Lassiwe

Beiträge zum Thema Lassiwe

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EKD-Synode: erstmals digital
Die Leitung steht

Eine Premiere: Vor dem Hintergrund der Corona-Krise tagte die Synode der EKD am Sonntag und Montag ausschließlich im Internet. Die Corona-Krise sei eine „Erfahrung von Ohnmacht, die uns vielleicht in unserem persönlichen Leben vertraut ist, die wir aber als Gesellschaft so noch nicht kannten“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Heinrich Bedford-Strohm. In seinem Bericht erinnerte er an jene Menschen, die während der Corona-Pandemie allein sterben mussten. Der Theologe regte an, die stillen...

  • 12.11.20
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Foto: epd-Bild/Hanno Gutmann
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EKD-Synode: Eine alte Diskussion neu aufgewärmt
Strategie für die Zukunft

Neue Gemeindeformen, Schwerpunktsetzung bei kirchlichen Aufgaben, mehr Bildungsarbeit, weniger Pfarrstellen – das sind einige Vorschläge zur Strukturreform der Kirche. Allerdings stammen sie nicht aus dem Jahr 2020, sondern aus dem Jahr 2006, als die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) schon einmal über Reformen beriet. Vom 7. bis 9. November diskutiert die evangelische Kirche auf ihrer Jahrestagung jetzt erneut über die Zukunft, erstmals wegen der Corona-Pandemie in einem rein digitalen...

  • 07.11.20
Aktuelles

Die Pandemie und die Rolle der Kirche
Bischof "nominiert" Unwort des Jahres

Hannovers Landesbischof Ralf Meister hofft darauf, dass der Begriff "Systemrelevanz" zum "Unwort des Jahres 2020" gekürt wird. "Eine Gesellschaft, die nicht mehr weiß, was geht, rettet sich, in dem sie relativ spontan behauptet, was wichtig ist", kritisierte Meister bei einer Tagung der Internationalen Martin-Luther-Stiftung am Mittwoch vergangener Woche in Berlin. Systemrelevanz sei eine spontane Figur, um Bedeutung zu suggerieren. Theologen müssten das ablehnen. "Die Kirche ist nicht...

  • 10.10.20
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Kirchentag
Der ÖKT ist systemrelevant

Wenn Corona nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht, ist im Mai 2021 in Frankfurt am Main der dritte Ökumenische Kirchentag geplant. Benjamin Lassiwe sprach darüber mit der evangelischen Präsidentin des Kirchentags, Bettina Limperg. Wird es 2021 den dritten Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt geben? Bettina Limperg: Ich gehe davon aus. Wir werden sicherlich eine Anpassung auf die neuen Bedingungen der Corona-Pandemie vornehmen müssen. Heute wissen wir nicht, welche Regeln für...

  • 20.08.20
Aktuelles

Maßnahmenkatalog: Wie die Evangelische Kirche aus der Krise kommen will
Sparsam unterwegs: 11 Punkte für die Zukunft

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will künftig pointierter öffentlich Position beziehen und stärker mit Partnern von außerhalb der Kirche zusammenarbeiten. Gleichzeitig setzen Deutschlands Protestanten auf mehr Zusammenarbeit innerhalb der Landeskirchen und mit der EKD. Das sind die wesentlichen Punkte eines elf Punkte umfassenden Zukunftspapiers, das in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Es entstand in einem nach dem Reformationsjubiläum 2017 gegründeten Zukunftsausschuss....

  • 09.07.20
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Keine Biotope mehr

Von Benjamin Lassiwe Sonderlich neu ist das alles nicht: Die EKD will mehr zusammenarbeiten. Sie will mehr Ökumene. Sie will mehr Konzentration aufs Wesentliche. Sie will mehr mit Dritten zusammenarbeiten. Und irgendwie auch mehr Aufgaben im Kirchenamt der EKD in Hannover konzentrieren. Das passt zu den Bemühungen der EKD, selbst Kirche werden zu wollen – und nicht nur Bund selbständiger Landeskirchen zu sein. Das ist in Zeiten der einbrechenden Mitgliederzahlen und zurückgehenden...

