Krieg

Beiträge zum Thema Krieg

Feuilleton

Nahost-Konflikt
Festivals fürchten Absagen

Der Krieg in Nahost hat Folgen auch für den Kulturbetrieb. Solange der Flugverkehr von und nach Israel gestört ist, bangen Thüringer Festivals um die Anreise ihrer Künstler. Umgekehrt wollen israelische Künstler nach Hause, können es aber nicht. Von Matthias Thüsing  Erfurt (epd). Gershon Leizerson ist gestrandet. Der israelische Sänger und Komponist hängt in Thüringen fest. Die meisten Flüge in seine israelische Heimat sind weiterhin annulliert. Der Krieg zwischen seinem Land und dem Iran...

  • 25.06.25
Aktuelles

Kommentar
Der Preis naiver Hoffnung

Für UN-Generalsekretär António Guterres ist die Sache klar. Er sieht im Kampf Israels und im Schlag der USA gegen das iranische Atomprogramm »eine gefährliche Eskalation« und »eine direkte Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit«. Er betont: »Es gibt keine militärische Lösung. Der einzige Weg nach vorn ist die Diplomatie.« Realitätsferner kann man die aktuelle Lage nicht einschätzen. Von Helmut Frank Eine wirklich »gefährliche Eskalation« wäre wohl eine Atombombe in Händen...

  • 25.06.25
Blickpunkt
Jerusalem: Von der Dachterrasse des Gästehauses des evangelischen Propstes in Jerusalem ist rechts die Erlöserkirche zu sehen. | Foto: epd-bild/Norbert Neetz
2 Bilder

Wie eine Pfarrerin den Nahost-Konflikt erlebt
Alarm-Apps und Ausnahmezustand

Der Konflikt zwischen Israel und dem Iran ist eskaliert. Auf beiden Seiten gibt es auch Opfer unter Zivilisten. Sibylle Sterzik hat vergangene Woche darüber mit Milena Hasselmann gesprochen. Sie arbeitet seit Anfang März als Pfarrerin in Jerusalem an der evangelischen Erlöserkirche und als Studienleiterin von „Studium in Israel“. Wie bedrohlich erleben Sie die derzeitige Situation in Israel? Milena Hasselman: Israel ist ein krisengeübtes Land. Die Kriseninfrastruktur ist gut ausgearbeitet und...

  • 23.06.25
BlickpunktPremium
Schlosskirche Ettersburg bei Weimar: Der Trauspruch, den das Ehepaar hier erhielt, begleitet Mario Voigt auch im Amt.  | Foto: Maik Schuck
4 Bilder

Mario Voigt
"Ich fühle mich im Glauben aufgehoben"

Zwischen zwei Terminen nahm sich Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) Zeit für einen Besuch der Kirchenzeitungsredaktion. Zum ersten Mal gibt er im Gespräch mit Beatrix Heinrichs und Willi Wild Auskunft über seinen Glauben. Nach Ihrer Amerika-Reise haben Sie geäußert, das nächste Ziel für Sie könnte Israel sein. Sind Ihre Reisepläne nach der Eskalation mit dem Irak damit hinfällig? Mario Voigt: Nein, ganz im Gegenteil. Für mich ist eine Reise nach Israel ein bewusstes Zeichen der...

  • 16.06.25
  • 2
Aktuelles

„Frieden schaffen - mit Waffen?“
Kirchenvertreter diskutieren über Pazifismus

Potsdam (epd). In der Potsdamer Garnisonkirche wird am Montag über die Frage „Frieden schaffen - mit Waffen?“ diskutiert. Dazu werden neben der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, auch der EKD-Friedensbeauftragte und mitteldeutsche Bischof Friedrich Kramer sowie der ehemalige Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), erwartet, wie die Stiftung Garnisonkirche mitteilte. Veranstalter sind neben der EKD und der Stiftung die...

  • 13.06.25
Blickpunkt
Ein kleiner geflügelter Gast gestellt sich zum Treck. | Foto: Donatha Castell
5 Bilder

Friedenstreck-Tagebuch
Dobry den - Guten Tag!

