Theologie

Beiträge zum Thema Theologie

Glaube und Alltag

Kirche
Theologin: Auch Tiere haben als Geschöpfe Gottes «unantastbare Würde»

Münster (epd) - Menschen und Tieren kommt nach Überzeugung der Theologin Anne Käfer die gleiche, unantastbare Würde zu. Beide seien Geschöpfe Gottes und verdankten ihr Leben «Gottes ewiger Liebe», sagte Käfer in Münster dem Evangelischen Pressedienst (epd). Tiere seien daher auch um ihrer selbst willen da; Menschen sollten sie nicht bloß als «Mittel zum Zweck» für Ernährung, Arbeit oder Unterhaltung betrachten, betonte die Professorin für Systematische Theologie. In ihrem soeben erschienenen...

  • 27.02.24
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"Dass sie sicher wohnen sollen"

Konfliktbeladen: Die Geschichte des Volkes Israel und das Siedeln im Gelobten Land sind seit Tausenden Jahren nicht frei von Auseinandersetzungen. Doch kann der aktuelle Krieg auch theologisch eingeordnet werden? Von Hannes Bezzel Seit über einer Woche herrscht Krieg in Israel und Palästina. Seit dem brutalen Überfall der Hamasterroristen, ihrem Morden, Vergewaltigen, Verschleppen von Männern, Frauen und Kindern versuchen die Menschen in der Region, sich in Sicherheit zu bringen, in...

  • 18.10.23
Blickpunkt

Frauen
Ihre Amtsbrüder machten ihr das Leben schwer

Sie rettete mehr als 100 Verfolgte vor den Nazis und war die erste Theologin in Deutschland mit einer Planstelle. An ihrem Wirkort Frankfurt am Main erinnert heute nur noch wenig an Katharina Staritz. Von Doris Stickler (epd) Die Worte, mit denen man Katharina Staritz 1928 zum ersten Theologieexamen gratulierte, muten wie Zynismus an: «Ich beglückwünsche Sie zu einem außerordentlich guten Examen und dem vielen Wissen, was Sie gezeigt haben. Es tut mir nur Leid, dass Sie das alles gar nicht mehr...

  • 12.07.23
  • 1
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Johannes der Täufer
Der unbequeme Zeitgenosse

Von Rolf Wischnath Ich sag’s gleich: Er wäre in Weimar, in Dresden oder Berlin nicht Pfarrer geworden. Einer, der im Gewand aus Kamelhaaren und einem ledernen Gürtel um seine Lenden auftritt, der sich von Heuschrecken und wildem Honig ernährt. Einer, der sich weigert, im Kirchengebäude zu predigen und stattdessen in die Wüste geht. Einer, der droht und die geheiligsten Vorstellungen seiner Zuhörer angreift. Einer, der sie statt mit "liebe Gemeinde" anredet mit "ihr Otterngezücht, ihr...

  • 21.06.23
  • 1
Blickpunkt

Nachgefragt
Guter Reli-Unterricht spielt eine zentrale Rolle

Besonders Studienanfänger in Theologie haben großen Respekt vor dem Pfarrberuf. Warum Zweifel dazu gehören und wie die Universität Jena Studierende auf ihrem Weg unterstützt, das erzählt Tommy Drexel, Referent für Studium und Lehre an der Theologischen Fakultät Jena, im Gespräch mit Katja Schmidtke. Warum entscheiden sich junge Menschen für das Pfarramt? Tommy Drexel: Die Studierendenschaft ist in den letzten Jahren deutlich heterogen geworden. Oft steht bei den Studierenden erst einmal nur der...

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Serie (5)
Herausposauntes Gotteslob

"Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!" Die Worte aus Psalm 98 stehen über dem Sonntag Kantate. Doch nicht nur singend kann man Gott loben, meint unser Autor. Von Rolf Wischnath Natürlich ist das Singen die erste Weise, Gott zu loben. Aber auch die Instrumente kommen oft vor in der Bibel. Welches ist das beliebteste Instrument in der Heiligen Schrift? Es ist die Posaune. Erstaunlicherweise kommt sie mehr als einhundertzwanzigmal vor. Darum steht sie auch im letzten Psalm – Psalm...

