Haushalter Gottes

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Lukas 12, Vers 48 b

Von Ute Mertens, Superintendentin im Kirchenkreis Elbe-Flämig

Gott ist ein Unternehmer! So stellt ihn uns Jesus am Ewigkeitssonntag vor Augen. Der Haushalt Gottes muss verwaltet werden. Sein Kapital ist die Liebe und sein höchstes Gut das Evangelium. Gott nimmt uns in den Dienst als Verwalter seines Haushaltes. Er vertraut uns diesen Haushalt mit allen Gütern an. Das Leben, Menschen in unserer Nähe, die Schöpfung. Viel ist uns anvertraut und viel wird von uns erwartet, weil Gott uns zutraut, diese
Aufgabe als Haushalter zu erfüllen.
Wie wir sie erfüllen, das liegt an uns. Jesus zeigt an vier Beispielen, wie die Haushalterschaft sein kann. Verantwortungsbewusst, immer das uns Anvertraute im Blick. Und damit die uns geschenkte Lebenszeit als erfüllte Zeit zu erleben, ohne zu wissen, wann der Herr kommt und Rechenschaft fordert. Oder ist die Haushalterschaft eher egozentrisch?! Nach dem Motto, Hauptsache mir geht es gut. Die anderen sind mir egal. Rechenschaft ablegen, das hat noch Zeit?
Oder sind wir eher die nachlässigen Haushalter? Wir wissen zwar, was Gott von uns erwartet, aber nehmen es nicht so genau.
Und der, der gedankenlos die Verantwortung für Gottes Haushalt übernimmt? Ahnungslos geht er oder sie an diese Aufgabe. Was Gott erwartet, ist ihm oder ihr fremd. Wird schon gut gehen! Doch Gott kommt und fordert Rechenschaft. Gott wird richten über treue und untreue Haushalter. Wir werden nach unseren Taten gefragt und Gottes Strafe können wir nicht entgehen. Hart sind die Strafen, die Jesus im Gleichnis beschreibt.
Jesus richtet mit dem Gleichnis vom treuen und untreuen Haushalter unseren Blick auf das Ende, aber auch auf die Gegenwart. Wie gehen wir mit dem uns Anvertrauten um? Erleben wir unsere Lebenszeit als durch Christus erfüllte Zeit und nehmen wir sie durch die Taten des Glaubens wahr? Sind wir treue Haushalter Gottes? Diesen Fragen müssen wir uns stellen. Gott ist ein Unternehmer. Sein Kapital und sein höchstes Gut treu zu verwalten, öffnet uns gerade am Ende des Kirchenjahres den Blick in den Himmel. Der Blick, der uns einerseits den Weg in Gottes Reich weist, um andererseits dem kommenden Menschensohn schon jetzt und hier den Weg zu bereiten.

Autor:

Adrienne Uebbing aus Weimar

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