Wittenberg - Glaube und Alltag

Beiträge zur Rubrik Glaube und Alltag

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Evangelium vom zwölfjährigen Jesus im Tempel (Lk 2,41ff)
2. Sonntag nach dem Christfest 2021

36. Gesang - der Zwölfjährige Jesus (Lk 2,41ff) Zur Reise nach Jerusalems Gefilden, wo sich der Tempel Gottes auch befand, wird Jesus mitgenommen, sich zu bilden: Das Herz, den Geist, die Seele, den Verstand. Zum Himmel ragen auf des Tempels Mauern - nichts Größeres ward je erbaut im Land. Hoch oben, auf den goldnen Zinnen lauern und schreiten wache Wächter hin und her. Wie lange auch Tyrannenreiche dauern, Judäa fand im Tempel stets Gewähr. Der Knabe Jesus steht und mit Erstaunen riecht Feuer...

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  • 02.01.21
  • 60× gelesen
Magdeburger Dom - die zehn Jungfrauen

Steht auf ...
... die Lampen nehmt!

Zehn Frauen wollten treulich ihn geleiten: Den Bräutigam zu seinem Hochzeitsfest, sie selbst gehör’n zu den noch Ungefreiten. Ihr wisst, was sich davon berichten lässt.   Die Nacht war schwarz, sie nahmen ihre Lampen und schritten in des Lebens großen Test. Fünf Törichte - sie waren eher Schlampen - vergaßen mitzunehmen Vorratsöl. Und was geschah dann an den Warterampen? Der Bräutigam kam lange nicht zur Stell. Fünf andre waren klug und hoch zu loben - die trugen Vorrat mit sich ohne Fehl! Dann...

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  • 21.11.20
  • 58× gelesen

22. November 2020
... die Blätter fallen

Herbstlaub bedeckt den Boden. Bei Rilke lesen wir: „Die Blätter fallen, fallen wie von weit, / als welkten in den Himmeln ferne Gärten; / sie fallen mit verneinender Gebärde. / Und in den Nächten fällt die schwere Erde / aus allen Sternen in die Einsamkeit. / Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. / Und sieh dir andre an: es ist in allen. / Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen / unendlich sanft in seinen Händen hält.” In Rilkes Versen schwebt ein großes Gewährenlassen und Vertrauen hinaus...

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  • 17.11.20
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Jüngstes Gericht /  Baptisterium San Giovanni, Florenz, um 1260

Elfter Elfter - CORONA
Entschwörungsgesänge (1.Teil)

AUF EIN VIRUS Von bösem Stern ein Virus drang, ganz klein und unsichtbar. Schwebt sachte über Berg und Tal bis dass es plötzlich überall: In jedem Lande war - in jedem Lande war. Wo  einst ich im Theater saß für wenige Gebühr. Danach mit Freunden frisch und hell beim Weine sang vor frischem Quell: Verschlossen steht die Tür - verschlossen steht die Tür. Zwar alles ist wie damals noch: Die Blumen, das Gefild -  die Sterne sind nicht minder schön, der Wald lädt ein. Spazierengehn, darob des...

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  • 11.11.20
  • 191× gelesen
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Jüngstes Gericht (Hans Memling - 1471)

Vom Gericht
vorletzter Sonntag im Kirchenjahr

„Der Menschensohn wird einmal wiederkommen, zu sprechen Urteil über Schlecht und Gut. Zum Himmel führt er dann die wirklich Frommen, die andern fahren ab zu roter Glut.“ So lehrt der Engel mich. Ich musste lachen - doch ihn verdross mein kecker Übermut: „Er wird die Völker sammeln aller Sprachen und niedersitzen einst auf goldnem Thron. Man wird die Bücher bringen, die den Rachen weit spreiten, um zu künden letzten Lohn.  Die Taten jedes Menschen wird man lesen: ‚Das Reich euch Guten‘, ruft der...

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  • 09.11.20
  • 62× gelesen

drittletzer Sonntag
Pauli Epistel an uns (Römer 8,28-38)

Welch ein Geheimnis webt in unserm Leben: Wer Gott liebt, dem wird schließlich alles gut. Das gilt für die Erwählten, wenn sie eben vertrauen Christi Wort und seinem Blut. Wen Gott ersah, dem Sohne gleich zu werden, dem schenkt Gemeinschaft er und Lebensmut. Man wandelt frei von Schuld auf dieser Erden, hat Anteil an des Glaubens Herrlichkeit, und kündet froh mit heiteren Gebärden: „Wenn Gott für uns ist, kann doch in der Zeit nichts und auch niemand Schädliches bewirken. Sein Sohn wirkt...

