Glaube und Alltag

Beiträge zur Rubrik Glaube und Alltag

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Johannes auf dem Isenheimer Altar von Matthias Grünewald

Johannes der Täufer
Zufrieden zweitklassig

Möchtegern, Vordrängler oder Wichtigtuer – all das war er nicht. Auch wenn Johannes der Täufer selbst oft im Mittelpunkt stand, verwies er auf einen viel Größeren, der nach ihm kommen sollte. Von Fabian Brand Für manch einen kommt es gar nicht in die Tüte, in der Bahn oder im Flugzeug in der zweiten Klasse zu sitzen. Wer den Standard und den Luxus der ersten Klasse gewohnt ist, der gibt ihn nur ungern wieder auf. Schließlich hat man ja den besten Service verdient, die größtmögliche...

  • 17.06.21
  • 9× gelesen
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Predigttext zum Sonntag
Yo, Brüder & Schwestern!

Wer aber prophetisch redet, der redet zu Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung. 1. Korinther 14, Vers 3Von Marie-Luise Gloger Yo“ – Was für eine Anrede. Wo bleibt da „Liebe Gemeinde“? Anmaßend für die einen – mutig für die anderen. Eine lockere Begrüßung oder eine krampfhaft übertriebene Jugendlichkeit? Paulus greift damit eine Frage auf, die vor dem Hintergrund fortschreitender religiöser und kultureller Differenzierung von evangelischen Gemeinden immer relevanter geworden...

  • 13.06.21
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Wort zur Woche
Endlich wieder unbeschwert leben

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Matthäus 11, Vers 28 Von Katarina Schubert Vorsicht, lieber Heiland, möchte ich ihm zurufen. Sie könnten tatsächlich kommen. Zu lange haben sie gehört: Bleiben Sie zu Hause! Halten Sie Abstand! Treffen Sie sich nicht mit Freunden! Sie könnten sich tatsächlich auf den Weg machen. All die Gestressten und Genervten, die Lebenshungrigen und die, die endlich mal wieder was gemeinsam erleben wollen. Und dann? Willst...

  • 12.06.21
  • 22× gelesen

Kirche aufgefordert
Quote für People of Color

 Wuppertal (epd) – Die evangelische Theologin Sarah Vecera hat die evangelische Kirche aufgefordert, über eine Quote für People of Color (PoC) nachzudenken. Diese seien in Kirchenvorständen, Pfarrhäusern und kirchlichen Leitungsämtern nicht repräsentiert, sagte Vecera. Eine Quote könne daran etwas ändern, so die Bildungsreferentin mit Schwerpunkt «Rassismus und Kirche», die für die Vereinte Evangelische Mission (VEM) arbeitet. Als People of Color bezeichnen sich Menschen, die nicht als weiß,...

  • 12.06.21
  • 19× gelesen
  • 1
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Rezension
Visionen-Sammlung für die Zukunft der Kirche

Die gute Nachricht ist: Es mangelt nicht an Ideen. Von Mirjam Petermann Das zeigt das Buch "Kirche der Zukunft – Zukunft der Kirche" ganz deutlich. Auf mehr als 200 Seiten stellen 23 junge Pfarrerinnen und Pfarrer aus allen deutschen Landeskirchen sowie aus Österreich und der Schweiz ihre Ideen, Gedanken und Träume von ihrer (Landes-) Kirche der Zukunft vor. Das Spektrum der Darstellungen ist groß: Es gibt Ideen zur Nutzung von Kirchengebäuden, andere sehen darin auch Ballast, den es zu...

  • 10.06.21
  • 18× gelesen
Biederitzer Kantorei

Magdeburger Motette startet neu
Musikalische Andacht im Freien

Die Magdeburger Motette ist wieder da! Nachdem das beliebte Veranstaltungsformat im vergangenen Jahr coronabedingt komplett abgesagt werden musste, hat sich die Magdeburger Altstadtgemeinde jetzt entschlossen, wieder vier Termine dieser musikalischen Andachten zu organisieren, bei denen sich Chöre der Region im Zusammenspiel von Musik und Wort vorstellen und bei freiem Eintritt eine entspannende Auszeit in Verbindung mit besonderer geistlicher Chormusik bieten. Eingeladen wird aktuell in den...

