Beiträge zum Thema Wagner

Glaube und Alltag

213. Geburtstag
ERLÖSUNG DEM ERLÖSER

Nach einer belastenden Auseinandersetzung mit seiner Frau Cosima wird er nie mehr in die Tasten hauen. Verweigert den anstehenden Valentinstag und lässt sich von den Walküren im 70. Lebensjahr via Herzinfarkt zu all den anderen auf Walhalla versammelten Kapellmeistern bugsieren. Gemeint ist kein anderer als Richard Wagner, dessen 213.  Geburtstags man am 22. Mai 2026 gedenken kann - wenn man das will - genau einen Tag vor dem Geburtstag des bundesrepublikanischen Grundgesetzes. Er ist noch...

Feuilleton

Die Weise von Feuer und Liebe zur Kirche
Leberecht Gottlieb (Teil 150)

150. Kapitel, in welchem Leberecht Gottlieb eine Pfingstphantasie zum Besten gibt und wir einen Eindruck davon bekommen, wie der alte Geistliche die Dinge sieht, die man nicht sehen kann ... Von der Kirche, welche brennt, träumt der Superintendent. Träumt vom Früherwachen. Dunkel noch die Gassen. Über Feldern liegt ein fahler Schein, die Sonne hebt ihr Lid aus Gold und rotem Glanz, davon der Morgen langsam wächst wie die Gedanken Gottes. Heut ist Pfingsten. Er ginge kirchwärts. Träumt er!...

Glaube und Alltag

ADIEU
Abschied und Musik

Es gibt einen Punkt, an dem zwei scheinbar ungleiche Texte sich einander zuzuneigen beginnen. Als erstes das geistliche Bekenntnis in der Arie 65 aus der Matthäuspassion und zweitens ein salonhaftes Abschiedslied. Beide sind sauber getrennt durch Rang, Form und Anspruch. Aber unter „musikalischer Einwirkung“ nähern sie sich uns ähnlich. Man müsste nur genauer hinhören wollen - und das eigene Empfinden ernst nehmen. Die Arie „Mache dich, mein Herze, rein“ aus der Matthäus-Passion, komponiert von...

Feuilleton

Projekt zu Hans Sachs
Impulse für die Theologie

Richard Wagner setzte ihm mit der Oper «Meistersinger» ein musikalisches Denkmal. Dabei schrieb der Dichter und Dramatiker Hans Sachs selbst mehr als 200 Theaterstücke. In einem Forschungsvorhaben soll nun dazu eine Neu-Edition erarbeitet werden. Siegen/Marburg (epd). Die Universitäten Siegen und Marburg richten eine neue, standortübergreifende Forschungsstelle zum Werk des Dichters Hans Sachs (1494-1576) ein. Geplant ist eine Neuedition seines Theaterwerks, wie die Universität Siegen am...

  • 12.03.26
Feuilleton

Geschichtsfälschung
Gedenkstätten kritisieren gefälschte Posts auf Social Media

In einem offenen Brief an die Betreiber von Social-Media-Plattformen fordern die Gedenkstätten in Deutschland, erfundene Inhalte zur NS-Zeit von den Seiten zu nehmen. Geschichte werde verfälscht, um Werbeeinnahmen zu erzielen. Weimar/Hadamar (epd). Mehr als 30 Gedenkstätten, Stiftungen und Initiativen in Deutschland wehren sich gegen erfundene, KI-generierte Inhalte zum Nationalsozialismus auf Social-Media-Plattformen. Die Postings würden die Arbeit von Gedenkstätten, Archiven und...

  • 20.01.26
Kirche vor Ort
Der Festsaal im Palas der Warburg mit besonderer Akustik | Foto: Dr. Augustin Studienreisen
2 Bilder

Eisenach
Exklusiv: Tannhäuser auf der Wartburg

Erleben Sie am 5. Oktober, 18.30 Uhr, Richard Wagners „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“ am „Originalschauplatz“. Den „Tannhäuser“ gibt es weltweit – aber nur einen „historischen“ Ort, die Wartburg bei Eisenach. Seien Sie bei dieser faszinierenden Aufführung im Festsaal des Palas der Wartburg mit einmaliger Akustik und in der besonderen Atmosphäre dabei. Die Legende vom Sängerkrieg am kunstsinnigen Hof des Thüringer Landgrafen Hermann I. basiert auf einer Sammlung...

