Menschenrechte

Beiträge zum Thema Menschenrechte

Aktuelles

Fußball
EKD-Sportbeauftragter zu «One-Love»-Binde: Macht bricht Moral

Der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thorsten Latzel, sieht durch den Verzicht der deutschen Nationalmannschaft und weiterer europäischer Teams auf die «One-Love»-Kapitänsbinde bei der Fußball-WM in Katar die Glaubwürdigkeit des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des internationalen Fußballs beschädigt. «Die ganze Aktion um die One-Love-Binde ist zu einer einzigen Farce geworden», sagte Latzel  dem Evangelischen Pressedienst (epd). Selbst dieses «minimale,...

  • 23.11.22
Eine Welt
Alte Zöpfe abschneiden: Bei einer Demonstration in Erfurt schnitten sich mehrere Frauen die Haare. Es ist ein Symbol gegen die Unterdrückung des Mullah-Regimes und ein Zeichen von "Frauen Leben Freiheit", Leitspruch der Bewegung. | Foto:  Paul-Philipp Braun
4 Bilder

Iran
Mit der Schere

Die Proteste der Zivilgesellschaft haben Europa unlängst erreicht. Nach 43 Jahren Mullah-Regime lehnen sich die Menschen im früheren Persien gegen die religiösen und politischen Führer auf und zeigen dies. Von Paul-Philipp Braun Freiheit, das bedeutet zu tun, was ich für richtig halte", sagt Mahsa, während sie in einem Berliner Café sitzt und über die Lage in ihrem Heimatland spricht. "Heimat", das sei ein großes Wort meint Mahsa und erzählt, wie sie vor gut vier Jahren aus Teheran wegging....

Eine Welt

Blickwechsel
Kenia: Warum der Präsident die Hände faltet

Es darf keine Staatsreligion geben.» So steht es in der kenianischen Verfassung, die auch das Recht auf Religionsfreiheit sichert. von Birte Mensing Aber als der Oberste Gerichtshof des ostafrikanischen Landes vor einem Monat den Wahlsieg von Präsident William Ruto verkündete, sagte dessen Vize Rigathi Gachagua: «Dieser Sieg ist das Werk Gottes.» Und auch Ruto selbst erklärte auf Twitter: «Was bei den Menschen unmöglich ist, ist mit Gott möglich. Denn mit Gott sind alle Dinge möglich.» Diese...

  • 15.10.22
Blickpunkt

Akademie-Tagung
Lernen von den Gruppen der DDR-Opposition?

Sie waren ein Ärgernis. Der SED-Staat fühlte sich durch sie bedroht. In der Kirche gingen die oppositionellen Gruppen vielen zu weit. Zu politisch, zu radikal, zu wenig fromm: so lauteten die Vorwürfe. Nach 1989 hatten sie dann kaum eine Chance im Politikbetrieb. Ihre Ideen von Gemeinschaft, von Frieden, Gerechtigkeit und Umwelt: Waren das nicht christliche Utopien? Doch gerade ihr religiös-politischer Doppelcharakter sowie ihre Basisstruktur und ihre Netzwerke machen die Gruppen interessant:...

Eine Welt

Blickwechsel
Westpapua: Helfen, bevor es zu spät ist

Eine Delegation der evangelischen Kirche in Westpapua berichtete vergangene Woche beim ÖRK-Treffen in Karlsruhe über die schweren Menschenrechtsverletzungen in ihrem Land: Es ging um Folter, Mord und Vertreibung der indigenen Bevölkerung durch indonesische Polizei und Militär, um den rücksichtslosen Raubbau an der Natur. Von Stephan Cezanne Für die 16 Vertreter der mehr als 620 000 Mitglieder zählenden Evangelischen Kirche im Lande Papua (GKI) bot der Auftritt vor Kirchenvertretern und der...

  • 15.09.22
Eine WeltPremium

Unterschätzt und nicht ernst genommen
Fenster in den Polizeistaat

Der Wissenschaftler Adrian Zenz gilt in China als Staatsfeind. Zudem wurde seine wissenschaftliche Integrität wegen seines evangelikalen Glaubens bezweifelt. Von Markus Springer Praktisch im Alleingang hat es ein deutscher Sozialanthropologe mit dem mächtigen China aufgenommen. Dass weltweit bekannt wurde, wie das »Reich der Mitte« in seiner westlichsten Region in großem Stil muslimische Uiguren in Internierungslager steckt, ist maßgeblich Adrian Zenz zu verdanken, einem ehemaligen...

