Tauferinnerung und Eisbaden
Segen bei elf Grad minus
- hochgeladen von Uwe Kraus
Das Thermometer zeigt zum Beginn Tauferinnerungsgottesdienst am Sonntag elf Grad unter Null, doch die Sonne strahlt. Die evangelische Kirche in Wernigerode rief zum Gottesdienst unter freiem Himmel mit Eisbaden. Die Tauferinnerung und das Eisbaden um den Dreikönigstag sei eine alte Tradition der orthodoxen Kirchen, erklärt Pfarrer Frank Freudenberg. „Wir erinnern uns an die Taufe Jesu im Jordan.“ Die sehr aktive DLRG und die Wernigeröder Gemeinde hatten bereits tags zuvor einen speziellen Altar gestaltet. Aus dem Eis des Reddeber Teiches sägten sie dafür Eisplatten und ein eisiges Kreuz. Hier feierten zahlreiche Besucher mit dem Ortspfarrer einen besonderen Gottesdienst. Daran nahmen neben den vielen Gemeindegliedern reichlich 40 Eisbader aus der Region teil. Sie alle, darunter eine große Abordnung der Hasselfelder Eisperlen, empfingen nach dem Bad ihren Segen. "Wir veranstalten hier kein abgefahrenes Event, sondern begehen ein geistliches Fest", hebt Pfarrer Freudenberg hervor, der zum eisigen Bad selbst in die freigehackte Fläche des Teiches unweit der Teichmühle stieg.
Autor:Uwe Kraus |
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