Corona
Familienverbände fordern Aufarbeitung

Foto: pixabay/congerdesign

Durch Schulschließungen und Einschränkungen im Alltag während der Corona-Pandemie haben laut der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen gerade Familien und Kinder gelitten. Das müsse aufgearbeitet werden.

Berlin (epd). Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF) will die Belastung von Kindern, Jugendlichen und Familien ins Zentrum der Corona-Aufarbeitung rücken. Zudem müssten die Interessen dieser Bevölkerungsgruppen auch für zukünftige Krisenlagen in gesetzlichen Regelungen verankert werden, erklärte die Arbeitsgemeinschaft.

Die Corona-Pandemie habe zu erheblichen Belastungen für Familien geführt, beispielsweise bei der Organisation von Betreuung und Bildung. Kinder und Jugendliche hätten zudem «wichtige Chancen für Lernen, Entwicklung und Teilhabe» verloren, hieß es. Unter anderem sei auch eine erhöhte Zahl psychischer Erkrankungen eine Folge davon. Dazu seien Familieninteressen unzureichend berücksichtigt worden.

Einsatz für Interessen und Rechte von Familien

Bei der Aufarbeitung müssten Erfahrungen von Kindern, Jugendlichen und Familien politisch ernst genommen werden. Es sollten «konkrete Empfehlungen» entwickelt werden, wie Kinderrechte und Beteiligungsrechte von Familien stärker in gesetzlichen Regelungen für Krisen festgeschrieben werden könnten, etwa dem Infektionsschutzgesetz.

Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen ist ein Zusammenschluss von sechs großen familienpolitischen Verbänden auf Bundesebene. Mitglieder sind unter anderem der «Deutsche Familienverband», die «evangelische arbeitsgemeinschaft familie» und der «Familienbund der Katholiken». Nach eigenen Angaben setzt sich die AGF für die Interessen und Rechte von Familien in Politik und Gesellschaft ein.

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Online-Redaktion

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