Jerusalem

Beiträge zum Thema Jerusalem

Eine WeltPremium

Pastorin in Jerusalem
Gott öffnet eine neue Tür

Jerusalem: In kirchlichen Kreisen sorgte eine Personalie für Aufsehen. Die Amtseinführung der jungen Palästinenserin Sally Azar als Pastorin ist ein Novum in der lutherischen Heiliglandkirche. Von Johannes Schidelko und Andrea Krogmann Sally Azar hat Kirchengeschichte geschrieben: Die 26-jährige Palästinenserin ist als erste Frau zur Pastorin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) ordiniert worden. Dies sei ein historischer Meilenstein für die...

  • 02.02.23
Eine Welt

Ordination von Sally Azar
Ein Lichtblick in Hoffnungsarmut

Ein Hoffnungszeichen war die Ordination der ersten palästinensischen Frau, der Vikarin Sally Azar, am 22. Januar in der Jerusalemer Erlöserkirche. Damit beginnt ihr Dienst in ihrer Heimatkirche, der Ev.-Luth. Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (EJCHL). Von Wolfram Hädicke Studiert hatte sie in Beirut und Göttingen. Ihr Vikariat absolvierte sie in der Regie der anhaltischen Landeskirche in Berlin. Mitgefeiert haben die deutsche Gemeinde an der Erlöserkirche sowie weit über 100 Geistliche...

  • 30.01.23
  • 1
Eine Welt

Blickwechsel
"Zäune lösen Problem nicht"

 In Jerusalem ist einmal mehr eine christliche Stätte Ziel von Vandalismus geworden. Sicherheitskameras zeichneten auf, wie zwei mit Kippa und dem traditionellen Tallit Katan gekleidete Männer am Nachmittag des 1. Januar Grabsteine und Kreuze auf dem historischen protestantischen Friedhof auf dem Zionsberg zerstörten. von Andrea Krogmann Gegen die Täter müsse hart vorgegangen werden, forderte der anglikanische Erzbischof von Jerusalem, Husam Elias Naoum. Bereits 2013 wurden 32 Gräber des...

  • 21.01.23
Kirche vor Ort

Reise nach Bethlehem
Unterwegs zur Krippe

Einmal in Bethlehem Jesu Geburtskirche besuchen, die Hirtenfelder sehen und die Felsengrotte? Für viele Christen ist das ein ganz besonderer Reisetraum. 30 Pilger rund um Toralf Hopf haben ihn sich bereits schon einmal erfüllt. Von Simone Zeh Hopf ist Pfarrer im Kirchspiel Gefell (Kirchenkreis Schleiz) und kam 2016 nach Gefell. Zuvor war er in viele Jahre in Triptis als Seelsorger tätig. Auch dort lud er bereits regelmäßig zu Pilgereisen nach Israel ein, zuerst im Jahr 2007. Das Land kannte...

  • 13.12.22
Eine WeltPremium
Die Synagoge von Dzierzoniów: 1875 eingeweiht, überstand sie die Pogromnacht vom 9. November 1938. 1937 war sie samt jüdischem Friedhof an den nichtjüdischen Friedhofsgärtner Konrad Springer verkauft worden, der das Ensemble so durch seinen Besitznachweis als „Arier“ hat schützen können.  | Foto: Irmela Hennig
2 Bilder

Einsatz für die Synagoge von Dzierzoniów
Das polnische Jerusalem

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden in Dzierzoniów bis zu 7000 Juden Zuflucht; jedoch nicht für lange. Die aufgebaute Infrastruktur zerfiel wieder. Eine israelische Familie setzt sich seit 2004 für den Erhalt der Synagoge ein. Von Irmela Hennig Die Synagoge hat uns gerufen“, sagt Rafael Blau. Das klingt merkwürdig. Und so richtig erklären kann er sich das auch nicht, obwohl Blau Psychologe ist. Humor, aber auch viel Ernsthaftigkeit stecken in den Worten des Israelis mit polnisch-lettischen...

  • 04.11.21
Kirche vor Ort

Achava: "Gleißendes Licht" verbindet
Musikalische Rituale sind treue Freunde

In dem Projekt »Gleißendes Licht« trifft musikalische Schönheit auf die dunklen Abgründe menschlichen Handelns. Das Besondere: Gespielt, gesungen und gesprochen wird das Stück von Marc Sinan von einem heterogenen Ensemble – an vier Aufführungsorten gleichzeitig. Beatrix Heinrichs sprach mit dem Berliner Komponisten und Gitarristen über Hintergründe und Realisierung dieses musikgewordenen Gedenkens. Herr Sinan, Wie entstand die Idee zu dieser Neukomposition? Marc Sinan: Vor einiger Zeit fragte...