Nach einem Monat der Glockenreise mit Start in Brück am am 6. Mai haben die Pferde nun schon mehr als 700 Kilometer zurückgelegt und hatten über das Pfingstwochenende Zeit sich zu erholen - wie auch die Menschen. Angekommen ist unser Treck mittlerweile an der Grenze zu Österreich. Von Donatha Castell Gerade die Fahrt durch Tschechien hat uns neue Einblicke und Erlebnisse geschenkt: Im Vergleich mit deutschen Straßen geht es rücksichtsvoll und gemächlich zu - abgesehen von der Ungeduld hinter...

  • 12.06.25
  • 1
Aktuelles

Frühere DDR-Pazifistin
Poppe: "Frieden schaffen ohne Waffen" hilft nicht

Berlin (KNA) Die frühere DDR-Bürgerrechtlerin Ulrike Poppe hat mit Blick auf Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine eine Abkehr von pazifistischen Idealen gefordert. "Ein Waffenstillstand in einem vom Aggressor besetzten Land ist kein Frieden", sagte Poppe dem Tagesspiegel-Newsletter "Im Osten" (Donnerstag). "So gut, wie die Losung 'Frieden schaffen ohne Waffen' im Kalten Krieg war, so wenig hilft sie uns heute angesichts des militärischen Angriffs auf die Ukraine." Poppe war in der DDR...

  • 06.06.25
Eine Welt

Rüstung für Israel
Friedensforscher fordern Stopp der Lieferungen

Die vier führenden deutschen Friedensforschungsinstitute fordern einen Stopp aller Waffenlieferungen nach Israel. Zugleich warnen sie vor dem «Unsicherheitsfaktor» USA und fordern eine stärkere europäische Verteidigung. Berlin (epd). Die vier führenden deutschen Friedensforschungsinstitute haben einen Stopp aller deutschen Rüstungslieferungen an Israel gefordert. Die Bundesrepublik sollte den Export von Waffen und Rüstungsgütern wie etwa Klein- und Leichtwaffen oder Munition und Getriebe für...

  • 03.06.25
BlickpunktPremium
Historisch: Großvater und Vater von Michael Schneider, wie sie das Dach der Weimarer Herderkirche nach dem Bombenangriff 1945 reparierten.
 | Foto:  Foto: Dach Schneider
3 Bilder

Ehrenamt
Dem Himmel so nah – in doppelter Hinsicht

Im Gottesdienst sei er zuerst nur „Beifang“ gewesen, sagt Michael Schneider. Heute engagiert sich der 59-Jährige als Vorsitzender der Weimarer Stadtkirchengemeinde – und steigt der Kirche auch gern mal aufs Dach. Von Conny Mauroner Für Michael Schneider stand es nie außer Frage, in den Familienbetrieb einzusteigen. Die Schneiders sind eine Dachdecker-Familie. Schon der Urgroßvater, der Großvater und auch der Vater haben den Beruf gelernt. In diesen Tagen wird die Firma "Dach Schneider" aus...

Aktuelles

Antisemitismusbeauftragter
Einsatz für Israel ist «keine Rechtfertigung für alles»

Frankfurt a.M. (epd). Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, plädiert für eine ehrlichere Diskussion über das deutsch-israelische Verhältnis. «Wir müssen uns mit aller Kraft dafür einsetzen, die Sicherheit Israels und der Juden weltweit zu bewahren», sagte Klein der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». «Aber wir müssen auch klar sagen, dass das keine Rechtfertigung für alles ist.» Mit Blick auf den aktuellen Krieg im Gaza-Streifen betonte Klein, es habe nichts mit...

  • 26.05.25
Eine Welt

Katholische Kirche
Laien verabschieden Nahost-Resolution

Paderborn (epd). Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) kritisiert in einer Erklärung sowohl die israelische Regierung als auch die Hamas für ihr Vorgehen im Gaza-Krieg. Die katholische Laienorganisation nahm zum Abschluss ihrer Vollversammlung in Paderborn «mit überwältigender Mehrheit» eine Resolution zum Nahost-Konflikt an, wie das ZdK mitteilte. Das Papier enthalte Kritik daran, dass einige von der Terrormiliz Hamas am 7. Oktober 2023 verschleppte Geiseln immer noch festgehalten...

