Wittenberg

Beiträge zum Thema Wittenberg

Kirche vor Ort

Kirchenkreis Wittenberg
Ein neues Beratungshaus

 Seit Beginn des Jahres gibt es in Bitterfeld (Kirchenkreis Wittenberg) ein neues Beratungshaus. Der "Diakonieverein Bitterfeld Wolfen Gräfenhainichen" erweitert damit am Kirchplatz 4 seine bestehenden Angebote und die vielfältigen Beratungen im Bereich Bildung, Jugend und Familie. Von Claudia Crodel Die Sozialpädagogische Familienhilfe und der Jugendmigrationsdienst sind in das Haus eingezogen. „Jetzt ist alles unter einem Dach. Synergien der Bereiche können genutzt werden. Und auch eine...

  • 14.01.24
Kirche vor Ort

"Buchstäblich Luther"
Neue Sonderschau in Wittenberg

Während der Schließung des Lutherhauses in Wittenberg zeigen die LutherMuseen eine Sonderausstellung im benachbarten Augusteum. Unter dem Titel „Buchstäblich Luther. Facetten eines Reformators“ präsentiere die neue Schau seit dem 1. Dezember unterschiedliche Aspekte der Persönlichkeit Martin Luthers (1483 bis 1546), teilten die LutherMuseen in Wittenberg mit. Zu sehen seien spannende, aber auch kuriose Ausstellungsobjekte, sagte Direktor Thomas T. Müller. Anhand der Buchstaben des Alphabets ist...

  • 10.12.23
Glaube und Alltag
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Wort zur Woche
Die Wirbelsäule des Glaubens

Bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte. Psalm 130, Vers 4 Schaue ich nach unten, sehe ich meinen Bauch, meine Hände, Beine und Füße. Wer neben mir steht oder vor mir, was um mich herum geschieht, was mich umgibt, sehe ich nicht. Von Sabine Kramer Der Blick nach unten ist der Blick auf mich selbst. Martin Luther verwendet diesen Blick als Bild für den homo curvatus, den in sich verkrümmten Menschen. Der Mensch, der allein sich im Blick hat, auf sich bezogen ist, sich selbst sucht....

  • 04.11.23
Aktuelles

Vikarausbildung künftig gemeinsam mit Bayern
Rückzug aus Wittenberg

Die sächsische Landeskirche zieht sich aus dem Predigerseminar in Wittenberg zurück. Stattdessen sollen die sächsischen Vikare ab 2025 gemeinsam mit denen der bayerischen Landeskirche ausgebildet werden. Das teilte die sächsische Landeskirche Ende Oktober mit. Von Benjamin Lassiwe „Die Fragen der Gewinnung und Ausbildung von Nachwuchs im Pfarrdienst sind für unsere beiden Landeskirchen von großer Bedeutung“, sagte die für die Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern zuständige sächsische...

  • 01.11.23
Kirche vor Ort

Vorgestellt: Stiftung Leucorea
Luthers "weißer Berg"

Der Name klingt sperrig und wie aus einer anderen Zeit – dabei ist er auf das engste mit seinem Ort verbunden: Leucorea kommt aus dem Griechischen "leukos oros", dem "weißen Berg". Die Wahl des Namens für die einstige Wittenberger Universität erfolgte in enger Anlehnung an den Namen der Stadt. von André Poppowitsch Durch Kurfürst Friedrich den Weisen 1502 gegründet, war die Leucorea bis zu ihrer Eingliederung in die Universität Halle 1817 eine der bedeutensten Universitäten im deutschsprachigen...

  • 30.10.23
Glaube und Alltag
2 Bilder

Wort zur Woche
Über – Winde: Der Drachen und das Geschenk des Himmels

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Römer 12, Vers 21 Aus Schaufenstern lachen sie mich in diesen Tagen an: Drachen mit lustigen Gesichtern und bunten Bändern. Manche Drachen kann ich beim Flug durch die Lüfte beobachten. Weht Herbstwind, kommt die Zeit, Drachen steigen zu lassen. Von Sabine Kramer Einen kleinen weißen Lenkdrachen bekam meine Patentochter zu ihrer Konfirmation geschenkt. Darauf war mit blauer Schrift gedruckt: Über – Winde. Was für ein...

