Christen in der DDR

Beiträge zum Thema Christen in der DDR

FeuilletonPremium
Stummer Protest: Die jungen Aktivisten um den Altenpfleger Stefan Clausnitz (Ferdinand Lehmann, Mitte) setzen sich unter dem Schutz der Kirche gegen die Zerstörung der Natur ein. Als die Gruppe die Räume der Kirche verlässt und öffentlich protestiert, wird ihre Bewegung politisch.
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TV-Tipp
Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution

Christen in der DDR: Es ist die wahre Geschichte einer Gruppe Jugendlicher aus Leipzig. 1989 wagen sie einen Gedenkumzug für ihren kleinen Fluss Pleiße – und sind der Stasi ein Dorn im Auge. Die Verfilmung von Peter Wensierskis Wende-Bestseller ist nun in der ARD zu sehen. Von Karin Wollschläger Es ist das Jahr 1988: Die 19-jährige Franka Blankenstein (Janina Fautz), Kind "systemtreuer" Eltern in Leipzig, lebt für ihre Disko-Besuche am Wochenende; mit Politik hat sie nichts am Hut – die ist nur...

  • 22.04.21
  • 35× gelesen
Kirche vor OrtPremium
Hartnäckig: Wenn es schwierig wurde, kämpfte er umso mehr, erinnert sich Tilo Schieck. Die Kraft für sein Engagement schöpft der 56-Jährige aus dem Glauben.
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Bundesverdienstkreuz für Tilo Schieck
Konsequent unbequem

Von der kirchlichen Friedensarbeit bis in den Stadtrat - für Veränderung einzutreten, ist Tilo Schieck eine Lebensaufgabe. Für sein Engagement ist der Jenaer nun mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden. Von Doris Weilandt Tilo Schieck ist in Jena eine Institution. Der Grüne hat sich über 20 Jahre im Stadtrat engagiert, war Fraktionsvorsitzender, Generalist, Vorsitzender verschiedener Ausschüsse, Aufsichtsratsmitglied, Kulturpolitiker, Netzwerker – ehrenamtlich, nach der Arbeit, aber mit...

  • Jena
  • 04.03.21
  • 12× gelesen
BlickpunktPremium
Dreitausend Seiten in acht Bänden: Er habe beim Lesen seiner Stasi-Akte oft gelacht, sagt der 83-jährige Gernot Friedrich.
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Kein Spionagefilm
Erfolglos verfolgt

Der Geraer Pfarrer Gernot Friedrich erzählt in seinen Erinnerungen von den Erlebnissen mit der Staatssicherheit. Unglaublich amüsant, wenn es nicht so ernst gewesen wäre. Von Kathleen Bernhardt  Geschichten klingen ein bisschen wie amüsante Spionagefilme aus vergangenen Zeiten. Unser Held mit gutem Willen und Herz findet immer seinen Weg. Auf der anderen Seite die Bösewichte, die ihn bedrohen, hinter jeder seiner Handlungen den großen Verrat vermuten. Am Ende kann unser Held herzhaft lachen....

  • 14.01.21
  • 91× gelesen
BlickpunktPremium
»Machen rüber«: Im Ruhestand geht das Ehepaar Ulrike und Ulrich Lieberknecht in den Westen. Marburg wird ihr Lebensmittelpunkt.
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Neue Herausforderungen Ruhestand
„Nein, nun bleiben wir erst recht“

Umzugskartons, gestapelte Bücher, dazwischen Blumensträuße und gute Wünsche: Lieberknechts sind am Sortieren und Packen. Im nun beginnenden Ruhestand werden sie Thüringen verlassen. Es sind die letzten Arbeitsstunden von Ulrich Lieberknecht als Superintendent des Kirchenkreises Bad Salzungen-Dermbach. Elf Jahre füllte der promovierte Theologe dieses Amt aus nach „seiner Art und seinem Stil“, wie er anmerkt. „Dialog und Gespräch waren mir wichtig, eben ein kollegiales Miteinander.“ Wenn er nun...

  • 30.10.20
  • 148× gelesen
AktuellesPremium
Landesbischöfin a. D. Ilse Junkermann will mit Westblick das Besondere in der DDR-Kirche sehen.

Nachgefragt
Was macht eigentlich Landesbischöfin a. D. Junkermann?

 Ilse Junkermann untersucht in Leipzig, wie Kirche in der DDR gelebt wurde – und welche Impulse für heute daraus gewonnen werden können. Sie sind mit Ihrer Forschungsstelle im September leise gestartet. Warum haben Sie noch nicht für Schlagzeilen gesorgt? Ilse Junkermann: Meine Arbeit hat wenig Spektakuläres. Es geht um das, was in der DDR-Kirche entwickelt worden ist, in der Diktatur- und Minderheitssituation. Erst mal sehe ich einen großen Forschungsbedarf. Sie forschen selbst? Ich habe nicht...

  • 01.02.20
  • 61× gelesen
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Kirche vor OrtPremium
Zwei für drei: Nina Spehr (r.) und Johannes Bilz im Gemeindesaal des Jenaer Melanchthonhauses
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Jena
Pfarramt mit Wechsel-Spannung

Sie lachen viel, vollenden schon mal die Sätze des anderen und machen es dem Interviewer fast ein bisschen einfach, wenn sie sich im Gespräch gleich selbst befragen: Und, wie hast du das erlebt? Oder: Was meinst du dazu? Von Beatrix Heinrichs Man könnte meinen, Nina Spehr und Johannes Bilz kennen sich schon lange. Seit diesem Jahr aber erst teilen sie sich den Dienst im Jeneaer Innenstadtsprengel mit den Predigtstellen Stadtkirche, Friedenskirche und Melanchtonhaus. Während Johannes Bilz,...