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  • 07.11.20
  • 22× gelesen
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Stadtgottesacker Halle an der Saale

auf den Tag Allerseelen
November 2020

An des Novembermonats Nebelrande fass ich den Mut, zum Kirchhof hin zu wallen. Ich lang den Stock und wähl zum dunklen Lande der Wandrung Weg, indes die Blätter fallen. Wohl dachten andre ebenso und kamen mit mir zum Platz der Särge, Urnen, Hallen. Da waren alte Weiber, junge Damen - und Greise, denen sacht die Glieder zittern. Auch junge Männer, deren große Namen ich aus den Büchern kannte, wo von Rittern erzählt wird weiter Fahrten bunte Fabel, von Abenteuerreisen, süßen, bittern. Es kamen...

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  • 25.10.20
  • 69× gelesen
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der präexistente Christus - Altar in Woltersdorf (Kirchenkreis Wittenberg) Kopie des Schadow-Gemäldes für Schulpforta
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unter die Sterne versetzt - Ernst Ortlepp
Apotheose zum 220. Geburtstag des Dichters aus Droyßig

Als Goethe seinen einundfünfzigsten Geburtstag gefeiert hatte, war wenige Tage zuvor dem Droyßiger Pfarrer Johann Christian Friedrich Ortlepp ein erster Sohn geboren worden. Der wurde auf den Namen Ernst getauft. Damals noch winzig, hat der Kleine später tatsächlich sehr ernst gemacht mit dem Beruf des großen Schriftstellers, den Goethe erfunden hatte. Aber während Goethe sich in seiner Berufserfindung recht gut einrichten konnte, ging es Ernst Ortlepp damit nicht gut. Zwar vergötterte er den...

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  • 26.09.20
  • 134× gelesen
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LAZARUS
komm heraus

Martha, Maria und Lazarus waren Geschwister im schönen Bethania. Jesus besuchte die drei schon seit Jahren und freute sich immer, wenn er sie sah. Maria, die Hörende, Martha die Magd - besonders steht Jesus dem Lazarus nah. Nun ging in den Tagen der Tod auf die Jagd. Will rasten im Haus der lieben Geschwister und mähte den Bruder dahin - ungefragt. Dann zieht er weiter, des Kummers Minister … Wo geht er denn hin? Wen wählt er sich aus, wer ist der unheimlich blasse Magister? Verzweifelt läuft...

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  • 25.09.20
  • 51× gelesen
Max Klinger: Christus im Olymp
(gemeinfreies Bild  WIKIMEDIA)
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100 Jahre Max Klinger (1957 - 1920)
CHRISTUS IM OLYMP

Christus im Olymp? Wer das Museum der bildenden Künste in Leipzig besucht, steht erstaunt vor Max Klingers Monumentalgemälde „Christus im Olymp“. So kannten Christen ihren Meister bisher noch nicht! Nachdenklich geht man in das Bild hinein und scheut sich davor, den eigenen Platz zwischen nackten Göttern einzunehmen – man zaudert und ist irritiert ... Christus im Olymp? Wenn wir dem Meister nach dorthin folgen wollten, würden wir dann nicht in bedenkliche Nähe zu Zeus, Hera und zu anderen...

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  • 24.09.20
  • 243× gelesen
... schaut an die Blumen auf dem Felde ...

Jesus spricht:
"Sorget nicht!"

Und Jesus sprach zu ihnen: „Lasst euch sagen: Sorgt nicht um Essen, Trinken und den Leib. Wer anfängt, Schuh und Kleidern nachzujagen, verschleudert seine Kraft zum Zeitvertreib. Schaut nach den Vögeln, die am Himmel fliegen. Sie säen nicht, doch ernten allezeit - und finden vor den Scheunen reichlich liegen vom Korn, das ausgestreut Gottvater doch. Noch reichlicher als diese sollt i h r kriegen, lasst fahren euer schweres Sorgenjoch. Seht an die Lilien auf dem Ackerfelde, die spinnen nicht und...