Aktuelles

Buchenwald-Gedenken
Gedenkstätten-Leiter empört über israelische Regierung

Weimar (epd). Gedenkstätten-Leiter Jens-Christian Wagner wirft der israelischen Regierung eine Einflussnahme auf das Gedenken an die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora auf dem Rücken der Opfer vor. «Einem Enkel einer Holocaust-Überlebenden das Wort zu versagen, das ist wirklich das Schlimmste, was ich in 25 Jahren Gedenkstättenarbeit erlebt habe», sagte Wagner bei radio3 des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Kurz vor dem Jahrestag der Befreiung am 11. April war...

Aktuelles

Gedenkstätten
Neue Leitlinien zur Erinnerungskultur

Weimar/Berlin (kna) - Mit neuen Leitlinien zur Erinnerungskultur stellen sich Gedenkstätten in Deutschland gegen umstrittene Pläne von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne). Das neue Papier thematisiere grundlegende Punkte für eine Fortschreibung des Konzepts für NS- und SED-Gedenkstätten, sagte der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Im Kern gehe es darum, die historischen Orte zu stärken,...

  • 06.05.24
Glaube und AlltagPremium

Gebetswochen
Unvollendete Liebe

Doppelgebot: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben und deinen Nächsten wie dich selbst." Der Bibelvers aus dem Lukas-Evangelium (Lukas 10, Vers 21) ist das Motto der Gebetswoche für die Einheit der Christen, die am 21. Januar beginnt. Der Autor stimmt uns auf die Gebetswoche ein. Von Jochen Wagner Liebe ist die „DNA“ des christlichen Glaubens. Gott ist die Liebe, und „Christi Liebe hat uns geeint“. Wir finden unsere gemeinsame Identität in der Erfahrung der Liebe Gottes (vgl. Johannes 3,...

  • 17.01.24
Aktuelles

Jens-Christian Wagner
Gedenkstättenleiter beklagt abnehmende historische Sensibilität

Hamburg (kna) - Der Stiftungsdirektor der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora warnt vor einem "erinnerungspolitischen Klimawandel". Das zeige sich insbesondere am Auftreten der AfD, an Aussagen von Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen und der Diskussion um Bayerns stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger, sagte Jens-Christian Wagner auf tagesschau.de. Er beobachte ein Nachlassen von Geschichtsbewusstsein und historischer Sensibilität gegenüber den NS-Verbrechen....

BlickpunktPremium

Umgang mit kirchlichem NS-Erbe

Erinnerungskultur: Schon der Begriff stand bei der Podiumsdiskussion der Tagung "Medien des Kirchenkampfes" auf dem Prüfstand. Einig war man sich indes, dass die Erinnerung wach gehalten werden muss. Von Willi Wild Natürlich seien Schmähplastiken wie die an der Wittenberger Stadtkirche keine NS-Erfindung, bemerkte der Berliner Bischof Christian Stäblein gleich zu Beginn der Diskussion. Es ist ein schreckliches kirchliches Erbe vergangener Jahrhunderte, aus dem entsetzliche Traditionslinien...

  • 28.06.23
Aktuelles

Kirchen
Ungeliebtes historisches Erbe

Neudietendorf (epd) - In der Debatte um Schmähplastiken an Kirchen und Straßenumbenennungen hat der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Christian Stäblein, vor übereilten Entscheidungen gewarnt. Dies müsse im Einzelfall entschieden werden, sagte Stäblein  in Neudietendorf bei Erfurt bei einer Tagung der Evangelischen Akademie Thüringen. Dabei ging es unter anderem um den Umgang der evangelischen Kirche mit ihrem NS-Erbe. Stäblein betonte, Trauern...

Blickpunkt

NS-Zeit
In Nohra begann, was in Auschwitz endete

Fünf Tage nach dem Brand des Berliner Reichstags entstand am 3. März 1933 in Nohra bei Weimar das erste Konzentrationslager in Deutschland. 260 KPD-Angehörige wurden hier in einer alten Kaserne interniert. Heute ist es fast in Vergessenheit geraten. Von Matthias Thüsing (epd) An der Reichstagswahl vom 5. März 1933 durften die Häftlinge des Konzentrationslagers Nohra noch teilnehmen. Sie bescherten dem Ort den höchsten KPD-Stimmenanteil in seiner Geschichte. Ein einziger Saal ohne Betten, kaum...

