Kirchenkreis soll nicht verändert werden
Jana Petri verabschiedet

Jana Petri

Mit einem Gottesdienst in der Suhler Kreuzkirche ist am vergangenen Sonnabend Jana Petri aus dem Amt der Superintendentin im Kirchenkreis Henneberger Land verabschiedet worden – nach nur drei statt wie sonst üblich zehn Jahren.

Von Beatrix Heinrichs

Die Stelle sei von Beginn an auf diesen begrenzten Zeitraum festgelegt worden, so Petri. Ihre Aufgabe als "Interimssuperintendentin" sei dabei klar definiert gewesen: Petri sollte ein Konzept für die Zukunft des Kirchenkreises im Süden Thüringens entwickeln. "Ich habe mir alles sehr genau angeschaut und analysiert", sagt Petri. "Im Ergebnis muss man sagen, dass der Kirchenkreis sowohl finanziell als auch was die Personalentwicklung betrifft gut aufgestellt ist." Man habe sogar Finanzrücklagen bilden können. Das dürfte ein entscheidendes Argument sein, wenn es um den Fortbestand des kleinsten Kirchenkreises in der EKM geht.

Auf der Herbstsynode der EKM im November 2020 hatte Landesbischof Friedrich Kramer auf Strukturreformen eingestimmt. Es müsse geprüft werden, welcher der 37 Kirchenkreise zukunftsfest sei, wo Zusammenarbeit oder Fusion zu empfehlen sei. Für das Henneberger Land hat man geprüft – und mit neuen Ideen die Flucht nach vorn angetreten.

Seit 2019 ist der Kirchenkreis ein eigener Erprobungsraum. Bis dahin waren es lediglich Einzelinitiativen und Projekte, die bei der Landeskirche für einen Förderzeitraum von fünf Jahren Unterstützung für neue Ansätze der Gemeindeentwicklung beantragt hatten. "Es geht nicht darum, immer etwas Neues anzuschieben. Sondern mehr darum, Tradition und Innovation zusammenzudenken", ist Petri überzeugt. "Wenn wir unsere Energie nicht auf die Strukturveränderungen verwenden, haben wir freie Kapazitäten, um sie in die Inhalte zu stecken."

Dennoch hätten die landeskirchlichen Verfügungen Einfluss auf die Arbeit im Kirchenkreis. Kurz nachdem die Kreissynode beschlossen hatte, dass der Kirchenkreis in seiner jetzigen Form weitere zwölf Jahre Bestand haben soll, sei der Ausschreibungsstopp für Superintendenten von der EKM angeordnet worden, berichtet Petri. Ein Kompromiss sei jedoch gefunden. So werde die Stelle im Januar 2022 für zunächst fünf Jahre mit der Option zur Verlängerung auf zehn Jahre ausgeschrieben.

Auch die bereits bestehenden Kooperationen – zum Beispiel im Bereich Verwaltung, Diakonie oder Gemeindepädagogik – mit den angrenzenden Kirchenkreisen Meiningen, Hildburghausen-Eisfeld oder Erfurt sollen fortgeführt werden. "Es muss nicht immer eine Fusion sein", sagt Petri. Man könne genauso gut Netzwerke aufbauen und verstärken.

Sie selbst wolle sich nicht abermals um das Amt bewerben. Im Januar wird sie als Referentin für die Erprobungsträume ins Landeskirchenamt wechseln. Sie folgt in dieser Position auf Pfarrer Andreas Möller, der zukünftig im Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sonders- hausen Vertretungsdienste übernehmen wird.

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Beatrix Heinrichs

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