  • 26.05.25
Service + Familie

"Pavillon der Angst"
Wie man in unsicheren Zeiten Halt findet

Chemnitz (epd). In Chemnitz tourt in den Sommermonaten ein „Pavillon der Angst“ durch das Stadtgebiet. Das mobile Kunst- und Mitmachprojekt schaffe vom 10. Juni an „einen besonderen Ort der Begegnung“, teilten die Kunstsammlungen als Veranstalter mit. Geplant sind zunächst bis zum 9. August neun Stationen, an denen der Pavillon jeweils mehrere Tage stoppt. Weitere Termine würden derzeit geprüft. Tipps gegen die Angst Klima, Kriege, Krisen:  Wie man in unsicheren Zeiten Halt findet Der Pavillon...

  • 15.05.25
Aktuelles
Landesbischof Friedrich Kramer  | Foto: Willi Wild
8 Bilder

EKM-Landessynode
Kramer: Aufrüstung macht die Welt unsicherer

Drübeck (red) - Mit einem Gottesdienst hat am heutigen Donnerstagmittag (8. Mai) die dreitägige Frühjahrstagung der Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) im Kloster Drübeck begonnen. In seiner Rede zum Auftakt der Plenumssitzung erinnerte Landesbischof Friedrich Kramer an die Befreiung Deutschlands vom Hitlerfaschismus vor 80 Jahren. Am seinerzeit verabschiedeten Stuttgarter Schuldbekenntnis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kritisierte er, dass zur Rolle...

  • 08.05.25
Service + Familie

Verteidigen oder auswandern?
Was junge Leute über den Krieg denken

Zerfetzte Körper, bei der Flucht erfrorene Menschen im Straßengraben, das von einer Bombe zerstörte Elternhaus - wer heute unter 80 Jahre alt und in Deutschland aufgewachsen ist, kennt solche Kriegserlebnisse meist nur aus Erzählungen. Die Schrecken des Krieges schienen weit entfernt vom eigenen Erleben - wären da nicht der Ukraine-Krieg, die Kehrtwende in der US-Politik und das jüngste milliardenschwere Paket der Bundesregierung für die Verteidigung. Viele, ob jung oder alt, haben das Gefühl,...

  • 25.04.25
Aktuelles

Ukrainekrieg
Mehrheit gegen Taurus-Lieferungen

Erfurt (idea) – Die absolute Mehrheit der Deutschen (54 Prozent) ist gegen eine Lieferung von weitreichenden Raketen, wie beispielweise Taurus-Marschflugkörpern, an die Ukraine. Das ergab eine Umfrage von INSA-Consulere im Auftrag von idea. 29 Prozent befürworten die Lieferung solcher Waffen. 13 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, drei Prozent machten keine Angabe. Bei Frauen ist die Ablehnung deutlicher als bei Männern (57 Prozent gegenüber 52 Prozent). Bei Ostdeutschen ist sie weiter...

  • 24.04.25
Aktuelles

Abrüstung
Friedensorganisationen kritisieren Koalitionsvertrag

Berlin (epd). Mehrere Friedensorganisationen haben den Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD scharf kritisiert. «Es ist erschreckend, dass die Regierung gerade jetzt in Zeiten großer Unsicherheit vor allem auf Aufrüstung, Nato-Politik und atomare Abschreckung setzt», erklärte der Vorsitzende der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW), Lars Pohlmeier. Die Verschiebung von Abrüstungsbemühungen gefährde die Sicherheit und erhöhe das Risiko einer militärischen Konfrontation...

  • 11.04.25
Blickpunkt

Ukraine und Europa
Krieg hinterlässt Traumata

Potsdam (epd). Die russische Invasion hinterlässt nach Ansicht des Militärsoziologen Timo Graf tiefe Narben in der gesamten ukrainischen Gesellschaft. Der Krieg finde nicht nur an der Front statt. Nun warnen deutsche Militärexperten vor der russisch-belarussischen Militärübung im September und einer möglichen Ausweitung des Krieges. Die Mehrheit der Deutschen habe die Bedrohung erkannt und trotzdem sei die Gesellschaft verwundbar, sagte der Soziologe vom Zentrum für Militärgeschichte und...

  • 23.03.25
Eine Welt

Blickwechsel
Ukraine: Die Rolle der Muslime im Krieg

Der Islamwissenschaftler Andreas Jacobs ist stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Analyse und Beratung in der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin. Nun hat er sich für eine Aufsatzsammlung mit der Rolle des Islam in Russland auseinandergesetzt. Von Thomas Klatt Für ihn ist überraschend, dass Russland nicht einfach nur russisch-orthodox ist. „Es wird immer gesagt, das orthodoxe Christentum sei massiv prägend für die russische Kultur und Geschichte. Tatsache aber ist, dass die Präsenz von...

