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DDR

Beiträge zum Thema DDR

Service + Familie

Salongespräch zur DDR Geschichte
Aufwachsen zur (Nach-)Wendezeit

Ines Godazgar im Gespräch mit Zeitzeugen Zur Wendezeit haben viele Menschen biografische Brüche erlebt. Erfahrungen, die auch bei denjenigen nachwirken, bis damals noch nicht geboren oder Kleinkinder waren. Wie blickt diese Generation auf die DDR, die deutsche Teilung und die Wiedervereinigung? Darüber spricht Journalistin Ines Godazgar (Jg. 1966) mit der Katharina Göring (Jg. 1977), der Mitbegründerin des Vereins „3te Generation Ost“ und dem Historiker Dr. Hauke Heidenreich (Jg. 1986) aus...

Aktuelles

1989 und die Folgen
Historiker Kowalczuk zur gefährdeten Demokratie

„Ich möchte meinen Vortrag euch widmen“, sagte Ilko-Sascha Kowalczuk, sich an die Kinder des Jungen Ökumenischen Chores wendend. Der renommierte Historiker hielt am 17. Juni 2025 in Magdeburg den Vortrag beim traditionellen Ökumenischen Empfang der Kirchen in Sachsen-Anhalt für Landtag und Landesregierung. Von Angela Stoye „Freiheit und Demokratie“, fuhr er fort, seien „in unserer Gegenwart so bedroht wie lange nicht“. „Demokratie und Freiheit sind keine Gottesgeschenke, sondern...

Blickpunkt

DDR-KIRCHENVERLUSTE # 32
Das verlorene Franziskanerkloster Magdeburg

In der DDR wurden bis 1988 rund 60 Sakralbauten auf staatlichen Druck gesprengt. Der wohl bekannteste von ihnen war die Paulinerkirche Leipzig – auch Universitätskirche St. Pauli genannt – im Jahr 1968. Die Serie erinnert an verlorene Sakralbauten in Mitteldeutschland und darüber hinaus. Das Franziskanerkloster Magdeburg war die Lebens- und Wirkungsstätte der Franziskaner – der römisch-katholischen Ordensgemeinschaft mit den von Franziskus von Assisi (1181/1182 bis 1226) für die von ihm...

Blickpunkt

DDR-KIRCHENVERLUSTE # 29
Die verlorene Heilig-Geist-Kirche Magdeburg

In der DDR wurden bis 1988 rund 60 Kirchen auf staatlichen Druck gesprengt. Die wohl bekannteste von ihnen war die Paulinerkirche Leipzig – auch Universitätskirche St. Pauli genannt – im Jahr 1968. Die Serie erinnert an verlorene Sakralbauten in Mitteldeutschland und darüber hinaus. Die Heilig-Geist-Kirche - auch Kirche Sankt Spiritus - war ein historisches Gotteshaus in Magdeburgs Altstadt. Es wurde 1959 gesprengt. Geschichte Es war in Magdeburg im Jahr 1214, als der Grundstein für den Bau der...

Blickpunkt

DDR-Kirchenverluste # 28
Die verlorene Sankt-Nikolai-Kirche Magdeburg

In der DDR wurden bis 1988 rund 60 Kirchen auf staatlichen Druck gesprengt. Die wohl bekannteste von ihnen war die Paulinerkirche Leipzig – auch Universitätskirche St. Pauli genannt – im Jahr 1968. Die Serie erinnert an verlorene Sakralbauten in Mitteldeutschland und darüber hinaus. Die Sankt-Nikolai-Kirche war eine Stiftskirche in Magdeburgs Altstadt. Das dem heiligen Nikolaus geweihte Gotteshaus wurde 1959 abgerissen. Geschichte Magdeburgs erste Nikolaikirche wurde von Wenden zerstört. Sie...

Blickpunkt

DDR-Kirchenverluste # 23
Die St.-Ulrich-und-Levin-Kirche in Magdeburg

In der DDR wurden bis 1988 rund 60 Kirchen auf staatlichen Druck gesprengt. Die wohl bekannteste von ihnen war die Paulinerkirche Leipzig – auch Universitätskirche St. Pauli genannt – im Jahr 1968. Die Serie erinnert an verlorene Sakralbauten in Mitteldeutschland und darüber hinaus. Sie war Magdeburgs zweitälteste Pfarrkirche – und ein zentrales Wahrzeichen der Altstadt: die St.-Ulrich-und-Levin-Kirche, auch kurz Ulrichskirche genannt. Geschichte Um 1022 wurde Magdeburgs St.-Ulrichs-Gemeinde...

