Israel
Christen sehen Erbe in der Region bedroht

Foto: epd-bild/Isabell Knief

 Der Weltkirchenrat warnt vor einer verschärften Lage der Christen im Heiligen Land. Er beruft sich dabei auf einen aktuellen Bericht der Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem.

Genf (epd). Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat unter Berufung auf den Rat der Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem auf die angespannte Lage der Christen im Heiligen Land hingewiesen. Ein im Dezember veröffentlichter Bericht beschreibe eskalierende Gewalt, wirtschaftliche Not und Einschränkungen der Religionsausübung, wobei Kirchen, Schulen und Krankenhäuser Schaden erleiden, teilte der ÖRK mit. Darin würden zudem die Auswirkungen des Krieges auf die Christen im Gaza-Streifen beschrieben.

Sie seien in großer Sorge wegen der Bedrohungen des christlichen Erbes - insbesondere in Jerusalem, im Westjordanland und im Gaza-Streifen - sowie ungerechtfertigten Besteuerungen, «die die Existenz der Gemeinschaft und der Kirchen gefährden», heißt es in dem Bericht des Rates der Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem unter dem Titel «Schutz der Christen im Heiligen Land». Es seien dringend Maßnahmen erforderlich, «um den derzeitigen Waffenstillstand im Gaza-Streifen zu stärken, zu unterstützen und aufrechtzuerhalten, die Religionsfreiheit zu wahren, die Christen als lebendige Steine zu schützen und wirtschaftliche und diplomatische Unterstützung zu leisten, um ihre Gemeinschaften im Heiligen Land zu erhalten».

Der Bericht beschreibt weitere Auswirkungen des Krieges auf die Christen im Gaza-Streifen und erinnerte an den militärischen Angriff auf die katholische Kirche der Heiligen Familie in Gaza-Stadt im Juli. Dabei seien drei Menschen, die dort Zuflucht gesucht hätten, getötet und mehrere verletzt worden. Mehrere christliche Stätten seien beschädigt worden - neben der Kirche der Heiligen Familie auch die Kirche St. Porphyrios und das Al-Ahli-Krankenhaus, was als das einzige christlich geführte Hospital im Gaza-Streifen gilt. Es wird gefordert, die lokale Bevölkerung ausreichend mit Hilfsgütern zu versorgen.

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Online-Redaktion

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