  • 28.10.23
Kirche vor OrtPremium

Diakonie
Dreifaches Jubiläum

Seit 140 Jahren besteht mit dem Paul Gerhardt Stift in Wittenberg eines der größten Diakoniekrankenhäuser in der Region. Die Klinik blickt auf eine bewegte Geschichte. Von Oliver Gierens Das Diakoniekrankenhaus Paul Gerhardt Stift in Wittenberg hat am 4. Oktober sein 140-jähriges Bestehen mit einem Festakt gefeiert. Zugleich jährt sich die Fusion mit der heutigen Johannesstift Diakonie in Berlin in diesem Jahr zum 15. Mal. Beide Jahrestage fallen zusammen mit dem 175-jährigen Bestehen der...

  • 04.10.23
Kirche vor Ort

Reformation
Bibliothek zur Reformationsgeschichte feiert Jubiläum

Wittenberg (epd) - Die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek in Wittenberg feiert mit einer Festwoche vom 9. bis 13. Oktober ein doppeltes Jubiläum. Vor zehn Jahren trat ihr Gründungsvertrag in Kraft, und vor fünf Jahren nahm die Einrichtung ihre Arbeit auf. Während der Festwoche werde der Öffentlichkeit Einblick in für gewöhnlich nur Mitarbeitern zugängliche Magazinräume der Forschungsbibliothek gewährt, teilte die Einrichtung am Freitag in Wittenberg mit. Während der Festwoche...

FeuilletonPremium
Bibelspruch erprobt: Der Wittenberger Friedenskreis hatte am 24. September 1983 beim Kirchentag zu einem Abend der Begegnung auf den Lutherhof eingeladen. 
Rund 2000 vorwiegend junge Leute hatten sich schon Stunden vorher auf dem ehemaligen Klostergelände eingefunden, um nach Einbruch der Dunkelheit zu verfolgen, wie Kunstschmied Stefan Nau von der PGH Stahlbau ein Schwert zu einer Pflugschar umschmiedete. | Foto: epd-bild/Bernd Bohm
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Schwerter zu Pflugscharen
Nächtliche Hammerschläge

Vor 40 Jahren: Ein Eisen muss man schmieden, solange es heiß ist. Eine Weisheit, die der Theologe Friedrich Schorlemmer wörtlich nahm. Im September 1983 lässt er im Wittenberger Lutherhof ein Schwert zu einer Pflugschar umschmieden. Es ist die spektakulärste Aktion der DDR-Friedensbewegung. Sie sollte nicht ohne Folgen bleiben. Von Bettina Röder Es war eine sehr geheimnisvolle, aufgeladene Atmosphäre.“ Friedrich Kramer erinnert sich an diese Nacht, als sei sie gestern gewesen. Dabei ist es 40...

  • 15.09.23
  • 1
AktuellesPremium

30 Jahre Staatskirchenvertrag
"Teile und herrsche" war gestern

Am 15. September jährt sich die Unterzeichnung des "Wittenberger Vertrages" zum 30. Mal. Zwei Zeitzeugen würdigen den ersten Staatskirchenvertrag in den neuen Bundesländern. Von Albrecht Steinhäuser und Axel Noack In diesem Jahr blicken wir zurück auf die Unterzeichnung des „Vertrages des Landes Sachsen-Anhalt mit den Evangelischen Landeskirchen in Sachsen-Anhalt (Evangelischer Kirchvertrag Sachsen-Anhalt)“ vor 30 Jahren in Wittenberg. Dafür hat sich des Unterzeichnungsortes wegen die...

  • 07.09.23
AktuellesPremium

Premiere in Wittenberg
Abschreiben vom Westen: unmöglich

Vor 30 Jahren wurde der erste evangelische Kirchenvertrag nach der Wiedervereinigung unterzeichnet. Er öffnete Freiräume, an die in der DDR nicht zu denken war. Von Angela Stoye Am 15. September 1993 wurde in der Lutherstadt Wittenberg Geschichte geschrieben. Vertreter des Bundeslandes Sachsen-Anhalt und der im Land vertretenen sechs evangelischen Landeskirchen unterzeichneten mit dem sogenannten Wittenberger Vertrag den ersten evangelischen Kirchenvertrag nach der Wiedervereinigung....

  • 06.09.23
Aktuelles
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Deutsch-Israelisches Jugendwerk
Länderstreit wegen Luther

Thüringen wirbt massiv für Weimar als Sitz des Deutsch-Israelischen Jugendwerks. Doch Wittenberg gilt vielen als Favorit. Widerstand gegen die Lutherstadt kommt von jüdischer Seite. Von Matthias Thüsing Die lange geplante Versöhnungsarbeit beginnt im Streit um Standortfragen. Im September vergangenen Jahres haben sich Bundesjugendministerin Lisa Paus (Grüne) und die israelische Bildungsministerin Yifat Shasha-Biton auf die Gründung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks geeinigt. Ziel sei es,...

