Feuilleton

Beiträge zur Rubrik Feuilleton

Die 1521 von Jakob Fugger gestiftete und bis heute bestehende Fuggerei in Augsburg ist eine der ältesten Sozialsiedlungen der Welt  | Foto: epd-bild/Annette Zoepf
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500. Todestag Jakob Fugger
Der Augsburger Kaufmann, der halb Europa dominierte

Er war Unternehmer, Bankier, politischer Strippenzieher und strenggläubiger Katholik: Der Augsburger Jakob Fugger war der wohl reichste Unternehmer seiner Zeit und hielt ein internationales Handelsimperium zusammen. Im Jahr 1525 starb er. Von Christiane Ried  Statt «Reich wie Krösus» hätte sich auch leicht die Redewendung «Reich wie Jakob Fugger» im deutschen Sprachgebrauch entwickeln können. In so gut wie jeder Liste der reichsten Menschen in der Geschichte taucht neben dem letzten König von...

  • 29.10.25
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Pfarrer Sven Hanson, Leiter des Canstein Bibelzentrums, zeigt seinen Gästen gern diese Gutenberg-Bibel und demonstriert beim Öffnen der Buchschließen, warum man die Bibel "aufschlägt". | Foto: Claudia Crodel
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Cansteinsches Bibelzentrum
Die Bibel und das Leben zusammenbringen

Vor 300 Jahren wurde in den Franckeschen Stiftungen in Halle die Cansteinsche Bibelanstalt gegründet, die erste Bibelanstalt überhaupt. Heute gibt es am historischen Ort das Canstein Bibelzentrum, eine Bildungseinrichtung, die nunmehr seit 30 Jahren besteht. Von Claudia Crodel „Der Zugang zur Bibel ist heute so leicht, wie es sich Canstein nicht hat träumen lassen“, sagt Pfarrer Sven Hanson, seit zehn Jahren Leiter des Canstein Bibelzentrums. Mit wenigen Klicks findet man mit den modernen...

  • 28.10.25

Freundeskreis der Stiftung Luthergedenkstätten
Die „Aura“ der Kutte

Wenn Sigrid Bias-Engels auf die Mönchs-Kutte von Martin Luther zu sprechen kommt, gerät sie ins Schwärmen. Sie sei eines der bekanntesten Exponate im Wittenberger Lutherhaus, ihre „Aura“ gelte es auf jeden Fall zu erhalten, sagt die Vorsitzende des Freundeskreises der Stiftung Luthergedenkstätten. Von Edgar S. Hasse Der besondere Wert dieser Augustiner-Kutte aus Wolle mit der markanten Kapuze liege auf der Hand: „Sie erzählt nicht nur die Geschichte des Reformators in seinen Anfängen als Mönch,...

  • 27.10.25

ZDF und ARD
Neue evangelische Senderbeauftragte

 Frankfurt a.M. (epd). Wechsel im Team der Medienbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): Stephan Fritz, fast 19 Jahre ZDF-Senderbeauftragter im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), ist zum 1. Oktober in den Ruhestand gegangen, wie das GEP mitteilte. Sein Nachfolger ist Christof Enders, der bereits am 1. September sein Amt antrat. Enders (52) war seit 2016 Superintendent im Kirchenkreis Bad Liebenwerda der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland....

  • 26.10.25

Edikt von Potsdam
Als verfolgte Protestanten Zuflucht fanden

Das Edikt von Potsdam von 1685, Schlüsseldokument deutscher Migrationsgeschichte, ist legendär, sprachlich aber so veraltet, dass es kaum noch jemand versteht. An der FU Berlin haben ein Professor und eine Studentin eine moderne Fassung erstellt. Von Christian Walther  Es ist ein erstaunliches Dokument früher Einwanderungspolitik: Das Edikt von Potsdam, vor 340 Jahren am 29. Oktober 1685 unterzeichnet, ermöglichte Tausenden protestantischen Glaubensflüchtlingen aus Frankreich eine sichere...

