Waltershausen: Am Pflegestift Geizenberg soll ein Kneipp-Garten für Demenzkranke entstehen
Mit Reizen nicht geizen

Anlässlich des Weltalzheimertages im letzten Jahr hat die Diakonie im Landkreis Gotha gemeinsam mit der Stadt Waltershausen das Projekt »Ein Garten für Waltershausen« gestartet. Am Pflegestift Geizenberg soll ein Sinnesgarten für Demenzkranke entstehen, angelegt nach den Erkenntnissen des Pfarrers und Naturheilkundlers Sebastian Kneipp.
In Deutschland waren 2018 etwa 1,7 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen, so die Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Die meisten sind 85 Jahre und älter. Menschliche Zuwendung, Aktivierung und Beschäftigung, ein angemessener Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten sowie eine demenzgerechte Gestaltung der Umwelt seien für Demenzkranke von besonderer Bedeutung, so die Gesellschaft.
Das Pflegestift Geizenberg in Waltershausen ist eine spezialisierte Einrichtung für Menschen mit Demenz. In drei Hausgemeinschaften wohnen jeweils zwölf Bewohnerinnen und Bewohner. Der Kneipp-Garten soll, nach Angaben der Diakonie, an die unterschiedlichen Jahreszeiten angepasste Sinnesanregungen bieten. »Bis zur Eröffnung des Neubaus 2012 wurde dieses Areal nur notdürftig gepflegt, aber es gab schon eine Idee, wie die künftige Gestaltung aussehen könnte«, berichtet Antje Sommer, Pressesprecherin der Diakonie. Der Gedanke sei gewesen, das Haus auch den Waltershäusern zugänglich zu machen. Ermöglicht werden soll demnach sowohl die Begegnung zwischen den Generationen als auch der Kontakt zwischen de­menzerkrankten und gesunden Menschen. Man will auf den Umgang mit der Krankheit aufmerksam machen.
Unter dem Motto »Wir geizen nicht mit Reizen« sollen auf dem weitläufigen Gelände des Stifts unter anderem Endloswege mit Panoramabänken, Lauben als Rückzugsmöglichkeit, eine Bienenwiese, Kräuterhochbeete, ein Obst- und Gemüsegarten, ein Rosen- Pavillon, ein Barfußpfad, Kunstobjekte, ein Sport- und Bewegungsparcours, ein Kneipp-Wassergarten sowie eine Café-Terrasse mit Pergola und Heimatgalerie entstehen.
Ziel ist es, dass die Eindrücke in der Natur Menschen mit Demenz dabei unterstützen, sich zu erinnern und Fähigkeiten aufleben zu lassen. Durch gemeinsame Erlebnisse mit anderen Menschen im Garten, so der Ansatz, sollen soziale Kontakte und Aktivitäten gepflegt werden. Der Garten soll dabei dazu dienen, einen achtsamen und rücksichtsvollen Umgang miteinander zu fördern.
»Für solch ein Projekt braucht es natürlich auch Fördermittel«, konstatiert Antje Sommer. Der geplante Sinnesgarten soll über Fundraising finanziert werden. Die Diakonie im Landkreis Gotha hat über ihre Internetseite dazu aufgerufen, das Projekt mit Geld- oder Sachspenden zu unterstützen. (red)

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