LKA berät Jüdische Landesgemeinde
Sicherheit wird geprüft

Erfurt (epd) - Nach dem Synagogen-Anschlag in Halle prüft Thüringens Jüdische Landesgemeinde ihre Sicherheitsvorkehrungen. Ein erstes Treffen mit Experten des Landeskriminalamtes (LKA), dem Innenminister von Thüringen Georg Maier sowie dem Thüringer Antisemitismus-Beauftragten Benjamin-Immanuel Hoff hatte es bereits am vergangenen Donnerstag gegeben.

Vorgesehen seien demnach zusätzliche Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit bei den Gottesdiensten in der Synagoge in Erfurt, den Filialen in Jena und Nordhausen, im Erfurter Büro und dem Gemeindezentrum sowie auf dem jüdischen Friedhof in Erfurt, wie der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde, Reinhard Schramm, mitteilte.

Seinen Angaben zufolge wurden seit dem Anschlag auf die Erfurter Synagoge im April 2000 die Sicherheitsvorkehrungen um das Gotteshaus und das benachbarte Gemeindezentrum sukzessive ausgebaut. Dazu zählten neben Überwachungstechnik auch ein neuer Sicherheitszaun und Sicherheitstüren, sagte Schramm. Alle Gottesdienste und Veranstaltungen würden bei der Polizei angemeldet. "Wir sehen, dass sich die Polizei bemüht", erklärte der Landesvorsitzende. Lücken im Sicherheitskonzept ließen sich nie gänzlich ausschließen, doch die Gemeinde fühle sich den Umständen entsprechend sicher.

Die Thüringer Polizei hatte am Tag nach den Vorkommnissen Halle reagiert. Die Polizeiinspektionen und die Autobahnpolizei hätten ihre Maßnahmen in eigener Zuständigkeit verstärkt, insbesondere würden jüdische Objekte intensiviert bestreift, wie die Landespolizeidirektion mitteilte.
Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen gehört mit 850 Mitgliedern zu den kleineren jüdischen Gemeinden in Deutschland. Neben dem Hauptsitz in Erfurt existieren Außenstellen in Jena und Nordhausen. In Thüringen gibt es derzeit 47 Synagogen beziehungsweise jüdische Beträume.

Autor:

Beatrix Heinrichs aus Jena

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