Feuilleton

Geschichtsbildung
Gedenkstättenleiter beklagt Defizite

Weimar (epd). Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner macht für die Vielzahl demokratiefeindlicher Demonstrationen Defizite in der Geschichtsbildung verantwortlich. Der «Thüringischen Landeszeitung» sagte er: «Um das Geschichtsbewusstsein in der Gesellschaft ist es eher schlecht bestellt.» Der Leiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora fügte hinzu: «Dafür, dass historisches Wissen aus den Universitäten nicht in die Breite der Gesellschaft gelangt ist, sind auch Defizite...

  • 06.01.23
AktuellesPremium
Gegen das Vergessen: Lagertor mit Inschrift "Jedem das Seine" am Torgebäude der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar | Foto: epd-bild/Maik Schuck
2 Bilder

Gedenkstättenarbeit
Stärkere Präsenz im Netz

Vor 85 Jahren wurden die ersten Häftlinge zum Ettersberg bei Weimar verschleppt, um das KZ Buchenwald zu errichten. Die geringer werdende Zahl der noch lebenden Opfer und auch Täter ist eine Herausforderung, meint Gedenkstätten-leiter Jens-Christian Wagner im Gespräch mit Matthias Thüsing. Was ändert sich für Ihre Arbeit? Jens-Christian Wagner: Zeitzeugenberichte bleiben wichtig. Aber sie sind nur eine Quellengattung unter anderen, und sie müssen quellenkritisch bewertet werden. Es gibt zu...

  • 28.07.22
Feuilleton
4 Bilder

Menschen der Woche
Namen

Susanne Mockler ist neue Vorsitzende des überkonfessionellen Vereins „Marriage Week“. Die 56-jährige Paartherapeutin folgt auf Andreas Frész. Der Verein richtet jährlich eine Woche für Ehepaare mit christlichem Hintergrund aus. Die Idee stammt aus England, und der Verein ist in 25 Ländern aktiv. In Deutschland wird seit 2009, immer um den Valentinstag, zu Segnungsgottesdiensten, Vorträgen oder Empfängen für Ehe-Jubilare eingeladen. Neben Regionalgruppen engagieren sich auch Kirchengemeinden....

  • 25.07.22
Aktuelles

Hilferufe von KZ-Überlebenden
Krieg überschattet Gedenken in Buchenwald

Weimar (epd) - Insgesamt 16 ehemalige Häftlinge aus zehn Ländern werden am zweiten April-Wochenende zu den Gedenkveranstaltungen zum 77. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald bei Weimar erwartet. Dabei überschatte das aktuelle Kriegsgeschehen in der Ukraine das geplante Programm, sagte der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner. Neben den KZ-Überleben Naftali Fürst aus Israel und Vasile Nussbaum aus Rumänien würden bei der Gedenkfeier auch...

  • 30.03.22
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Aktuelles
2 Bilder

Kommentiert
Aus Fehlern lernen

­Anlässlich des Holo­caustgedenkens stellt sich die Frage, wie die Erinnerung an die NS-Verbrechen nach dem Ableben der letzten Zeitzeugen weitergehen soll. Von Jens-Christian Wagner Überlebende haben in der Vergangenheit immer ihre Stimmen erhoben, wenn die Shoah angezweifelt wurde, wenn Antisemitismus oder Rassismus in Erscheinung getreten sind. Sie waren eine Art Schutzschirm für unsere Gesellschaft gegen das Abdriften nach Rechts. Dieser Schutzschirm ist brüchig geworden. Das sieht man...

  • 27.01.22
  • 1
Aktuelles

Gedenken
"Der Schutzschirm unserer Gesellschaft ist brüchig"

Jens-Christian Wagner, Historiker an der Uni Jena und Leiter der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, kritisiert die zum Ritual erstarrte Gedenkkultur. Im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst forderte er echtes Reflektieren - denn dann werde klar, dass viele Faktoren, die den Nazis halfen, heute noch wirksam seien. Das Interview führte Nils Sandrisser.  epd: Herr Wagner, die Generation der Zeitzeugen des Nationalsozialismus stirbt gerade. Was macht das mit unserer Erinnerung an...