  • 09.07.20
  • 7
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Statistik
"Erosion von innen"

Deutlich geschrumpft sind Deutschlands Kirchen auch 2019 – Mitteldeutschland bildet da keine Ausnahme. Im vergangenen Jahr sind die Mitgliederzahlen stärker gesunken als in den Vorjahren. Von Benjamin Lassiwe Die Zahl der Kirchenaustritte steigt dramatisch, die Zahl der Taufen geht zurück: Die beiden großen Kirchen verlieren weiter Mitglieder. Zum Jahresende 2019 zählten zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens noch 663 525 Personen, wie aus einer am 26. Juni in Hannover von der...

  • 02.07.20
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Kleinstadt verloren

 Von Benjamin Lassiwe Die Zahl der Kirchenaus-tritte in Deutschland hat ein Rekordhoch erreicht. Bei der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland scheint das niemanden so wirklich zu stören. Zu diesem Eindruck kann man kommen, wenn man sich die Website und die Veröffentlichungen in diesen Tagen anschaut. Während so ziemlich alle anderen Landeskirchen auf die von der EKD veröffentlichten Zahlen reagieren und in Pressemitteilungen sowie – im Fall Hannovers – sogar mit einer Pressekonferenz...

  • 02.07.20
  • 4
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Aktuelles

Explosionsartiger Reichweitenzuwachs
Krise wird Kirche verändern

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat in der Corona-Krise einen erheblichen Reichweitenzuwachs zu verzeichnen. Das ist das Ergebnis einer Studie zu digitalen Verkündigungsformaten, die der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, und der Referent der Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung (midi), Daniel Hörsch, am Dienstag im Internet vorstellten. Insgesamt wurden dazu rund 1500 Gemeinden in vier Landeskirchen, darunter auch der...

  • 20.06.20
Aktuelles

Gottesdienst als Hotspot
Genaue Richtlinien fehlten in autark agierenden Gemeinden

Der Ausbruch von Covid-19 in gleich zwei russlanddeutschen Aussiedlergemeinden sorgte in den vergangenen Wochen für Aufsehen: In der Gemeinde der „Evangeliums Christen Baptisten Gemeinde“ in Frankfurt a. M. wurden offenbar Mindestabstände nicht eingehalten, zudem wurde im Gottesdienst gesungen. In einer Gemeinde in Bremerhaven waren es nach Einschätzung der Stadtverwaltung vor allem enge familiäre und soziale Kontakte, die zu zahlreichen Erkrankungen führten. Zusammengenommen wurden in beiden...

  • 03.06.20
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Blickpunkt

Corona-Krise
Gottesdienst per Telefon

Auf dem Schreibtisch stand die brennende Kerze, auf dem Laptop war der Liederzettel angezeigt. Und das Telefon war auf Lauthören und Freisprechen geschaltet. Am vergangenen Sonntag lud der evangelische Kirchenkreis Nordfriesland zum ersten Mal und wohl auch als erster Kirchenkreis der Nordkirche zu einem Gottesdienst per Telefonkonferenz ein. Über die sozialen Medien wurde dazu aufgerufen, wer den Hinweis sah, konnte sich bei der für Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Pastorin Inke Raabe...

  • 22.03.20
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Seenotrettung: In Kiel wurde aus einem Forschungsschiff die "Sea-Watch 4"
Christliche Seefahrt

Von Benjamin Lassiwe Mit einem Knall zerplatzt die Sektflasche am blau gestrichenen Bug des alten Forschungsschiffes. Aus der „Poseidon“, dem ehemaligen Schiff des Kieler Geomar-Forschungszentrums, ist die „Sea-Watch 4“ geworden. Es ist der letzte Neuzugang in der Flotte von Rettungsschiffen, die vor der libyschen Küste im Mittelmeer in Seenot geratene Flüchtlinge aus ihren wackeligen und überladenen Booten fischen sollen. „Ich glaube, viele von uns haben heute ein mulmiges Gefühl, mit dem...

