Eine Welt

Beiträge zur Rubrik Eine Welt

Italien: «Sea-Watch 3» wieder freigegeben

Berlin (epd) – Das Mitte Mai in Italien beschlagnahmte zivile Rettungsschiff «Sea-Watch 3» darf wieder auslaufen. «Gerade haben wir die offizielle Nachricht erhalten, dass unser Schiff nicht länger konfisziert ist und in den Einsatz zurückkehren kann», teilte die in Berlin ansässige Organisation Sea-Watch am vergangenen Samstagnachmittag auf Twitter mit. Die «Sea-Watch 3» hatte Mitte Mai 65 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Tagelang mussten die Geretteten und die Crew ausharren, bis sie in...

  • 07.06.19
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Stolze Schönheit: Fatou Sarr auf dem Feld in der Region Thiès, rund eine Auto-stunde von Senegals Hauptstadt Dakar entfernt

Schönheitselixier made in Afrika: Bio-Gel aus Aloe vera

Von Martina Zimmermann Im Senegal ist Fatou Sarr eine kleine Berühmtheit. Die 27-Jährige steht mit Jeans und Polo-Shirt auf dem Feld, beugt sich über eine Gruppe stacheliger Blätter, von denen die größten einen halben Meter hoch sind, und wählt die zu erntenden Blätter aus. «Aloe vera wächst hier prächtiger als alle anderen Pflanzen», sagt sie. 2015 hat die junge Senegalesin in der Region Thiès, rund eine Autostunde von Senegals Hauptstadt Dakar entfernt, die ersten Pflanzen in die Erde...

  • 02.06.19
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Brasilien: Gefahr für Menschenrechte

Berlin (red) – Knapp fünf Monate nach dem Amtsantritt von Jair Bolsonaro warnt Amnesty International vor der menschenrechtsfeindlichen Rhetorik des brasilianischen Präsidenten und deren Folgen. Mit laxeren Waffengesetzen, Verletzungen der Rechte indigener Bevölkerungsgruppen sowie verschärfter Überwachung von Nichtregierungsorganisationen habe die brasilianische Regierung konkrete Maßnahmen ergriffen, die die Menschenrechte verletzen, so die Organisation. Potenziell seien Millionen von Menschen...

  • 02.06.19
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Eine Twitternachricht von Papst Franziskus

Wann beginnt das Sterben?

Der Fall des Wachkoma-Patienten Vincent Lambert beschäftigt seit Jahren die französische Öffentlichkeit. Die Lebenserhaltungssysteme sollten eigentlich abgestellt werden. Von Jörn Schumacher Der 42-jährige Franzose Vincent Lambert verunglückte vor zehn Jahren bei einem Verkehrsunfall. Dabei hatte er sich so schwer am Kopf verletzt, dass er seither im Wachkoma liegt. Laut Spiegel Online lebt er in einem Dämmerzustand, seine Augen bewegen sich zwar und reagierten auf Lärm, sie bleiben aber...

  • 01.06.19
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Jemen: UN versorgt fast elf Millionen Menschen

Genf (epd) – Das Welternährungsprogramm (WFP) hat im März fast elf Millionen Menschen im Jemen mit Lebensmitteln versorgt. Niemals zuvor habe die UN-Organisation in einem Monat in dem Kriegsland mehr Menschen geholfen. In den kommenden Monaten sollte die Zahl der Empfänger noch weiter auf zwölf Millionen Menschen erhöht werden, doch nun drohte die Organisation das Aussetzen der Lieferung in die von Huthi-Rebellen kontrollierten Gebiete an. Hintergrund ist, dass ein systematischer Diebstahl...

  • 31.05.19
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Abtreibungsgesetz von Alabama: Diese Regelung ist konsequent

Von Alexandra Maria Linder Das Abtreibungsgesetz, das am Dienstag mit 25 zu sechs Stimmen im Senat des US-Bundesstaates Alabama verabschiedet wurde, ist ein Novum in der weltweiten Abtreibungsgesetzgebung. Der Text verweist in der Begründung zunächst unter anderem auf die Verfassung von Alabama (1901) und auf den Satz der amerikanischen Verfassung, dass der Mensch „gleichwertig erschaffen“ sei. Das müsse konsequenterweise für jeden Menschen von der Zeugung an gelten. Vergleichszahlen...

