Freitag vor 1
Kaffee genießen und Gutes tun

- hochgeladen von Claudia Crodel
Kirchengemeinde lebt von der Gemeinschaft. Um diese zu pflegen, gibt es verschiedene Gemeindegruppen, Gemeindefeste und vieles mehr. Etliche Kirchengemeinden laden auch regelmäßig nach dem Gottesdienst zum Zusammensein ein, beispielsweise zur gemeinsamen Kaffeetafel im Pfarrhaus, im Kirchgarten oder gar im „Kirchencafé“ in der Kirche selbst. Gemeinsam Kaffeetrinken, das ist gut für den Zusammenhalt. Kaffeetrinken kann auch nachhaltig sein und auf vielfältige Weise Gutes tun, für die Gemeinde und für Menschen auf anderen Kontinenten.
Von Claudia Crodel
Das beweist jetzt die Paulusgemeinde in Halle. Die hat gemeinsam mit der halleschen Kaffeerösterei Roy einen Pauluskaffee kreiert.
Den gibt es in 250-Gramm-Packungen mit speziell für diesen Kaffee ausgesuchten Bohnen. Grundlage sind 40 Prozent Kaffee einer Fraueninitiative aus Honduras. Die Bohnen kommen über nur einen Zwischenhändler zur Kaffeerösterei. Er sei fair und nachhaltig, unterstütze die Frauen direkt. Er trage allerdings kein Fairtrade-Siegel, weil das mit zu hohen Gebühren verbunden sei, hat die GKR-Vorsitzende Ulrike Germann vom Röstereichef erfahren.
Für die Paulusmischung kämen je 20 Prozent Kaffeebohnen, die einen besonderen Geschmack zaubern, zusammen die Pauluskaffeenote sozusagen: Der Kaffee werde damit nussig, schokoladig und leicht würzig.
Den Kaffee – gemahlen oder in ganzen Bohnen – kann man bei derKIrchengemeinde sowie im Geschäft „Dreierlei“ im Viertel erstehen. „Man unterstützt mit dem Kauf auch unsere Gemeindepädagogik und unser aktuelles Bauprojekt, den barrierefreien Umbau unseres Gemeindehauses mit Aufzug, behindertengerechten Zugängen und Toiletten“, sagt Ulrike Germann. „Spendensammeln muss Spaß machen. Deshalb der Kaffee!“
Zu einer Tasse Kaffee kann man übrigens gut auch die Kirchenzeitung lesen. Sie hält n dieser Woche wieder viel Interessantes bereit.
Unsere Themen:
- Der Kirchenkreis Eisleben feiert vom 29. bis 31. August den Kreiskirchentag 2025. Er wird an drei Orten gefeiert und hält die Urausfführung des Müntzer-Oratoriums "Solange ihr Tag habt" bereit
- 1965 reichten die polnischen katholischen Bischöfe ihren deutschen Amtsbrüdern die Hand zur Versöhnung. Benjamin Lassiwe sprach mit dem Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt darüber.
- Am 1. September 1995 wurde in Erfurt ein Denkmal für Wehrmachtsdeserteure errichtet. Das Mahnmal, das auf Initiative eines breiten Bündnisses entstand, dem auch Kirchenvertreter angehörten, war umstritten. Heute blicken die Akteure zurück und thematisieren in einer Veranstaltungsreihe aktuelle Fragen um Krieg und Frieden.
- Als am 9. April 1935 etwa 200 Pfarrer in Weimar "auf den Führer" vereidigt wurden, berichtete die Kirchenzeitung, welch "beglückendes Erlebnis" dies gewesen sei. Von all jenen, die den Eid verweigerten, ist damals nichts zu lesen.
Autor:Claudia Crodel |
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