Gedenken

Beiträge zum Thema Gedenken

Feuilleton
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Gedenkbuch für Siegfried Kasparick erschienen
Worte, die bleiben

Unter dem Titel "Ich bin gemeint" hat Hanna Kasparick eine Sammlung von Predigten und Vorträgen ihres 2016 verstorbenen Mannes Siegfried herausgegeben. Auch viele persönliche Texte enthält der Band. Beatrix Heinrichs sprach mit der ehemaligen Leiterin des Wittenberger Predigerseminars über Worte, die bleiben. Erinnerungsarbeit ist kein leichtes Unterfangen. War der Prozess des Zusammentragens, Rekapitulierens, Auswählens eher heilsam oder schmerzhaft? Hanna Kasparick: In den zurückliegenden...

  • 19.11.22
Aktuelles
Foto: Ev. Kirchenkreis Egeln
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Gedenken an Kriegsopfer
Musikalische Abendandacht mit Bischof Kramer

Am 14. November besuchte Bischof Friedrich Kramer die Kirchengemeinde von Schneidlingen. Anlass war das 100-jährige Bestehen des hiesigen Kriegerdenkmals, einer Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs aus Schneidlingen und den umliegenden Dörfern. Das Monument befindet sich auf dem Gelände des Kirchgartens der St.-Sixti-Kirche, die momentan saniert wird. Am Bauzaun hatte Gemeindepädagogin Ines Hohmuth fast 300 Friedenstauben befestigt, die von den Schülern der...

Kirche vor OrtPremium

Volkstrauertag
Für jedes Opfer ein Jesuswort

Jeden Tag erreichen uns Nachrichten vom russischen Angriffskrieg in der Ukraine, einem Krieg auf europäischem Boden. Da bekommt der Volkstrauertag eine aktuelle Dimension. – Aber wie wurde gefallener Soldaten in den zurückliegenden Jahrzehnten gedacht? Von Claudia Crodel Der vorletzte Sonntag vor Beginn des neuen Kirchenjahrs ist einer der stillen Tage, der Volkstrauertag. Im Osten Deutschlands hatte er bis Ende der 80er-Jahre keinerlei Bedeutung. Anders war es im Westen Deutschlands, wo er...

  • 13.11.22
Feuilleton

Öffentliches Gedenken
Rituale nach Katastrophen

Ob zum Volkstrauertag, nach schrecklichen Ereignissen wie einem Amoklauf oder der jüngsten Flut: Totengedenken sind eine wichtige Bewältigungsstrategie im Umgang mit derartigen Katastrophen. Doch wie sinnhaft ist das öffentliche Gedenken? Benedikt Kranemann forscht an der Universität Erfurt zu "Disaster Rituals" (Rituale nach Katastrophen). Norbert Zonker hat mit dem katholischen Liturgiewissenschaftler gesprochen. Sollte es für öffentliche Gedenkfeiern eine feste "zivilreligiöse" Form geben?...

  • 12.11.22
Aktuelles

Tiefpunkte und Sternstunden
Der 9. November als deutscher Tag

Er ist der wohl deutscheste aller Tage des Jahres. Wenn die Bundesbürger am 9. November auf ihre Geschichte zurückblicken, schauen sie auf absolute Tiefpunkte, aber auch auf Sternstunden.  Von Christoph Arens Novemberrevolution, Hitlerputsch, Novemberpogrome und Mauerfall: Der 9. November ist, wie es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vergangenes Jahr formulierte, "ein Tag der Widersprüche, ein heller und ein dunkler Tag, ein Tag, der uns das abverlangt, was für immer zum Blick auf die...

  • 08.11.22
Kirche vor Ort

Judentum
Thüringen feiert 70 Jahre Neue Synagoge

Erfurt (epd) - Zum 70. Jahrestag der Einweihung der Neuen Synagoge Erfurt ist ein Denkmal zur Erinnerung an den 1938 an gleicher Stelle zerstörten Vorgängerbau gesetzt werden. Das Denkmal zeigt ein Modell der sogenannten Großen Synagoge, teilte die jüdische Landesgemeinde mit. Es wird von Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) enthüllt. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), der in einem Gottesdienst dazu ein Grußwort sprechen wird, lobte vorab die Entwicklung der aktiven...

