Wort zur Woche
Momente des Staunens in der Vorfastenzeit

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Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.
Psalm 66, Vers 5


Die Winterzeit legt sich wie ein Mantel über die Welt. Die Natur ruht noch, doch unter der Oberfläche bereitet sie sich vor – auf den Frühling, auf neues Leben.

Von Jörg Bachmann

Gerade die Vorfastenzeit jetzt ist wie ein Atemholen vor einer großen Veränderung. In dieser Zeit lädt uns die Natur ein, zu staunen. Haben Sie sich jemals gefragt, warum es uns berührt, wenn der Schnee die Welt zudeckt? Warum wir stehen bleiben, wenn die ersten Krokusse durch die Erde brechen? Es ist Gottes Tun. Die Natur ist seine Sprache, die er auch dann spricht, wenn wir nicht zuhören. Doch oft sehen wir die Wunder nicht. Da hetzen wir von Termin zu Termin, sind gefangen in Sorgen oder Gewohnheiten.

Der Psalmist ruft uns zu: „Kommt her und sehet an!“ Es ist eine Einladung, die Welt mit anderen Augen zu betrachten. Darum nehmen wir uns doch einmal Zeit, um das zu tun. Vielleicht auf dem Weg zur Arbeit, wenn der Frost die Äste der Bäume in glitzernde Kunstwerke verwandelt. Vielleicht beim Blick aus dem Fenster, wenn Vögel, scheinbar unbeeindruckt von der Kälte, nach Nahrung suchen. Oder bei einem tiefen Atemzug, wenn die kalte Winterluft unsere Lungen füllt. Gottes Wunder sind überall – auch im scheinbar Kleinen. Aber Gottes Wunder geschehen nicht nur in der Natur, sondern sein Tun richtet sich auf uns Menschen aus und in besonderer Weise auf sein Volk Israel. Wir Menschen sind selbst Teil seiner Schöpfung, ein Werk seiner Hände. Das vergessen wir oft, besonders in schwierigen Zeiten. Doch jeder Herzschlag, jeder Gedanke, jeder neue Tag ist ein Geschenk.

Diese Vorfastenzeit ist eine Gelegenheit, unser Inneres vorzubereiten. Sie ist eine Einladung, zu reflektieren: Was liegt brach? Was wartet darauf, neu zu werden? Vielleicht ist es genau das, was wir brauchen: ein Moment des Staunens. Ein Moment, in dem wir uns daran erinnern, dass das Leben – unser Leben – ein Wunder von Gott ist. Dann werden wir spüren, dass Gott am Werk ist: jetzt, in diesem Moment, an jedem von uns.

Der Autor ist Pfarrer i. R. aus Kriebitzsch.

Pfarrer Jörg Bachmann | Foto: J. Bachmann
Autor:

Online-Redaktion

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