Freitag, vor eins ...
Unsere Seite 1 - #wowarstdu

G+H Nr. 14 vom 7. April 2019 (Judika)

Wenn etwas Bewegendes passiert in unserem Leben, dann können wir oft genau sagen, was wir gerade getan haben, wo wir waren, als wir davon erfuhren. Meine Uroma zum Beispiel war beim Kartoffelschälen, als die Nachricht kam, dass der Uropa aus dem Krieg heimgekehrt ist. Und meine Mutter war mit der Straßenbahn zur Uni unterwegs, als ihr jemand erzählte, dass John Lennon erschossen wurde. Die Kartoffeln, die Straßenbahn - das vermeintlich Banale in diesen Erinnerungen macht sie oft erst interessant. Ich wünschte, ich könnte sagen, wo ich war als am 9. November 1989 die Mauer fiel. Meinen Kindern und Enkeln werde ich von dieser Herbstnacht keine tolle Geschichte erzählen können, denn ich war erst sieben - und sehr wahrscheinlich längst im Bett. 

Aber viele andere können davon berichten, von diesem besonderen Tag und dem Herbst vor 30 Jahren. So manche Erinnerung findet man im Internet über den Kurznachrichtendienst Twitter unter dem Hashtag #wowarstdu. Wer hier seine Geschichte erzählen will, hat gerade einmal 280 Zeichen dafür - so sind die Spielregeln. Für unseren Schwerpunkt zur Friedlichen Revolution nehmen wir uns in dieser Woche mehr Zeit und geben den Menschen hinter den Geschichten Raum. Viel Freude beim Lesen!

Unsere Themen:

  • Unter Beobachtung: Zwei Publikationen beleuchten kirchliche Aktivitäten  und Akteure im Spannungsfeld der Staatssicherheit 
  • Reformator am Haken: Wie die SED  Luther für ihre Zwecke missbrauchte 
  • Schön fromm - ziemlich links:  Axel Noack und die Friedliche Revolution 

Außerdem:

  • Lasterhaft:  Sechster Teil der Fastenserie zu den sieben Todsünden - Völlerei
  • Spielzeugfasten: Wenn die Puppe Urlaub macht
  • Erinnert: Wolfgang Huber im Gespräch über seine neue Bonhoeffer-Biografie 

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