EKD Synode
Nicht kleiner, aber sparsamer

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Hannover (red/epd) - Die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer, erwartet eine starke Veränderung der evangelischen Kirche. Keiner könne wissen, wie die Kirche in 20 Jahren aussehen werde, sagte Schwaetzer. Aber es sei klar, dass die evangelische Kirche sich verändern müsse. «Wir werden keine kleinere Version der Kirche von heute sein, sondern die Kirche wird grundsätzlich anders sein», sagte sie nach Beginn der Tagung am heutigen Sonntag vor Journalisten.

Die evangelische Kirche will auf ihrer Jahrestagung wichtige Weichenstellungen für die Zukunft vornehmen. Am Nachmittag haben die 120 Mitglieder des evangelischen Kirchenparlaments über drei Anträge beraten: Einer befasst sich mit zwölf Leitsätzen zur Zukunft der Kirche, ein weiterer mit einer Finanzstrategie für die kommenden zehn Jahre, der dritte mit der Fortführung einer Digitalstrategie. Die Finanzplaner der EKD wollen bis 2030 rund 17 Millionen Euro im Vergleich zum Haushalt 2019 einsparen. Dazu haben sie der Synode eine Streichliste vorgelegt und von den Kirchenleitungen eindringlich einen Sparkurs gefordert. Die heutigen Aufgaben und Ausgaben könnten nicht einfach fortgeschrieben werden, sagte das für Haushaltsplanungen zuständige Mitglied im Rat der EKD, Andreas Barner, bei der digitalen Tagung der EKD-Synode. Ohne Gegenmaßnahmen würde der Haushalt der EKD im Jahr 2030 einen Fehlbetrag von neun Millionen Euro aufweisen, erläuterte er. 

Basis der Reformüberlegungen ist eine Prognose Freiburger Forscher aus dem vergangenen Jahr, wonach die Kirche bis 2060 die Hälfte ihrer heutigen Mitglieder verlieren könnte und sich damit auch ihre Finanzkraft halbieren dürfte. Derzeit gehören rund 21,1 Millionen Menschen in Deutschland der evangelischen Kirche an. Durch die Corona-Krise erwarten die Landeskirchen schon für das laufende Jahr einen Rückgang der Einnahmen aus der Kirchensteuer zwischen 8,5 und 11,5 Prozent, teilte der Leiter der Finanzabteilung der EKD, Carsten Simmer, mit. 2019 hatten die 20 Landeskirchen einen Rekordwert von 5,9 Milliarden Euro Kirchensteuereinnahmen erzielt.

Der Haushalt der EKD für das Jahr 2021, über den die Synode am Montag abstimmen wird, sieht eine Summe von 243,4 Millionen Euro an ordentlichen Erträgen vor. Das sind rund 11,7 Millionen Euro mehr als im Haushalt 2019.

Autor:

Beatrix Heinrichs aus Jena

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