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DDR

Beiträge zum Thema DDR

Kirche vor Ort

Zwangsumsiedlungen in der DDR
Einmalzahlung erkennt erlittenes Unrecht an

Erfurt (epd). Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat die zu Jahresbeginn beschlossene Einmalzahlung von 7.500 Euro für Opfer von Zwangsumsiedlungen im DDR-Grenzgebiet als „wichtiges und längst überfälliges Signal“ gewürdigt. Auf dem Jahreskongress der Opfervereinigung im Erfurter Landtag betonte der Regierungschef am Samstag, dass kein Geld eine verlorene Heimat oder eine geraubte Kindheit ersetzen könne. Die Zahlung des Bundes sei aber ein Zeichen, dass der Rechtsstaat das...

Feuilleton

Eine Reise für die Geschichtsbücher
Mit Ersatzteilen nach Paris

Eine Moped-Tour nach Paris: Zwei junge Männer aus Ostdeutschland stellten sich nach dem Mauerfall der Herausforderung. Auch Jahrzehnte später sorgen die Erinnerungen für Gänsehaut. Von Katharina Rögner  Es ist eine der Geschichten des Aufbruchs und der Freiheitsliebe, eine von denen, die für manche unvorstellbar erscheinen. Nicht zuletzt ist sie der friedlichen Revolution 1989 zu verdanken und der dort erkämpften Reisefreiheit. André Kiesewalter und Torsten Naumann haben sich vor 35 Jahren...

  • 03.10.25
Blickpunkt
Foto: epd-bild/Andreas Fischer
2 Bilder

Wanfrieder Abkommen 1945
Eine Grenzkorrektur veränderte ihr Leben

Am 17. September 1945 einigten sich Amerikaner und Sowjets auf einen Gebietstausch an der hessisch-thüringischen Grenze. Sieben Dörfer wechselten die Besatzungsmacht - mit spürbaren Folgen für die Bevölkerung. Von Helga Kristina Kothe Asbach, ein kleines Dorf im thüringischen Eichsfeld, gehörte einst zu Hessen - bis es am 17. September 1945 durch das sogenannte Wanfrieder Abkommen der sowjetischen Besatzungszone zugeschlagen wurde. Für die damals vierjährige Ursel Lange bedeutete die...

  • 02.10.25
BlickpunktPremium
Foto: epd-bild/Heike Lyding
3 Bilder

Nationalparks in Deutschland
Das Erbe der Friedlichen Revolution

In den letzten Stunden der DDR setzten Naturschützer das Konzept für das Nationalparkprogramm um, das bis heute gültig und wegweisend ist. Ein echter Krimi. Von Bettina Röder Alle reden vom Klimaschutz. Der Biologe Ulrich Meßner sagt: „Man muss einfach machen.“ Er sitzt auf der Holzbank unter dem großen Sonnensegel vor seinem reetgedeckten Haus. Der Satz ist so etwas wie sein Lebensprogramm. Eine geheimnisvolle Behutsamkeit und Ruhe gehen von ihm aus – wie von seinem weiten Garten mit der...

  • 09.09.25
FeuilletonPremium

Rettung in letzter Minute
Das kostbare Erbe

In den letzten Stunden der DDR setzten Naturschützer das Konzept für das Nationalparkprogramm um, das bis heute gültig und wegweisend ist. Ein echter Krimi. Von Bettina Röder Alle reden vom Klimaschutz. Der Biologe Ulrich Meßner sagt: „Man muss einfach machen.“ Er sitzt auf der Holzbank unter dem großen Sonnensegel vor seinem reetgedeckten Haus. Der Satz ist so etwas wie sein Lebensprogramm. Eine geheimnisvolle Behutsamkeit und Ruhe gehen von ihm aus – wie von seinem weiten Garten mit der...

  • 02.09.25
Aktuelles

Mauerbau vor 64 Jahren
Voigt: Errungenschaften der Freiheit verteidigen

Erfurt (epd/kna). Anlässlich des 64. Jahrestages des Mauerbaus am Mittwoch hat Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) dazu aufgerufen, die Errungenschaften der Freiheit und eines geeinten Deutschlands entschlossen zu verteidigen. Der 13. August 1961 sei ein Tag gewesen, der die Welt verändert habe, sagte der Regierungschef. Auch die Opfer der SED-Diktatur dürften nicht vergessen werden. Voigt betonte, es sei notwendig, klar zu benennen, dass die SED-Diktatur ein Unrechtsstaat gewesen sei. „Nichts...