  • 31.08.22
Aktuelles
Emotionale Grußworte erinnerten an das Leid, das die Diktatur mit sich brachte. | Foto: Paul-Philipp Braun
17 Bilder

Die Kinder von Buchenwald
"Das Gedenken darf niemals enden"

Am Sonntag feierte das Projekt "Gedenksteine Buchenwaldbahn" sein 15. Jubiläum. Seit 2007 recherchieren Freiwillige die Biografien jugendlicher Opfer, die vom Konzentrationslager auf dem Ettersberg per Todeszug nach Osten gebracht wurden. Von Matthias Thüsing  Plötzlich unterbricht ein herumliegender Papierschnipsel auf dem Weg seinen Redefluss. „Entschuldigung, ich kann nicht anders“, sagt Heiko Clajus, hebt den Müll auf und steckt ihn in die Tasche. Seit 15 Jahren pflegt der gelernte...

Aktuelles

29 Verletzte bei Amokfahrt in Berlin
Notfallseelsorger im Einsatz

Einen Tag nach der tödlichen Autofahrt am Berliner Breitscheidplatz verdichten sich die Hinweise auf eine Amoktat. Bei dem 29-jährigen Fahrer des Wagens handele es sich um eine "psychisch beeinträchtigte Person", heißt es. Bei der mutmaßlichen Amokfahrt am Mittwoch am Berliner Breitscheidplatz sind nach Angaben von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) eine Frau getötet und 29 Personen verletzt worden. Unter ihnen seien 14 Schülerinnen und Schüler einer Klasse aus dem nordhessischen Bad Arolsen,...

  • 09.06.22
Aktuelles

Zugunglück
Kirchen planen Gedenkgottesdienst

Nach dem Zugunglück mit fünf Toten nahe Garmisch-Partenkirchen ist das Entsetzen immer noch groß. Unter den Opfern sollen auch zwei ukrainische Frauen sein, die vor dem Krieg geflohen sind. Die Kirchen planen zwei Gedenkfeiern. Von Christiane Ried  Die Kirchen haben mit großer Anteilnahme auf das schwere Zugunglück nahe Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten reagiert. Er denke jetzt zuallererst an die Toten, die Verletzten und die Angehörigen, sagte der bayerische evangelische Landesbischof...

  • 08.06.22
Glaube und AlltagPremium

Die Seelensamstage

Das Wort Schabbat bedeutet Ruhe – eine mögliche Erklärung dafür, warum orthodoxe Christen samstags ihrer Toten gedenken. Besonders feierlich fällt das vor dem Beginn der Fastenzeit aus. Von Andrea Krogmann Er heißt auf Griechisch "Psychosabbaton", Seelenschabbat, und ist gewissermaßen das orthodoxe Pendant zu Allerseelen. Gefeiert wird das besondere Totengedenken in den verschiedenen orthodoxen Kirchen mindestens zweimal im Jahr. Der erste Seelensamstag des Kirchenjahres fällt dabei auf den...

  • 24.02.22
Aktuelles

Stolperstein
Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus in Meiningen

Am 27.Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, reinigt der „Eine-Welt-Verein“ Meiningen mit interessierten Bürger*innen die Stolpersteine der Stadt Meiningen. Superintendentin Beate Marwede schreibt: Die Stolpersteine für Käthe Thun und Else Oestreicher, die am Mittleren Rasen vor deren früheren Wohnhaus verlegt sind, habe ich wie in jedem Jahr gereinigt, siehe Foto . Es ist meine Verbeugung vor zwei Frauen, die angesichts der Demütigung, Ausgrenzung und...

Aktuelles
Foto: Screenshot Youtube/G+H
Video

Video: Schoah-Überlebende im Bundestag
"Krankheit des Judenhasses muss geheilt werden"

Beim Holocaust-Gedenken des Bundestags rief Bundestagspräsidentin Bas zu Selbstkritik und mehr Mut im Umgang mit Antisemitismus auf. Die Holocaust-Überlebende Auerbacher schilderte das Grauen ihrer Verfolgung als Kind und wie sie überlebte. Berlin (epd). Der Bundestag hat am Holocaust-Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. In der Gedenkstunde am Donnerstag in Berlin rief Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) dazu auf, sich heutiger Judenfeindlichkeit zu stellen. Die...

