Wort zur Woche
Gartenpflege bringt Ertrag

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Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern. Lukas 12, Vers 48b

Manchmal klingen Bibelverse wie ein Versprechen, manchmal wie eine Warnung. Der Wochenspruch beinhaltet beides.

Von Andreas Bechert 

Was bedeutet das für unser Leben? Wenn uns ein wertvolles Erbstück anvertraut wird, spüren wir eine besondere Verpflichtung, gut darauf aufzupassen und es vielleicht weiterzugeben. Aber es geht nicht nur um Dinge sondern, auch um Fähigkeiten und Talente, die wir haben. Vielleicht konnten Sie gut zuhören, waren ein Organisationstalent oder konnten Menschen ermutigen. All das sind Geschenke Gottes. Und mit diesen Geschenken kommt Verantwortung. Wer gut zuhören kann, kann anderen in schwierigen Zeiten beistehen. Wer Erfahrungen gesammelt hat, kann Wissen an Jüngere weitergeben.

Der Vers sagt: „bei dem wird man viel suchen“ und „von dem wird man umso mehr fordern.“ Das klingt streng. Aber: Wenn wir viel Potenzial haben, wäre es schade, es ungenutzt zu lassen. Gott hat uns diese Gaben nicht umsonst geschenkt. Er möchte, dass wir sie einsetzen – für uns und für andere.

Es ist wie bei einem Garten. Ein fruchtbarer Boden kann wunderbare Pflanzen hervorbringen, die Früchte tragen. Aber nur, wenn der Garten gepflegt wird. Lässt man ihn brachliegen, wird nix daraus.

Bleibt die Frage: Welche Gaben habe ich erhalten: Talente, Wissen, Zeit oder die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen? Und: Wie kann ich diese Gaben nutzen, um Gutes zu tun? Es muss nichts Weltbewegendes sein. Manchmal reicht ein freundliches Wort, Zuhören, Erfahrungen teilen oder einfach nur helfen, wo Hilfe gebraucht wird.

Der Bibelvers ist eine Einladung, unsere Verantwortung anzunehmen und das Beste aus dem zu machen, was uns gegeben wurde. Wenn wir das tun, sind wir nicht nur für Gott wertvoll, sondern auch für die Menschen um uns herum. Und das ist doch eine zutiefst erfüllende Erfahrung, finden Sie nicht auch?

Der Autor ist Prädikant  aus Gräfenhainichen.

Andreas Bechert | Foto: A. Bechert
Autor:

Online-Redaktion

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