  • Jena
  • 09.11.19
  • 305× gelesen
Kirche vor Ort
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Lebenswege: Norbert Kreis über naive Träume und bodenständige Arbeit
"Das mache ich nicht"

Es sind manchmal wenige Augenblicke und einige Meter – und ein Lebensweg schlängelt sich in eine andere Richtung. Mitte der 1980er-Jahre kommt Norbert Kreis die Klement-Gottwald-Straße in Halle entlang, der heutige Boulevard. Der junge Mann hat gerade ein Bewerbungsgespräch hinter sich. An der staatlichen Studienlenkung vorbei hatte er sich für ein Volontariat bei der CDU-Zeitung "Der Neue Weg" in Halle beworben – nur um festzustellen, dass im Büro des Chefredakteurs ein Honecker-Porträt hängt...

  • Halle-Saalkreis
  • 09.11.19
  • 123× gelesen
AktuellesPremium
Luftaufnahme: Einer Schneise gleich mäandert die ehemalige innerdeutsche Grenze durch das heutige Naturschutzgebiet "Grünes Band". Mancherorts, wie hier zwischen Thüringen und Hessen bei Volkerode im Eichsfeld, ist sie noch sichtbar. Auf 180 von 1 400 Kilometern, die das Grüne Band insgesamt misst, ist sie mittlerweile nicht mehr zu erkennen.
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Porträt
Der Grenzgänger

Gegen den Uhrzeigersinn: Die Hoheitszeichen der Staaten sind sein Spalier, die Einsamkeit ein willkommener Begleiter. Mit Kraxe und DDR-Karte erläuft sich Volker Mund seine eigene Friedliche Revolution. Es lässt sich nichts planen“, sagt der Planer Volker Mund mit großer Gelassenheit. „Nur der Weg ist klar: Gegen den Uhrzeigersinn immer entlang der ehemaligen DDR-Grenze, egal, wie sehr sie mäandert. Jeder Tag ist für mich ein Geschenk. Ich weiß nicht, ob und in welchem Zustand ich das avisierte...

  • 06.09.19
  • 484× gelesen
Aktuelles
G+H Nr. 14 vom 7. April 2019 (Judika)

Freitag, vor eins ...
Unsere Seite 1 - #wowarstdu

Wenn etwas Bewegendes passiert in unserem Leben, dann können wir oft genau sagen, was wir gerade getan haben, wo wir waren, als wir davon erfuhren. Meine Uroma zum Beispiel war beim Kartoffelschälen, als die Nachricht kam, dass der Uropa aus dem Krieg heimgekehrt ist. Und meine Mutter war mit der Straßenbahn zur Uni unterwegs, als ihr jemand erzählte, dass John Lennon erschossen wurde. Die Kartoffeln, die Straßenbahn - das vermeintlich Banale in diesen Erinnerungen macht sie oft erst...

  • 05.04.19
  • 70× gelesen
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Kirche vor Ort
Engagierter Christ: Statt Pfarrstellen zu kürzen und Ehrenamtliche noch mehr in die Pflicht zu nehmen, wünscht sich Gerhard Jahreis Gemeindeaufbauhelfer, Menschen die andere mitreißen und begeistern können mit ihrem Glauben.

Christen in der DDR
"Ich wünschte mir eine Greta Thunberg für unsere Kirche"

Christen in der DDR: Gerhard Jahreis ist Ernährungsphysiologe und Christ. Ein Gespräch über Glaube und Wissenschaft, den Herbst 1989 in Jena und die Zukunft der Kirche. Von Beatrix Heinrichs Die Luft ist noch kalt, aber der Frühling spannt schon sein Band über die Hügelketten, die Anhöhen der Kernberge und des Jenzigs. Dazwischen liegt Jenaprießnitz. Hier ist Gerhard Jahreis zu Hause. Von der Natur und dem, was sie im Innersten zusammenhält kann er erzählen – mit einer Begeisterung und einem...

  • 05.04.19
  • 194× gelesen
Feuilleton

Die Stimme im tauben Gestein

Christen in der DDR: Als Ronneburger Pfarrer gründete Wolfram Hädicke im Herbst vor 30 Jahren den Kirchlichen Umweltkreis. Die Gruppe gibt es bis heute, sie begleitet kritisch die Sanierung des Uranbergbaus in Ostthüringen. Von Katja Schmidtke Wo einst ein riesiger Tagebau klaffte, wo schmieriger, verseuchter Dreck auf den Straßen lag, wo sich Halden wie Pyramiden auftürmten – da ist heute sattes Grün, eine »Neue Landschaft« für Einheimische und Besucher. Der Uranbergbau in Ronneburg hat die...

  • 28.11.18
  • 27× gelesen
Feuilleton

»Die Überwindung der Todesmauer«

Erfurt (epd) – Unter diesem Titel zeigt die Außenstelle der Stasi- Unterlagenbehörde in Erfurt eine Ausstellung zum früheren Grenz- regime der Tschechoslowakei. Bis zum 31. Oktober werde an ausgewählten Beispielen an Fluchtversuche nach Bayern und Österreich erinnert, teilte die Behörde mit. Dabei gehe es nicht nur um die Schicksale der Opfer der kommunistischen Herrschaft in der Tschechoslowakei, sondern auch um das von DDR-Bewohnern wie Hartmut Tautz, hieß es. Beim Versuch, die Grenze in...

  • Meiningen
  • 05.10.18
  • 18× gelesen
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