Glaube und Alltag

Beiträge zur Rubrik Glaube und Alltag

Predrag Bukovec/Christoph Tröbinger (Hg.): Warum ich Christ bin. 26 Antworten von Persönlichkeiten der Gegenwart, Patmos Verlag, 360 S., ISBN 978-3-8436-1126-8, 24 EUR

Warum sie Christen sind: Evangelische, katholische und orthodoxe Christen geben Auskunft
Anregend, aber nicht repräsentativ

Von Matthias Caffier Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.« Dieses Petrus-Wort (1. Petrus 3,15) dient den beiden Wiener Herausgebern des Buches »Warum ich Christ bin« als Motto für die darin enthaltenen 26 Beiträge evangelischer, katholischer und orthodoxer Christen. Auch Walter Jens (1923 bis 2013) gilt ihnen als Kronzeuge; bereits 1979 veröffentlichte der ein Buch unter dem gleichnamigen Titel. Dafür hatte er damals vorwiegend...

  • 18.03.19
  • 35× gelesen
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Lass sie nicht auf dem Kopfe nisten

Lasterhaft: Die sogenannten sieben Todsünden beschäftigen uns in der Passionszeit. Die zweite und dritte Todsünde sind Geiz und Neid. Von Peter Zimmerling Die sieben sogenannten Todsünden haben als Wurzelsünden nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Sich in der Passionszeit mit ihnen zu beschäftigen, kann kathartische, reinigende, Wirkungen haben. Die Habgier hat viele Gesichter. Sie scheint in Form von Geiz in der deutschen Konsumgesellschaft zu einer regelrechten Volkseigenschaft –...

  • 17.03.19
  • 15× gelesen
Dietlind Steinhöfel

Wort zur Woche
Der große Unterschied: Sünderlein und Sünder

Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Römer 5, Vers 8 Wir können doch nicht die ganze Welt retten! – Die anderen achten ja viel weniger auf die Umwelt und fahren viel schneller mit ihren Autos als wir … Mit dem Blick auf die Verfehlungen unserer Mitmenschen können wir uns bequem zurücklehnen. Haben wir nicht von Martin Luther erfahren, dass wir nichts tun müssen, um Gottes Gnade zu bekommen? Lohn ohne Leistung. Liebe ohne...

  • 16.03.19
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  •  1
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Das Zeichen des Kreuzes

Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Johannes 3, Vers 15 Es wird nicht mehr gern gesehen, wenn sich in der medialen Sportwelt ein Sportler vor dem Rennen oder einem Spiel bekreuzigt. Zunehmend wird das Zeichen des Kreuzes verbannt, als handle es sich um eine gefährliche und ansteckende Krankheit. Ansteckend ist das Kreuz durch die Kraft des Heiligen Geistes. Allein schon von...

  • 16.03.19
  • 16× gelesen

Wort zur Woche
Einfache Sätze bringen die Welt in Ordnung

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. 1. Johannes 3, Vers 8 b Am Beginn der Passionszeit begegnen wir dem Teufel. Wir hören vom Baum der Erkenntnis am Anfang der Zeit. Menschen begegnen dem Bösen. Nicht immer gehen die Begegnungen zugunsten des Guten aus, weil die Früchte so verlockend sind, das Goldene Kalb sich so schön umtanzen lässt oder der König von der schönen Nachbarin nicht lassen kann. Wir hören die Geschichte von der Versuchung Jesu. Neue...

  • 10.03.19
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Theologische Betrachtung: Ist es egal, ob die Glocken, die zum Gottesdienst läuten, mit einem Hakenkreuz versehen sind?
Glockengeläut mit Haken

Eine Glocke mit Hakenkreuz in Ihrer Kirche – würde es Sie stören, wenn sie zum Gottesdienst läutet? Eine kleine Umfrage im Bekanntenkreis ergab sehr unterschiedliche Reaktionen. Von »Die Glocke muss weg« über »Na ja, ich muss es ja nicht sehen« bis zu »Nein, wieso? Für mich zählt nicht das Hakenkreuz, sondern das Geläut zur Ehre Gottes«. Allen gemeinsam aber ist ein Moment des Unbehagens: Hitler und das Heilige – das geht schlecht zusammen. Kirchenglocken mit Nazi-Symbolen haben mehrfach...

