Predigttext

Beiträge zum Thema Predigttext

Glaube und Alltag

Ein für  alle Mal 

Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise.1. Petrus 1, Vers 18Von Ehrenfried Krüger, Pfarrer in Brand-Erbisdorf Ein Kreuz ist das Symbol der Christen. Es wird als Schmuckstück an einer Kette getragen, hängt in Wohnungen und kennzeichnet unsere Kirchen und Gemeindehäuser als Orte, wo die Nachfolger des Gekreuzigten zusammenkommen. Doch noch wichtiger: Das Kreuz steht für die zentrale Aussage des christlichen...

Glaube und Alltag

Es gibt auch Hoffnung

Wohlan, ich will von meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg. Jesaja 5, Vers 1 Von Wolfgang Krauß, Superintendent in Sonneberg Mit dem Predigttext stimmen wir am Sonntag Reminiszere in ein trauriges Lied ein. Ein Lied von Zerstörung, das verstört. Wo bleibt Gottes Barmherzigkeit? Der Weinberg, Sinnbild für Gottes reiche Fülle, ist seiner Bestimmung beraubt und hinterlässt ein Bild der Verwüstung, Leere und Sinnlosigkeit. Es sträubt sich in mir, meine Predigt...

Glaube und Alltag

Jetzt ist Gottes Zeit 

Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils! 2. Korinther 6, Vers 2bVon Wolfgang Krauße, Superintendent in Sonneberg Wir leben in Zeiten der Verunsicherungen, der Ängste, der Unüberschaubarkeit von Informationen und Meinungen. Sind es »alternative Fakten«, die uns aufgetischt werden, oder ist es wahr? Noch nie ging es vielen Menschen so gut, und doch sind sie nicht glücklich, schon gar nicht einmal zufrieden mit ihrem Leben. Wird wirklich alles immer schlechter?...

Glaube und Alltag

Auch wenn es noch nicht sichtbar ist: Das Böse hat verloren

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. 1. Johannes 3, Vers 8 b Von Jürgen Hofmann, Pfarrer in Pratau Ist der Teufel eine personale Macht? Auf diese Frage habe ich vor einigen Jahren eine für mich stimmige Antwort gefunden, die auch sehr gut zu dem biblischen Befund passt: Das Böse in dieser Welt, in all seinen Spielarten, tritt viel zu planmäßig und gesteuert auf, als dass es nur als die Summe aller bösen Taten verstanden werden könnte. Da muss ein...

Glaube und Alltag

Kritik  gerechtfertigt 

Ich hasse und verachte eure Feste und mag  eure Versammlungen nicht riechen … Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach. Amos 5, Vers 21 + 24 Von Pfarrer i. R. Aribert Rothe, Erfurt Gottesdienst? Lasst mich doch in Ruhe! Ich hasse das! Man muss doch auch mal ausschlafen! Und anständig leben kann man auch so.« Die Eltern sind enttäuscht und gehen wieder mal allein in die Kirche. Doch was müssen sie als erstes von der Kanzel hören? Denn aller sechs...

Glaube und Alltag

Lob der  Schwachheit 

Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.2. Korinther 12,9b Von Christine Lässig Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr. Dass dieses Wilhelm Busch zugeschriebene Zitat ein indisches Sprichwort ist, zeigt die zeitlose wie weltweite Gültigkeit der Feststellung. Und falls es noch einer Bestätigung bedürfte, so könnte der amtierende amerikanische Präsident als Paradebeispiel den schlagenden Beweis liefern. Mehr...

Glaube und Alltag

Rühme dich, dass du Gott kennst 

»Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums.« Jeremia 9, Vers 22 Von Christine Reizig, Landespfarrerin für Gemeindeaufbau in Dessau-Roßlau »Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.« Er war sich seiner Sache sehr sicher und tanzte voller Freude schon um das Feuer. Dabei bemerkte er nicht, dass er belauscht wurde. Der Lauscher an der Wand hat der Königin den Namen verraten. Jetzt...

Glaube und Alltag

Reif für die Insel

Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Offenbarung 1, Vers 17b.18a Von Christine Reizig, Landespfarrerin für Gemeindeaufbau in Dessau-Roßlau Heute gibt es regelmäßige Fährverbindungen nach Patmos. Das war anders, als der Seher Johannes dort war. Ob er Gefangener war oder sich in Vorbereitung auf sein prophetisches Amt zurückgezogen hat, ist nicht bekannt. Die Insel war Verbannungsort der römischen Besatzer. »Reif für die Insel« bedeutete nicht: Ich brauche mal...

