Predigttext
Verständlich reden

Wer aber prophetisch redet, der redet zu Menschen
zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung.
1. Korinther 14, Vers 3

Von Andreas Gräßer, Pfarrer in Plauen

Die Datenschutz-Grundverordnung und alles, was damit zusammenhängt, ist für viele schwer zu verstehen. Mir wurde mitgeteilt, was wir über den Datenschutz eigentlich längst wissen sollten. Aber ich verstand viele verwendete Schlüsselwörter nicht. Und ich hatte gar keine Lust, mich in dieses Fachchinesisch einzuarbeiten. Gibt es keine Fachleute, die es uns verständlich rüberbringen?
Vielleicht geht es ja manchen so in unseren Gottesdiensten. Sie haben keine Lust mehr, sich damit auseinanderzusetzen. Sie verstehen nicht die Dringlichkeit der Botschaft, sie beherrschen nicht die großen Begriffe des Glaubens. Sie verlieren den Faden und verstehen nichts.
Aber es passiert auch, dass jemand ohne Erwartung, fast gelangweilt in die Kirche geht, und dann lässt die Predigt, die Verkündigung aufmerken. Das Bibelwort versprüht seine Kraft und lässt Worte und Gedanken zum Vorschein kommen, die aufbauen. Auf einmal erkenne ich Gottes Wirken in meinem grauen Alltag, oder ich verstehe, dass es im Leben mehr gibt, als das, was ich mit meinen Augen sehe. Mir wird etwas über Gott verkündet, das mir bisher verborgen war. Das tut gut, baut auf, tröstet.
Ich bekomme eine neue Richtung für meine Gedanken, für mein Tun. Hier wirkt der Heilige Geist. Hier ist Licht und Klarheit des Glaubens.
Eine Gabe ist es, wenn jemand so von Gott und Jesus reden kann. Eine Gabe des Heiligen Geistes, so wie es viele weitere Gaben gibt, die der Heilige Geist schenkt. Reich begabt sind unsere Gemeinden. Nicht nur mit Pfarrern und Gemeindepädagoginnen, die vollmächtig predigen, sondern auch mit allen Gemeindemitgliedern. Ob sie entdeckt haben, dass der Heilige Geist Gaben austeilt? Ob wir uns darin üben, ei­nander verständlich von unserem Glauben zu erzählen, und dadurch auch Trost geben demjenigen, der zweifelt?
Wir werden vom Apostel Paulus eingeladen, nicht nur für uns selbst zu glauben und »es mit uns alleine auszumachen«, sondern zu bezeugen, was wir mit Gott erlebt haben. Vielleicht wäre es gut, dies auch ab und an nicht nur als Wahrheit anzupreisen, sondern mit »Emojis« zu versehen, also den kleinen Symbolen, die für sich sprechen und verstanden werden.

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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