  • 10.03.19
  • 17× gelesen
  •  1
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Die dunklen Seiten in uns

Lasterhaft: Die sogenannten sieben Todsünden beschäftigen uns in der Passionszeit. Mit der ersten über Hochmut (Superbia), eröffnen wir eine sechsteilige Beitragsserie. Von Peter Zimmerling Die Passionszeit bietet die Chance, geistige Inventur zu halten. Sie lädt ein, sich zu besinnen: auf das eigene Denken, Fühlen und Wollen. Dabei sollen auch die dunklen Seiten, die sprichwörtlichen Leichen im Keller, ans Licht kommen. Vergangene Erfahrungen, die das Leben oft regelrecht vergällen....

  • 10.03.19
  • 18× gelesen
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Thomas-Michael Robscheit, Pfarrer in Kapellendorf und Apolda

Das ist doch menschlich

Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, … der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Hebräer 4, Vers 15 Wie haben Sie die ersten Tage der Passionszeit überstanden? Fasten Sie? Worauf? Manchmal nimmt man sich einiges vor und hält dann nicht durch: Überraschenderweise hat der Schwiegervater Geburtstag und man will doch mit anstoßen. Man würde ja weniger Auto fahren und das Rad nehmen, aber leider regnet es. Wahrscheinlich kennen Sie das. Ausreden, mit denen man sich zu...

  • 09.03.19
  • 12× gelesen

Fastenaktionen begleiten durch die Passionszeit

Mit »7 Wochen Ohne« ist die bundesweite jährliche Fastenaktion der evangelischen Kirchen zwischen Aschermittwoch (6. März) und Ostern (21. April) überschrieben. In der Fasten- oder Passionszeit erinnern Christen an das Leiden und Sterben Jesu Christi und bereiten sich auf Ostern vor, auf die Botschaft von der Auferstehung. Die Aktion »7 Wochen Ohne« soll helfen, diese Wochen bewusst zu erleben und zu gestalten. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto »Mal ehrlich! Sieben Wochen ohne...

  • 05.03.19
  • 56× gelesen
Rot und  Weiß:  Pfarrer Michael Greßler segnet die Karnevalsgesellschaft in Prießnitz

Prießnitz: Pfarrer Greßler hält Büttenpredigt
Segen für die Faschingsfahne

Ein Wort aus dem 1. Timotheusbrief: »Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; denn es wird alles geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet.« Liebe Prießnitzer Karnevalistinnen und Karnevalisten, liebe Freunde. Heute hab’ ich Euch mal eine kleine Faschingspredigt mitgebracht. Für Euch. Und für Eure neue Fahne. Lutz Lange rief mich neulich an, ob ich ne Fahne weihen kann … die wär’ ganz nagelneu gemacht,...

  • 05.03.19
  • 66× gelesen
Thomas Michael Robscheit, Pfarrer in Kapellendorf und Apolda

Halte inne!

Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden. Lukas 10, Vers 42 Bibeltexte, die man ungerecht findet, gibt es eine ganze Menge. Mich hat beispielsweise lange Zeit die Geschichte von Martha und Maria geärgert. Die beiden bekommen Besuch, Maria sitzt da, quatscht mit Jesus und Martha wirbelt derweil in der Küche rum. Ist ihr Ärger da nicht berechtigt? Könnte nicht Maria mal mit anfassen? Viele Hände – schnelles Ende! Dann hätte Martha auch...

  • 02.03.19
  • 37× gelesen
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Es sind viel mehr als nur zwölf

Kopfkino: Die Bilder, die wir von Gott und Jesus Christus haben, vermittelt durch die Bibel, durch Kunstwerke und Schule, prägen Christen bis heute. Von Sabine Kuschel Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass diese Bilder von Jesus überproportional stark von Männern geprägt sind«, gibt Pfarrer Erik Panzig, Leiter der Frauen- und Männerarbeit in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, zu bedenken. Der promovierte Theologe sieht darin eine Ursache für die vielfach noch...