  • 28.07.22
Kirche vor Ort

Buchvorstellung
Drachenjahre - 7 Jahre und 7 Monate in China im Knast

„Ich habe in Saus und Braus gelebt, tummelte mich als einer der wenigen Ausländer in der High Society und erlebte die perversen Seiten der chinesischen Geschäftswelt. Geld steht dort über allem. Man muss und will seinen Reichtum zeigen.“ Doch nur so lange, wie es den chinesischen Machthabern passt. Von einem Tag auf den anderen wird Robert Rother festgenommen und verschwindet für 2770 Tage hinter Gittern. Er erlebt Demütigungen, Isolationshaft, Zwangsarbeit und Folter. Nur dank seines Glaubens,...

Eine WeltPremium
Im Widerstand: Bauern protestierten 2018 im Jagatsinghpur Distrikt in Odisha gegen die Verhaftung zweier Personen und gegen das Vorhaben, ein Stahlwerk auf ihrem Land zu errichten. | Foto: Theodor Rathgeber
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Adivasi
Die ersten Siedler

Wenig bekannt ist hierzulande die in Indien lebende indigene Bevölkerungsgruppe. Über ihre Situation sprach Tanja Stünckel mit Theodor Rathgeber, Schriftführer der Adivasi-Koordination und entwicklungspolitischer Gutachter für Menschenrechte, Minderheiten und indigene Völker. Wer sind denn die Adivasi überhaupt? Theodor Rathgeber: Adivasi bedeutet "erste Siedler" und meint indigene Völker in Indien und Nepal. In diesen beiden Ländern existiert der Begriff Adivasi. Im Unterschied zu Indien...

  • 06.05.22
Eine WeltPremium
Sport im Fokus: Begegnungen zwischen Zuschauern, Sportlern und Bevöl-
kerung sind beschränkt. "Man kann sich des Eindrucks nicht ganz erwehren, 
dass die Pandemie willkommener Vorwand ist, alles möglichst umfassend 
zu kontrollieren", sagt Kristin Shi-Kupfer. | Foto: Reuters/Phil Noble – stock.adobe.com
2 Bilder

Interview
Christen müssen loyal sein

China: Während die Sportle-rinnen und Sportler noch bis zum Sonntag in Peking um Medaillen kämpfen, geht die Diskussion um die Menschenrechtsverletzungen weiter. Worin sie bestehen und inwiefern sie Christen betreffen, erklärt die Sinologin Kristin Shi-Kupfer von der Universität Trier im Gespräch mit Sibylle Sterzik. Die Sportler freuen sich auf die Wettkämpfe. Gleichzeitig finden sie in einem Land statt, das die Menschenrechte mit Füßen tritt. Wie beurteilen Sie das Verhältnis? Kristin...

  • 16.02.22
Eine Welt

Blickwechsel
Ein Jahr nach dem Putsch: Kämpfen, um zu leben

Sie flüchten in den Dschungel, verbergen sich in Höhlen oder versuchen, sich nach Indien und Thailand zu retten: Hunderttausende Menschen in Myanmar wurden in den vergangenen zwölf Monaten vertrieben, nachdem sich das Militär in dem südostasiatischen Land an die Macht geputscht hatte. Von Nicola Glass Vielen von ihnen fehlt es an ausreichend Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Versorgung, weil das Militärregime humanitäre Hilfe blockiert. Myanmar ist nicht erst seit dem jüngsten Putsch ein...

  • 10.02.22
Eine WeltPremium

Für Religions- und Weltanschauungsfreiheit
Erste Reise: Zentralamerika

Der neue Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit ist der 51-jährige Sozialdemokrat Frank Schwabe. Aus dem Entwicklungsministerium wird er sich in Deutschland und weltweit für dieses Menschenrecht einsetzen. Mit ihm sprach Mey Dudin. Was war Ihre erste Amtshandlung als Beauftragter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit? Frank Schwabe: Die war eigentlich schon vorher auf den ersten Blick eine organisatorische Frage, die mir aber auch inhaltlich wichtig war:...