Kirche vor Ort

DDR-Kirchenverluste # 15
Die verlorene Lutherkirche Magdeburg

In der DDR wurden bis 1988 rund 60 Kirchen auf staatlichen Druck gesprengt. Die wohl bekannteste von ihnen war die Paulinerkirche Leipzig – auch Universitätskirche St. Pauli genannt – im Jahr 1968. Die Serie erinnert an verlorene Sakralbauten in Mitteldeutschland und darüber hinaus. Die Lutherkirche war eine evangelische Kirche in der Friedrichstadt, Magdeburgs jetzigem Stadtteil Brückfeld: Preußens König Friedrich Wilhelm II. schenkte sie am 8. Mai 1798 der Kirchgemeinde, Standort war der...

Kirche vor Ort

Wittenberg
Festveranstaltung zu 40 Jahre "Schwerter zu Pflugscharen"

Wittenberg (epd) - Mit einem „Friedensfest“ in Wittenberg erinnert die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) gemeinsam mit den LutherMuseen und weiteren Akteuren an ein historisches Datum: Vor 40 Jahren begann im Wittenberger Lutherhof die Schmiedeaktion „Schwerter zu Pflugscharen“, die zum Slogan der DDR-Friedensbewegung wurde. Zu dem Fest am 21. September werden neben dem Landesbischof der mitteldeutschen Kirche, Friedrich Kramer, auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff...

Feuilleton

DDR
Als das Politbüro in die Kirche musste

Mahagoni-Holz aus Ghana, Blei aus Großbritannien und Orgelpfeifen aus der DDR - alles an einem Ort. Wer den Weltkirchenrat in der Gemeinde Grand-Saconnex bei Genf besucht, stolpert womöglich über die "Sozialistenorgel" in der Kapelle. Die Orgel, "Königin der Instrumente", ist schließlich untrennbar mit Kirche verbunden - alles andere als eine Vorliebe des DDR-Politbüros. Von Magdalena Thiele (kna) Anfang der 1960er Jahre wurde das Ökumenische Zentrum errichtet, bis heute Sitz des...

Blickpunkt

DDR
Kindesmissbrauch wenig aufgearbeitet

Von Karin Wollschläger (KNA) "Willkommen in der Tripperburg!" Das waren die ersten Worte, die damals die 15-jährige Angelika Börner hörte, als sie 1965 in die geschlossene Venerologischen Station der Poliklinik in Halle/Saale zwangseingewiesen wurde. "Ich wusste überhaupt nicht, warum ich da bin." Bei einer Fachtagung zu Kindesmissbrauch in der DDR berichtet sie in Magdeburg von ihrem Aufenthalt in der Abteilung für Geschlechtskranke. Achteinhalb Wochen voller Prügel, Demütigungen, Schlafentzug...

Kirche vor Ort

DDR-Geschichte
Neue Handreichung für Lehrkräfte

Magdeburg (epd) -  Eine neue Handreichung „Die DDR ist Geschichte“ soll Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt beim Unterricht über die SED-Diktatur unterstützen. In sechs Themenschwerpunkten würden den Lehrerinnen und Lehrern Quellen, Arbeitsblätter, Hintergrundinformationen und fertige Unterrichtspläne zur Verfügung gestellt, teilte das Bildungsministerium mit. Filme und Audio-Begleitmedien könnten die Lehrkräfte kostenlos über den Bildungsserver des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung...

Aktuelles
Streitbar und friedliebend: Schon in der DDR trat Friedrich Schorlemmer für Frieden und Gerechtigkeit ein. In Predigten und Schriften verkündigte er das Evangelium und legte es aus. Nicht jeder war seiner Meinung, doch der Theologe forderte auch den Diskurs und rief immer zum Frieden auf.  | Foto: Paul-Philipp Braun
18 Bilder

Hausbesuch bei Friedrich Schorlemmer
Marathonläufer des Friedens

Es ist still geworden um die Symbolfigur der kirchlichen Friedens- und Umweltbewegung. Friedrich Schorlemmers Wort hatte Gewicht und wäre gerade aktuell vonnöten. Von Willi Wild Seine Stimme wird vermisst. Und dabei hatte er doch immer etwas zu sagen wenn er gefragt wurde – und ungefragt. Aber meistens wurde er gefragt, wenn es um Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ging. Er war der personifizierte Konziliare Prozess. Eine Ikone der Friedens- und Umweltbewegung. Und nicht zuletzt...