  • 27.02.20
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Brot für die Welt
Wir bekämpfen Fluchtursachen

Im Advent 1959 wurden zum ersten Mal deutschlandweit Spenden für die Aktion "Brot für die Welt" gesammelt. Seit dieser Zeit wurden tausende Projekte für die Überwindung von Ungerechtigkeit, Hunger und Armut auf den Weg gebracht. Benjamin Lassiwe sprach darüber mit Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, der Direktorin von "Brot für die Welt". Warum haben Sie für die aktuelle Spendenaktion das Motto „Hunger nach Gerechtigkeit“ gewählt? Cornelia Füllkrug-Weitzel: Dass Menschen heute hungern müssen,...

  • 08.12.19
Aktuelles

Flüchtlingsrettung: Kieler Forschungsschiff soll verkauft werden – EKD ist interessiert
"Poseidon" als Rettungsschiff im Gespräch

Das Kieler Forschungsschiff „Poseidon“ könnte im kommenden Jahr als Rettungsschiff für Flüchtlinge im Mittelmeer zum Einsatz kommen. Nach Informationen der Kirchenzeitung ist die „Poseidon“ in Kreisen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dafür im Gespräch. Das Schiff, das dem „Geomar“ Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel gehört, führt derzeit seine letzte Forschungsreise durch. Es soll danach über die bundeseigene Verwertungsgesellschaft „Vebeg“ verkauft werden. „Dass das...

  • 17.10.19
Aktuelles

Kommentar
EKD-Initiative greift zu kurz

Von Benjamin Lassiwe Die EKD will ein eigenes Rettungsschiff ins Mittelmeer schicken. Das ist zunächst einmal eine richtige Initiative: Denn es darf nicht sein, dass Tag für Tag Menschen im Mittelmeer ertrinken. Wenn es keine staatliche Rettungsmission gibt, müssen eben zivilgesellschaftliche Organisationen einspringen. Aber ist die Kirche dafür der richtige Akteur? Mit der Gründung des Trägervereins hat Heinrich Bedford-Strohm diese Frage zumindest etwas abgeräumt: Die Kirche wird nicht selbst...

  • 19.09.19
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Eine WeltPremium
Farbenprächtig: Volkstanzdarbietungen beim großen Kirchenjubiläum der "Gossner Evangelical Lutheran Church". Über 20 000 Teilnehmer feierten im Juli Indiens zweitgrößte lutherische Kirche. | Foto: Benjamin Lassiwe
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100 Jahre "Gossner Evangelical Lutheran Church" in Indien
Erste Schritte zur Versöhnung

Vor 100 Jahren wurde die Evangelisch-Lutherische Gossner Kirche in Indien selbstständig. Ein Besuch bei einer gespaltenen Kirche. Von Benjamin Lassiwe Mitten auf dem Dorfplatz steht eine Kiefer. Ringsherum wachsen Palmen und Mangobäume, machen Elefanten die Felder der Dorfbewohner unsicher, pflanzen die Einheimischen Reis an. Doch der deutsche Missionar Wilhelm Kiefel, den es im 19. Jahrhundert in den Norden Indiens verschlug, brachte den Nadelbaum aus seiner Heimat mit. So erzählt man es sich...

  • 16.08.19
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Flüchtlingshilfe
EKD startet Projekt und holt 500 Syrer nach Deutschland

Es geht um 500 Flüchtlinge. Menschen aus Syrien, die derzeit in den Lagern in Jordanien und dem Libanon hausen. Sie sollen in den nächsten Monaten nach Deutschland kommen: per Flugzeug und nicht über den gefahrvollen Weg über das Mittelmeer. Als besonders Schutzbedürftige ausgesucht vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, von vornherein mit einem dreijährigen Aufenthaltsstatus ausgestattet, und nicht im Rahmen des regulären Asylverfahrens. Und versehen mit einem persönlichen Helferkreis von jeweils...

  • 09.08.19
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Blickwechsel
"Brot für die Welt" erlebt Rekordjahr

Das Evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" hat 2018 nach eigenen Angaben das viertbeste Spendenjahr seiner Geschichte erlebt. Im Vergleich zu 2017 steigerte das von den evangelischen Landes- und Freikirchen getragene Entwicklungshilfewerk seine Spendensumme von 61,81 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 63,58 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Für die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland verzeichnet der Spendenbericht Einnahmen von 1,7 Millionen Euro, das waren über 56 000 Euro mehr als im...

