FREITAG, VOR 1…
Unsere Seite 1 – Liebe unterm Geschenkpapier
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Gerade zu Weihnachten stellte sich wieder die Frage: „Wie sag’ ich’s meinem Kinde?“ Wie freut man sich als Elternteil über Geschenke, die die lieben Kleinen auf den Gabentisch legten, obwohl man davon höchstens mal (alp-)geträumt hatte. Noch dazu, wenn man zuweilen nicht weiß, was man mit den Produkten kindlicher Kreativität anfängt.
Von Uwe Kraus
Wegwerfen entfällt, das wäre seelische Grausamkeit und man würde die lieben Kleinen beim Großkriegen kleinkriegen. Nur gelegentlich kann es passieren, dass eines der Kunstwerke auf dem Boden aufschlägt oder vom Staubsauger-Roboter auf Nimmerwiedersehen geschluckt wird. Oder die gelbe Batik-Krawatte beim Dessert mit Heidelbeersoße Bekanntschaft macht.
Wie wäre es mit einer Art Geschenk-Sondermülldeponie, vielleicht in einer abgedunkelten Schrankecke? Oder mit einer Kindergeschenktausch-Börse? Schlüsselanhänger aus garantiert echt riechenden Seemuscheln gegen Vollton-Briefbeschwerer? Doch eigentlich sind wir doch stolz darauf, dass unsere lieben Kleinen so fingerfertig und ideenreich sind und uns so viel geben können.
Und so sind die Gesichter schon wichtig, wenn wir schenken. Geben ist seliger als Nehmen, wie es in der Apostelgeschichte steht. Klar, nun muss der Andere mit dem Präsent klarkommen. Eigentlich kann man sich fast alles selber kaufen. Warum dann das Schenken? Weil man schenken will, es aus Anstand oder Pflicht tut oder hofft, ebenso beschert zu werden.
Und dann gibt es etwas, was man sich nicht erkaufen kann: die mit Eifer und Ideen verbrachte Denk- und Bastelzeit, die Liebe, die unter dem Geschenkpapier hervorlugt.
Unsere Themen
- Unter dem Motto „Schwerter zu Seifenblasen“ wird in Anlehnung an die Friedensaktion „Schwerter zu Pflugscharen“ der 1980er Jahre vom 12. bis 15. Januar zur Ökumenischen Fachkonferenz Jugendarbeit nach Bad Blankenburg eingeladen. Landesjugendpfarrer Peter Herrfurth denkt, man kann mit Jugendlichen auch beim Paintball über Krieg und Frieden sprechen.
- Über Jahre hinweg hat sich Johannes Schulz-Schottler für Menschen eingesetzt. Insbesondere die Arbeit mit Geflüchteten liegt dem 78-Jährigen am Herzen. Dafür wurde er kürzlich ausgezeichnet.
- Seit vielen Jahren ist der Quedlinburger Stiftsberg eine Großbaustelle. Die Besucher waren enttäuscht, dass die berühmte Schatzkammer der stadtbildprägenden Stiftskirche verriegelt war. Nun präsentiert man mit „Der Schatz im Raum“ ausgewählte Exponate in einer Interimsausstellung.
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Autor:Uwe Kraus |
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