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Verbotenes macht dem Menschen Beine

Lasterhaft: Die sogenannten sieben Todsünden beschäftigen uns in der Passionszeit. Mit der Trägheit geht die Artikelserie zu Ende.

Von Peter Zimmerling

Das griechische Wort Akedia ist nicht leicht zu übersetzen. Es umfasst ein ganzes Bedeutungsspektrum: von Gleichgültigkeit über Lustlosigkeit bis hin zu Traurigkeit. Die Akedia darf also nicht mit der Fähigkeit sich zu besinnen, auszuruhen und schweigen zu können verwechselt werden. Moderne Soziologen sind der Ansicht, dass das altkirchliche Verbot der Trägheit mitverantwortlich gewesen ist für die Entstehung der modernen Leistungsgesellschaft. In säkularem Gewand habe das Verbot dem westlichen Menschen Beine gemacht. Daran hat auch die am Ende der 1960er-Jahre entstandene Hippiebewegung nichts zu ändern vermocht.

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Online-Redaktion aus Weimar

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