  • 03.08.23
Service + FamiliePremium

Jugendpolitik
Leerstelle Ost

Junge Menschen in ostdeutschen Städten benötigen nach Expertenmeinung mehr Orte der Begegnung. Gerade in Ballungsräumen gebe es tendenziell weniger solcher Rückzugsräume als in den Landkreisen, heißt es in einem Thesenpapier der Evangelischen Trägergruppe für Gesellschaftspolitische Jugendbildung. Noch immer prägten Transformationsprozesse das Aufwachsen junger Menschen. Die tiefgreifenden Veränderungen hätten mit dem Fall der Mauer begonnen und setzten sich bis heute in Form von...

Kirche vor Ort

Geschichte
Wittenbergs Mauerfall

Die Industrialisierung ging zunächst an Wittenberg vorbei. Vor der Stadtmauer durften keine festen Häuser gebaut werden. Vor 150 Jahren zog mit der sogenannten Entfestigung das Zeitalter der Industrieproduktion in die Lutherstadt ein. Von Bettina Gabbe (epd) Zwischen hohen Bäumen steht im Stadtpark von Wittenberg bis heute ein unscheinbares Denkmal für Kaiser Wilhelm I. (1797-1888). Es wurde auch zu DDR-Zeiten nicht abgebaut. Eine Inschrift auf dem schlichten Sockel erinnert an den Mann, der in...

Kirche vor Ort

Forum Schlosskirche
Ausstellung: Engel bedenken sich

Ob in den Räumen der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek, im Evangelischen Predigerseminar, in der Stiftung Christliche Kunst, im Besucherzentrum des Schlosses der Schlosskirche oder in der Evangelischen Akademie Wittenberg – überall begegnen dem Besucher der Lutherstadt Wittenberg gegenwärtig Skulpturen der Künstlerin Heidrun Feistner. Von Claudia Crodel Seit Mitte April und noch bis Mitte Juli zeigt das Forum Schlosskirche die bislang umfassendste Werkschau der aus Gera...

  • 04.05.23
AktuellesPremium

Umgang mit zu Stein gewordenem Antisemitismus
Schwein des Anstoßes

Es ist ein schweres historisches Erbe: Plastiken, die Juden diffamieren. Meist handelt es sich um "Judensäue", die im Mittelalter ihren Platz an den Wänden von Kirchen fanden, aber auch von Privathäusern oder Burgtoren. Von Karin Wollschläger Besondere mediale Aufmerksamkeit bekam das "Schwein des Anstoßes" an der Wittenberger Stadtkirche, in der Martin Luther predigte. Ein Relief karikiert Juden als Menschen, die an den Zitzen des Tiers saugen und ihm in den After schauen. Einzigartig macht...

  • 27.04.23
Kirche vor Ort
Die Stadtkirchengemeinde Wittenberg entwickelt die Stätte der Mahnung" zur mittelalterlichen Schmaehplastik "Judensau" an der Stadtkirche St. Marien weiter. Am 17.04.2023 wurden ein überarbeiteter Text für eine Erklär-Tafel (Foto) sowie Erläuterungen ueber kirchlichem Antijudaismus auf mobilen Aufstellern in der Lutherstadt vorgestellt. 

 | Foto: epd-bild /Jens Schlüter
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Kirchen
"Stätte der Mahnung" zu Wittenberger Schmähplastik überarbeitet

Wittenberg (epd) - Die Stadtkirchengemeinde Wittenberg entwickelt die Stätte der Mahnung„ zur mittelalterlichen Schmähplastik “Judensau" an der Stadtkirche St. Marien weiter. Am Montag wurden ein überarbeiteter Text für eine Erklär-Tafel sowie Erläuterungen über kirchlichem Antijudaismus auf mobilen Aufstellern in der Lutherstadt vorgestellt. Das Relief in vier Metern Höhe zeigt ein Schwein, an dessen Zitzen Menschen saugen, die Juden darstellen sollen. Das Spottbild auf die jüdische Religion...

Blickpunkt

Kirchen
Stein gewordener Antisemitismus

Es ist ein schweres historisches Erbe: Plastiken, die Juden diffamieren. Meist handelt es sich um "Judensäue", die im Mittelalter ihren Platz an den Wänden von Kirchen fanden, aber auch von Privathäusern oder Burgtoren. Besondere mediale Aufmerksamkeit bekam das Schwein des Anstoßes an der Wittenberger Stadtkirche, in der Martin Luther predigte. Ein Relief karikiert Juden als Menschen, die an den Zitzen des Tiers saugen und ihm in den After schauen. Von Karin Wollschläger und Christoph...