  • Wittenberg
  • 19.09.20
  • 91× gelesen

Die Hoffnung ist nicht totzukriegen

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. 1. Petrus 1, Vers 3 Von Pfarrerin Kathrin Oxen, Zentrum für Ev. Predigtkultur in Wittenberg Manchmal möchte man die Hoffnung umbringen. Denn nur wenn sie wirklich tot und begraben ist, kann doch etwas Neues beginnen. Sagen manche. Das haben sie auch zu den Frauen gesagt, die Ostern zum Grab wollten:...

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  • 06.04.18
  • 32× gelesen
Der Osterleuchter steht im Andachtsraum des Predigerseminars in Wittenberg.

Dem Staunen der Kindheit nachspüren

Eine Meditation zum Osterleuchter im Predigerseminar in Wittenberg Von Hanna Kasparick Die Hand auf der samtig-rauen Oberfläche bringt die Bäume der Kindheit zurück: den rissigen Stamm der Kastanien mit ihrem unendlichen Labyrinth, in dem die Käfer wohnen; die kühle Rinde der Birke, die nichts Schöneres kennt, als das Licht des Tages einzufangen. Mit einem Baumstamm im Rücken wächst das Kind über sich hinaus. Wenn kein Tag mehr dem anderen die Hand reicht, wenn das Wechselspiel von Form zu...

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  • 28.03.18
  • 85× gelesen

Schlüsselgewalt: Wer den Tod aus der Welt sperren kann

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. Offenbarung 1, Vers 18 Von Pfarrerin Kathrin Oxen, Zentrum für Ev. Predigtkultur in Wittenberg Wie schließt man eigentlich die Hölle zu? Und wie sperrt man den Tod ein? Manchmal denke ich, die Fernbedienung für den Fernseher könnte so ein Schlüssel sein. Einfach keine Nachrichten mehr gucken. Denn um 20 Uhr vor der Tagesschau muss man den Eindruck bekommen,...

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  • 28.03.18
  • 11× gelesen

Ein Satz für die Ewigkeit und über die Ewigkeit

Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Johannes 3, Verse 14 b und 15 Von Jan von Campenhausen, Direktor der Ev. Wittenbergstiftung Es ist eine der viel zu seltenen Nächte, wo Menschen zusammenfinden und man sich bei verglimmender Kerze alles sagt. Wirklich alles. Da bleibt nichts mehr offen. In dieser Nacht war es sogar Gott selbst und der Mensch, die da zusammenkommen. Auch das ist viel zu selten. Jesus ist in tiefer Nacht im tiefen...

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  • 23.03.18
  • 18× gelesen

So tickt Jesus: Der Andere zuerst!

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. Matthäus 20, Vers 28 Von Jan von Campenhausen, Direktor der Ev. Wittenbergstiftung Die Auseinandersetzung, die die Jünger führen, ist nicht besonders originell, noch unmodern geworden. Schon immer wurde sie so geführt: Wer hat das Sagen? Wer ist Erster? Wer ist groß? Schon in unseren Kinderzimmern kann man das prima beobachten – und leider auch an mir selbst...

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  • 20.03.18
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Auch wenn es noch nicht sichtbar ist: Das Böse hat verloren

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. 1. Johannes 3, Vers 8 b Von Jürgen Hofmann, Pfarrer in Pratau Ist der Teufel eine personale Macht? Auf diese Frage habe ich vor einigen Jahren eine für mich stimmige Antwort gefunden, die auch sehr gut zu dem biblischen Befund passt: Das Böse in dieser Welt, in all seinen Spielarten, tritt viel zu planmäßig und gesteuert auf, als dass es nur als die Summe aller bösen Taten verstanden werden könnte. Da muss ein...

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  • 17.02.18
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Gnade über Gnade: Gott offenbart sich in Jesus Christus

Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Johannes 1, Vers 17 Von Klaus Scholtissek, promovierter Theologe und Vorsitzender der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein Der Wochenspruch steht am Anfang des Johannesevangeliums in einem großartigen Lobpreis auf Gottes schenkendes Wirken in der Schöpfung, in der Geschichte mit dem Gottesvolk Israel und in Jesus Christus. In poetischer Sprache, mit Wiederholungen, Variationen und in...

  • Weimar
  • 15.01.18
  • 110× gelesen
Die Hände, die zum Beten ruhn, die macht er stark zur Tat. Und was der Beter Hände tun, geschieht nach seinem Rat, dichtete Jochen Klepper (1903–1942).

