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Aufgabe für die Kirche

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Diese Wahlergebnisse sind ein Grund zur Sorge.

Von Benjamin Lassiwe

In Thüringen und Sachsen ist die AfD bei den Bundestagswahlen stärkste Partei geworden. Eine Partei, die in beiden Ländern vom Verfassungsschutz beobachtet wird und über deren Gesinnung im Grunde keine Zweifel mehr bestehen: Wer immer noch nicht verstanden hat, dass es sich bei zahlreichen Mitgliedern dieser Partei um lupenreine Rechtsextremisten handelt, der will es wohl auch nicht.

Nach einer Legislatur im Deutschen Bundestag kann niemand mehr sagen, er wisse nicht, woran er bei der AfD ist. Wer heute diese Partei wählt, kann sich nicht mehr damit herausreden, diese Partei gewählt zu haben, auch wenn sie rechtsradikal ist. Er muss sich gefallen lassen, dass man ihm vorhält, diese Partei gewählt zu haben, weil sie rechtsradikal ist.

Menschen verloren zu geben, ist keine christliche Haltung. Es wird für die Gesellschaft insgesamt, vor allem aber für die Kirchen und ihre Mitglieder, weiter darum gehen müssen, das Gespräch zu suchen. Denn es sind vor allem Frustrierte und Enttäuschte, die die AfD wählen. Menschen, deren Rente nicht reicht, die sich als Wendeverlierer sehen, die eine diffuse Angst vor Fremden haben, die sich von anderen Parteien nicht wahrgenommen und gehört fühlen.

Es wird Aufgabe der Kirchen und der Gemeinden vor Ort bleiben, mit diesen Menschen in einen Dialog zu treten. So, wie es beispielsweise auf dem Dortmunder Kirchentag geschah. Denn es muss in den nächsten Jahren darum gehen, dass die Frustrierten, Enttäuschten und Hoffnungslosen eine Perspektive bekommen. Wahrscheinlich wird man damit nicht viele ins Lager der Demokraten zurückholen können. Manche aber vielleicht schon.

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Online-Redaktion

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