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Ein wichtiges Zeichen

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Von Benjamin Lassiwe

Die Synode der EKD hat eine Studentin in das zweithöchste Amt des deutschen Protestantismus gewählt. Was auf den ersten Blick zu Fragen Anlass gibt: Wie soll das Amt, an dem schon namhafte Berufspolitiker scheiterten, nun von einer 25-Jährigen ausgeübt werden?

Die Entscheidung für Anna-Nicole Heinrich könnte sich aber auch als eine geniale Idee herausstellen: Denn wäre, wie in den Jahren zuvor, wiederum ein Politiker in das Amt gekommen, hätte sich der- oder diejenige immer an der Vorgängerin Irmgard Schwaetzer messen lassen müssen. An einer Präses, die das Amt so gut und professionell ausgeübt hat, wie es seit dem früheren Bundesminister Jürgen Schmude niemand mehr tat.

Mit Anna-Nicole Heinrich dagegen wählte die Synode eine junge Frau, die Erfahrung in kirchlichen Gremien mitbringt. Sie war als Jugenddelegierte maßgeblich am Zukunftsprozess der EKD beteiligt. Sie kennt die handelnden Personen und die kennen sie. Mehr noch: Sie steht für eine digitaler und zukunftsfähiger werdende Kirche. Und sie wird im Präsidium von einem erfahrenen Team, der Greifswalder Vizepräses Elke König und dem Lippischen Superintendenten Andreas Lange, unterstützt. Manchen Anfängerfehler wird man ihr verzeihen müssen. Aber in den wichtigsten Themen der Kirche steckt sie bereits drin.

Mit der Wahl von Heinrich setzt die EKD deswegen gleich mehrere wichtige Zeichen: Die neue Synodenpräses steht für eine Verjüngung der Kirche und ein Zugehen der EKD auf die Millennials. Sie steht für Kontinuität im wichtigen Zukunftsprozess der EKD. Und dass die neue Präses als wissenschaftliche Hilfskraft an einem katholischen Lehrstuhl arbeitet, kann auch der Ökumene in Deutschland zumindest nicht schaden.

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Online-Redaktion

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