Glaube und Alltag

Werben ohne Tricks

Und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft, auf dass euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft. 1. Korinther 2, Vers 4 a Von Christine Reizig, Landespfarrerin für Gemeindeaufbau in Dessau-Roßlau Sie kennen auch solche Gespräche, bei denen Sie von Ihrem Gegenüber mit Argumenten förmlich attackiert werden, bis Ihnen nichts mehr einfällt. Sie haben nichts mehr entgegenzusetzen. Sie...

Glaube und Alltag

Angesehen von Gott

Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn! 1. Korinther 1, Vers 31 b Von Christine Reizig, Landespfarrerin für Gemeindeaufbau in Dessau-Roßlau Du bist doch sonst ganz vernünftig.« – Diesen oder ähnliche Sätze habe ich immer mal wieder gehört, wenn das Gespräch darauf kam, dass ich Christin oder sogar Pfarrerin bin. Dieser Fakt passte nicht zusammen mit dem, wie mich mein Gegenüber erlebt hatte. Wie sollen Christen denn sein? Ich bin in der DDR aufgewachsen und zur Schule gegangen. Ich habe in...

Glaube und Alltag

Weiter so – oder anders

Und der Herr zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten … 2. Mose 13, Vers 21 Von Christine Lässig,Pfarrerin i.R., Weimar Natürlich können wir an 365 Tagen im Jahr Bilanz ziehen über unser Leben. Es hindert uns niemand daran, und manchmal fordern uns wichtige Ereignisse geradezu heraus, Altes hinter sich zu lassen und Neues in Angriff zu nehmen. Aber der Altjahrsabend, der Jahr für Jahr daran...

Glaube und Alltag

Gott sagt Ja zu uns

Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, … der war nicht Ja und Nein, sondern das Ja war in ihm. 2. Korinther 1, Vers 19 Von Samuel Weber, Pfarrer in Lichtenberg Ich stehe im Altarraum der Geburtskirche in Bethlehem vor dem Eingang zur Geburtsgrotte. Ehrfurchtsvoll gehe ich die Stufen hinunter und stehe in einem etwas dunklen und düsteren Raum. Dieser Ort also wird verehrt, weil hier Maria Jesus zur Welt gebracht haben soll. Der Fels ist bis auf ein kleines Loch mit einer Marmorplatte und einer...

Glaube und Alltag

Angenommen von Christus

Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Ehre. Römer 15, Vers 7 Von Samuel Weber, Pfarrer in Lichtenberg Eine Mutter mit einem kleinen Kind auf dem Arm geht auf eine Säule im Kirchenschiff der Geburtskirche in Bethlehem zu. Sie nimmt den Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger und steckt sie in vier Löcher, die in der exakten Form eines Kreuzes angeordnet sind. Danach nimmt sie die Hand ihres Kindes und versucht die Finger ebenfalls in die Löcher zu...

Glaube und Alltag

Klage, die aufrichtet

Du, Herr, bist unser Vater; »Unser Erlöser«, das ist von alters her dein Name. Jesaja 63, Vers 16 b Von Samuel Weber, Pfarrer in Lichtenberg Wer einmal die Geburtskirche in Bethlehem besuchen möchte, der muss klein sein oder sich klein machen, damit er durch die Tür gehen kann. Am Gemäuer ist leicht zu erkennen, dass der Zugang einmal viel größer war. Es wird erzählt, dass Menschen, die nicht an Jesus glauben, das Heilige Land eroberten und mit ihren Pferden in diese älteste Kirche der...

Glaube und Alltag

Jüngster Tag nicht fern

Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel. Offenbarung 5, Vers 5 b Von Ute Mertens, Superintendentin im Kirchenkreis Elbe-Fläming Bücher gehören in die Adventszeit. Kleine, für jeden Tag, die uns näher an die Krippe bringen. Mit Geschichten, die von der Vorfreude und der Ankunft erzählen. Aber ein Buch mit sieben Siegeln? Starke Bilder beschreibt der Seher Johannes in seiner Vision. Eine himmlische Thronsaalszene. Der...

Glaube und Alltag

Haushalter Gottes

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern. Lukas 12, Vers 48 b Von Ute Mertens, Superintendentin im Kirchenkreis Elbe-Flämig Gott ist ein Unternehmer! So stellt ihn uns Jesus am Ewigkeitssonntag vor Augen. Der Haushalt Gottes muss verwaltet werden. Sein Kapital ist die Liebe und sein höchstes Gut das Evangelium. Gott nimmt uns in den Dienst als Verwalter seines Haushaltes. Er vertraut uns diesen Haushalt mit allen Gütern...

