Nachgefragt
Rittertag in Gotha

Carl-Albrecht Bartmer

Am Wochenende hält die Provinzial-Sächsische Genossenschaft des Johanniterordens in Gotha ihren sogenannten Rittertag ab. Die Genossenschaft ist regional auf dem Gebiet der EKM und der Landeskirche Anhalts zu verorten. Willi Wild sprach mit Kommendator (Leiter der Ordensniederlassung) Carl-Albrecht Bartmer darüber.

Rittertag, das erinnert eher an Mittelalter-Märkte?
Carl-Albrecht Bartmer: Der Orden ist über 900 Jahre alt und ist tatsächlich eine Gründung von „Rittern“. Wenn wir uns heute noch so nennen, geht es uns viel mehr um die „Ritterlichkeit“, um Tugenden, zu denen wir uns verpflichten, denen wir mehr oder weniger erfolgreich nachstreben, also Tugenden wie Glaube, Liebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Weisheit und Maßhalten. In diesem Sinne ist ein Rittertag alles andere als eine waffenklirrende Zusammenkunft.

Was haben Sie sich für Ihren ersten Rittertag als Kommendator vorgenommen?
Rittertage sind Ereignisse geistlicher und freundschaftlicher Gemeinschaft, eine Verbundenheit, die in Zeiten von Corona leider viel zu kurz gekommen ist. Den Rittertag 2020, den wir ebenfalls in Gotha planten, mussten wir aus diesem Grunde absagen. In diesem Sinne habe ich den Wunsch, dass wir an Geist und Seele gestärkt am Sonntag wieder tatkräftig von Gotha in unsere jeweilige Heimat aufbrechen.

Was erwartet die Ordensmitglieder in Gotha?
Zunächst eine bedeutende, geschichtsträchtige Stadt, in die uns der Oberbürgermeister Knut Kreuch eingeladen hat. Wir werden unseren ehemaligen Regierenden Kommendator Martin von Gehren verabschieden und zu den Aufgaben des Ordens in den genossenschaftlichen Werken und im Gesamtorden aktuelle Informationen austauschen.
Es freut mich sehr, dass der Herrenmeister des Johanniterordens (Leiter des Ordens), Seine Königliche Hoheit Prinz Oskar von Preußen ebenso teilnehmen wird wie der Bundespräsident a. D. Joachim Gauck, der einen Festvortrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt halten wird. Und es gibt einen neuen Regierenden Kommendator, dessen Vorstellungen für die Entwicklung der Aufgaben unserer Genossenschaft in den nächsten Jahren interessieren werden.

Welche Aufgaben nimmt der Orden innerhalb großen Johanniter-Familie wahr?
„Dem Schwachen hilf!“ – so begannen wir vor 900 Jahren, und bis heute prägt das unser Handeln in unseren Werken, Krankenhäusern, Altenheimen, im ambulanten Pflegedienst, in der Johanniter Unfallhilfe, in den Johanniter Hilfsgemeinschaften, die konkret vor Ort helfen. Über 4000 Ritterbrüder im Gesamtorden, 260 davon in unserer hiesigen Provinzial-Sächsischen Genossenschaft, stehen für Verantwortung dort, wo sie leben, als aktiv Mitwirkende.

Sonntag, 10 Uhr, Margarethenkirche in Gotha, Festgottesdienst 

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Online-Redaktion

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