Friedensgebete – wir brauchen sie

Jeden Donnerstag kommen im Magdeburger Dom Menschen zum Friedensgebet zusammen, seit 35 Jahren. Manchmal ist es nur eine Handvoll. Von Giselher Quast Aber wenn die Welt in Flammen steht, sind es auf einmal Hunderte, Tausende. So war es zur Zeit der Friedensbewegung »Schwerter zu Pflugscharen«, so war es in der friedlichen Revolution des Herbstes 1989, so während der Golf- und Balkankriege, so war es auch am 11. September 2001. Die wenigen Beter zwischen den Schreckensereignissen sind gleichsam...

  • Magdeburg
  • 15.01.18
  • 183× gelesen
Feiertags-Ritual: Jan-Erik ist der Liturg.

Den Sonntag begrüßen

Glaube braucht auch Rituale. Wir haben uns deshalb von der ökumenischen Gemeinschaft im Kloster Volkenroda vor etwa einem Jahr die Sonntagsbegrüßung »abgeschaut«. Von Harald Krille Sonnabends zum Sonnenuntergang bzw. vor dem meist auch etwas festlicheren Abendessen feiern wir in einer kleinen Liturgie den Beginn des Tages der Auferstehung Christi. Unter wechselnd gelesenen Bibel- und Segensworten wird dabei eine Kerze entzündet, werden wie bei einer Agapefeier Brot und Wein bzw. Saft...

  • Weimar
  • 08.01.18
  • 83× gelesen
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Kinderbibelarbeit: Gemeindepädagogik hat viele Gesichter.

Kirche zur Welt öffnen

Gemeindepädagogik: An der Evangelischen Hochschule Berlin beginnt neuer Studiengang Von Katja Schmidtke Ein neuer Studiengang für Gemeindepädagogik wird voraussichtlich zum Sommersemester an der Evangelischen Hochschule (EH) in Berlin starten. Das Studium ist berufsbegleitend und richtet sich an Mitarbeiter im gemeindepädagogischen Dienst, die eine mindestens dreijährige Berufspraxis nachweisen können. »Dies ist nach meinem Wissen eine einzigartige Möglichkeit, bundesweit über die Anerkennung...

  • Magdeburg
  • 08.01.18
  • 24× gelesen
Sternsinger 2017: Unterwegs für Kinder in aller Welt

Wie aus den Heiligen Drei Königen die Sternsinger wurden

Von Christian Feldmann Als Kaiser Friedrich Barbarossa die Gebeine der »Heiligen Drei Könige« 1164 aus Mailand nach Köln brachte, entwickelte sich dort bald ein intensiver Kult, der sich im ganzen Deutschen Reich verbreitete. Die drei Könige wurden zu Symbolen der Weltvölker, der dritte hatte von nun an ein Farbiger zu sein. Vornamen wie Kaspar oder Balthasar, vor gar nicht so langer Zeit noch recht beliebt, und Wirtshausschilder »Zum Mohren«, »Zum Stern«, »Zur Krone« an einst stark...

  • Weimar
  • 05.01.18
  • 16× gelesen

Angesehen von Gott

Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn! 1. Korinther 1, Vers 31 b Von Christine Reizig, Landespfarrerin für Gemeindeaufbau in Dessau-Roßlau Du bist doch sonst ganz vernünftig.« – Diesen oder ähnliche Sätze habe ich immer mal wieder gehört, wenn das Gespräch darauf kam, dass ich Christin oder sogar Pfarrerin bin. Dieser Fakt passte nicht zusammen mit dem, wie mich mein Gegenüber erlebt hatte. Wie sollen Christen denn sein? Ich bin in der DDR aufgewachsen und zur Schule gegangen. Ich habe in...

  • Dessau
  • 05.01.18
  • 18× gelesen

Epiphanias: Das Leben feiern

Unser Glaubenskurs widmet sich den kirchlichen Festen und zeigt, warum sie eine Schule für Lebenskunst sind. Von Fabian Vogt Der Epiphanias-Tag ist einer der ältesten Feiertage der Christenheit. Vielleicht sogar der älteste überhaupt. Vor allem aber ist er der ursprüngliche Weihnachtstag. Ja, in der frühen Kirche wurde vor allem in Ägypten der 6. Januar als Geburtsfest Jesu gefeiert, weil man dort der großen Feier zur Ankunft der von einer Jungfrau geborenen Gottheit Aion etwas entgegensetzen...

  • Weimar
  • 05.01.18
  • 51× gelesen

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