Glaube und Alltag

Zum Wohl anderer

Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte. Lukas 16, Vers 8 Von Ute Mertens, Superintendentin im Kirchenkreis Elbe-Fläming Jesus hat Humor! Das Gleichnis vom ungerechten Verwalter in Lukas 16 stiftet Verwirrung. Da beschuldigt ein Herr seinen Verwalter, Besitz zu verschleudern. Er soll vor ihn treten, Rechenschaft ablegen und dann verliert er seine Stellung. Was soll nun aus dem Verwalter werden? Richtig arbeiten oder betteln gehen will er nicht. Also ruft er...

Glaube und Alltag

Ein starkes Gebot

Jesus sprach: Ich sage euch, die ihr zuhört: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen. Lukas 6, Verse 27+28 Von Ute Mertens Das geht zu weit! Da werde ich angegriffen, verletzt. Da gibt es böse Nachrichten im Netz. Und ich soll das alles unter den Teppich kehren. Das Deckmäntelchen der Nächsten- oder eben der Feindesliebe einfach drüberdecken? Alles schlucken, nur weil ich ein guter Christ bin? Jesus – das geht zu...

Glaube und Alltag

Von Ballast trennen

Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Matthäus 10, Vers 34 b Von Lothar Scholz Was für eine Zumutung. Solche Worte, aus dem Munde von Jesus. Wenn wir sie hören oder lesen, können wir uns nicht vorstellen, dass Jesus als der Friedefürst bezeichnet wird. Diese Worte rufen förmlich nach einer Reaktion. Wenn jemand, der das Neue Testament und Jesus nicht kennt, solche Töne hört, wird der sagen: »Da haben wir es schwarz auf weiß: Religion ist nichts Friedfertiges, Religion...

Glaube und Alltag

Verlässliche Zusage

Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. 1. Mose 8, Verse 18 bis 22 Von Lothar Scholz Welch wunderbare Aussage. Endlich sagt jemand etwas, auf das man sich verlassen kann. Dieser Jemand ist Gott selber. Aber halt mal, was hat sich da im Vorfeld ereignet? Gab es nicht eine riesige Katastrophe, die alles vernichtet hatte, Menschen, Tiere, Pflanzen und alles was zum Leben notwendig war? Alles war weg. Nur einer war mit seiner...

Glaube und Alltag

Wunder des Glaubens

Und er kam und predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus. Markus 1, Vers 39 Von Lothar Scholz Wunder gibt es immer wieder / heute oder morgen können sie gescheh’n! / Wunder gibt es immer wieder / wenn sie dir begegnen, musst du sie auch seh’n!« Diese Worte stehen nicht in der Bibel. Es war der Refrain eines Liedes zum Eurovision Songcontest 1970, gesungen von Katja Ebstein. Im Predigttext ist nun die Rede von einem wahren Feuerwerk an Wundern. Das war etwas nach dem...

Glaube und Alltag

Jesus: Eine Zumutung?

Jesus sagt: »Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme!« Markus 10, Verse 17 bis 27 Von Lothar Scholz Das ist ja eine erschreckende Aussage, die wir hier von Jesus hören, denn natürlich möchten wir alle in den Himmel kommen; oder beschäftigt uns diese Frage überhaupt? Eigentlich haben wir doch viele andere Sorgen und Nöte. Da ist die Frage nach unserer Gegenwart, wie komme ich über die Runden. Wie steht es um meinen Arbeitsplatz? Werde...

Glaube und Alltag

Hilf meinem Unglauben!

Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Markus 9, Vers 23 Von Thomas Schädlich In diesem Predigttext begegnet uns Jesus auf eine Art und Weise, die uns vielleicht befremdet. Er ist schroff, er klingt enttäuscht: »O du ungläubiges Geschlecht.« Dabei redet er nicht zu irgendwelchen Menschen, die weit weg sind von ihm, sondern zu seinen Jüngern und zu demjenigen, der zu ihm kommt und sich für sein Kind Heilung verspricht. Kurzum, er sagt es...

Glaube und Alltag

Bewegung in Wellen

Denn es wird ein Ende haben mit den Tyrannen. Jesaja 29, Vers 20 a Von Michael Greßler Gottes Wort. Wort des Herrn im Munde des Propheten. »Eine kleine Weile noch: Dann wird es gut!« Ich glaube daran. Ich glaube es, denn Gott hat’s gesagt. Obwohl die Welt manchmal anders scheint. Es ist noch lange nicht alles gut. Und die Geschichte ist nicht ein gerader Weg zum Guten. Eher so eine Wellenbewegung. Mal schwappt die Flut hierhin. Mal dorthin. Hin und her. Es gab solche Wellen. Wellen des Guten....

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