Freitag, vor eins ...
Unsere Seite 1 - Jesus sucht seinen Besitzer

G+H Nr. 4 vom 24. Januar 2021

Es war ein hartes Jahr. Auch für Jesus. Kurz nach Neujahr fand er sich einsam auf einer Parkbank in einer 8.000-Seelen-Gemeinde im Remstal nahe Stuttgart wieder. Und nun: Endstation Fundbüro. Ja, Herrgott noch einmal, ist selbst unser Heiland nun von allen guten Geistern verlassen worden?

Es klingt wie eine Story aus unserer beliebten G+H-Rubrik "Aufgelesen". Sie wissen schon, die kleine Meldung mit Schmunzel-Kopfschüttel-Effekt auf der letzten Zeitungsseite. Nur, dass für die Geschichte aus dem baden-württembergischen Urbach unser Rubrikentitel nicht so recht passen will. Schön wär's ja. Aber die Jesus-Figur, 70 Zentimeter groß, der Gipsleib in ein rot-güldenes Gewand gekleidet, scheint wie aus dem Nichts in der Kleinstadtidylle aufgetaucht zu sein. Gefunden wurde sie am 2. Januar von einem Passanten, barfuß auf besagter Parkbank liegend. Wie das zuständige Polizeipräsidium in Aalen mitteilte, seien alle Nachforschungen zum Besitzer bisher erfolglos geblieben. Einen Diebstahl will die Polizei zwar nicht ausschließen, doch solange den niemand zur Anzeige bringt, gibt es weder Geschädigten noch Straftat - und der Gottessohn wandert einstweilen ins Fundbüro.
  
Aber bitte, Jesus ist doch keine Fundsache - wo kommen wir denn da hin? Oder Moment mal, vielleicht ja doch! Haben Sie schon mal gegoogelt: "Jesus finden"? Ich hab's getan, gerade. 22.200.000 Ergebnisse listet mir der smarte Algorithmus auf: Impulse, Bibelverse, Tutorials - bei pfarrverband.de oder gutefrage.net. Wow, offenbar gibt es eine ganze Menge Wege und Möglichkeiten, um Gott zu begegnen. Und ich wette, nicht nur in Urbach. Also, immer gut die Augen aufhalten, man kann ja nie wissen, wo man auf Jesus trifft ...  

Während die Aalener Polizei noch per "Fahndungsfoto" den Besitzer der Herz-Jesu-Darstellung sucht, können Sie sich entspannt zurücklehnen. Geistige Impulse, Nachrichten aus den Kirchgemeinden und aktuelle Diskussionen zu Glaubensfragen finden Sie in Ihrer Kirchenzeitung. In dieser Woche dreht sich alles um unsere Glaubensgeschwister und das Jubiläum "1700 Jahre Jahre jüdisches Leben in Deutschland". 

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!

Unsere Themen:

  • Holocaust-Gedenken: Der Fotograf Thomas Müller porträtierte bis 2019 Überlebende des Konzentrationslagers Buchenwald.
  • Backen ist Liebe: Aviv Koriat betreibt seit 2012 eine Kuchenmanufaktur in Weimar. Aufgewachsen ist er in einem Kibbuz in Israel. 
  • Synagogenneubau: Sachsen- Anhalts Landesregierung stimmte Ende November dem Vergabekonzept für das Projekt in Magdeburg zu.

Und außerdem:

Ausblick ohne Birnenpunsch
Zum "hörMahl" mit dem Papst
Open Doors: Corona-Krise verstärkt Druck auf verfolgte Christen

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Autor:

Beatrix Heinrichs aus Jena

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