  • 03.02.22
Eine Welt

Blickwechsel
Afghanistan: Frauen brutal unterdrückt

Frauen werden in Afghanistan laut den UN systematisch und massiv unterdrückt. Die Taliban versuchten, Frauen nach und nach immer mehr aus dem öffentlichen Leben zu verbannen, erklärten Menschenrechtsexpertinnen und -experten der Vereinten Nationen Mitte Januar in Genf. Von Jan Dirk Herbermann „Wir sind alarmiert über die andauernden und systematischen Bemühungen, Frauen landesweit aus dem sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben auszuschließen“, hieß es in einer Stellungnahme von 36...

  • 29.01.22
  • 1
Service + Familie

Kinder
Amnesty International: Kinder wissen wenig über ihre Rechte

Berlin (epd) - Kinder in Deutschland wissen einer Umfrage zufolge im Durchschnitt wenig über ihre eigenen Rechte. Fast 40 Prozent der 9- bis 14-Jährigen denke nicht, dass sie die gleichen Menschenrechte haben wie Erwachsene. Das geht aus einer am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Studie hervor, für die das Meinungsforschungsinstitut Hopp im Auftrag von Amnesty International rund 1.000 Kinder befragte. Knapp 30 Prozent meinten, kleinere Kinder hätten weniger Menschenrechte als größere,...

  • 26.01.22
Aktuelles
Frank Schwabe, Beauftragter der Bundesregierung für die weltweite Religions- und Weltanschauungsfreiheit | Foto: epd-bild/Juergen Blume
3 Bilder

Neue Gesichter
Beauftragte der Regierung

Für Religionsfreiheit ist künftig ein evangelischer SPD-Parlamentarier zuständig, eine Grünen-Politikerin für Menschenrechte. Ein neues Amt wurde geschaffen, um sexuelle Vielfalt zu schützen. Das Bundeskabinett ernannte Frank Schwabe (SPD) und Luise Amtsberg (Grüne). Schwabe wird sich aus dem Entwicklungsministerium für die Weltanschauungsfreiheit einsetzen, Amtsberg wird vom Auswärtigen Amt aus für die Stärkung der Menschenrechte arbeiten. Außerdem wird es einen Queer-Beauftragten im...

  • 19.01.22
Eine Welt

Weihnachten
Christliche Minderheiten unter Druck

Göttingen (epd) -  In vielen Ländern werden Menschen christlichen Glaubens das Weihnachtsfest nur unter schwierigsten Bedingungen feiern können. Darauf wies die Gesellschaft für bedrohte Völker am Mittwoch in Göttingen hin. «Im Nahen Osten, in der Wiege der Christenheit, und vielen anderen islamisch geprägten Ländern, genießen Christen weiterhin keinen wirklichen Schutz und kaum Freiheiten», sagte der Referent für ethnische und religiöse Minderheiten, Kamal Sido. Millionen könnten das...

  • 25.12.21
Eine Welt

Welthungerhilfe
Hilfswerke warnen vor zunehmendem Hunger

Frankfurt a. M. (epd) – Die Deutsche Welthungerhilfe und das Kinderhilfswerk terre des hommes haben begrüßt, dass die Bundesregierung im vergangenen Jahr ihre Mittel zur Bewältigung der Corona-Krise für die Länder des Südens aufgestockt hat. Allerdings bräuchten viele Staaten angesichts drohender Hungersnöte und der dramatisch verschärften Klima- und Umweltkrise in den kommenden Jahren mehr humanitäre Hilfe. Die Zahl der Menschen, die unter akutem Hunger litten, sei 2020 auf 155 Millionen...

  • 29.05.21
Eine Welt

Amnesty International kämpft seit 60 Jahren

Frankfurt a. M.(epd) – Am 28. Mai 1961 wurde Amnesty International vom britischen Anwalt Peter Benenson ins Leben gerufen. Die größte Menschenrechtsorganisation der Welt hat heute mehr als zehn Millionen Unterstützer. Sie setzen sich für die Freilassung politischer Gefangener, die Rechte von Flüchtlingen und die Förderung der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte ein. Bis heute nimmt die Organisation kein Geld von Regierungen an, 1977 erhielt sie den Friedensnobelpreis....

  • 28.05.21
Feuilleton

Wie Karlheinz Böhm Fernsehgeschichte schrieb
Eine Wette mit Folgen

Schöne Menschen, herzergreifende Musik, Postkarten-Idylle: Die Sissi-Filme sind längst Klassiker des Kitschs. Das Image des Traumprinzen habe sein kritisches Denken eingehüllt, sagte Karlheinz Böhm rückblickend. Von Paula Konersmann Die Rolle seines Lebens fand er erst mit 53 Jahren: Damals gründete er die Äthiopienhilfe "Menschen für Menschen". Der Auslöser liegt am 16. Mai genau 40 Jahre zurück. Nachdem er während einer Kur mit der Not in Afrika konfrontiert worden war, kam Böhm als Gast zu...

