Jubiläum
Lutherhaus wird 70
- Neueröffnung nach der Sanierung mit Anbau 2015
- Foto: epd-bild/Jens-Ulrich Koch
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Das Gebäude ist eines der ältesten Fachwerkhäuser Thüringens. In ihm soll der junge Martin Luther gewohnt haben, als er von 1498 bis 1501 die Lateinschule in Eisenach besuchte. Das heutige Lutherhaus bewohnte damals die wohlhabende Patrizierfamilie Cotta.
Von Willi Wild
Ursula Cotta, die Frau des Bürgermeisters Conrad Cotta, nahm Martin Luther auf, weil sie ihn als singenden „Partekenhengst“ (Kurrendesänger) auf der Straße gehört hatte und sein Gesang ihr gefiel. Luther beschrieb seine Eisenacher Wirtin später als eine „andächtige“ Frau, die ihm eine „sehnliche Zuneigung“ entgegenbrachte und sich um ihn kümmerte. An seinen Aufenthalt erinnern die berühmten "Lutherstuben", die seit dem 19. Jahrhundert als authentische Erinnerungsorte gelten.
Bis zum Zweiten Weltkrieg beherbergte das Haus auch eine altdeutsche Gaststätte, den "Lutherkeller". 1956 eröffnete die Thüringer Landeskirche das Gebäude als Luthergedenkstätte. Seit 2011 gehört das Haus als eines der bedeutendsten Reformationsstätten Europas zum "Europäischen Kulturerbe". Im Mai lädt die Stiftung Lutherhaus Eisenach zum 70-jährigen Jubiläum des Museums ein, das ursprünglich als Gegengewicht zur offiziellen Geschichts- und Erinnerungspolitik des SED-Staates gegründet wurde.
Autor:Willi Wild |
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