Kirche vor Ort

DDR
Vortrag über Zwangsarbeit in der DDR

Magdeburg/Bitterfeld (epd) -  Um das Thema „DDR-Zwangsarbeit von Strafgefangenen im Chemiedreieck“ dreht sich am 17. September ein Vortrag im Kreismuseum Bitterfeld. Er findet in Kooperation mit der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn statt. Der Historiker und Theologe Justus Vesting wird um 18 Uhr über die Rolle von erzwungener Arbeit unter bewusster Inkaufnahme gesundheitlicher Schäden im Volkswirtschaftsplan der DDR sprechen, wie die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt in Magdeburg...

Aktuelles

DDR-Volksaufstand
Mehr Beachtung für 17. Juni 1953 gefordert

Magdeburg (epd) - Sachsen-Anhalts Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Birgit Neumann-Becker, sieht in dem DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953 ein entscheidendes Ereignis für die Demokratieentwicklung in Deutschland. „Dieser Tag gehört ins Zentrum der Demokratiegeschichte Deutschlands und ist ein besonderer Tag auf dem langen Weg zur Deutschen Einheit“, erklärte sie am 15. Juni in Magdeburg. Dies müsse „viel aufmerksamer berücksichtigt und gewürdigt werden“. „Unsere Freiheitsrechte...

Service + Familie

Stiftung Anerkennung
Sachsen-Anhalt verlängert Antragsfrist

Magdeburg (epd) -  Sachsen-Anhalt hat der Fristverlängerung für Anträge bei der Stiftung Anerkennung und Hilfe bis Ende Juni zugestimmt. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) unterzeichnete den entsprechenden Verlängerungsvertrag. Damit würden die Betroffenen gestärkt, erklärte sie. Menschen, die als Kind in der Behindertenhilfe oder in Psychiatrien Unrecht erfahren haben, dürften nicht erneut alleine gelassen werden. Seit Sommer 2017 können Betroffene bei der von Bund, Ländern und Kirchen...

Aktuelles

30 Jahre Deutsche Einheit
Magdeburger Lesereihe „Politischer Herbst“

Magdeburg (red) - Unter dem Titel „Politischer Herbst - Literatur nach und zu 30 Jahren Deutscher Einheit“ laden die Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt und die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt für die Aufarbeitung der SED-Diktatur zu einer Lesereihe ein. Zum Auftakt liest der letzte Außenminister der DDR nach der freien Volkskammerwahl vom 18. März 1990, Markus Meckel, am 25. September an zwei Orten aus seinem Buch „Zu wandeln die Zeiten. Erinnerungen“. Darin beschreibt er...

Kirche vor Ort

Ausstellung
Über die Opposition der Jugend in der DDR

Friedensau (red) – Noch bis zum 15. Dezember ist in der Hochschulbibliothek Friedensau eine Ausstellung zur Jugendopposition in der DDR zu sehen. Die Sammlung wurde von der Robert-Havemann-Gesellschaft und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zur Verfügung gestellt und zeigt Lebenswege junger Erwachsener, die in ihrer Suche nach Orientierung und Wahrhaftigkeit zum Widerstand gegen die „Diktatur des Proletariats“ gelangten. Musiker, Studenten, Mitglieder der jungen Gemeinden,...

Kirche vor OrtPremium

Herbst 1989
Mut zur unbequemen Wahrheit

Von Angela Stoye und Renate Wähnelt Spätestens seit der Kommunalwahl im Mai 1989 zeichnete sich ab, dass es in der DDR nicht mehr so weitergehen sollte wie bis dahin. Und eine Nachrichtenflaute im „Sommerloch“ war in den Westmedien 1989 ebenfalls nicht zu verzeichnen. Füllten doch Berichte über die vielen DDR-Bürger, die über Ungarn in den Westen flohen, immer öfter die Sendezeit von „Tagesschau“ und „Heute“. Wer seinen Medienkonsum auf die DDR-Tageszeitungen und die „Aktuelle Kamera“...