  • 03.05.23
Feuilleton

Rezension
Kleine Theologie des »Als ob«

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Geistige und geistliche Lichtpunkte, inmitten des theologieschwachen, moralinhaltigen Nebels, der über unseren gegenwärtigen protestantischen Kirchen(leitungs)landschaften liegt. Von Thomas A. Seidel Zu diesen Lichtpunkten zählt der neueste Text von Sebastian Kleinschmidt. Der studierte Philosoph, langjährige Chefredakteur der Zeitschrift „Sinn und Form“ und Mitherausgeber der Buch-Reihe „Georgiana – Neue theologische Perspektiven“ hat soeben eine „Kleine...

  • 23.04.23
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Serie (4)
Ostern – Gott handelt

"Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden", rufen sich Christen am Ostermorgen zu. Können wir dies noch glauben? Unser Autor beschreibt das Wichtige an der Osterbotschaft. Von Rolf Wischnath Der christliche Glaube ist eigentlich eine schwer zu denkende Angelegenheit. Zu Ostern soll geglaubt werden, dass vor ca. zweitausend Jahren in Jerusalem ein Jude namens „Jesus“ auf fürchterlichste Weise am Römerkreuz ermordet worden ist und dass er drei Tage danach „auferstanden“ sei. Und...

  • 04.04.23
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Serie (3)
Schreie am Kreuz

Unter dem Kreuz Jesu wurde nach dem Matthäus-evangelium nicht – wie in Bachs Matthäus-Passion – ergreifend gesungen. Vielmehr ist zu hören, dass Jesus zweimal gellend schreit – unüberhörbar „mit lautem Ruf“. Von Rolf Wischnath Mit dem ersten Hilfeschrei ruft der Gekreuzigte den ersten Vers des Psalms 22: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“. Dieser Gebetschrei ist oft verstanden worden als Ausdruck letzter Verzweiflung, in der der Gekreuzigte auch seinen Glauben verloren hat....

  • 30.03.23
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Ist die Theologie eine Wissenschaft?
An der Uni

Von Tilman Baier Theologie-Studenten waren an einer staatlichen DDR-Universität Exoten. Bestaunt von den Kommilitonen anderer Fachrichtungen, wachsam beäugt von den Statthaltern des Staates. Und auch wenn für die Vertreter der reinen marxistisch-leninistischen Lehre klar war, dass die Religion zum Absterben verurteilt ist, so blieb doch die Theologie wie Jahrhunderte schon Teil des Fächerkanons selbst einer sozialistischen Alma Mater – schon um die Kontrolle über die Ausbildung künftiger...

  • 28.10.22
Blickpunkt
Die Regionalbischöfin Bettina Schlauraff spricht in ihrer Festpredigt von vier Menschen, die sie besonders berührt haben: "Sie erzählen mir von Gott, was ich in keinem Buch lesen könnte." | Foto: Viktoria Kühne
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Wie gemacht für Reformationstag
Gott-Rednerinnen und Gott-Künder

Aufs Maul geschaut: In der Predigt zu ihrer Einführung als Regionalbischöfin für den EKM-Nordsprengel im Magdeburger Dom betonte Bettina Schlauraff in guter lutherischer Tradition das Priestertum aller Gläubigen. Wir drucken hier ihre Predigt aus dem Festgottesdienst, der der Bibeltext aus Nehemia 8 zugrunde liegt. Der Theo-loge Hans Ruhig liegen seine schlanken Hände auf dem alten Tisch. Er atmet ruhig. Sein Haar ist schütter geworden. Aber seine Stimme ist so warm und klar wie seit eh und je....

Aktuelles

Fernstudium Theologie erfolgreich durchgeführt
Theologie geschlechterbewusst

Trotz Pandemie und Stellenwechsel kann das in Kooperation mit der Frauenarbeit der EKBO angebotene Fernstudium Theologie geschlechterbewusst kontextuell neu denken (2021-2022) wie geplant abgeschlossen werden. Die Abschlussveranstaltung findet in Berlin statt. Unter Anwesenheit von Bischof Dr. Christian Stäblein werden die Werkstücke der Studierenden präsentiert und die Zertifikate verliehen. Unter dem Titel: ‚Wir feiern und fordern queere Vielfalt in Kirchen und Gesellschaft‘ werden...

Aktuelles

Theologische Fakultäten im Fokus
Katholische Theologen fordern Reform

Frankfurt a.M. (epd) - Die katholischen Theologie-Professoren Helmut Hoping und Jan-Heiner Tück plädieren für eine umfassende Reform der Theologischen Fakultäten in Deutschland. Die elf katholischen und neunzehn evangelischen Fakultäten stünden unter einem erheblichen Legitimationsdruck, da sie vielerorts «deutlich unter fünfzig Prozent» ausgelastet seien, heißt es in einem Gastbeitrag in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Angesichts des Umbruchs der religiösen Landschaft müsse sich die...

