Welthungerhilfe
Hilfswerke warnen vor zunehmendem Hunger

Frankfurt a. M.(epd) – Die Deutsche Welthungerhilfe und das Kinderhilfswerk terre des hommes haben begrüßt, dass die Bundesregierung im vergangenen Jahr ihre Mittel zur Bewältigung der Corona-Krise für die Länder des Südens aufgestockt hat. Allerdings bräuchten viele Staaten angesichts drohender Hungersnöte und der dramatisch verschärften Klima- und Umweltkrise in den kommenden Jahren mehr humanitäre Hilfe. Die Zahl der Menschen, die unter akutem Hunger litten, sei 2020 auf 155 Millionen Menschen in 55 Ländern gestiegen, sagte Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe. Der Fokus in der Entwicklungszusammenarbeit müsse sich mehr auf die ärmsten Länder richten, verlangte er: «Es ist ein Skandal, dass in einigen Regionen der Welt wieder Menschen drohen zu verhungern.»

Die Vorstandssprecherin von terre des hommes, Birte Kötter, bemängelte «einen dramatischen Rückfall der Errungenschaften der Kinderrechte um Jahrzehnte» durch die Corona-Pandemie. Millionen Kinder hungerten, lebten auf der Straße oder müssten arbeiten oder betteln, anstatt zur Schule zu gehen.
Menschenrechtler von Amnesty International warnen vor einer dramatischen Hungersnot in Madagaskar. Im Süden der Insel drohten Tausende Menschen zu verhungern, und mehr als eine Million Männer, Frauen und Kinder hätten nicht genug zu essen. Wegen der schwersten Dürre in 40 Jahren müssten dringend koordinierte Hilfsmaßnahmen anlaufen, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern. Aus einigen Dörfern seien bereits Tote gemeldet worden, aber genaue Zahlen gebe es nicht. Bewohner berichteten, dass sie Kakteen und sogar Lehm äßen, um zu überleben.

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Online-Redaktion

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