  • Magdeburg
  • 09.06.21
  • 86× gelesen
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Predigttext zum Sonntag
Wenn Gott sich erbarmt

Was schläfst du? Steh auf, rufe deinen Gott an! Vielleicht wird dieser Gott an uns gedenken, dass wir nicht verderben.  Jona 1, Vers 6 b Wie weit geht Gottes Erbarmen? Ein dichterisches Genie in spätalttestamentlicher Zeit hat dazu ein Kleinod hinterlassen: die Erzählung vom Propheten Jona und der bösen, heidnischen Stadt Ninive. Jona soll ihr Gottes Gericht ansagen. Er flieht per Schiff in entgegengesetzter Richtung. Gott lässt seinen Propheten nicht entkommen: Ein Sturm bringt das Schiff fast...

  • 06.06.21
  • 22× gelesen
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Wort zur Woche
Warum wir das vertrauensvolle Miteinander brauchen

 Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. Lukas 10, Vers 16 a Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Seit wir mit der Pandemie leben, müssen wir unseren Alltag und vor allem die Kontakte zu anderen Menschen kontrollieren und uns an die Regeln halten. Bedenkenloses Vertrauen könnte schwere Folgen haben. Damit uns die Kontrolle nicht in Fleisch und Blut übergeht, erinnert der Wochenspruch daran, wie viel Vertrauen Jesus in seine Jünger setzt – und in uns, die...

  • 05.06.21
  • 20× gelesen
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Nichts für nebenbei

Frieden steht im Zentrum des christlichen Glaubens und Zeugnisses. Trotzdem ist es immer eine Herausforderung, dem biblisch geprägten Begriff in der heutigen Lebensrealität der Christen und Gemeinden gerecht zu werden. Von Michael Haspel Denn Christus ist unser Friede“, heißt es im Brief an die Epheser. Der Friede ist eine Heilsgabe Gottes, die Christen darauf ausrichtet, selbst Frieden in der Welt zu stiften. Doch schon die biblische Überlieferung darüber ist nicht spannungsfrei. Die...

  • 03.06.21
  • 12× gelesen
Eingangsinitiale zum Buch Jona - ET FACTUM EST VERBUM DOMINI AD IONAM FILIUM AMATHI DICENS ...

Jona - Tragik dem Prophetentum!
zum 6. Juni 2021 - Rettung durch Wal

... am 6.Juni ging es um sehr viel. Wir begegneten in der evangelischen Predigt dem Propheten Jona. Der sagte Ninive den Untergang voraus. Ninive - Stadtstaat in Mesopotamien, Jona - die Taube. Nicht Picassos Friedenstaube ist gemeint - Jonas Los war, Unglücksbote zu sein. Quasi aus dem Nichts heraus tauchte er auf. Propheten - egal ob Mädchen mit Zöpfen oder weise Männer mit und ohne Bart - stets waren sie auf einmal mit sehr erheblicher Botschaft auf dem Plan - und wurden zum Opfer. Ist der...

  • Wittenberg
  • 02.06.21
  • 120× gelesen
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Predigttext zum Sonntag
Antworten ohne Fragen

Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. Johannes 3, Vers 8“ Es braucht mehr Menschen wie Nikodemus. Menschen, die sich aufmachen und Fragen stellen. Menschen, die der Sache auf den Grund gehen. In der Geschichte hört Nikodemus Jesus erst einmal zu. Im Hören und Verstehen kommt er der Erkenntnis nah. Nikodemus ist mir ein sympathischer Mensch. Einer, der die Fähigkeit...

  • 30.05.21
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Wort zur Woche
Wie der E-Mail-Gruß zum Segenswunsch werden kann

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! 2. Korinther 13, Vers 13 Die letzten Tage um Himmelfahrt und Pfingsten taten gut. Die allwöchentliche E-Mail-Flut, die am Montagmorgen anschwillt und dann bis zum Wochenende anhält, hielt sich durch die feiertägliche Verknappung der Wochen in Grenzen. Trotzdem sind wir durch die gewachsene Distanz mehr und mehr auf digitale Kommunikation angewiesen. Und in den knappen...

