Bad Liebenstein
Wenn sich Segen multipliziert

Willkommen und Abschied: Nach sechs Jahren verlässt Pastorin Angelika Hundertmark die Pfarrstelle im Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach, um sich neuen Aufgaben zu widmen.
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Mit einem Luthermesser aus Steinbach, einem Andenken an den Lietebaum in Möhra und unzähligen guten Wünschen wurde Angelika Hundertmark aus ihrem Dienst als Pastorin verabschiedet. Nach sechs Jahren verlässt sie die beiden Kirchengemeinden Bad Liebenstein und Gumpelstadt auf eigenen Wunsch, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen.

Von Susann Eberlein

Ab kommenden Monat wird die 45-Jährige die regionale Studienleitung für die Vikarsausbildung der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM) und der Kirche Anhalts übernehmen. Dabei wird sie Seminare organisieren, in denen sich die zukünftigen Pfarrer mit Kirchenrecht, der Arbeit mit Konfirmanden und den Besonderheiten eines Pfarramts in ländlichen Gebieten beschäftigen. In der zweieinhalbjährigen Ausbildung begleitet Angelika Hundertmark die Vikare auf dem Weg in die berufliche Selbständigkeit.
„Mein Herz schlägt für die Gemeinde“, sagt die Theologin. Gerade deshalb möchte sie ihre Erfahrungen weitergeben. „Ich habe in den vergangenen Jahren gemerkt, dass es mir Freude bereitet, Menschen zu begleiten und ein Stück voranzubringen“, sagt die Pastorin.
Aufgewachsen ist Hundertmark in Kieselbach und Eisenach. In der Wartburgstadt erlebte sie die politische Wende. „Die Friedensgebete in der Georgenkirche haben mich sehr geprägt“, blickt sie zurück. Nach dem Abitur lebte sie für ein halbes Jahr in Kanada, 1993 begann sie ihr Theologiestudium in Jena. Ab August 1996 verbrachte sie ein ökumenisches Studienjahr in Jerusalem, „wo ich die Liebe zur Archäologie für mich entdeckt habe“. Nach dem ersten theologischen Examen 1999 half sie als Mitarbeiterin im Landesjugendpfarramt Eisenach bei der Organisation des Jugendkirchentags und kehrte danach als Studienleiterin nach Israel zurück.
Ihr eigenes Vikariat absolvierte sie 2001 bis 2004 in Weida im Kirchenkreis Gera. Nach ihrer Ordination ging sie in das Pfarramt Münchenbernsdorf. Sie blieb zehn Jahre lang, bis sie auf die Stellenausschreibung in Bad Liebenstein aufmerksam wurde. „Ich habe sie damals im Amtsblatt gelesen, ohne groß auf Suche zu sein und bin daran hängen geblieben“, erinnert sie sich.
Was von der Zeit bleibt? „Ich denke an die vielen Begegnungen, die nachklingen werden. Ich freue mich, wenn ich etwas in den Menschen bewegt habe und die Sehnsucht nach Gemeinschaft gestillt habe“, sagt Hundertmark. Nach ihrem Weggang wird die geschäftsführende Vakanzverwaltung vorübergehend Pfarrer Norbert Endter aus Schweina übernehmen. Für die Vakanz in seelsorgerischen Angelegenheiten zeigt sich die Fischbacher Pfarrerin Elke Krtschil verantwortlich.
Die Vorsitzende des Gemeindekirchenrats Bad Liebenstein, Susanne Rakowski, bedankte sich bei der Verabschiedung in der Friedenskirche für sechs Jahre, die Spuren hinterlassen hätten: „Spuren im Geist, im Denken und Glauben und im Herzen.“ Auch Superintendent Ulrich Lieberknecht fand nur lobende Worte für die 45-Jährige, die sich vier Jahre lang als seine Stellvertreterin engagierte sowie als Mitglied in der Kreissynode und im Kreiskirchenrat. Lieberknecht lasse sie „mit schwerem Herzen gehen. Mein Trost ist, dass sie mit ihren Gaben in der Vikarsausbildung viel Segen bewirken kann, der multipliziert allen Gemeinden zu Gute kommt.“Susann Eberlein Willkommen und Abschied: Nach sechs Jahren hat Pastorin Angelika Hundertmark die Pfarrstelle Bad Liebenstein verlassen. Nun gibt sie ihre Erfahrungen an Vikare weiter. Von

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Online-Redaktion aus Weimar

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