Gott gewesen - und deshalb geblieben ist. In der spätromanischen Kirche von Elmelunde auf der dänischen Ostseeinsel Møn findet sich ein Altar mit Abendmahlsszene, in...

Buchtipp
Wer profitiert von der Angst?

Angst essen Seele auf“, der Titel eines Films von Rainer Werner Fassbinder, ist seit den späten 1970er-Jahren ein geflügeltes Wort. Von Doris Weilandt In der Rückschau auf die Pandemie bekommt der Sinnspruch eine tiefe Bedeutung, dem die Evangelische Bruderschaft St. Georgs-Orden (SGO) in einer Tagung im Oktober letzten Jahres nachgegangen ist. Die Referate unter den Themenkomplexen „Wege aus der Gefahr“, „Formen der Angst“ und „Profile der Furchtlosigkeit“ sind jetzt durch die Herausgeber...

  • 23.08.23

Ausstellungen zu den Thüringer Adjuvantentagen
Musik der Reformation und gerettete Noten als Themen

Am 25. August wird eine Ausstellung zu den 14. Thüringer Adjuvantentagen eröffnet. Die Wanderausstellung „Ein Geschenk des Himmels. Die Reformation und ihre Musik in Thüringen“ mit Texten und Bildern zum Musikleben in früheren Jahrhunderten wird aufgeteilt auf verschiedene Orte: In Neudietendorf Bahnhof und Edeka, in Apfelstädt Bürgerhaus und Pfarrhof und in Wandersleben tegut und Pfarrhof. Die Eröffnung findet um 10 Uhr am Bahnhof stellvertretend für alle Orte durch Ausstellungs-Kurator Dr....

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Menschen der Woche
Namen

 Kerstin Claus hält den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche für unzureichend. «Noch immer gibt es auch regional Regelungen, wonach Betroffene, die Anerkennungszahlungen beantragen, nicht nur die Taten plausibel machen, sondern auch das institutionelle Versagen nachweisen sollen», sagte die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung der «Rheinischen Post». Sie kritisierte, dass die Landeskirchen noch immer sehr unterschiedlich vorgingen. Ernst-Wilhelm Gohl ist irritiert,...

  • 21.08.23

Kannst du da oben wummern
GOTT LÄSST SICH NICHT SPOTTEN

Sühnekreuze erinnern an Menschen, die unter besonderen Umständen ums Leben gekommen sind. Sei es, dass jemand für eine Gewalttat zur Sühne ein steinernes Kreuz errichten musste, oder sei es, dass ein bestimmter Tod nicht in Vergessenheit geraten sollte. Wer mit wachen Augen durchs Leben geht, wird manches dieser Kreuze finden. In der Nähe von Neckeroda, unweit von Blankenhain, an der hohen Straße, stehen gleich drei davon. Wenn man von Oldisleben nach Bad Frankenhausen fährt, ist eines in...

Studiengang für syrisch-orthodoxe Theologie
Heimatgefühl im Klassenzimmer

Freitagnachmittag in der Realschule im Aurain im baden-württembergischen Bietigheim: Etwa 15 Schüler im Teenageralter haben sich in Reihen Richtung Osten aufgestellt und beten das Vaterunser auf aramäisch. Sie gehören zu den etwa 4000 Schülern in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die syrisch-orthodoxen Religionsunterricht erhalten. Von Judith Kubitscheck Lehrerin Linda Kaplan ist selbst syrisch-orthodox. Sie möchte in ihrem...

  • 19.08.23

Kalenderblatt
Das Wissen der Welt zwischen Buchdeckeln

Der «Brockhaus» galt lange als wichtigstes deutsches Nachschlagewerk. Bildungswillige informierten sich in den Nachfolgern des «Conversationslexikons» von Friedrich Arnold Brockhaus. Der liebte Bücher schon als Kind, wurde aber erstmal Tuchhändler. Von Dirk Baas (epd)   «Wenn es so leicht wäre, ein großes Lexikon herauszugeben, würde es jeder Esel machen.» Dieses Bonmot stammt von Albert Brockhaus, dessen Urgroßvater Friedrich Arnold (1772-1823) Kulturgeschichte schrieb: Er publizierte ein...