  • 13.08.25
FeuilletonPremium
Das Ende steht am Anfang: Ines Geipels Buch "Fabelland" beginnt am 9. November 1989, dem Abend der Grenzöffnung. Die Autorin selbst war einige Monate zuvor in den Westen geflüchtet.  | Foto: epd-bild/Guido Frebel
2 Bilder

Buchtipp
Chronistin der Brüche

Vom Leistungssport zur Literatur: Ines Geipel gehörte zu den Weltklasse-Leichtathletinnen in der DDR. Heute verarbeitet sie die historischen Verwerfungen und Traumata, mit denen der Osten Deutschlands zu kämpfen hat, in ihren Büchern. In "Fabelland" schreibt die 65-Jährige darüber, was sich Ost und West über das wiedervereinte Deutschland erzählen. Von Julia Catharina Eydt Ines Geipel ist eine der profiliertesten Stimmen der ostdeutschen Gegenwartsliteratur – Suchende, Aufklärerin und...

  • 18.07.25
Feuilleton

Arte: Drama um eine Flucht aus der DDR
Über die Ostsee gen Westen

Das ist Tragik: dass jemand etwas Schreckliches zu verhindern versucht - und es gerade dadurch erst herbeiführt. Insofern ist die Rolle des unscheinbaren Schwimmtrainers Ulrich (Jonas Friedrich Leonhardi) in "Jenseits der blauen Grenze" von Sarah Neumann die eines tragischen Helden. Er bringt seinem Schützling Hanna (Lena Urzendowsky) mit großem Engagement alles bei, was es braucht, um zum DDR-Aushängeschild zu werden. Woher soll er wissen, dass er sie damit gleichzeitig in allen Fähigkeiten...

  • 29.06.25
FeuilletonPremium

Demokratiegeschichte
Als Revolutionäre das Zeughaus stürmten

Die Demokratie ist nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde von mutigen Menschen erkämpft und kann nur bestehen, wenn sich auch heute Bürger dafür engagieren – eine Aussage, die angesichts der wachsenden Stärke von nicht-demokratischer Parteien nichts von ihrer Aktualität verloren hat. Joachim Göres Wie sich die Demokratie entwickelt hat, daran erinnert die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte. Auf ihrer Homepage macht sie auf 100 bedeutsame Schauplätze aufmerksam und ruft teils in...

  • 25.06.25
Service + Familie

Gedenktag DDR
Thüringer Schüler sollen Erinnerungsorte des DDR-Unrechts besuchen

Erfurt (epd). Thüringen will verpflichtende Besuche von Schülerinnen und Schülern an Erinnerungsorten für Opfer des NS-Regimes und der SED-Diktatur einführen. Die Opfer verdienten Gehör und Anerkennung, sagte Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). Ihre Geschichte sei ein Vermächtnis, das gerade jungen Menschen vermittelt werden müsse. Gemeinsam mit dem Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Peter Wurschi, hatte Voigt in Heiligenstadt an einer Gedenkveranstaltung zum 17....

  • 25.06.25
Aktuelles

1989 und die Folgen
Historiker Kowalczuk zur gefährdeten Demokratie

„Ich möchte meinen Vortrag euch widmen“, sagte Ilko-Sascha Kowalczuk, sich an die Kinder des Jungen Ökumenischen Chores wendend. Der renommierte Historiker hielt am 17. Juni 2025 in Magdeburg den Vortrag beim traditionellen Ökumenischen Empfang der Kirchen in Sachsen-Anhalt für Landtag und Landesregierung. Von Angela Stoye „Freiheit und Demokratie“, fuhr er fort, seien „in unserer Gegenwart so bedroht wie lange nicht“. „Demokratie und Freiheit sind keine Gottesgeschenke, sondern...

Aktuelles

Erste demokratische Wahl der DDR
Politiker reden über Hoffnungen und Enttäuschungen

Eine Veranstaltungsreihe „Erfüllte Hoffnungen / Enttäuschte Erwartungen - Die 10. Volkskammer der DDR“ startet am kommenden Mittwoch (18. Juni) in Sondershausen in der Cruciskirche. An den einzelnen Abenden kommen jeweils Landräte und Landrätinnen mit ehemaligen Volkskammerabgeordneten und Ministern/Ministerinnen ins Gespräch. In Sondershausen wird Landrätin Antje Hochwind-Schneider mit dem ehemaligen Volkskammer- und Landtagsabgeordneten Bernd Wolf diskutieren (18 Uhr). Am 20. Juni folgt im...