  • 29.05.21
  • 19× gelesen

VON DER KRAFT ...
... des Aaronitischen Segens (Num 6,24ff)

Ich sah, wie aus des dunklen Vorhangs Falten ein Krieger schlich. Hinauf zum Hochaltar dem Priester noch den Schädel zu zerspalten, dass dieser selbentags zur Hölle fahr. Gleichzeitig sieht dort auf den Stufen knien des Heiligtums ein Weib der Erzbarbar. Sie klagt dem Priester, wie man musste fliehen – den Gatten fremdes Heer zwang zum Soldaten. Als Sklaven sah sie beide Töchter ziehen und wurde selber Opfer schlimmster Taten. Am Altar fleht dem Gottesmanne sie: „Was keiner weiß, kann das die...

  • Wittenberg
  • 27.05.21
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Aktuelle Filme und Serien seien oft wie Zeitansagen und der Versuch, in Bildern und Geschichten zu deuten, was in der Welt los ist, sagt Thorsten Dietz. In der Bibel sei das genauso.
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Verständlich über den Glauben reden
Aufgabe für ein ganzes Leben

Theologie einfach zu erklären, ist eine hohe Kunst. Das weiß auch Thorsten Dietz, Professor für Systematische Theologie an der Evangelischen Hochschule Tabor sowie Privatdozent an der Universität Marburg. Wie es doch gelingen kann, erzählt er im Gespräch mit Bernd Becker. Sie versuchen durch Ihre Lehrtätigkeit und Ihre Vorträge wissenschaftliche Theologie verständlich zu vermitteln. Sehen Sie ein Defizit in der Verkündigung? Thorsten Dietz: Ich nehme tatsächlich eine riesige Kluft wahr zwischen...

  • 27.05.21
  • 7× gelesen
Tribar

Trinitatis 2021
von der Drei in dem Einen

Ich fragte meinen Engel, ob er hätte in seinen tausend Jahren je erspäht, das Ziel des Seins nach endlos langer Kette - im Allerheiligsten der Trinität. Er wiegt das Haupt mit heiligem Bedenken vor Gottes unendlicher Majestät. Und riet mir ab, auf diesen Weg zu lenken, bis dass ich fast befahl: „Zeig mir den Pfad, auf dem Erkenntnis sich mir könnte schenken - von Gott und seiner Wahrheit Wunderrat!“ Doch er entgegnet sanft mit einer Frage: „Willst werden du des Todes Kandidat? Wie kann dein...

  • Wittenberg
  • 25.05.21
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Predigttext zum Sonntag
Wandel im Wirrwarr

Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen. 1. Mose 11, Vers 4 Bezahlen Sie mit Ihrem guten Namen!“ Vor vielen Jahren warb ein Kreditkartenunternehmen mit diesem Slogan. Wie schön, da setzt jemand Vertrauen in mich. Da bin ich im doppelten Sinn wertvoll und mein Name bürgt dafür. Namen sind wichtig für uns Menschen. Sie verleihen uns Würde und heben uns heraus aus der Welt der Dinge. Namen unterstreichen unsere...

  • 23.05.21
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Wort zur Woche
Wenn unsere Kräfte nicht mehr reichen

 Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth. Sacharia 4, Vers 6 b Auch wir mobilisieren all unsere Kräfte, alle Ressourcen, um Krankenhäuser nicht kollabieren zu lassen, die Wirtschaft am Laufen und die Schulen offen zu halten. Wir können uns alle irgendwo wiederfinden, wo wir unsere Kraft aufbrauchen, um uns nicht der Krise geschlagen zu geben und im Kampf mit dem Virus die Oberhand zu behalten. Aber das Virus und seine Folgen bleiben...

  • 22.05.21
  • 13× gelesen

Die Diskursivität jüdischer Theologie
Vortrag Rabbiner Jehoshua Ahrens

Festvortrag: „Die Diskursivität jüdischer Theologie“ mit Rabbiner Dr. Jehoshua Ahrens Der Vortrag wird grundlegend auf Entwicklungen und Kontext des jüdischen Religionsrechts eingehen und anhand von Beispielen aufzeigen, wie die Halacha immer wieder neu interpretiert und der Zeit und den Gegebenheiten angepasst wurde und wird. Wir laden sehr herzlich in die wunderschöne Mühlhäuser Hinterhofsynagoge ein. Es wird die erste Präsentveranstaltung unseres Projektes "Tora ist Leben" sein. Unser Team...