  • 26.05.19
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Song Contest mit politischen Statements

Jerusalem/Tel Aviv (epd) – Der in den frühen Sonntagmorgenstunden beendete 64. Eurovision Song Contest in Tel Aviv wurde ohne nennenswerte Störungen ausgetragen. Der Versuch der pro-palästinensischen BDS-Bewegung, die Israel politisch, wirtschaftlich und kulturell isolieren will, ist gescheitert – am Finale nahmen alle für den Wettbewerb Qualifizierten teil. BDS hatte dazu aufgefordert, keine Delegationen nach Tel Aviv zu schicken. Allerdings wurde die Austragung durch zwei Zwischenfälle für...

  • 25.05.19
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Nicht ohne Gegenwehr: In demokratisch regierten Bundesstaaten sind Gesetze zum Schutz des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch in Vorbereitung, sollte das Oberste Gericht dieses schwächen.

Abtreibungsgegner gehen aufs Ganze

Ein emotional und viel diskutiertes Thema in den USA: Schwangerschaftsabbrüche. Aktuell hoffen viele Abtreibungsgegner darauf, dass diese gänzlich verboten werden. Von Konrad Ege Die Gouverneurin des US-Bundesstaates Alabama, Kay Ivey, hat am vergangenen Mittwoch das strikteste Anti-Abtreibungsgesetz in den Vereinigten Staaten unterzeichnet. Es verbietet Schwangerschaftsabbrüche in fast allen Fällen. Der Senat von Alabama hatte am Tag zuvor und das Repräsentantenhaus im April für das...

  • 25.05.19
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Demonstrationsaufruf

Abtreibungsgegner warben in Rom seit vergangenem Mittwoch mit einem 250 Quadratmeter großen Bild eines Fötus für ihr Anliegen. «Liebe Greta, wenn Du den Planeten retten willst, retten wir die menschlichen Welpen», steht in roten Lettern neben der Abbildung eines elf Wochen alten Kindes. Mit dem Riesenplakat forderten die Aktivisten zur Teilnahme am nationalen «Marsch für das Leben» auf, der am vergangen Samstag stattfand. Vorangegangen war der Aktion auch ein Rechtsstreit, in dem ein Gericht...

  • 24.05.19
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Die längste Bibel der Welt 2017 in Magdeburg

Bibel-Leporello wird in den USA entfaltet

Stuttgart/Washington (epd) – Die Stuttgarter Wiedmann-Bibel wird in den USA erstmals komplett und an einem Stück gezeigt. Das als «längste Bibel der Welt» bekannte Werk des Malers Willy Wiedmann im Leporello-Format werde in Washington am 1. Juni entlang des Lincoln Memorial auf 1517 Meter entfaltet. Die Wiedmann-Bibel zeigt auf 3333 Bildern Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Ausgeklappt wird ein Nachdruck der Wiedmann-Bibel. Das Faksimile wurde zum ersten Mal 2017, zum...

  • 19.05.19
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Sri Lanka: Erste Messen nach Anschlägen

Colombo (epd) – Drei Wochen nach den Osteranschlägen mit 258 Toten haben Katholiken in Sri Lanka am vergangenen Sonntag erstmals wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert. Wie örtliche Medien berichteten, besuchten Tausende Christen die Kirchen in der Hauptstadt Colombo. Besucher wurden an den Eingängen zu den Gotteshäusern von Sicherheitsbeamten auf Waffen und Sprengstoff abgesucht. Soldaten mit Maschinengewehren bewachten die Kirchen. Inzwischen hat die Polizei mehr als 150 Menschen in...

  • 18.05.19
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Zeugnisse vergangener Zeiten: Bücher sind nur ein Teil der Archivalien im Archiv des kirchlichen Begegnungs- und Kulturzentrums Teutsch-Haus in der Altstadt von Hermannstadt, Siebenbürgen.

Kulturschätze in Pappkartons

Rumäniens evangelische Kirche im einst fast rein deutschen Siebenbürgen umfasste einmal Hunderttausende Christen. Jetzt wird das 850-jährige Kulturerbe gesichert. Von Bettina von Clausewitz Nicht jeder Schatz wird in einer kostbaren Schatulle verwahrt. Im Zentralarchiv der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien (EKR) im siebenbürgischen Hermannstadt etwa werden Schätze abgeliefert, von denen man nicht vermuten würde, dass sie das gut 850 Jahre alte kulturelle Erbe einer fast...

  • 18.05.19
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Ein Mädchen stellt in einer Ziegelei in Indien Lehmziegel her. Die Kindernothilfe setzt sich für die Kinder ein.

