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Sternzeichen Schnuppe

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 Von Willi Wild

Noch bis Ende August ist der Perseiden-Meteorstrom aktiv, so dass man in manchen Nächten – wenn auch jeweils kaum länger als einen Wimpernschlag – bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde sehen kann. Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen.
Woher dieser Brauch kommt, ist nicht belegt. Eine mögliche Erklärung: In den Sternen sahen die Menschen einst göttliche Lichtfunken am dunklen Firmament. Die über das Nachtblau ziehenden Sternschnuppen interpretierte man als Dochte, die den Engeln beim Putzen der Himmelskerzen herunterfielen. Und so hoffte man auf göttlichen Beistand oder einen Engel an der Seite, wenn man beim Anblick einer Sternschnuppe einen stillen Wunsch äußerte.
Nüchtern betrachtet, sind die Meteorströme nichts anderes als eine Staubspur, die der Komet Swift-Tuttle hinterlassen hat. Klar, dass wir aufgeklärten Menschen nicht an putzige Engel denken, wenn wir in einer lauen Sommernacht zwischen 22 und 4 Uhr Lichtblitze am Himmel entdecken. Schade eigentlich, dachte sich auch 1837 der Gothaer Pfarrer Wilhelm Hey, der sich dem theologischen Rationalismus widersetzte und das romantische Volkslied "Weißt du, wieviel Sternlein stehen" schrieb.
Darin heißt es: "Gott der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet". Ja, auch das kann einem bei der Betrachtung des Nachthimmels und den unendlichen Weiten des Universums in den Sinn kommen: Der große Gott hat selbst das Kleine, Unscheinbare im Blick.
Ob mit oder ohne Sternschnuppen – schöne Ferien und einen erholsamen Urlaub. Über einen Schnappschuss, gern mit Ihrer Kirchenzeitung, von daheim oder aus der Ferne, freuen wir uns:
redaktion@glaube-und-heimat.de

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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