  • 19.08.23
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Der rote Hahn: Das Erkennungszeichen der Evangelischen Studentengemeinden hat eine lange Tradition als Symboltier. Während der Bauernkriege war er ein Zeichen des Widerstandes. So sangen der Reformator Thomas Müntzer und die Bauern, die ihm nachfolgten: „Setzt aufs Klosterdach einen roten Hahn“. | Foto: Foto: facebook.com/BundesESG
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ESG
Sehnsucht trifft Engagement

Avantgarde der Kirche: Mehr als 120 Evangelische Studentengemeinden gibt es an deutschen Hochschul-standorten. Über kreative Gottesdienste, besondere Seelsorge und Spiritualität jenseits des Gewohnten sprach Anke von Legat mit der Bundesstudentenpfarrerin Corinna Hirschberg. Sie haben ein Handbuch zum Thema Studentenseelsorge herausgegeben. Wozu braucht man das? Corinna Hirschberg: Zum einen gab es zuvor kein Überblickswerk über die Arbeit, die Kirche an Hochschulen leistet, sondern nur...

  • 19.08.23
Kunstkrimi: Der Buchdeckel des Samuhel-Evangeliars (um 1225) gehört zu dem lange verschollenen Quedlinburger Domschatz. Verschwunden nach Kriegsende, galt der Kirchenschatz mehr als 40 Jahre als unauffindbar.  | Foto: Foto: epd-bild/Elmar Egner
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Quedlinburg
Schatz als Puzzle

Vor 30 Jahren kehrten zu Kriegsende gestohlene Teile des Domschatzes nach Quedlinburg zurück. Ein Jahr später erhielt die Stadt den Weltkulturerbe-Titel. Im kommenden Jahr wird das Jubiläum gefeiert – allerdings zum Teil auf einer Baustelle. Von Oliver Gierens Gleich drei Jubiläen gibt es in der Welterbestadt Quedlinburg in diesem und dem kommenden Jahr zu feiern. 1993, vor 30 Jahren, kehrten zehn zum Ende des Zweiten Weltkriegs geraubte Teile des Domschatzes auf abenteuerliche Weise in die...

  • 16.08.23
Das "Haus Am Horn" (Foto) ist die einzige Architektur, die das Bauhaus in Weimar realisiert hat (Foto vom 01.04.2019). Es wurde 1923 als Versuchshaus zur Bauhaus-Ausstellung errichtet. 
 | Foto: epd-bild/Maik Schuck
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«Haus Am Horn» in Weimar
Vom Ladenhüter zum Weltkulturerbe

Die Nachbarschaft skeptisch, das Pressecho geteilt und Ablehnung in Teilen der Landespolitik: Das Weimarer «Haus Am Horn» brach am 15. August 1923 in die Moderne auf. Von Matthias Thüsing (epd) «Weihnachtsgeschenk. Villa in Weimar. Preiswert zu verkaufen»: Die Annonce vom 19. Dezember 1923 im «Berliner Tageblatt und Handelszeitung» ist ein Zeugnis des Scheiterns. Der Inserent und Eigentümer der Villa, Adolf Sommerfeld (1886-1964), hatte das heute international bekannte «Haus Am Horn» nach den...

Kunst
Erster Pinselstrich auf «Sixtina des Nordens»

Bad Frankenhausen (epd) - Vor 40 Jahren hat der Leipziger Maler Werner Tübke (1929-2004) mit den Arbeiten an dem Monumentalgemälde «Frühbürgerliche Revolution in Deutschland» begonnen. Nach siebenjährigen Vorarbeiten habe Tübke am 16. August 1983 den ersten Pinselstrich auf die 14 Meter hohe und 123 Meter lange Leinwand gesetzt, teilte das Panorama Museum im thüringischen Bad Frankenhausen mit. Bad Frankenhausen war 1525 Schauplatz der letzten großen Schlacht des Bauernkrieges. Insgesamt zehn...

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Namen

Harald Schmidt setzt sich «in großer Heiterkeit und Entspanntheit» mit dem eigenen Sterben auseinander. Es wäre «naiv in meinem Alter», dies nicht zu tun, sagte der Entertainer. Am liebsten würde er sich verbrennen und danach seine Asche verstreuen lassen, erläuterte er. Leider sei das in Deutschland aber nicht so leicht möglich wie etwa in der Schweiz oder Belgien: «Für mich als alten Traumschiff-Fahrer käme da vielleicht auch eine Seebestattung infrage», so der 65-Jährige. Ursula von der...

  • 14.08.23

Wenn keiner dagewesen wäre...
HEIZDECKE IM SOMMER

Das Pfarrhaus von Oldisleben war in den ersten Jahren unseres dortigen Aufenthaltes hundekalt, bis dann eine Forster Heizung eingebaut werden konnte. Unter der Kälte hatte vor allem meine Frau zu leiden, und sie behalf sich deshalb im Winter mit einer Heizdecke. Irgendwann im Frühjahr war diese auf die daneben stehende Truhe gewandert, ohne dass der Stecker gezogen worden war. Andere Sachen waren darauf abgelegt worden. Jemand hatte den Schalter der Heizdecke mit dem der Nachttischlampe...

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