  • 20.03.25
Aktuelles

EKD-Friedensbeauftragter
Kritik an Aufrüstungsplänen

Bonn (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Friedrich Kramer, sieht die Gefahr, dass soziale Fragen und Klimagerechtigkeit angesichts von Aufrüstungsplänen vernachlässigt werden. Die Europäische Union dürfe sich trotz der aktuellen weltpolitischen Lage nicht nur auf militärische Lösungen und Aufrüstung fokussieren, sagte der EKD-Friedensbeauftragte mit Blick auf die vergangene Woche beschlossenen Aufrüstungspläne der EU. Er rief dazu auf, Fragen nach...

  • 11.03.25
Aktuelles

Ukraine-Krieg
Friedensgebete zum dritten Jahrestag

Berlin/Leipzig/Dessau (epd). Zum dritten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine sind zahlreiche kirchliche Veranstaltungen geplant. In Berlin soll es neben einer Mahnwache vor der russischen Botschaft unter anderem ein interreligiöses Friedensgebet in der Marienkirche am Alexanderplatz geben. Dazu werden unter anderem Berlins evangelischer Bischof Christian Stäblein und der ukrainisch-orthodoxe Erzpriester Oleh Kovalenko erwartet. Am 24. Februar 2022 begann der vollumfängliche...

  • 24.02.25
Feuilleton

Schriftsteller in der Ukraine
Patriotisch, aber pessimistisch

Ukrainische Autoren haben drei Jahre lang gegen die russischen Truppen in ihrem Land gekämpft, teils nur mit Worten, teils an der Front. Viele starben. Alle sehnen sich nach Frieden, doch kapitulieren will keiner. Von Renate Kortheuer-Schüring (epd) Drei Jahre nach Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine hat der Krieg die Schriftsteller des Landes längst eingeholt. Statt der schönen Literatur widmen sie sich der Politik, thematisieren in Sachbüchern, Essays, Kommentaren und...

  • 24.02.25
Eine Welt

US-Präsident Trump
Theologe kritisiert «dreifache Schuldumkehr»

Bremen (epd). US-Präsident Donald Trump betreibt aus Sicht des Friedensbeauftragten der Bremischen Evangelischen Kirche, Pastor Andreas Hamburg, mit Blick auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine eine «dreifache Schuldumkehr». Das löse auch unter den Geflüchteten aus der Ukraine eine Sprachlosigkeit und eine Starre aus, sagte er. «Niemand weiß, wie es weitergeht.» Hamburg ist in der Ukraine geboren und seit 2018 Pastor der evangelischen St.-Markus-Gemeinde in Bremen. Zur Schuldumkehr...

  • 24.02.25
Blickpunkt

Ukraine-Dachverein
«Nichts mehr so, wie es vorher war»

Berlin (epd). Lyudmyla Mlosch ist Vorsitzende des Zentralverbandes der Ukrainer in Deutschland mit Sitz in Berlin. Dieser kümmert sich seit 2007 um den Erhalt der Identität unter den hier lebenden Ukrainern. Doch seit dem russischen Überfall habe sich die Arbeit des Vereins radikal verändert, sagte die Modedesignerin, die seit Jahrzehnten in Deutschland lebt. «Eigentlich ist nichts mehr so, wie es vorher war.» Mlosch beschrieb ein Leben zwischen Hoffen und Bangen, das viele ihrer eine Million...

  • 24.02.25
Feuilleton

Berlinale
Religiöses und Übersinnliches als Leitmotiv

Kein Ausweg, nirgends. Das Schicksal bietet keine Chance zur Flucht: Linda, Mutter eines schwer erkrankten Kindes, möchte ihrem Beruf als Therapeutin nachgehen. Sie will ein normales Leben führen, doch dafür ist es längst zu spät. In seiner Unausweichlichkeit erinnert Mary Bronsteins Film "If I Had Legs I'd Kick You" ("Hätte ich Beine, würde ich dich treten") an die katastrophale Dynamik aus Schuld, Angst und Ohnmacht in den Romanen Franz Kafkas. Von Hans-Joachim Neubauer (KNA) Auch für Linda...

  • 21.02.25

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.