  • Mühlhausen
  • 18.05.21
  • 31× gelesen
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Ausgießung des Heiligen Geistes (Giotto di Bondone - um 1305)

Pfingsten 2021
der Geist Gottes

Das liebe Pfingstfest war heran gekommen, die Jüngerschaft  des HERRN vereint am Ort. Man fühlt sich, seit der Meister ging, beklommen - obwohl man weiß, er ist nicht wirklich fort ... Doch plötzlich klangen Sang und holdes Brausen, wie Sturm auf Harfensaiten im Akkord.  Der Gottesgeist mit Singen und mit Sausen erfüllt nun froher Melodie ihr Haus. Gesessen eben in verschlossnen Klausen, treibt jetzt des Geistes Kraft zum Tor hinaus. Dort fallen Zungen - lodernd als von Feuer und glitzernd wie...

  • Wittenberg
  • 17.05.21
  • 121× gelesen
Das Wassertreten, auch in  Kindergärten praktiziert, ist eine Behandlungsmethode, die auf Sebastian Kneipp zurückgeht.

Sebastian Kneipp
Priester und Gesundheitsapostel

Vor 200 Jahren wurde Sebastian Kneipp geboren. Schon als Theologie-Student begann er, Wasserheilverfahren zu erproben. Zuerst für sich selbst, dann für die Armen und später sogar für die Kaiserin und den Papst. Von Veit-Mario Thiede Am 17. Mai 1821 brachte Rosina Kneipp um 23.30 Uhr ihren Sohn Sebastian zur Welt. Bereits acht Stunden später wurde er in der Basilika von Ottobeuren getauft. Sebastian Kneipps weiterer Lebensweg aber verlief über Jahrzehnte hinweg schleppend. Sein seit früher...

  • 17.05.21
  • 40× gelesen
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Predigttext zum Sonntag
Im Angebot

Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. Johannes 7, Verse 37 und 38 Den Zeitpunkt hätte ein Werbestratege nicht besser wählen können. Das Laubhüttenfest im alten Israel garantiert ein Riesenpublikum, gerade am letzten Tag der Woche, wo eine Wasserprozession vom Teich Siloah zum Tempel den abschließenden Höhepunkt der fröhlich-nachdenklichen Festwoche bildet. In einfachen Laubhütten hatte...

  • 16.05.21
  • 8× gelesen
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Abschied in den Unruhestand
Ein kleiner Funke bleibt

Ein Vierteljahrhundert lang hat Gudrun Mundt mit und für mehrfach-schwerstbehinderte Menschen gearbeitet. Nun hat sich die Heilpädagogin und Leiterin der Tagesförderstätte Eisfeld in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Eisfeld – Immer in Bewegung – körperlich wie geistig; immer auf der Suche – nach neuen Möglichkeiten, neuen Herausforderungen; immer am Ball – vor allem für die ihr anvertrauten Menschen: So wird Gudrun Mundt wohl nicht nur ihren Kolleginnen und Kollegen der Werkstatt für...

  • Hildburghausen-Eisfeld
  • 15.05.21
  • 6× gelesen
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Wort zur Woche
Wo mir Gott ganz nahekommt

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Johannes 12, Vers 32 Als Jugendlicher fand ich zum Glauben. Damals war es die offene, fröhliche und doch ernsthafte Atmosphäre in der Jugendgruppe, die mich zu Gott zog. In der Gemeinschaft war Platz für Freude und Sorgen. In meiner Schulklasse war ich der einzige, der mit Gott etwas anfangen konnte. In der Gemeinde stärkten wir uns. Das gab Halt. Auf viele Fragen, die mir meine Mitschüler stellten, wusste ich...

  • 15.05.21
  • 8× gelesen
Entschwindender Christus mit der Inschrift „Omnes traham ad me ipsum“ („Alle werde ich an mich ziehen“, 1597), Dom zu Ribe

EXAUDI 2021
in Erwartung des Geistes

Nachdem der HERR vor ihnen aufgefahren zum Himmel war in unsichtbarem Licht, verjüngt’s die Jünger - jeden bei zehn Jahren - Angst, Furcht und Gram entwich dem Angesicht. Einmütig gingen täglich sie zum Tempel - aus reiner Freunde - nicht aus Zwang und Pflicht. Und geben so bis heute ein Exempel von einer Hoffnung, die der Himmel webt und die auf Erden wirkt, gleich einem Stempel, der öffentlich bezeugt, dass Christus lebt. In baldiger Erwartung neuen Geistes und Stolz der Jünger seinen Becher...

  • Wittenberg
  • 14.05.21
  • 41× gelesen

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