Kirche vor Ort

Schleiz: Junger Priester hielt erste Messe in evangelischer Bergkirche
Geweiht unter Protestanten

Ich hatte schon immer das Gefühl, dass Gott mich kennt, existiert und da ist“, sagt Matthias Maximilian Wagner. Von Sandra Smailes Am vergangenen Wochenende hat der 29-Jährige die Heilige Weihe zum Priester durch Bischof Heinrich Timmerevers in der Katholischen Hofkirche zu Dresden empfangen. Seine erste Messe aber feierte er nur einen Tag später in seiner Heimatstadt Schleiz – in der evangelischen Bergkirche. Im Mittelpunkt stand dabei die Spendung des sogenannten Primizsegens: Zum ersten Mal...

  • 23.09.21
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BlickpunktPremium
Späte Berufung: Der Vermessungsingenieur Dirk Wagner sattelte mit 55 Jahren noch einmal um. Heute ist er als Seelsorger tätig.  | Foto: privat
2 Bilder

Predigen, wo geschraubt wird
Der Volkswagen-Pfarrer

Seiteneinstieg: Dirk Wagner (62) hat fast 30 Jahre als Ingenieur in der Baubranche gearbeitet. Mit 50 begann er ein berufsbegleitendes Theologiestudium an der Philipps-Universität Marburg. Heute ist er Hochschulpastor und Industrieseelsorger. André Poppowitsch sprach mit ihm über seinen Weg ins Pfarramt. Welchen kirchlichen Bezug haben Sie? Dirk Wagner: Ich bin lutherisch getauft und konfirmiert. Als Jugendlicher arbeitete ich aktiv in der kirchlichen Jugendarbeit mit. Ich habe eine Jungschar...

  • 11.06.21
Kirche vor Ort
Noch einmal im Plenarsaal: Seit 2010 vermittelte Christhard Wagner zwischen Kirche und Politik. Zuvor war er unter anderem Jugendpfarrer, Superintendent und Dezernent im Landeskirchenamt.  | Foto: Paul-Philipp Braun
3 Bilder

Christhard Wagner aus dem Thüringer Landtag
Zwischen den Fronten

Aus dem Thüringer Landtag wird Christhard Wagner sich bald verabschieden. Nach zehn Jahren als Beauftragter der Evangelischen Kirchen geht der Theologe in den Ruhestand. Von Paul-Philipp Braun Im richtigen Moment die Zähne zusammenbeißen, dann sinkt das Risiko eines Kieferbruchs, falls du einen Schlag ins Gesicht bekommst." Das war einer der wichtigen Hinweise, die ein befreundeter Zahnarzt Christhard Wagner gab, bevor dieser sich als Landesjugendpfarrer mit jeweils zehn links- und...

  • 27.02.21
Kirche vor Ort

Thüringen-Tour der Tora verschoben

Die neue Tora für die jüdische Landesgemeinde Thüringen geht in diesem Jahr nicht mehr auf Reisen. Darauf hätten sich die drei Partner des Projektes "Tora ist Leben" – Jüdische Landesgemeinde Thüringen, EKM und Bistum Erfurt – vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie entschieden, sagte ein EKM-Sprecher. Alle Workshops und Veranstaltungen würden auf das Frühjahr 2021 verschoben. Abgesagt wurde auch die festliche Auftaktveranstaltung am 4. November in der Synagoge Berkach im Landkreis...

  • 05.11.20
Glaube und Alltag
2 Bilder

Wort zur Woche
Vom Grab zum Rettungsstollen – Einer ist durch!

 Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 2. Korinther 5, Vers 17 Wie meint der Paulus das nun mit dieser „neuen Kreatur“? Ob nun getauft oder ungetauft, „in Christus“ oder „normal“: Was soll sich da groß ändern? Ich bin doch immer noch derselbe. Ich werde nicht jünger. Ich habe immer noch meine Zipperlein. Ich werde früher oder später sterben. Warum soll die Auferstehung von Jesus Christus auch entscheidend für mich sein? Mir hilft...

  • 02.05.20
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