Bahnhofsmissionen stellen sich beim Landesfest vor
Blaue Weste und Kaffeekanne

Einen kühlen Schattenplatz auf dem Bahnsteig konnten Marlies Lang (links) und die anderen Helfer von der Bahnhofsmission den Besuchern des Sachsen-Anhalt-Tages anbieten.
  • Einen kühlen Schattenplatz auf dem Bahnsteig konnten Marlies Lang (links) und die anderen Helfer von der Bahnhofsmission den Besuchern des Sachsen-Anhalt-Tages anbieten.
  • Foto: Renate Wähnelt
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Verführerischer Duft nach Kaffee und frisch gebackenen Waffeln hing in der Luft des Quedlinburger Bahnhofs. Wo der private Eigentümer des Gebäudes gerade Räume für ein Café herrichtet, war während des Sachsen-Anhalt-Tages am Himmelfahrtswochenende die Bahnhofsmission eingezogen. Das heißt: Es waren die sachsen-anhaltischen Bahnhofsmissionen aus Bitterfeld, Dessau, Halberstadt, Halle, Stendal und Magdeburg, die erstmals bei diesem Großereignis auf eigene Weise für sich warben. „Was sollen wir mit einem Stand zwischen den vielen anderen Ständen?“, fragte sich Konstantin Kopp, Ehrenamtlicher aus Magdeburg und Haupt-Initiator der Aktion. „Wir tun hier das, was wir immer tun; mit aktivem Dienst sind wir am besten wahrnehmbar“, fasst er zusammen. Und der Halberstädter Chef Constantin Schnee habe gern auf den geplanten Info-Stand verzichtet.
„Das ist eine tolle Idee; wir waren sofort dabei“, sagt Marlies Lang, stellvertretende Leiterin der Hallenser Bahnhofsmission. Die Hallenser bewältigten den Sonnabend, die anderen Ehren- und Hauptamtlichen teilten sich die Dienste an den anderen Tagen. Neben dem Angebot von Kaffee, Tee und Waffeln sowie dem Vorhalten einer Toilette – alles kostenlos bzw. gegen eine Spende – waren die Frauen und Männer vor allem Auskunftspersonen für die Besucher. Wo was auf dem Fest zu finden ist, wo welcher Zug fährt, aber auch Hilfe beim Ein- und Aussteigen, freie Bahn schaffen für Rollstuhlfahrer auf dem vollen Bahnsteig – das klassische Programm eben.
Unterstützung erhielten die Bahnhofsmissionen von allen Seiten: Zufahrtgenehmigungen durch die Stadt, die Versorgung mit Flyern für fragende Festbesucher, die komplikationslose Nutzung des Bahnsteigs durch die Deutsche Bahn und nicht zuletzt finanzielle Hilfe und Sachspenden. Ein Quedlinburger beispielsweise stiftete eigenen Honig zum Verfeinern der Waffeln. „Wir sind gut vernetzt, das hilft uns. Unser bester Ausweis ist die blaue Weste“, freut sich Konstantin Kopp über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit vielen unterschiedlichen Partnern.
Bei den täglichen Andachten kamen mit den Pfarrern Peter Eichfeld vom Reformierten Kirchenkreis, Andreas Müller aus der anhaltischen Landeskirche und Martin Gentz aus der EKM Theologen aus drei in Sachsen-Anhalt vertretenen Kirchen zum Zuge. Und die rund 25 Akteure, die den Gästen des Landesfestes den Aufenthalt angenehmer machten, freuten sich über viele anerkennende und dankende Worte.
Ob es eine Neuauflage der gemeinsamen Bahnhofsmission beim nächsten Sachsen-Anhalt-Tag 2022 in Stendal geben wird, steht noch nicht fest. „Wenn Magdeburg wieder Lust hat – wir sind dabei“, verspricht Marlies Lang.

Renate Wähnelt 

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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