Unzumutbare Härte für Familien angeprangert
EKM kritisiert neue Regelung

Die Migrationsbeauftragte der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Cordula Haase, kritisiert die neue Regelung zum Familiennachzug für Flüchtlinge. Es sei »nicht nachvollziehbar«, dass für Flüchtlinge mit subsidiären Schutzstatus, die voraussichtlich längere Zeit in Deutschland bleiben, das Grundrecht auf Schutz von Ehe und Familie nicht gelten solle, sagte Haase am Montag in Magdeburg. Dies sei »eine unzumutbare Härte für die Betroffenen und auch für die aufnehmende Gesellschaft nicht vorteilhaft«.
Die EKM-Migrationsbeauftragte sagte: »Die Trennung von Familien über lange Zeit verhindert wirksame Integration.« Über Jahre getrennt lebende Familienmitglieder würden einander fremd und hätten es dann zusätzlich schwer, eine gemeinsame Zukunft zu gestalten.
Die gesetzliche Neuregelung verzögere lediglich den Familiennachzug, verlängere die Wartezeiten, die Angst um Familienangehörige in Kriegsgebieten oder Flüchtlingslagern und den Schmerz der Trennung für die betroffenen Familien. »Wer das Grundrecht auf Familie als hohes Gut in unserer Gesellschaft schützen will, wird international Schutzberechtigten dieses Grundrecht nicht absprechen können«, so Haase. Ab 1. August können subsidiär Schutzberechtigte wieder Familienangehörige nach Deutschland nachholen. Der Familiennachzug soll auf maximal 1 000 Menschen pro Monat begrenzt werden. (epd)

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Online-Redaktion aus Weimar

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