Tod

Beiträge zum Thema Tod

Feuilleton

Trauer um Claus Peymann
"Hunger nach Spiritualität"

Wien (kna) Der am Mittwoch gestorbene Theatermann Claus Peymann habe trotz seiner religions- und kirchenkritischen Haltung eine "tiefe spirituelle Sehnsucht in sich getragen": Das sagte der Theologe und Psychotherapeut Arnold Mettnitzer. Viele seiner Inszenierungen seien "Ausdruck eines großen Hungers nach Transzendenz" gewesen. Eine geplante Veranstaltung mit Peymann und Peter Turrini in Kärnten habe er, Mettnitzer, aufgrund kirchlicher Bedenken absagen müssen; "beide wären aber mit...

  • 21.07.25
Feuilleton

Trauer um Gerhard Thomas
Ein Streiter für die evangelische Publizistik

Der Publizist und frühere Chefredakteur ostdeutscher Kirchenzeitungen, Gerhard Thomas (1934–2025), hinterlässt ein wichtiges Erbe. Von Tilman Baier „Jugend darf, ja muss kritisch sein“. Mit diesen Worten stellte sich Gerhard Thomas, ordinierter Theologe, vor der Redaktionsgruppe „Kirche, Welt, Jugend“ der Mecklenburgischen Kirchenzeitung vor, wenn es mal wieder einmal Ärger gab um aufmüpfige Texte. Hier war er in den 1970er- und frühen 1980er-Jahren Chefredakteur. Gleichzeitig wollte er damit...

  • 29.06.25
Feuilleton
Blaue Fenster im Schweriner Dom von Günther Uecker | Foto: epd-bild/Olaf Malzahn
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Zum Tod des Künstlers Günther Uecker
Nagelbilder und Meer

Er gehörte zu den bekanntesten deutschen Gegenwartskünstlern: der Maler Günther Uecker, der am Dienstag in Düsseldorf gestorben ist. Auf der Facebook-Seite der Stadt schrieb Oberbürgermeister Stefan Keller: "Günther Uecker hat die Kunstwelt geprägt und den Namen Düsseldorfs in die Welt getragen." Ihm sei es gelungen, mit Nägeln Strukturen zu schaffen und mit seinen Fenstern Licht zu gestalten. Von Stefan Meetschen  Genau diese dreidimensionale Nagelbilder verbindet man mit ihm. Bereits in den...

  • 12.06.25
Kirche vor Ort

Trauer um Wolfram Hädicke
Ein Streiter für den friedlichen Dialog

Wolfram Hädicke (03.02.1953 – 19.05.2025) war Vikar, Pfarrer, Oberpfarrer, Superintendent, Vizepräses in der Synode der EKM, Mitglied im Präsidium der Landessynode der Ev. Landeskirche Anhalts. Er wirkte an vier Standorten (Probstzella, Ronneburg, Meiningen und Köthen). Am 19. Mai ist er nach schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren heimgegangen. Im Rahmen seines überaus breiten ehrenamtlichen Aufgabenfeldes war er Mitwirkender, Gründer und Verantwortungsträger in Vereinen, Vorständen,...

  • 02.06.25
Service + Familie
Ein gutes Team: Tim Wache und Martina Grimm. Das Hospizbuch-Projekt verfolgen sie seit 2019. Fünf Euro pro verkauftem Buch werden an das Jenaer Hospiz gespendet. | Foto: Foto: Julia Reinard
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Hospiz
Am Ende des Lebens

„Was ich unbedingt noch sagen möchte …“ heißt das Buch von Tim Wache. Darin erzählen Sterbende von ihrem Leben. Warum es trotzdem ein lebensbejahendes Buch ist. Von Julia Reinard "Man denkt – und das ist der Feh-ler –, man hat Zeit“, sagt Tim Wache nach mehr als 50 Gesprächen mit Menschen kurz vor ihrem Tod. Der 39-Jährige sitzt auf einer Bank vor seinem Haus in Neuengönna (Kirchenkreis Jena), neben ihm nimmt Martina Grimm, seine Lebens- und Arbeitsgefährtin, Platz. Gemeinsam haben sie im...

  • 21.05.25
  • 1
Service + Familie

Tabuthema
Ein Abbruch verletzt und macht verletzlich

Über das Abtreibungsrecht wird politisch gestritten. Während Befürworter und Gegner eine Änderung des Paragrafen 218 kontrovers diskutieren, bleiben die seelischen Folgen für Frauen und Männer oft außen vor. Von Susanne Lohse (epd) Wenn öffentlich von Abtreibung die Rede ist, geht es meist um die Rechtslage: die Abwägung zwischen dem Recht der Frau auf eine Entscheidung über ihren Körper und ihren eigenen Lebensplan sowie dem Schutz des ungeborenen Lebens. Doch der Abbruch einer Schwangerschaft...

  • 18.04.25
Feuilleton

Udo Lindenberg
Sänger hofft auf Leben nach Tod

Hamburg (epd). Udo Lindenberg würde gern an Gott glauben. «Ich hab mir schon oft gewünscht, an Gott glauben zu können. Weil ich gerne davon ausgehen möchte, dass es nach dem Tod weitergeht, dass es noch nicht vorbei ist mit uns», sagte der Sänger dem Magazin «stern». Der Realist in ihm aber sage: «Es kann sein, es kann aber auch nicht sein.» Also freunde er sich mit der angenehmeren Version an, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, sagte der 78-Jährige. Aus seiner Sicht ist im Himmel für viele...

  • 17.04.25
Kirche vor Ort

Neuntklässler sprechen über den Tod
Die Schildkröte auf der Urne

Ein Regenbogen, ein Baum, der Sonnenschein - ein bunt bemalter Sarg steht im Gemeindezentrum der freien evangelischen Gemeinde Dessau. Nicht nur knallige Farben zieren den Sarg, auf einer Seite ist er dunkel. Zu sehen sind Planeten und Sterne. Diese Seite soll die Nacht symbolisieren, erklären Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse der Sekundarschule Kreuzberge in der sachsen-anhaltinischen Bauhausstadt. Von Niklas Hesselmann (KNA) Sie nehmen an einem multikulturellen Schulprojekt teil....

  • 16.04.25
Service + Familie

Bestattungsfachkraft
Als Azubi lernen, Tote zu waschen

Erst seit knapp 20 Jahren ist Bestattungsfachkraft ein anerkannter Ausbildungsberuf. Rund 1.000 Menschen in ganz Deutschland absolvieren derzeit die Lehre. Mathis Puschmann ist einer von ihnen. Von Martina Schwager (epd) Mit ruhigen Handgriffen breitet Mathis Puschmann die rotbraun gemusterte Decke über den Körper des Toten. An den Sargrändern faltet er die überhängenden Enden ein, wirft einen prüfenden Blick auf den Leichnam: «Der Mann ist 58 Jahre alt geworden und gestern im Krankenhaus...

  • 16.04.25

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