  • 07.07.22
Glaube und Alltag

Weihnachtsblume aus der Wüste
Um die Rose von Jericho ranken sich viele Legenden

I'm Dezember findet man sie in Geschäften und auf Märkten: die Rose von Jericho - eine bräunliche, trockene Zweigkugel, die bei Kontakt mit Wasser scheinbar zu neuem Leben erwacht. Kreuzritter brachten die mythische Pflanze nach Europa. Von Claudia Schülke (epd) Es ist ein faszinierender Effekt: Offenbar tote, vertrocknete Pflanzen scheinen innerhalb kurzer Zeit neues Leben zu entwickeln, wenn man sie in eine Schale mit Wasser legt: Die «Echte Rose von Jericho» ist eine einjährige krautige...

  • 26.12.21
Blickpunkt

Theologin Sarah Vecera
Bilder vom weißen Jesuskind infrage stellen

Die evangelische Theologin Sarah Vecera hat Christen dazu aufgerufen, Darstellungen und eigene Vorstellungen vom weißen Jesuskind infrage zu stellen. «Es fühlt sich selbst für mich ungewohnt an und auch ich kriege das weiße Baby nur schwer aus meinem Kopf raus, auch wenn ich mir intellektuell darüber im Klaren bin, dass das richtig ist», sagte Vecera . Aber: «Der uns an Weihnachten geborene Retter der Welt war Person of Color. Punkt.» Der holde Knabe mit lockig blondem Haar sei allgegenwärtig,...

  • 25.12.21
  • 9
Blickpunkt

Genderdimensionen der Bibel…
Theologie geschlechterbewusst denken

Nachdem der aktuelle Jahrgang des Fernstudiums „Theologie geschlechterbewusst- kontextuell neu denken“ im Januar starten konnte, fand nun bereits das dritte Modul zur „Bibel“ unter der Leitung von Prof*in Ulrike Auga und dem Mitwirken der EFiM (für die EKM) und der AKD (für die EKBO) digital statt. Obgleich das Treffen der Teilnehmenden, die aus dem gesamten Bundesgebiet von der Nordsee bis in die Schwäbische Alb kommen, nicht wie geplant vor Ort in Leipzig stattfinden konnte, war „der Osten“...

  • 23.06.21
Glaube und AlltagPremium
Aktuelle Filme und Serien seien oft wie Zeitansagen und der Versuch, in Bildern und Geschichten zu deuten, was in der Welt los ist, sagt Thorsten Dietz. In der Bibel sei das genauso. | Foto: Michael Gaida/pixabay.com
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Verständlich über den Glauben reden
Aufgabe für ein ganzes Leben

Theologie einfach zu erklären, ist eine hohe Kunst. Das weiß auch Thorsten Dietz, Professor für Systematische Theologie an der Evangelischen Hochschule Tabor sowie Privatdozent an der Universität Marburg. Wie es doch gelingen kann, erzählt er im Gespräch mit Bernd Becker. Sie versuchen durch Ihre Lehrtätigkeit und Ihre Vorträge wissenschaftliche Theologie verständlich zu vermitteln. Sehen Sie ein Defizit in der Verkündigung? Thorsten Dietz: Ich nehme tatsächlich eine riesige Kluft wahr zwischen...

  • 27.05.21
Glaube und Alltag

Die Diskursivität jüdischer Theologie
Vortrag Rabbiner Jehoshua Ahrens

Festvortrag: „Die Diskursivität jüdischer Theologie“ mit Rabbiner Dr. Jehoshua Ahrens Der Vortrag wird grundlegend auf Entwicklungen und Kontext des jüdischen Religionsrechts eingehen und anhand von Beispielen aufzeigen, wie die Halacha immer wieder neu interpretiert und der Zeit und den Gegebenheiten angepasst wurde und wird. Wir laden sehr herzlich in die wunderschöne Mühlhäuser Hinterhofsynagoge ein. Es wird die erste Präsentveranstaltung unseres Projektes "Tora ist Leben" sein. Unser Team...

