Kirchenkreis Torgau-Delitzsch
Die Kirche ist kein guter Schwimmer
- Als erstes wurden das Dach neu gedeckt und der Putz erneuert.
- Foto: Andreas Bechert
- hochgeladen von Online-Redaktion
Bis vor kurzem war der sakrale Bau im Delitzscher Ortsteil Laue noch einsturzgefährdet. Nun gibt es gute Nachrichten für den Delitzscher Ortsteil Laue.
Von Andreas Bechert
Der Freistaat Sachsen stellt 62 000 Euro zusätzlich für die dringend notwendige Sanierung der barocken Dorfkirche in Laue zur Verfügung. Möglich wurde dies durch das gezielte Engagement der CDU-Landtagsabgeordneten Tina Trompter, die sich mit Nachdruck für den Erhalt des ortsprägenden Kirchengebäudes eingesetzt hat.
„Ich freue mich, dass nun weitere finanzielle Mittel für die Kirchensanierung zur Verfügung stehen. Somit ist eine Komplettsanierung der Dorfkirche möglich. Der Einsatz von Frau Trompter hat sich gelohnt, herzlichen Dank dafür.“, erklärt Pfarrer Matthias Taatz. Die evangelische Kirche in Laue zählt zum Pfarrbereich Schenkenberg.
Die nordsächsische Landtagsabgeordnete Tina Trompter ergänzt: „Ich freue mich, dass wir es hinbekommen haben, weitere PMO-Mittel für die Sanierung der Kirche Laue bereitzustellen und bin froh, dass nun Planungssicherheit besteht.“ Das Sanierungsvorhaben wird durch das Vermögen von Parteien und Massenorganisationen der DDR (PMO-Mittel) umgesetzt. Die barocke Dorfkirche in Laue ist nicht nur ein ortsbildprägendes Kulturdenkmal, sondern auch ein wichtiger Ort des gesellschaftlichen Lebens vor Ort.
Mit den zusätzlich bewilligten Mitteln aus dem Landeshaushalt kann nun ein wesentlicher Teil der Sanierung gesichert und ein weiterer Schritt zum Erhalt des kulturellen Erbes in der Region getan werden. Mehrkosten im Dachbereich im Zuge der Neueindeckung und des Neubaus der Turmhaube konnten damit abgefedert werden. Somit konnte nun die äußere Sanierung des Gotteshauses, einschließlich der Kirchenfenster, erfolgreich abgeschlossen werden. Als nächster Schritt soll nun die Innensanierung in Angriff genommen werden.
Die Kirche in Laue war bis vor kurzem extrem einsturzgefährdet. Ursache dafür ist eine gigantische Lehmlinse, auf der die Lauer ihre Kirche einst errichteten und die nun auf dem ansteigenden Grundwasserspiegel „schwimmt“. Keine Kirche ist ein guter Schwimmer – die Folge waren große Risse am Gebäude. Der Kirche wurde eine Art Eisenkorsett verpasst, so der Korpus gesichert und das Schlimmste verhindert. Erst dann konnte man sich endlich der längst überfälligen Sanierung zuwenden – Dank Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Stiftung KiBa, der Eigenmittel und einem rührigen Förderverein.
Weiteres Geld für die Sanierung (summa 242 500 Euro) gab es vor drei Jahren aus dem Altvermögen der SED, dass einst ins Ausland verschafft wurde. In die Wege geleitet hatte dies damals Jörg Kiesewetter – seines Zeichens sächsischer CDU-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Kirchengemeinde. Als erste Maßnahme wurde das Dach neu eingedeckt, die Turmhaube erneuert und der Außenputz saniert .
Autor:Online-Redaktion |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.