  • 12.09.21
Kirche vor OrtPremium
Pfarrer Helmut Kautz am Glockenstuhl auf dem Pferdewagen | Foto: Kathleen Bernhardt
3 Bilder

Mit Pferden von Altenburg über Eisenach nach NRW
Friedenstreck zieht nach Westen

Ungläubige Blicke, erstauntes Kopfschütteln. All das kennt das Team um Pfarrer Helmut Kautz, wenn es durch Deutschland unterwegs ist. Auch bei der Fahrt durch Altenburg steht er auf dem Pferdewagen, neben einem kleinen Glockenturm und läutet die Glocke. Trotz des strömenden Regens strahlt Pfarrer Kauz dabei übers ganze Gesicht. Man spürt: er lebt die Idee dieses Friedenstrecks, die Antwort auf das Warum. Der Klang der Friedensglocke kommt von Metall, das einst Patronen, Kriegsorden oder Messer...

Service + Familie

Kinderbuch bringt Bibel nahe
Paulas Reisebericht

Manchmal schneit es in Jerusalem sogar", heißt es in einer der vielen Sprechblasen. Dann passt es ja, dass "Wo Jesus lebte" in diesem Jahr neu aufgelegt wurde: Im Februar fiel erstmals seit sechs Jahren wieder Schnee in der Stadt. Autor und Ruhestandspfarrer Gerhard Dane erzählt im Buch das Abenteuer von Paula durch das Heilige Land. Patenonkel Georg überrascht das Mädchen mit einer Reise in die biblische Region. Dane schrieb den Bericht nach wirklichen Erlebnissen. Bis 2017 war er Seelsorger...

  • 04.07.21
Eine Welt

Nachgefragt
Evangelischer Propst in Jerusalem: "Ich bin Pastor, und ich bete"

Der evangelische Propst in Jerusalem und frühere Direktor der Berliner Stadtmission, Joachim Lenz, sieht zur Beilegung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern die Staatengemeinschaft in der Pflicht, sagte er im Gespräch mit Stephan Cezanne. Wie erleben Sie die Auseinandersetzungen zurzeit persönlich? Joachim Lenz: In die Altstadt von Jerusalem kam das Leben nach strengen Lockdowns gerade zurück. Heute ist kaum jemand auf den Straßen unterwegs, obwohl die meisten Geschäfte geöffnet...

  • 20.05.21
Glaube und Alltag
2 Bilder

Predigttext zum Sonntag
Staatsbesuch – bei uns!

Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. Sacharja 9, Vers 9Da träumt einer: Der König wird kommen, Recht schaffen, Frieden stiften und seine Herrschaft aufrichten. Da schimmert kein Kerzenlicht, da riecht es nicht nach Plätzchen und gebratenen Äpfeln, denn die, zu denen er kommt, sind selten auf solchen Besuch eingestellt. Versuchen Sie mal, sich das vorzustellen: Staatsbesuch bei Ihnen zu Hause!...

  • 28.11.20
Kirche vor Ort

Sonderausstellung
Israel-Schau im Winckelmann-Museum

Stendal (epd) – Das Stendaler Winckelmann-Museum präsentiert seit dem 23. Mai unter dem Titel "Vor Anker gehen – Häfen im Land der Verheißung" eine neue Sonderausstellung mit Werken aus Israel. Zu sehen seien rund 80 Arbeiten, Grafiken und Fotografien aus einer Privatsammlung sowie Leihgaben vom "Bible Lands Museum" in Jerusalem, erklärt der Präsident der Winckelmann-Gesellschaft, Max Kunze, in Stendal. Die Ausstellung sei eine Kooperation mit dem "Bible Lands Museum", das sich den...

Eine Welt

Aus aller Welt
Jerusalem: Joachim Lenz wird neuer Propst

Hannover (epd/red) – Der rheinische Pfarrer Joachim Lenz wird zum 1. August neuer Propst in Jerusalem. Er war nach seiner ersten Pfarrstelle in Enkirch für den Deutschen Evangelischen Kirchentag tätig, bevor er von 2015 bis 2019 Theologischer Vorstand und Direktor der Berliner Stadtmission war. Seine Aufgaben umfassen neben der pastoralen Versorgung der evangelischen Gemeinden Deutscher Sprache in Israel und Palästina auch die Leitung der Stiftungseinrichtungen der EKD in Jerusalem sowie die...