Feuilleton
Blaue Fenster im Schweriner Dom von Günther Uecker | Foto: epd-bild/Olaf Malzahn
2 Bilder

Zum Tod des Künstlers Günther Uecker
Nagelbilder und Meer

Er gehörte zu den bekanntesten deutschen Gegenwartskünstlern: der Maler Günther Uecker, der am Dienstag in Düsseldorf gestorben ist. Auf der Facebook-Seite der Stadt schrieb Oberbürgermeister Stefan Keller: "Günther Uecker hat die Kunstwelt geprägt und den Namen Düsseldorfs in die Welt getragen." Ihm sei es gelungen, mit Nägeln Strukturen zu schaffen und mit seinen Fenstern Licht zu gestalten. Von Stefan Meetschen  Genau diese dreidimensionale Nagelbilder verbindet man mit ihm. Bereits in den...

  • 12.06.25
Aktuelles

Frühere DDR-Pazifistin
Poppe: "Frieden schaffen ohne Waffen" hilft nicht

Berlin (KNA) Die frühere DDR-Bürgerrechtlerin Ulrike Poppe hat mit Blick auf Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine eine Abkehr von pazifistischen Idealen gefordert. "Ein Waffenstillstand in einem vom Aggressor besetzten Land ist kein Frieden", sagte Poppe dem Tagesspiegel-Newsletter "Im Osten" (Donnerstag). "So gut, wie die Losung 'Frieden schaffen ohne Waffen' im Kalten Krieg war, so wenig hilft sie uns heute angesichts des militärischen Angriffs auf die Ukraine." Poppe war in der DDR...

  • 06.06.25
FeuilletonPremium

Lebensgeschichten auf der Bühne
Wer ist das Volk?

Weimar (red). Als zur Premiere der Vorhang im Deutschen Nationaltheater in Weimar fiel, gab es stehenden Applaus für eine außergewöhnliche Uraufführung. "Wir sind das Volk – Weimarer Lebensgeschichten" – so haben die Regisseurin Luise Voigt und die Dramaturgin Eva Bormann ihre Inszenierung genannt. Drei Jahre hatten sie dafür fünfzig Menschen aus der Klassikerstadt und Umgebung interviewt und die O-Töne der Befragten für die Bühne arrangiert. Für die Interviewerinnen war das eine immense Arbeit...

  • 22.05.25
Kirche vor OrtPremium

Ikone der DDR und Person der Stadtgeschichte
Was man in Mühlhausen denkt

Mühlhausen in Thüringen ist eng mit Thomas Müntzer verbunden. Über die Ablehnung und die Verehrung des Sozialrevolutionärs sprach Timo Lechner mit Helge Wittmann, Leiter des Mühlhausener Stadtarchivs. Herr Wittmann, Thomas Müntzer als „große Persönlichkeit der Stadt“ – wie wird er in Mühlhausen wahrgenommen? Helge Wittmann: Eine solch große Persönlichkeit war er hier nicht immer. Nach der Niederlage der Bauern 1525 kam eine sehr lange Phase, während der er als Störer des Stadtfriedens und...

  • 21.05.25
Feuilleton

Ausgangskarte Nr. 816 der NVA zur Musik
Mein Weg zur Regler-Singschar

Mein Weg zur Regler-Singschar -oder - Ausgangskarte Nr. 816 der NVA und der „Klassenfeind“ Es begann  in Erfurt. Doch der Reihe nach. Den Grund legte meine Schwester Dorothea, spätere Kirchenmusikerin in Greiz. Mit 5 Jahren nahm sie mich an die Hand. Danke Dorothea!  Wir gingen gemeinsam zum Kinderchor. In Apolda. Meiner Geburtsstadt. 62 Jahre ist das her. Trotzdem unvergessen. Im Advent bekam ich ein grünes Quempasheft in die Hand gedrückt. Ich konnte noch nicht mal lesen. An die Bilder...

Blickpunkt
Friedenskirche Stralsund | Foto: Klugschnacker, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3901100
2 Bilder

Bartning-Notkirche № 9
Die Friedenskirche Stralsund

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind in Deutschland im Jahr 1945 zahlreiche Kirchen beschädigt oder zerstört. Zugleich kommen als Folge des Zweiten Weltkriegs mehr als 4,3 Millionen Vertriebene in die Sowjetische Besatzungszone (SBZ, ab 1949: DDR). Die meisten von ihnen sind katholischen oder evangelischen Glaubens – und suchen eine neue Heimstatt für ihren Glauben. Was also tun? Ein Versuch der Problemlösung sind die sogenannten „Notkirchen“ oder Bartning-Kirchen. Um diese Bauwerke in...

