Mein Fazit der Synode

Das Präsidium mit G+H-Maske: (v. l. n. r.) Dorit Lau-Stöber, Dieter Lomberg, Steffen Herbst, Julia Braband
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  • Das Präsidium mit G+H-Maske: (v. l. n. r.) Dorit Lau-Stöber, Dieter Lomberg, Steffen Herbst, Julia Braband
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Von Dieter Lomberg, Präses der II. EKM-Synode

Dies war die letzte Tagung der II. Landessynode. Leider war persönliches Treffen nicht mehr möglich, kein Abend der Begegnung mit Gesprächen, insbesondere mit den Synodalen, die der nächsten Synode nicht mehr angehören werden.
Die Tagung gelang, dank der guten Vorbereitung des Synodenbüros mit allen helfenden Händen und des IT-Referates. Alle sind über die Grenzen ihrer Kräfte gegangen, da am Freitag bis nach 22 Uhr getagt wurde. Ich danke den Synodalen für Disziplin und Geduld, wenn technische Schwierigkeiten auftraten.
Inhaltlich konnten wir zentrale Punkte auf den Weg bringen, wie den Nachtragshaushalt, das Friedhofsgesetz und das erste Papier zur Neuordnung der geistlichen Leitungsämter, zu dem jetzt die Kirchenkreise und Gemeinden angehört werden.
Der Nachtragshaushalt ist gelungen, da wir Rücklagen auflösen können und Positionen zunächst mit einem Sperrvermerk versehen. Dadurch sind keine Einsparungen zu Lasten von Projekten nötig. Ich freue mich, dass wir jetzt eine Agende für den Ablauf von gleichgeschlechtlichen Trauungen haben. Damit hat ein langer Prozess ein Ende gefunden. Dass die Synode sich deutlich zu Klimafragen positioniert und rechte Gewalt klar verurteilt, war wichtig.
Eine sehr lange Debatte gab es um das neue Bildungsdezernat, da traten Defizite in der Kommunikation zutage. Am Ende steht nun ein Beschluss, der von einer breiten Mehrheit getragen wird. Einig sind sich die Synodalen und das Landeskirchenamt, dass (kirchliche) Bildung einen sehr hohen Stellenwert hat und auch in Zukunft haben soll.
Die Premiere einer digitalen Tagung ist geglückt. Die Beteiligung der Synodalen bei der Aussprache und Abstimmung war anders als sonst. Positive Erfahrungen haben wir mit der elektronischen Abstimmung gemacht. Es musste nicht per Akklamation oder Stimmzettel abgestimmt werden, die Ergebnisse waren sofort sichtbar.
Trotz mancher Vorteile ist die digitale Synode für viele keine Alternative. Die persönliche Begegnung ist unabdingbar, gerade wenn Wahlen in hohe Ämter anstehen. Der direkte, persönliche Austausch ist Kennzeichen unserer Tagungen. Das kann technisch nur mit größerem Aufwand geleistet werden. Dazu kommt, dass die Bandbreite der Datenleitungen unterschiedlich ist und oft nicht ausreicht. Eine digitale Synodentagung muss die Ausnahme bleiben, da verfassungsgemäß die reale Begegnung vorgesehen ist.
Mit den Folgen der Corona-Pandemie gehen die Kirchenkreise und Gemeinden unterschiedlich um. Einerseits wird es sehr bedauert, dass Gottesdienste und andere Veranstaltungen ausfallen müssen, andererseits wird viel Neues ausprobiert, wie das Evangelium kommuniziert werden kann. Gottesdienste oder Andachten werden im Internet übertragen, Video- und Telefonkonferenzen treten an die Stelle von Präsenztreffen, Freiluftveranstaltungen stellen eine Alternative dar.
In meiner Kirchengemeinde wird es am Heiligen Abend zwei Gottesdienste geben, jeweils mit der Anzahl der Menschen, die die Kirche unter aktuellen Infektionsschutzbedingungen betreten dürfen.

Das Präsidium mit G+H-Maske: (v. l. n. r.) Dorit Lau-Stöber, Dieter Lomberg, Steffen Herbst, Julia Braband
Autor:

Dieter Lomberg aus Eisenach-Erfurt

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