  • 02.03.19
  • 10× gelesen

Wort zur Woche
Wenn der Bauch die Sicht verstellt

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. Lukas 18, Vers 31 Jesus spricht seine Jünger, er spricht uns an. Er sagt nicht: Los, wir gehen. Jesus sagt: Seht, wir gehen.Seht euch das an: Wir gehen nach Jerusalem. Das wird kein Triumphzug, kein Siegesmarsch, auch wenn mancher am Straßenrand Hosianna ruft. Der Weg von Jesus ist der Weg in die Vollendung. Das Wort Ende soll dabei nicht überhört werden....

  • 02.03.19
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Wort zur Woche
Was ist los? Warum hast du dich nicht gemeldet?

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht. Hebräer 3, Vers 15 Kennen Sie das? Man ruft bei jemandem an, einer Freundin, bei einem Familienmitglied oder einem Arbeitskollegen. Und man kommt keinen Schritt weiter. Man hat es schon hundert Mal probiert – keine Reaktion. Das ist frustrierend. Und nicht nur das. Sorgen kommen noch dazu. Was, wenn wirklich etwas im Argen liegt? Aber hinfahren, direkt vor der Tür stehen und ihn bzw. sie zum Gespräch drängen will man auch...

  • 24.02.19
  • 48× gelesen

Predigt
Klein und unscheinbar

Am Sabbattag gingen wir hinaus vor die Stadt an den Fluss, wo wir dachten, dass man zu beten pflegte, und wir setzten uns und redeten mit den Frauen, die dort zusammen-kamen. Apostelgeschichte 16, Vers 13 Wieder einmal hat sich nur ein kleines Häuflein Gläubige zusammengefunden, eine Handvoll Frauen. Lohnt sich das überhaupt noch? Die elektrische Bankheizung vermag die Kälte nicht aus der Dorfkirche zu vertreiben, und der Orgel hat die Trockenheit des vergangenen Sommers zugesetzt; sie klingt...

  • 23.02.19
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Maria Theresia Rentzing: Die Singlearbeit ist der Frau des Bischofs ein Herzensanliegen
Mutmacherin für Enttäuschte

Motorradfahrergottesdienste, Frauenmahle, Seniorenkreise – die Kirche lädt verschiedene Zielgruppen zu speziellen Veranstaltungen ein. Für Singles hingegen gibt es kaum Angebote. »Die Singlearbeit kommt in der Kirche zu kurz«, so die Beobachtung von Maria Theresia Rentzing, Pfarrerin in der sächsischen Landeskirche (Kreischa-Seifersdorf). Ihr ist es ein Herzensanliegen, für Singles Begegnungsmöglickeiten zu schaffen. Antrieb ist ihr das biblische Wort »es ist nicht gut, dass der Mensch allein...

  • 21.02.19
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Der »Klassiker« in Sachen Jesus und Maria Magdalena: Das Musical »Jesus Christ Superstar« von Andrew Lloyd Webber zeigt die beiden als Liebespaar. Hier in der deutschen Neuinszenierung aus dem Jahr 2000 in Essen mit Hazel Fernandes als Maria Magdalena und William Byrne als Jesus.

Der prominenteste Single

War Jesus ledig oder vielleicht mit Maria Magdalena verheiratet? Es gibt Schriften und Filme, in denen diese Frau als die Lieblingsjüngerin Jesu vorgestellt wird, woraus manche schlussfolgern, Jesu war mit ihr liiert. Was sagt die Bibel dazu? Von Sabine Kuschel Ich wollte zwar lieber, alle Menschen wären, wie ich bin«, schreibt Paulus an die Korinther (1. Korinther 7, Vers 7). Und meint damit, dass er sich wünsche, alle Menschen blieben ledig so wie er. »Aber jeder hat seine eigene Gabe...

  • 21.02.19
  • 22× gelesen
Begegnungszentrum Stadtkirche St. Maximi Merseburg

Ökumenisches Glaubensseminar in Merseburg
Beitrag zum christlich-jüdischen Dialog

Das diesjährige Glaubensseminar in Merseburg möchte ein Beitrag zum christlich-jüdischen Dialog sein. Ein erstes Treffen fand am 30.1.2019 um 19:30 Uhr im Begegnungszentrum in der Stadtkirche Merseburg als Einführungsabend statt. Am 20.02.2019 um 19:30 Uhr hält Frau Dr. Diana Matut einen Vortrag mit Hörproben über den Kulturtransfer zwischen Juden und Christen - gemeinsame Lieder und Melodien. Frau Dr. Diana Matut ist Dozentin am Seminar für Judaistik/Jüdische Studien an der...