Kirche vor OrtPremium
Die Frühgeborenenstation ist ein wichtiger Teil der Klinik. Inkubatoren gibt es dort nicht. Stattdessen wird der gesamte Patientenraum auf Idealtemperatur aufgeheizt. Was für uns unvorstellbar ist, hat geholfen, dass die Säuglingssterblichkeit stark zurückging. | Foto:  Mareike Shields
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Zu Besuch im Lutheran Hospital

Gezielte Hilfe: 1988 wurde der Lugala-Arbeitskreis gegründet, dessen Arbeit heute von den Kirchenkreisen Bad Liebenwerda, Eisleben-Sömmerda, Torgau-Delitzsch und Wittenberg getragen wird. Seit Jahren besteht eine Partnerschaft zum Lugala Lutheran Hospital. Und die ist vielfältig. Von Lukas Richter Die Evangelisch-Lutherische Kirche Tansanias, heute mit 5,5 Millionen Gläubigen die zweitgrößte Mitgliedskirche des Lutherischen Weltbunds, die Evangelische Kirche Mitteldeutschlands (EKM) sowie das...

  • 22.02.23
Kirche vor OrtPremium
Von Mühlhausen nach Wittenberg: Thomas T. Müller hat als neuer Direktor und Vorstand die Leitung der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt übernommen. | Foto:  epd-bild/Jens Schlüter
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Stiftung Luthergedenkstätten mit neuer Leitung
Luther trifft Müller

Führungswechsel bei den Luthergedenkstätten in Wittenberg, Eisleben und Mansfeld: Thomas Tassilo Müller folgt auf Stefan Rhein – und plant für die kommenden Jahre zahlreiche Neuerungen. Von Oliver Gierens Bereits acht Tage war er im Amt, bevor er in der vergangenen Woche im Wittenberger Lutherhaus vom sachsen-anhaltischen Kulturminister und Leiter der Magdeburger Staatskanzlei Rainer Robra (CDU) erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde: Thomas T. Müller hat zum 1. Februar die Leitung der...

  • 15.02.23
Kirche vor Ort

Pfarrer:innen-Ausbildung
Kirche spielt mit Feuer

Auszubildende Pfarrer:innen experimentieren im Schlosshof mit Feuerbällen Es ist Mittwochabend. Auf dem dunklen Schlossplatz stehen elf Vikar:innen – das sind Pfarrer:innen in Ausbildung – in einem lockeren Kreis um einen brennenden Watteball. „Jetzt spielen wir uns den Ball gegenseitig zu. Dabei ruft ihr der nächsten euer Bibelzitat zu: Feuer!“, ruft Maraike Winkler (Vikarin in Berlin) und initiiert den Auftakt eines ungewöhnlichen Ballwechsels. Der orange leuchtende Feuerball fegt mit langem...

Aktuelles

Stätten der Reformation
Neuer Leiter der Stiftung Luthergedenkstätten eingeführt

Wittenberg (epd). Seit acht Tagen ist er im Amt, am Mittwochvormittag wurde er im Wittenberger Lutherhaus vom Leiter der Magdeburger Staatskanzlei und sachsen-anhaltischen Kulturminister Rainer Robra (CDU) erstmals der Öffentlichkeit präsentiert: Thomas T. Müller hat zum 1. Februar die Leitung der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt übernommen. Und der Minister konnte dem neuen Vorstand und Direktor gleich eine finanzielle Unterstützung zusagen: Rund 13 Millionen Euro wird das Land...

Kirche vor OrtPremium
Alexander Garth setzt sich für eine attraktive Kirche und eine zeitgemäße Verkündigung ein. Er fragt: "Wie müsste ein Gottesdienst aussehen, damit ihr eure Freunde mitbringt?"  | Foto: Paul-Philipp Braun
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Unbequem
Der sächsische Reformator

Alexander Garth ist ein leidenschaftlicher Evangelist, ein Überbringer der guten Nachricht. Das hat er 17 Jahre in Wittenberg getan. Dabei hat er sich nicht gescheut, seiner Kirche den Spiegel vorzuhalten. Jetzt geht der Pfarrer in den Ruhestand, besser, in den Unruhestand. Von Oliver Gierens Gerade im Jubiläumsjahr 2017 habe es "keinen geileren Ort gegeben, wo man Pfarrer sein konnte". Pfarrer Alexander Garth, gerade frisch in den Ruhestand verabschiedet, schwärmt von seinem letzten Einsatzort...

  • 08.02.23
  • 1

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