Eine Welt

Neue Präsidentin von "Brot für die Welt"
Mit wachen Augen durch die Welt

Porträt: Seit dem 1. März ist die Theologin Dagmar Pruin Chefin von Brot für die Welt. Alles begann mit der Urgroßmutter in ihrem ostfriesischen Heimatdorf Möhlenwarf. Was sie antreibt und woher sie kommt. Von Bettina Röder Es gibt diese Kindertage, die vergisst man nicht. Für Dagmar Pruin gehören die Stunden mit der Urgroßmutter dazu. Die versammelte die Großfamilie jeden Morgen um 11 Uhr in dem ostfriesischen Dorf Möhlenwarf zum Teetrinken um sich. Eine selbstbewusste kleine Frau, die immer...

  • 18.03.21
Kirche vor Ort

Millionen für die "Christliche Sittenlehre"

Die Vorlesungen zur "Christlichen Sittenlehre" von Friedrich Schleiermacher gehören zu den einflussreichsten Arbeiten des berühmten Theologen des 19. Jahrhunderts. Trotzdem gibt es bislang keine vollständige Edition davon. Ein neues von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für maximal zehn Jahre mit bis zu 2,8 Millionen Euro gefördertes Langfristvorhaben soll diese Leerstelle füllen. Forscher der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Humboldt-Universität zu Berlin, der...

BlickpunktPremium
Vom Umgang mit der Sünde: Orthodoxes Hochfest der Taufe Christi im Januar 2014 in Moskau. Gläubige tauchen in einem Wasserbecken mit geweihtem Wasser unter, um sich von Sünden reinzuwaschen. | Foto: kna-bild/Natalia Gileva
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Schuld und Sühne
Ohne Sünde geht es nicht

Zum Christentum gehört die »Sünde«, meint der Wiener Professor für Systematische Theologie, Ulrich Körtner. Der Begriff sei immer noch »sehr aktuell«, sagt er im Interview mit Frank Hofmann Haben Sie heute schon gesündigt? Ulrich Körtner: Da ich unter »Sünde« keine Einzeltat verstehe, sondern eine gestörte Gottesbeziehung, und den Tag mit einer Andacht begonnen habe, sage ich mal augenzwinkernd: Nein. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat man die »Sünde« bagatellisiert. Hat der Begriff ausgedient?...

  • 07.03.21
Glaube und AlltagPremium

Wie grausam ist das denn?
Für unsere Sünden gestorben

Brauchte Gott tatsächlich ein Menschenopfer, um uns wieder wohlgesonnen zu sein? Kaum eine Aussage des Christentums verstört mehr als die vom Sühneopfer. Eine Klarstellung. Von Johann Hinrich Claussen Wenn Zeitgenossen etwas am Christentum besonders unverständlich, ja abstoßend erscheint, dann ist es die Vorstellung, Jesus Christus sei »für unsere Sünden gestorben«, sein Tod sei ein »Sühneopfer« gewesen. Schon das Wort »Sünde« lässt viele zurückschrecken, scheint es doch mit einer...

  • 05.03.21
Glaube und AlltagPremium

Moderne Propheten
Sind Virologen die neuen Heiligen?

An die neuesten Forschungsergebnisse werden Erlösungsvorstellungen geknüpft. Eine kritische Betrachtung zum Verhältnis von Theologie und Naturwissenschaften. Von Andreas  Öhler Der Freiburger Fundamentaltheologe Markus Striet kritisierte im vergangenen Frühjahr in einem Interview mit der „Osnabrücker Zeitung“ den Papst in Sachen Coronavirus. Er sagte: "Eine solche Epidemie wird durch die Medizin, durch medizinischen Fortschritt bekämpft, aber nicht durch ein Bittgebet." Traditionen, die...

  • 29.01.21
Feuilleton
Foto: Evangelische Akademie Thüringen
Video

100 Jahre Thüringer ev. Kirche
Moritz Mitzenheim - Raum für die Kirche

Wer sich mit Moritz Mitzenheim befasst, gerät in ein emotionales bergauf und bergab. Das schickte Dr. Ehrhart Neubert seinem Vortrag über diesen Landesbischof auf der Akademie-Tagung „100 Jahre evangelische Landeskirche in Thüringen“ im November in Neudietendorf voraus. Tatsächlich wird Mitzenheim als lutherisch-treuer Kämpfer für seine Kirche ebenso erinnert wie als „roter Moritz“, der sich mit Walter Ulbricht traf. Wie also würde Neubert über ihn sprechen? Diese Frage stand nicht erst von da...

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