  • 09.04.25
AktuellesPremium

Heilsamer Rückblick
Geschichte nicht ruhen lassen

Wann immer die Vergangenheit als belastend empfunden wird, werden Stimmen laut, die einen „Schlussstrich“ fordern. Wie Aufarbeitung ein neues Miteinander ermöglicht. Von Jochen Birkenmeier Es müsse doch „irgendwann auch mal gut sein“, man möge „nach vorne schauen“ und die „alten Geschichten“ ruhen lassen. Unangenehme Ereignisse sollen – wenn sie denn überhaupt thematisiert werden – lieber als unbedeutende Abweichungen, als bloße Episode einer ansonsten „erfolgreichen“ Geschichte verstanden...

  • 09.04.25
Blickpunkt

DDR-Volkskammerwahl 1990
Erfüllte Hoffnungen – Enttäuschte Erwartungen

Nein, es war kein Verhörer: In den 8-Uhr-Nachrichten meldete der Deutschlandfunk am 18. März: „Im Thüringer Landtag soll am Abend eine Feierstunde stattfinden, an der auch ehemalige Volkskammerabgeordnete teilnehmen werden.“ Und zwar gleich im Anschluss der Meldung der Würdigung der ersten frei gewählten DDR-Volkskammer durch Bundestagspräsidentin Bärbel Bas. Offenbar war diese abendliche Feierstunde in Erfurt anlässlich der Volkskammerwahl 1990 eine Meldung wert, da sie die einzige in einem...

Blickpunkt
Neue Kirche Wismar, dahinter der Kirchturm der 1960 gesprengten Kirche St. Marien  | Foto: Wikswat, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9901192
4 Bilder

Bartning-Notkirche № 7
Die Neue Kirche Wismar

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind in Deutschland im Jahr 1945 zahlreiche Kirchen beschädigt oder zerstört. Zugleich kommen als Folge des Zweiten Weltkriegs mehr als 4,3 Millionen Vertriebene in die Sowjetische Besatzungszone (SBZ, ab 1949: DDR). Die meisten von ihnen sind katholischen oder evangelischen Glaubens – und suchen eine neue Heimstatt für ihren Glauben. Was also tun? Ein Versuch der Problemlösung sind die sogenannten „Notkirchen“ oder Bartning-Kirchen. Um diese Bauwerke in...

  • 20.03.25
BlickpunktPremium

Freie Wahlen in der DDR
Licht und Schatten

Wenn Konrad Weiß auf den 18. März vor 35 Jahren zu sprechen kommt, dann erinnert er sich zuallererst an große Dankbarkeit. „Ich war 48 Jahre alt und konnte zum ersten Mal in meinem Leben frei wählen“, sagt der Dokumentarfilmer, der später für Bündnis 90/die Grünen im Bundestag saß. Für ihn sei diese freie Wahl ein „ganz besonderer Tag“ in seinem Leben gewesen: „Ein vorherrschendes Gefühl der Freude, trotz aller Niederlagen.“ Von Bettina Röder Schon im September 1989 hatte er die Bürgerbewegung...

  • 17.03.25
Blickpunkt
Offenbarungskirche Berlin-Friedrichshain | Foto: Nicor, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1159773
3 Bilder

Bartning-Notkirche № 6
Die Offenbarungskirche in Berlin-Friedrichshain

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind in Deutschland im Jahr 1945 zahlreiche Kirchen beschädigt oder zerstört. Zugleich kommen als Folge des Zweiten Weltkriegs mehr als 4,3 Millionen Vertriebene in die Sowjetische Besatzungszone (SBZ, ab 1949: DDR). Die meisten von ihnen sind katholischen oder evangelischen Glaubens – und suchen eine neue Heimstatt für ihren Glauben. Was also tun? Ein Versuch der Problemlösung sind die sogenannten „Notkirchen“ oder Bartning-Kirchen. Um diese Bauwerke in...

  • 20.02.25
Aktuelles

Thüringen
Höhere Entschädigung für SED-Opfer

Erfurt (epd). Mehr als 5.000 politisch Verfolgte aus der DDR werden allein in Thüringen künftig besser finanziell abgesichert. Die Landesregierung werde in dieser Woche einem entsprechenden Gesetz im Bundesrat zustimmen, sagte Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in Erfurt. Allein 4.118 heute in Thüringen lebende Haftopfer in DDR-Gefängnissen sollen von der Erhöhung der bereits gewährten Opferrente von 330 auf künftig 400 Euro monatlich profitieren. Ebenso...

  • 12.02.25

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