  • 26.10.25
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Zeitumstellung
Drei Fragen an den «Vater der Zeit»

Der Braunschweiger Physiker Ekkehard Peik gilt als «Vater der Zeit», denn er forscht, wie sich diese möglichst präzise messen lässt. Peik arbeitet an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, deren besonders genaue Atomuhren in Deutschland den Takt vorgeben. Im Gespräch mit Karen Miether erläutert er, warum sich die Zeit exakter messen lässt als jede andere Einheit und wozu das überhaupt nötig ist. Herr Peik, wonach bemisst sich eigentlich die Zeit? Spielen Sonnenaufgang...

  • 26.10.25

... auf den 26. Oktober
Heilsgeschichten ...

Die es ausgehalten haben, alle zu betrachten – alle sechs Teile dieser verrückten Saga mit dem unvergleichlichen Arnold Schwarzenegger in einer der Hauptrollen und der verschwitzten Sarah Connor, die den kleinen John unter dem Herzen - oder, wie Sloterdijk schreibt, über dem Querdarm - getragen hat, sind Helden. Stundenlang haben sie zugesehen, wie der Terminator aus der Zukunft in die Fixzeit stürzt. Es ist jedes Mal von eigentümlicher Schönheit, dieses Knistern zu hören, den Blitz aus Licht...

25. Oktober 1671 - Entdeckung
des Saturnmondes und Titanen Iapetus

Die Entdeckung des Iapetus Giovanni Domenico Cassini legte am Abend des 25.Oktober des Jahres 1671 das Fernrohr aus der Hand. Und seine Finger zitterten. Er hatte etwas gesehen, das keiner vor ihm gesehen hatte. Einen winzigen Lichtpunkt, fern und still, tanzend um den Saturn wie ein geduldiger Diener um einen müden König. Cassini lächelte. Ganz Paris schlief bereits und nur er selbst und das Glas seines Okulars wussten, was da eben entdeckt worden war. Ja - er würde ihn Iapetus nennen. Dieser...

Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte
Vorstand bestätigt

 Gotha/Eisenach (epd). Sebastian Kranich ist als Vorsitzender der Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte im Amt bestätigt worden. Wie der Verein mitteilte, hat die Mitgliederversammlung in Gotha den Direktor der Evangelischen Akademie Thüringen bereits am vergangenen Samstag für weitere vier Jahre gewählt. Zur stellvertretenden Vorsitzenden des siebenköpfigen Gremiums bestimmte die Versammlung Christina Neuß, die Leiterin des Landeskirchenarchivs der Evangelischen Kirche in...

  • 22.10.25
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Im Oktober 2005 ist die Frauenkirche nach einem über elfjährigen Wiederaufbau eingeweiht worden.  | Foto: epd-bild/Reiner Blende
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20 Jahre Wiederaufbau
Bauen am Versöhnungsprojekt

Die Dresdner Frauenkirche feiert 20 Jahre Wiederaufbau. Doch wie funktioniert die Spannung zwischen selbst gesetzter Bestimmung als Mahnmal, Gotteshaus, Konzerthalle und Besuchermagnet der Stadt? Torsten Hilscher sprach mit den Geschäftsführern der Stiftung Dresdner Frauenkirche, Pfarrer Markus Engelhardt und Maria Noth. Eine Kirche, selbst eine so junge, ist auch immer eine Baustelle. Welche Vorhaben stehen an? Noth: Das bereitet uns wirklich Kopfzerbrechen. Nicht, weil die Kirche als Bauwerk...

  • 21.10.25

Enorme Resonanz
Landesausstellung zum Bauernkrieg beendet

Mühlhausen (epd). Mit dem Lichtkunstfestival „Freiheitsleuchten“ sind in Mühlhausen am Wochenende die Thüringer Landesausstellung und das Gedenkjahr „2025: Jahr der Freiheit“ beendet worden. Insgesamt seien seit der Eröffnung Ende April deutlich mehr als 50.000 Gäste in den Mühlhäuser Ausstellungen begrüßt worden, teilten die städtischen Museen am Sonntag mit. Für den Ausstellungsteil im Panorama Museum Bad Frankenhausen seien 27.000 Eintrittskarten verkauft worden. Das nordthüringische...

  • 20.10.25

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Schlögel: Europa in "neuer Vorkriegszeit"

Der Historiker Karl Schlögel ist mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt worden. Einer friedensgewohnten Generation falle es schwer, sich in der aktuellen Bedrohungssituation zurechtzufinden, betonte er bei der Preisverleihung. Frankfurt a.M. (epd). Der diesjährige Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Karl Schlögel, sieht Europa in einer „neuen Vorkriegszeit“. Es falle einer friedensgewohnten Generation schwer, sich in einer solchen Situation zurechtzufinden, sagte der...