Kirche vor Ort

Kunst im Dom
Collagen aus dem Alltag der DDR

Magdeburg (epd) - Unter dem Titel "Gäste im Dom" wird ab 30. April eine Ausstellung mit Collagen von Martin Hoffmann im Magdeburger Dom gezeigt. Zur Ausstellungseröffnung am 30. April um 18 Uhr gibt es eine Gesprächsrunde über die ökumenische Versammlung vor 30 Jahren in der Dresdner Kreuzkirche, wie ein Sprecher der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am Dienstag in Magdeburg mitteilte. Die ökumenische Versammlung, die am 30. April 1989 endete, wurde zur Ermutigung und zu einer...

Aktuelles

Film und Diskussion über Wolfgang Schnur

Halle (G+H) – Als Gründer und Vorsitzender des Demokratischen Aufbruchs galt der ehemalige DDR-Oppositionellen-Anwalt Wolfgang Schnur vielen in der Wendezeit bereits als neuer Ministerpräsident, bis er im März 1990 als Stasispitzel enttarnt wurde. In einem einmaligen filmischen Zeitdokument stellt sich Schnur im letzten Interview vor seinem Tod den Fragen des Journalisten Alexander Koblynski. »Der Fall Wolfgang Schnur – ein unmögliches Leben« ist am 22. Oktober, 20 Uhr im Paulusgemeindesaal in...

Kirche vor Ort

DDR-Aufarbeitung: Regionalstudie untersucht LPG-Gründungen und Zwangskollektivierung im Bezirk Magdeburg
Sklavisch bis zur Absurdität an Planvorgaben festgehalten

Mit dem scheinbar harmlos volkstümlichen Satz »De Appel ist riepe« eines höheren SED-Funktionärs wurde 1960 in der DDR die letzte Phase der Kollektivierung der Landwirtschaft, der Zusammenschluss der verbliebenen Einzelbauern zu Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPGn), eingeleitet. Den Worten folgte Psychoterror. Im Bezirk Magdeburg, der mit der von der SED gewünschten Kollektivierung hinterherhinkte, fielen Agitatoren ein. ... Sie möchten mehr erfahren? Den kompletten Artikel...

Kirche vor Ort

Die Lust an der List

Bad Schmiedeberg (G+H) – Eine Ausstellung über das politisch-gesellschaftliche Kabarett in der DDR wird in der Schmiedeberger Stadtkirche gezeigt. Die vom Martin-Luther-King-Zentrum Werdau konzipierte Wanderausstellung beleuchtet die Entwicklung des deutschen Kabaretts bis heute. Dabei liegt der Schwerpunkt auf renommierten Ensemble-Kabaretts wie der »Distel«, der »Leipziger Pfeffermühle« oder der »Herkuleskeule«, die zu DDR-Zeiten die aufmerksamen Zuschauer mit »Lust an der List« begeisterten...

Kirche vor Ort
Einsatz: Jugendliche beim Enttrümmern einer Kirchenruine (vermutlich die Katharinenkirche) beim ersten Sommerlager der Aktion Sühnezeichen in der DDR vom 15. bis 30. Juli 1962 in Magdeburg | Foto: epd-bild
2 Bilder

Gesprengte Hoffnung

Die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg hat Magdeburg für immer verändert. Damit nicht genug. Nach 1945 wurden Bauwerke, die nicht in den Zeitgeist passten, einfach beseitigt. Von Angela Stoye Pfingsten 1951 muss für die Magdeburger Christen voller Hoffnung gewesen sein: Hoffnung darauf, dass wieder etwas gut würde in der Stadt, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges stark zerstört worden war. Ein altes Foto zeigt: Dicht gedrängt saßen die Magdeburger in der Heilig-Geist-Kirche und feierten den...

Kirche vor Ort

Die Namen der Grenztoten nennen

Magdeburg (epd) – Sachsen-Anhalts Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Birgit Neumann-Becker, hat sich für eine namentliche Erinnerung an die Toten des Grenzregimes in Sachsen-Anhalt ausgesprochen. Zwischen 1949 und 1989 kamen insgesamt 124 Menschen mit einem Bezug zu Sachsen-Anhalt an der innerdeutschen Grenze ums Leben, wie Neumann-Becker Anfang März mitteilte. Auf 342 Kilometern Länge verlief im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt bis 1989 die innerdeutsche Grenze. »Dass die...

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