Eine WeltPremium

Song Contest mit politischen Statements

Jerusalem/Tel Aviv (epd) – Der in den frühen Sonntagmorgenstunden beendete 64. Eurovision Song Contest in Tel Aviv wurde ohne nennenswerte Störungen ausgetragen. Der Versuch der pro-palästinensischen BDS-Bewegung, die Israel politisch, wirtschaftlich und kulturell isolieren will, ist gescheitert – am Finale nahmen alle für den Wettbewerb Qualifizierten teil. BDS hatte dazu aufgefordert, keine Delegationen nach Tel Aviv zu schicken. Allerdings wurde die Austragung durch zwei Zwischenfälle für...

  • 25.05.19
Glaube und AlltagPremium

Unterwegs mit den Emmausjüngern

Zweifel: Unter dem Motto „Glauben und Handeln“ beleuchtet unser diesjähriger Glaubenskurs Geschichten von Jesus im Blick auf unseren Alltag. Der Weg von Jerusalem nach Emmaus führt zwei Jünger durch ein tiefes Tal der Verzweiflung. Von Sabine Kuschel Die Geschichte von den Emmausjüngern ist bekannt. Sie findet sich im Lukasevangelium (24,13-35), und sie wird bei Markus (16,12-13) kurz erwähnt. Zwei Jünger sind unterwegs in ein Dorf, etwa 11 Kilometer von Jerusalem entfernt. In der Stadt wollen...

  • 19.05.19
FeuilletonPremium
Von Jerusalem und Israel hat der Prager Schriftsteller Franz Kafka nur geträumt, tatsächlich hat er das Heilige Land nie betreten.:  | Foto: epd-bild/Harald Oppitz/KNA
2 Bilder

Wem gehört Kafka?

Nachlass: In seinem Buch »Kafkas letzter Prozess« geht der US-amerikanisch-israelische Journalist Benjamin Balint dem Streit um Kafkas Nachlass mit seinen verschlungenen ­Wendungen nach. Wir sprachen mit ihm darüber, wer Kafkas Erbe bewahren darf und was Kafka davon gehalten hätte. Herr Balint, warum hat Brod die Handschriften Ester Hoffe überlassen? Benjamin Balint: 1942 traf er ­Ester und Otto Hoffe, ebenfalls Flüchtlinge aus Prag. Die Hoffe-Töchter, Eva und Ruthie, liebten Brod, der keine...

  • 27.04.19
Eine WeltPremium

Kreuz und Grab unter einem Dach

Jerusalem: Die Grabeskirche ist ein Ort tiefster Frömmigkeit und emotionaler Ausbrüche. Von Hartmut Metzger Wenn es überhaupt heilige Stätten gibt, ist sie der heiligste Ort der Christenheit: Sie umschließt den Felsen Golgatha und die Grabkammer. Die Stätte der Kreuzigung und das leere Grab der Auferstehung sind hier unter einem Dach vereint; eifersüchtig bewacht von sechs Konfessionen, die Ostern immer wieder heftig bis handgreiflich miteinander streiten, wer wo wie lange beten darf. Die...

  • 19.04.19
Kirche vor Ort

Himmlisches Jerusalem: Kanzlerin bei der Brüdergemeine in Neudietendorf

Die Ministerpräsidenten der östlichen Bundesländer haben sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (Mitte) im Zinzendorfhaus der Herrnhuter Brüdergemeine in Neudietendorf (Kirchenkreis Gotha) zu Beratungen getroffen. (v.l.) Michael Kretschmer (Sachsen), Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt), Dietmar Woidke (Brandenburg), Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern), Bodo Ramelow (Thüringen), Michael Müller (Berlin) und der Ostbeauftragte der Bundesregierung Christian Hirte (CDU). Die Presse informierten...

  • 14.04.19
Eine Welt

Katalog ohne Frauen: Klage gegen Ikea

Jerusalem (red) – Der Einrichtungskonzern Ikea sieht sich in Israel mit einer Klage wegen Diskriminierung konfrontiert. Das Unternehmen gab 2017 einen Möbelkatalog für ultra-orthodoxe Juden heraus, in dem auf die Abbildungen von Frauen aus Rücksicht auf religiöse Vorstellungen verzichtet wurde. Eingereicht hat die Sammelklage das Israelische Religiöse Aktionszentrum. Die Diskriminierung habe die Empfängerinnen des Katalogs beleidigt, verärgert und traumatisiert, lautet ihr Vorwurf, den sie auf...