  • 20.10.25

Feldpostkarten
„Nichts mehr vom schönen Heldentod“

Berührende Dokumente: Die Burg Posterstein zeigt eine Ausstellung mit mehr als 200 Feldpostkarten. Von Edgar S. Hasse Zu Beginn des Ersten Weltkrieges war Ulrich Ditzen, der jüngere Bruder des berühmten Schriftstellers Hans Fallada, noch vom Soldatenalltag begeistert. „Überall ist die Stimmung herrlich, auch bei uns. Die Wachtmeister sind recht fidel, sie lassen immer eine Kognakflasche herumgehen“, schrieb er im September 1914 an seine Eltern. Doch je blutiger die Kämpfe gegen die Franzosen...

Eisenach
Umfeld vom Bachdenkmal wird saniert

Eisenach (epd). Die Arbeiten für die Umgestaltung des Eisenacher Frauenplans im Bereich des Bachdenkmals haben begonnen. Wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte, soll das Umfeld des lebensgroßen Standbildes des Komponisten in Anlehnung an sein ursprüngliches Erscheinungsbild vor 1950 neu gestaltet werden. Das Denkmal für Johann Sebastian Bach (1685-1750) ist eine Schöpfung des Bildhauers Adolf von Donndorf (1835-1916) aus dem Jahr 1884. Vor dem Standbild feiert Eisenach jährlich den...

  • 17.10.25
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800 Jahre Veste Coburg
Von Luther empfohlen

Die zur Festung ausgebaute mittelalterliche Burganlage thront über der Stadt Coburg und wird auch fränkische Krone genannt. Bis zum 9. November ist eine Jubiläumsausstellung zu sehen. Von Veit-Mario Thiede Am 15. April 1530 traf Martin Luther im Gefolge von Kurfürst Johann dem Beständigen in Coburg ein. Die Reisegruppe zog bald weiter zum Reichstag nach Augsburg, auf dem die evangelischen Fürsten und Reichsstädte Kaiser Karl V. ihr Glaubensbekenntnis überreichten. Der mit dem Kirchenbann und...

  • 16.10.25

Eisenach: Praeludium des Bachfestes
"Erschallet, ihr Lieder!"

Zum 9.  Bachfest am Taufstein Johann Sebastian Bachs wird in Eisenach vom 29. Oktober bis 2. November 2025 herzlich eingeladen. Es steht unter dem Motto „100 Jahre Bachchor Eisenach – ein Fest der Chormusik“. Kirchenmusikdirektor Christian Stötzner, Kantor und Organist an der Georgenkirche Eisenach, blickt voraus: "Das Bachfest Eisenach bildet den Start der Bach-Dekade, die zum 350. Geburtstag Johann Sebastian Bachs im Jahr 2035 hinführt." Bereits am Sonntag, 26. Oktober 2025, erklingt im 355....

Nachgefragt
Luther und die Kunst

Der Wissenschaftliche Beirat der Stiftung Luthergedenkstätten hat sich neu konstituiert. Julia Trinkert, Professorin für Kunstgeschichte an der Universität Düsseldorf, ist das jüngste Mitglied. Beatrix Heinrichs hat sie zu ihrer neuen Aufgabe befragt. Düsseldorf-Wittenberg, das ist nicht gerade ein Katzensprung. Welche Beziehung haben Sie zu den Lutherstätten? Julia Trinkert: Wissenschaftlich bin ich in Nordeuropa sozialisiert und spezialisiert. In meinem Forschungsbereich der Kunstgeschichte...

  • 16.10.25

Oktober 1868 - Johannes Brahms
Eine musikotheologische Betrachtung

Ein später Nachmittag in Wilhelmshaven. An einem jener windstillen Oktobertage des Jahres 1868 - so berichtet uns Albert Dietrich in seinen „Erinnerungen an Johannes Brahms” lag die See unbeweglich da. Brahms, fünfunddreißig Jahre alt, aber längst von jener Schwere gezeichnet, die seine Zeitgenossen später für frühe Reife halten werden, hatte am Morgen das Buch herumliegen sehen. Nun sitzt er am Strand und man weiß nicht, ob er eine Ahnung hat, wie an diesem Tag etwas Entscheidendes geschehen...