  • 27.01.22
Aktuelles
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Kommentiert
Aus Fehlern lernen

­Anlässlich des Holo­caustgedenkens stellt sich die Frage, wie die Erinnerung an die NS-Verbrechen nach dem Ableben der letzten Zeitzeugen weitergehen soll. Von Jens-Christian Wagner Überlebende haben in der Vergangenheit immer ihre Stimmen erhoben, wenn die Shoah angezweifelt wurde, wenn Antisemitismus oder Rassismus in Erscheinung getreten sind. Sie waren eine Art Schutzschirm für unsere Gesellschaft gegen das Abdriften nach Rechts. Dieser Schutzschirm ist brüchig geworden. Das sieht man...

  • 27.01.22
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Kirche vor Ort

Kalenderblatt
Jörg Brena zum 100. Geburtstag: In sozialer Verantwortung

Sein besonderes Engagement galt dem Weimarer Sophienhaus, dem er seit der Wiedervereinigung eng verbunden war: Jörg Brena, vormals Prinz Georg von Sachsen-Weimar-Eisenach, dessen Geburtstag sich am 24. November zum 100. Male jährt. Der Sänger, Hochschuldozent und Rezitator stand in seinem sozialen Verantwortungsbewusstsein ganz in der Traditionslinie seiner Urgroßmutter, der Großherzogin Sophie, deren Stiftungen alle politischen Systeme überlebt haben und bis in die Gegenwart hinein wirken....

Eine Welt
Flammen schlagen aus dem World Trade Center in New York am 11. 9. 2001. | Foto: epd-bild / akg-images / Jason
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11. September
«Ich dachte mir: Das steht morgen auch noch»

Die heutige pfälzische Kirchenpräsidentin Wüst besuchte vor 20 Jahren New York, als islamistische Attentäter zwei Flugzeuge in die «Twin Towers» lenkten. Der Terrorakt vom 11. September 2001 sei eine «Perversion der Religion» gewesen, sagt sie. Von Alexander Lang «9/11»: Es ist einer jener Tage im Leben, die man nie vergisst. Dorothee Wüst saß am Morgen des 11. September 2001 beim Frühstück in New York, als islamistische Attentäter zwei entführte Passagierflugzeuge in die beiden Türme des...

  • 09.09.21
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Aktuelles

Im Aachener Dom wurde der Opfer gedacht
Gedenkgottesdienst für die Opfer der Flut

Mit einem Gedenkgottesdienst im Aachener Dom haben die Kirchen und Spitzenvertreter des Staates an die Opfer der Flutkatastrophe Mitte Juli in Westdeutschand erinnert. Starkregen und Hochwasser hatten ganze Landstriche zerstört; mehr als 180 Menschen kamen ums Leben. Gott selbst habe mit den Opfern gelitten und sei in den Helfern erfahrbar gewesen, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Heinrich Bedford-Strohm, in seiner Predigt. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen...

  • 02.09.21
Kirche vor Ort

Berichtet
Mehr als Fachwerkidylle

Nachdenklich weist Maria Hufenreuter auf die Namenstafeln an der Mauer des jüdischen Friedhofes in Quedlinburg. Die Gründerin der Initiative Jüdischer Friedhof Quedlinburg liest Namen von jüdischen Quedlinburgern vor, die hier wohl hätten begraben sein können, wenn sie nicht deportiert, geschunden und vergast worden wären oder selbst aus dem Leben schieden. Die Idee, den jüdischen Friedhof an der Zwergenkuhle der Welterbestadt zu einem Gedenkort zu wandeln, hatte die Kulturmanagerin, die heute...

Kirche vor OrtPremium

Ausstellung
In Auschwitz geboren

Gedenkstätte „Tivoli“: Der Cloppenburger Journalist Alwin Meyer, der seit 50 Jahren zu den Kindern von Auschwitz forscht und publiziert, hat die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ zusammengestellt, die zurzeit in Gotha gezeigt wird. Klaus-Dieter Simmen sprach mit ihm. Was erwartet die Besucher? Ich gebe in dieser Ausstellung den Kindern, die in diese Hölle hineingeboren wurden, Gesicht und Geschichte zurück. Fast alle Mädchen und Jungen...

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