  • Merseburg
  • 19.02.19
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Wort zur Woche
Den Schritt wagen – ein Neuanfang ist möglich

»Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.« Daniel 9, Vers 18 Er war am Ende seiner Kräfte. Er hatte einfach alles falsch gemacht in seinem Leben. Oder jedenfalls fast alles. Am liebsten würde er alles hinschmeißen: die Familie, den Beruf, die Freunde. Am besten alles. Denn was sollte er damit noch anfangen? Überall gab es Dinge, die sich nicht auflösen ließen. Überall fühlte sich das Leben verworren an,...

  • 17.02.19
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Dem angehenden Vater verschlägt es die Sprache

Elisabeth und Zacharias mussten lange warten, bis sich ihr Kinderwunsch erfüllte. Erst als sie die Hoffnung schon aufgegeben hatten, schenkte Gott ihnen noch einen Sohn. Der Priester Zacharias und seine Frau Elisabeth waren fromme Menschen. Aber sie hatten »kein Kind; denn Elisabeth war unfruchtbar, und beide waren hochbetagt«. (Lukas 1,7) Unter der Kinderlosigkeit muss Elisabeth sehr gelitten haben, denn sie bezeichnet diesen Zustand rückblickend als »Schmach«. (Lukas 1,25) Eines Tages...

  • 14.02.19
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Späte Elternschaft in der Bibel: Abraham und Sara
Bei Gott ist nichts unmöglich

Abrahams Frau Sara musste der Bibel nach 90 Jahre alt werden, bevor sie endlich schwanger wurde und ihren Sohn Isaak gebar. Als man ihr diese späte Schwangerschaft ankündigte, lachte sie ungläubig. Heute gilt sie als sogenannte Erzmutter, also als Frau, aus deren Nachkommenschaft das Volk Israel wurde. Viele Paare leiden heute darunter, dass ihr Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Das war zu biblischer Zeit nicht anders. Vor allem Frauen erfuhren damals oft nur dann Anerkennung, wenn sie ihren...

  • 14.02.19
  • 28× gelesen
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Maß halten

Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, damit du dich nicht zugrunde richtest. Sei nicht allzu gottlos und sei kein Tor, damit du nicht stirbst vor deiner Zeit. Prediger 7, Vers 16+17 Eine echte Neuerwerbung wird uns präsentiert: ein neuer Predigttext! Wobei der Text nicht wirklich neu ist; er ist immerhin auch schon deutlich über zweitausend Jahre alt, aber neu ist er als Predigttext in unsere Perikopenreihen gekommen. Bisher unbeachtet, vielen Christen wahrscheinlich sogar unbekannt,...

  • 14.02.19
  • 29× gelesen
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Namen

Die als »Napalm-Girl« bekannt gewordene Vietnamesin Kim Phuc Phan Thi ist mit dem Dresdner Friedenspreis geehrt worden. Die Unesco-Botschafterin erhalte die Auszeichnung, weil sie sich als Opfer dem Hass verweigere, erklärte der Verein »Friends of Dresden Deutschland« als Veranstalter. Als internationale Friedensaktivistin werde die 55-Jährige für ihren unermüdlichen Einsatz für Versöhnung und Vergebung geehrt. Der Preis wurde der Vietnamesin in der Semperoper vom Preisträger des Jahres 2015,...

  • 14.02.19
  • 23× gelesen
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Ja, das gibt es noch – und ich bin eine davon

Sag mal, Bettina, gibt es eigentlich tatsächlich noch so Missionierungen? Das ist ja heftig«, meinte neulich Sara, eine unserer engsten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, während wir Kostüme fürs Kindertheater bastelten. Ich musste schmunzeln, denn kurz vorher hatte ich die Anfrage für diesen Beitrag zum Buch »Mission Zukunft« bekommen, und tatsächlich sehen mich viele Menschen als Missionarin. Und genauso haben Menschen in meiner nächsten Nähe keine Ahnung, ob es überhaupt noch Missionierungen...

  • 07.02.19
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