  • 14.05.21
Eine Welt

Sündenböcke in der Corona-Krise

Corona verschlimmert nach Beobachtungen des Hilfswerks Open Doors die Benachteiligung von Christen in vielen Ländern. Sie seien häufig von Nothilfen ausgeschlossen und würden für die Pandemie verantwortlich gemacht, zum Beispiel in Asien. «Christen sind in verschiedenen Ländern Asiens durch Mitbürger beschuldigt worden, dass sie das Coronavirus verbreiten», sagt Thomas Müller (Name geändert), der als Deutscher in der Region lebt und aus Sicherheitsgründen unerkannt bleiben möchte. Das geschehe...

  • 04.04.21
Eine WeltPremium

Religionsfreiheit eingeschränkt
Christen weltweit am stärksten betroffen

Die Bundesregierung stellt in ihrem zweiten Bericht zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit erneut eine Verschlechterung des Rechts auf Glaubensfreiheit fest. In den vergangenen Jahren lasse sich weltweit ein Trend zu vermehrten Einschränkungen erkennen. Am stärksten betroffen seien Christen als Anhänger der zahlenmäßig größten Religionsgemeinschaft. Auch die Corona-Pandemie werde für diskriminierende Einschränkungen genutzt, heißt es darin. Der Beauftragte für weltweite Religionsfreiheit...

  • 05.11.20
Kirche vor Ort

Menschen
Franziskanerin spricht über ihr Engagement

Gotha (red) – Die Trägerin des Menschenrechtspreises der Stadt Weimar 2018, die Schweizer Ordensschwester Lorena Jenal, hält in Gotha und Heiligenstadt Vorträge über ihren Kampf gegen die Verfolgung vermeintlicher Hexen in Papua-Neuguinea. In Heiligenstadt spricht Schwester Lorena am 13. Dezember, 15 Uhr, bei einer Veranstaltung des katholischen Hilfswerkes Missio im Marcel-Callo-Haus. In Gotha ist Lorena Jenal am 14. Dezember, 14.30 Uhr, im Café Lucas Cranach des Mehrgenerationenhauses Gotha...

  • 11.12.19
Aktuelles

Verfolgte Christen: Die EKD schweigt

Menschenrechte: Einem Staatsgast aus China, wo Christen verfolgt werden, wurde der rote Teppich in die Wittenberger Schlosskirche ausgerollt. Vikare sind empört. Von Uwe Naumann Es passierte am 1. Juni an der Schlosskirche Wittenberg, direkt vor Luthers legendärer Thesentür: Der Vorplatz und die Kirche werden gesperrt, ein roter Teppich wird zur Kirche hin ausgerollt, chinesische Staatsflaggen aufgestellt: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident empfängt an den »Toren der Freiheit« den...

  • 20.06.19
  • 3
Eine Welt

Brasilien: Gefahr für Menschenrechte

Berlin (red) – Knapp fünf Monate nach dem Amtsantritt von Jair Bolsonaro warnt Amnesty International vor der menschenrechtsfeindlichen Rhetorik des brasilianischen Präsidenten und deren Folgen. Mit laxeren Waffengesetzen, Verletzungen der Rechte indigener Bevölkerungsgruppen sowie verschärfter Überwachung von Nichtregierungsorganisationen habe die brasilianische Regierung konkrete Maßnahmen ergriffen, die die Menschenrechte verletzen, so die Organisation. Potenziell seien Millionen von Menschen...

  • 02.06.19
  • 1
Eine Welt

Lew Kopelew Preis für »Lifeline«

Köln (epd) – Der diesjährige Lew Kopelew Preis für Frieden und Menschenrechte geht an die Dresdner Seenotrettungsorganisation »Mission Lifeline« mit Kapitän Claus-Peter Reisch. Damit werde das humanitäre Anliegen der Initiative geehrt, erklärte das Lew Kopelew Forum in Köln. Der undotierte Preis wird am 7. April in Köln verliehen. Die Fest­rede hält den Angaben nach der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn. Die Auszeichnung wird seit 2001 jährlich vergeben. Die Preisträger hätten »im...

  • 24.02.19
  • 1

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