Nietzsches Geburtstag
181

„Ach, wenn das doch Gott noch hätte miterleben können!” – meinte Homer Simpson, der ebenfalls pünktlich angelangt war. Und traf damit - wie so oft unbeabsichtigt - ins Zentrum der Wahrheit. Was war geschehen? Friedrich Nietzsche, der im Wettbewerb,  Totengräber Gottes zu sein, bis heute als Gewinner  gilt  und immer noch die Goldmedaille hält, feiert am 15.Oktober 2025 seinen 181. Geburtstag. Viele Geister der Moderne waren deswegen zusammengekommen, um auf jenen Mann anzustoßen, welcher unser...

VON FALSCHEM UND WAHREM
TROST

Es geschah an einem jener Samstagabende im Frühherbst, an denen der Heurige vortrefflich mundet, der Wirt spendabel war, die Gäste froh dreinschauen.  Da saß Thomas Bernhard persönlich in seinem Grinzinger Stammlokal. Er genoss bereits den zweiten - vielleicht schon den dritten - Schoppen und tat, was er am besten konnte: schweigend reden. Und siehe - es öffnete sich die Tür zur Terrasse und wie die Hauptfigur aus einem Heimatfilm nahte Franz Kogler, Kaplan der Kaasgrabenkirche "Mariä...

Rezension
Wende oder Friedliche Revolution

Im Sommer 2024 beschäftigte sich eine Ringvorlesung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit der Einordnung der Ereignisse von 1989 und der Frage nach der Bedeutung und Deutung der Friedlichen Revolution. Von Dietlind Steinhöfel Ausgehend vom Begriff "Geschichtszeichen", den der Philosoph Immanuel Kant (1724–1804) in seiner Schrift "Der Streit der Fakultäten" von 1798 im Zusammenhang mit der Französischen Revolution verwendete, werden verschiedene historische Ereignisse analysiert....

  • 03.10.25

Eine Reise für die Geschichtsbücher
Mit Ersatzteilen nach Paris

Eine Moped-Tour nach Paris: Zwei junge Männer aus Ostdeutschland stellten sich nach dem Mauerfall der Herausforderung. Auch Jahrzehnte später sorgen die Erinnerungen für Gänsehaut. Von Katharina Rögner  Es ist eine der Geschichten des Aufbruchs und der Freiheitsliebe, eine von denen, die für manche unvorstellbar erscheinen. Nicht zuletzt ist sie der friedlichen Revolution 1989 zu verdanken und der dort erkämpften Reisefreiheit. André Kiesewalter und Torsten Naumann haben sich vor 35 Jahren...

  • 03.10.25

Unter den Mantel
der Geschichte geschaut ...

Gleich nach dem Tag des persönlichen Schutzengels feiern wir heute den Tag der deutschen Wiedervereinigung. Man wird Reden hören. Richtig so! Und man ist immer noch nicht müde geworden, im Rückblick das Wunderhafte der Jahre 1989/90 zu beschwören. Richtig so! Denn da sei „die Mauer gefallen“, „die Freiheit ausgebrochen“, „die Geschichte zu Ende gegangen“. Doch wer heute im Herbst 2025 auf die Schatten und Lichtspiele der sogenannten Realität blickt, sieht auch noch mehr,  sieht damit etwas...

BRANNTE NICHT UNSER HERZ!?
Das ist die Wende aller Wenden!

Zwei Menschen auf dem Weg nach Hause, zutiefst enttäuscht, alle Erwartungen zerbrochen: "Wir aber hofften, er würde Israel erlösen!" Sie waren unter denen, die ihrem Herren nachgegangen waren auf dem Weg nach Golgatha. Sie hatten erlebt, wie die Nägel durch das Fleisch getrieben, die Dornenkrone auf das Haupt geschla-gen, und die Kreuze aufgerichtet wurden. Sie hatten den Spott gehört: "Anderen hat er geholfen und kann sich selbst nicht helfen!" Und sie hatten seine letzte Verzweiflung gehört:...

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