  • 15.03.19
Glaube und Alltag

Wort zur Woche
Wenn der Bauch die Sicht verstellt

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. Lukas 18, Vers 31 Jesus spricht seine Jünger, er spricht uns an. Er sagt nicht: Los, wir gehen. Jesus sagt: Seht, wir gehen.Seht euch das an: Wir gehen nach Jerusalem. Das wird kein Triumphzug, kein Siegesmarsch, auch wenn mancher am Straßenrand Hosianna ruft. Der Weg von Jesus ist der Weg in die Vollendung. Das Wort Ende soll dabei nicht überhört werden. Von...

  • 02.03.19
Eine Welt

Die Lebensretter

Dass er lebt, grenzt an ein Wunder: George leidet an einer seltenen Krankheit. Seit vielen Jahren wird er im Caritas Baby Hospital in Bethlehem betreut. Von Livia Leykauf Sein erstes Weihnachtsfest verbrachte der kleine George als Notfall im Caritas Baby Hospital in Bethlehem im Westjordanland. Rasch erkannte man, dass er in Lebensgefahr schwebe und überwies den Neugeborenen in ein Spital nach Jerusalem. Die Diagnose lautete: Morbus Hirschsprung. Anfänglich waren die Ärzte überzeugt, dass nach...

  • 13.12.18
Eine Welt

Ostjerusalem: Keine US- Hilfen für Krankenhäuser

Jerusalem  – Die US-Regierung hat die Unterstützung für Krankenhäuser in Ost-Jerusalem um mehr als 20 Millionen Dollar gekürzt. Dies sei Teil einer neuen politischen Ausrichtung, die Hilfen für die Palästinenser zurückzufahren, berichteten israelischen Medien am Wochenende. Der Lutherische Weltbund (LWB) bedauerte die Entscheidung. Bereits im März 2018 hatte der US-Kongress ein Gesetz verabschiedet, das die Einschränkungen der jährlichen Hilfen für die palästinensische Autonomiebehörde vorsah....

  • 27.09.18
Feuilleton

Von der Not über Jerusalem zu singen

Jerusalem ist in aller Munde. Nicht nur bei den Radsportfans, die im Mai den Prolog des Giro d’Italia inmitten Jerusalems verfolgten, auch Präsident Trump gab sich alle Mühe, dass Jerusalem in den vergangenen Monaten nicht in Vergessenheit geriet. Das Evangelische Gesangbuch macht es etwas subtiler. Auch dort wird Jerusalem im Munde geführt, zwar nur in sehr wenigen, jedoch ausgesprochen ausgesuchten Liedern. ... Sie möchten mehr erfahren? Den kompletten Artikel finden Sie im E-Paper und in der...

  • 06.08.18
Eine Welt
Ganz nah dran: Das Feuer erreicht im Basar der Jerusalemer Altstadt unzählige Pilgernde. In manchen Jahren sind mehr als 10 000 von ihnen in der Stadt. | Foto: Johannes Zang
2 Bilder

Keiner feiert Ostern spektakulärer

In Jerusalem ist in diesen Tagen einiges los. Die israelische Polizei ist mit Sondereinheiten im Einsatz. Orthodoxe Christen begehen das Osterfest in ganz besonderer Weise. Von Johannes Zang Die Gläubigen schubsen und stoßen, wollen möglichst nah ans Heilige Grab. Manche stehen seit dem frühen Morgen hier, nicht wenige haben in der Kirche auf Hockern oder in Schlafsäcken übernachtet. Seit Stunden intonieren einheimische Christen unter Trommelbegleitung Choräle. Nun bahnen sich Vertreter der...

Eine Welt

ÖRK warnt vor Trumps  Jerusalem-Politik 

Genf/Kairo (epd) – Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, hat die Jerusalem-Politik von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Jerusalem dürfe nicht im ausschließlichen Besitz eines Volkes und einer Religion sein, sagte der norwegische Lutheraner Tveit bei einer Konferenz in Kairo. Auf der von muslimischen Würdenträgern organisierten Konferenz betonte Tveit, dass Jerusalem gleichermaßen eine Stadt für Juden, Christen und Muslime sein müsse. Gläubige aller drei Religionen...

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.