Blickwechsel
Weltweite Anwältin der Kinder: 60 Jahre Kindernothilfe

Von Bettina von Clausewitz Die Geschichte der Kindernothilfe beginnt 1959 mit fünf Patenschaften in Indien. Mehr als sieben Millionen Kinder und Jugendliche unterstützte das christliche Hilfswerk in den zurückliegenden 60 Jahren. Wenn der kenianische Rapper Peter Mweke seine Songs vorträgt, erzählt er auch aus seinem eigenen Leben: Wie er mit fünf Jahren auf den Straßen Nairobis landete, klaute und Klebstoff schnüffelte oder mit zwölf für drei Jahre ins Gefängnis musste. Dann die Wende: Der...

  • 17.05.19
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Malta: Kapitän der "Lifeline" verurteilt

Valletta/Dresden (epd) – Im Prozess um das Flüchtlingsrettungsschiff "Lifeline" ist dessen Kapitän Claus-Peter Reisch am Dienstag zu einer Geldstrafe von 10000 Euro verurteilt worden. Wie "Lifeline"-Sprecher Axel Steier mitteilte, sah es das Gericht als erwiesen an, dass das Schiff der Dresdner Hilfs-organisation "Mission Lifeline" falsch registriert worden war. Reisch kündigte an, das Urteil anzufechten und in die nächste Instanz zu gehen. Das Gericht habe jedoch anerkannt, dass die Rettung...

  • 17.05.19
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Wie singt die Nachtigall außerhalb Berlins?

Berlin (epd) – Nachtigall, ich hör dich singen: Das Berliner Museum für Naturkunde will in den kommenden Monaten deutschlandweit Gesang, Brutstätten und Bedeutung des gefiederten Frühlingsboten untersuchen. Es soll erforscht werden, ob sie in Dialekten singen, welche Brutstätten sie bevorzugen und welche Sehnsüchte Menschen mit dem Gesang verbinden. Beteiligen können sich an diesem «Bürgerforschungsprojekt» alle, die die kostenfreie Smartphone-App «Naturblick» herunterladen. Damit könnten mit...

  • 13.05.19
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Gaza: Internationale Kritik an Beschuss

Jerusalem/Gaza (red) – Der Dauerbeschuss des Südens Israels durch radikale Palästinenser am vergangenen Wochenende rief zahlreiche internationale Reaktionen hervor, berichtete das Nachrichtenportal "israelnet.com". US-Präsident Donald Trump erklärte, sein Land stehe zu 100 Prozent hinter Israel, das seine Bürger gegen die tödlichen Angriffe der Terrorgruppen Hamas und Islamischer Dschihad verteidige. UN-Generalsekretär Antonio Guterres äußerte sich „zutiefst besorgt“ über die Eskalation der...

  • 12.05.19
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Nicht mehr viele: Anfang des 20. Jahrhunderts lebten etwa 3,5 Millionen Juden in Polen. Heute sind es nur noch rund Zehntausend.  Die Antisemiten bekämpften also ein Phantom, so die Warschauer Antisemitismus-Forscherin Bożena Umińska-Keff.

„Und sie üben für ein Judenpogrom“

Antisemitismus ist in Polen allgegenwärtig, davon zeugte auch der zurückliegende Karfreitag. Polnische Juden sind entsetzt. Von Uwe von Seltmann Es waren verstörende Szenen, die sich am Karfreitag in der ostpolnischen Kleinstadt Pruchnik abspielten: Johlende Kinder, angefeuert von ihren Eltern, schlagen mit Stöcken auf eine Strohpuppe ein, die durch die Straßen geschleift, gehängt, geköpft und schließlich brennend in einen Fluss geworfen wird. Die Puppe trägt eine schwarze...

  • 12.05.19
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Brunei: Scharia als Rechtssystem

Kelkheim (red) – Seit einem Monat gilt im Sultanat Brunei die Scharia vollumfänglich als Rechtssystem, berichtet die Hilfsorganisation »Open Doors«. Sie ist nun Grundlage der Rechtsprechung für alle Bewohner des Landes, mit Ausnahme der königlichen Familie: Muslime wie Nicht-Muslime, Gastarbeiter eingeschlossen. Von den 430000 in Brunei lebenden Menschen bekennen sich etwa 57400 zum christlichen Glauben, 57 % der Bevölkerung sind nach Angaben des Hilfswerks Muslime. Offiziell sind drei...

  • 11.05.19
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Erstmals zeigt eine Videoaufnahme das Leben des Warschauer Ghettos aus der Innensicht.