  • 01.08.19
Aktuelles

Grundsatzrede: Frank-Walter Steinmeier beim Kirchentag
Der digitale Bundespräsident

Eine „Ethik der Digitalisierung“ hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gefordert. Beim Dortmunder Kirchentag rief das Staatsoberhaupt vor mehreren tausend Besuchern dazu auf, die Digitalisierung aktiv zu gestalten und sich dabei nicht ins „digitale Lummerland“ zurückzuziehen, „die Füße hochzulegen und Netflix zu gucken“. Damit griff Steinmeier eine Position auf, die er schon im Frühjahr auf der Digitalkonferenz "re:publica" in Berlin vertreten hatte. Twitter und Facebook täten zu wenig...

  • 28.06.19
Aktuelles

Kommentar
Ankerkette im Blick behalten

Von Benjamin Lassiwe Man lässt keine Menschen ertrinken! Punkt!“, rief Pastorin Sandra Bils den Menschen im Westfalenstadion zu. Und Kirchentagspräsident Hans Leyendecker verglich Europas Politiker, die sich gegen eine Aufnahme von Bootsflüchtlingen aus dem Mittelmeer wenden, gar mit Pontius Pilatus. Politisch war der Dortmunder Kirchentag wieder einmal eine Zeitansage – und sogar eine deutlichere, als viele Christentreffen in der Vergangenheit, beginnend mit der Rede des Bundespräsidenten zur...

  • 28.06.19
  • 3
Glaube und AlltagPremium

Kirchentag: Auch kritische Themen gehörten zu dem evangelischen Glaubensfest
Gottes geliebte Gurkentruppe

Posaunenklänge schallen durch das Westfalenstadion. Wo sonst die Fans von Borussia Dortmund ihre Schlachtgesänge ertönen lassen, hatten mehrere tausend Bläser Aufstellung genommen. Erstmals seit 18 Jahren wurde ein Kirchentagsabschluss wieder in einem Stadion gefeiert. Rund 32000 Besucher waren zum Abschlussgottesdienst gekommen, deutlich weniger als erwartet. Sie erlebten einen eindringlichen Aufruf zur Unterstützung der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer und der „Fridays for...

  • 27.06.19
BlickpunktPremium
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Von Fake-News und Wahrhaftigkeit

Vom 19. bis 23. Juni blickt die evangelische Welt nach Dortmund: Dann treffen sich in der Ruhrgebietsmetropole zehntausende Christen zum Deutschen Evangelischen Kirchentag. Präsident des Protestantentreffens ist in diesem Jahr der Journalist Hans Leyendecker (Foto). Benjamin Lassiwe hat mit ihm gesprochen. Herr Leyendecker, was bedeutet Wahrheit für Sie? Leyendecker: Drei plus drei ist sechs. Das jedenfalls ist nach unserer Arithmetik die Wahrheit. Ich bin Journalist, und Journalisten...

  • 15.06.19
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Streitpunkt: Wie unabhängig bleibt die EZW?

Von Benjamin Lassiwe Wie geht es weiter mit der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) in Berlin? Als am 4. April der langjährige Leiter, der westfälische Pfarrer Reinhard Hempelmann, mit einem Gottesdienst in der Berliner Elisabethkirche in den Ruhestand verabschiedet wurde, wurde mehr als deutlich, dass die unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) arbeitende Einrichtung mit ihren derzeit vier Referenten in unruhigem Fahrwasser unterwegs ist. So...

  • 14.04.19
Aktuelles

Kirchentag: In Dortmund wurde das Programm vorgestellt
Vertrauen steht im Zentrum

Von Benjamin Lassiwe Wenn sich vom 19. bis 23. Juni rund 100 000 evangelische Christen zum 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund versammeln, soll es um Themen wie das Gottvertrauen, aber auch das Vertrauen in Politik, Gesellschaft und Zukunft gehen. Der Kirchentag, der sich auch selbst das Motto »Was für ein Vertrauen« gegeben hat, wolle Zeichen setzen gegen die Verrohung der Spache, gegen Ressentiments und Fremdenfeindlichkeit, sagte Kirchentagspräsident Hans Leyendecker, am...

  • 17.03.19
  • 1

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