Warschauer Ghetto: Unbekannte Filmaufnahmen zeigen Elend

Von Jens Mattern Bekannte Filmaufnahmen, die das sogenannten Juden-Ghetto während der deutschen Besetzung in Warschau im Zweiten Weltkrieg zeigen, stammten bislang alle aus deutscher Hand und dienten damals der Propaganda. Doch am 11. Mai sollen bislang unbekannte Aufnahmen eines polnischen Filmamateurs auf dem polnischen Filmfestival „Millennium Docs Against Gravity“ zu sehen sein. Sie sind Teil des Dokumentarfilms „Warschau – geteilte Stadt“ des polnisch-kanadischen Filmemachers Eric...

  • 10.05.19
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Jemen: Mehr Babys und Schwangere sterben

Berlin (epd) – Der Krieg im Jemen hat nach Angaben von »Ärzte ohne Grenzen« dramatische Auswirkungen auf Schwangere und Babys. Allein die Krankenhäuser in Al-Huban, einem Vorort der Großstadt Tais, und in der Stadt Abs hätten zwischen 2016 und 2018 den Tod von 36 Müttern und 1 529 Kindern registriert. Unter den Toten seien 1 018 Neugeborene. Als Todesursachen wurden vor allem Frühgeburt, Sauerstoffmangel und schwere Infektionen genannt.

  • 05.05.19
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Tödliche Injektion: Im amerikanischen Bundesstaat Missouri werden zum Tode Verurteilte mit dem Barbiturat Pentobarbital getötet.

US-Todesstrafe: Die Zivilisation ist brüchig

Von Konrad Ege Wenn es um die Todesstrafe geht, zeigt sich die Justiz der USA von ihrer hässlichsten Seite. Nationen in Europa, die seit langem nicht mehr von Amts wegen töten, können dankbar sein, dass sie sich verabschiedet haben von grausigen Überlegungen, wie man einen verurteilten Straftäter am besten und »humansten« ums Leben bringt. Und ob ein Gefängnispastor im Hinrichtungsraum zugegen sein darf oder nicht. Das Oberste US-Gericht hat Anfang April eine geplante Hinrichtung im Staat...

  • 05.05.19
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Erfolgsgeschichte im Kleinformat

Hamburg (epd) – Sie sind gerade einmal 20 Gramm leicht und zehn mal zehn Zentimeter klein – und doch sind Pixi-Bücher Schwergewichte in der Welt der Kinderbücher. Vor 65 Jahren, am 29. April 1954, erwarb der Hamburger Carlsen-Verlag die Lizenz für Deutschland. Die Heftchen mit dem kleinen rothaarigen Pixi (englisch: »pixy«, Kobold) gibt es unter anderen auch in albanischer, chinesischer, koreanischer und mazedonischer Sprache. Sie haben eine Auflage von rund zwölf Millionen Exemplaren im...

  • 04.05.19
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Dokumentierte Hinrichtungszahl sinkt

Berlin, London (epd) – Die Zahl der dokumentierten Hinrichtungen ist laut Amnesty International 2018 auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gesunken. Demnach wurden im vergangenen Jahr mindestens 690 Menschen in etwa 20 Ländern hingerichtet. Der Staat mit den meisten Exekutionen bleibt laut Amnesty China, wo die Zahl der vollzogenen Todesurteile nicht veröffentlicht wird. Schätzungen zufolge wurden im vergangenen Jahr Tausende Menschen hingerichtet – mehr als im Rest der Welt zusammen. Auf...

  • 04.05.19
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Mehr als eine Schule: Für rund 100 Kinder ist die »Elimu ya Kenya Primary School – Altenburger Land« nicht nur in Sachen Bildung zu einem Lebensmittelpunkt geworden. Doch das erfolgreiche Projekt ist bedroht.
4 Bilder

Eine Schule hofft auf Rettung

Eine kleine Oase der Bildung in Kenia ist auf Hilfe angewiesen: Die »Elimu ya Kenya«-Schule droht angesichts der in dem ostafrikanischen Land sich häufenden Überschwemmungen einzustürzen. Eine Drainage könnte das Projekt eines Vereins aus dem thüringischen Altenburg retten. Von Kathleen Bernhardt Es war nach einem Kenia-Urlaub vor über 15 Jahren, als Gunter Nehrig mit seinen Freunden das dachte, was wohl viele Kenia-Urlauber denken: Hier müssten wir mal was spenden. Den Altenburgern war...

  • 04.05.19
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